Biografien & Erinnerungen

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Veröffentlicht am 22. März 2015, 6 Seiten
Kategorie Biografien & Erinnerungen
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Aus dem Bauch kam ich als Klumpen. Es ist 22 Uhr. März. Draußen ist es dunkel. Vergleiche tun nicht gut, Vergleiche tun weh. Dann bekam ich ein Gesicht und einen Namen. Marie, Louisa, Fred, Anette, Carsten, Hubertus, Leonie. Das Kind braucht einen Namen. Es soll ein Etwas werden und kein Nichts. Untergehend in der Masse, es braucht einen Namen. Der Nachname,

festgelegt. Geburtstag, besiegelt. Das Kind hat eine Identität. Geburtsort, ich kann mich nicht erinnern. Und irgendwann sagte ich wohl ein Wort. Das tut man so, als Mensch. Und auf in die Welt, beginn zu laufen, Mensch, beginn zu rennen. Deine Zeit ist knapp und du musst schneller werden. Kind was tust du da? Kind wo bist du nur? Hängt es etwa fest, hängt es hinterher? Haben wir etwas falsch

gemacht? Unser Kind, wie können wir es erreichen Unser Kind, wo ist es nur? Wir müssen loslassen doch es bricht unser Herz. Wir können nicht mehr formen, Kind sträubt sich, wehrt sich. Kind zieht sich zurück. Wir machen uns Gedanken, machen uns Sorgen. Und irgendwann merken wir, dass wir einen ganzen Tag nicht an es gedacht haben. Haben wir es vergessen, einen Tag? Wird aus diesem Tag bald eine Woche? Wann wird es soweit sein? Wird es jemals so weit

sein? Wann hörten wir das letzte Mal die Stimme, ist es wirklich einen Monat her? Die Tage ziehen vorüber und wir wissen, sie werden schneller. Entfernung Entfremdung Abschied Wir lieben Dich. Wir vermissen Dich. Hasst ihr mich? Erkennt ihr mich denn nicht mehr? Ich bin doch eure Tochter.

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kassiopayakauz
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kassiopayakauz Danke für eure Gedanken dazu!!
Vor langer Zeit - Antworten
woasnet Kennst du mich und meine Mutter?
Sehr gut getroffen.
Danke
Vor langer Zeit - Antworten
Frettschen So ist das Leben.
Du hast es überspitzt und gleichzeitig sehr treffend erzählt.
Du schiebst mir die Wahrheit auf nem Tablett über den Tisch zu mir her.
Es schmerzt
ein wenig
aber du hast das sehr gut gemacht!
Danke dir dafür.
Vor langer Zeit - Antworten
Rehkitz Gedankengänge die schmerzen. Diese hast Du sehr gut verdeutlicht. Menschen sollten aufeinander zu gehen, sprechen. Wie soll der andere wissen was ich möchte wenn ich mich nicht äußere. Abwarten ist wohl nicht der richtige Weg.
Liebe Grüße zu Dir
Theresia
Vor langer Zeit - Antworten
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