Science Fiction
Projekt Invitas

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"Projekt Invitas"
Veröffentlicht am 09. März 2015, 20 Seiten
Kategorie Science Fiction
© Umschlag Bildmaterial: JohanSwanepoel - Fotolia.com
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Tja was gibt es über mich zu sagen :D ich bin ein sehr humorvoller Mensch, der gerne etwas Zeit fürs Schreiben investiert :) Freue mich über jedes Kommentar von euch, sowie konstruktive Kritik (man will sich ja schließlich verbessern :D) und natürlich auch über jede Nachricht :D Somit wünsche ich noch jedem von euch alles Gute, viel Spaß und Erfolg beim Verfassen eurer Texte. Alles Gute!
Projekt Invitas

Projekt Invitas

Prolog

Was für die Menschheit seit ihrem Dasein auf der Erde als große Errungenschaft angesehen wurde, wird als weniger bedeutungsvoll erscheinen wenn sie das Jahr 2087 erreicht. Ein naher erdähnlicher Planet wurde 2017 von dem Kepler Weltraumteleskop entdeckt und versetzte die Menschheit in eine längst notwendig gewordene Nachdenklichkeit. Die NASA rief darauf hin gemeinsam mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA die Mission-Invitas ins Leben und es wurde eine unbemannte Sonde Namens Novum auf den Planeten geschickt, um durch Probenentnahmen die Atmosphäre und die Lebensbedingungen zu überprüfen. Die Auswertungen der Ergebnisse ergaben, dass dieser Planet für Menschen eine optimale Lebensbedingung aufwies. Daraufhin arbeiteten beide Organisationen akribisch daran eine

bemannte Sonde zu dem Planeten Kepler-186f2 zu schicken. Doch eine bemannte Sonde von der Erde aus zu starten würde die Energiekapazität zu sehr erschöpfen und eine Reise über solche Distanz wäre nicht mehr gewährleistet. Die NASA beschloss daher im Rahmen des Invitas-Projekt eine Operationsbasis auf dem Mond zu errichten und durch die geringere Anziehungskraft des Mondes dieses Hindernis zu umgehen. Die ESA war darin ebenfalls mitbeteiligt und hatte mit der NASA ein Abkommen beschlossen, gemeinsam dieses Projekt bis zu dem Jahr 2087 zu verwirklichen. Eine Rakete nach der anderen verließ die Erde um die Bedarfsgüter auf den Mond zu bringen und die Operationsbasis voranzutreiben. Die Menschheit steht kurz vor dem Durchbruch einen zweiten Planeten zu beheimaten, als Anfang Juni 2086 Sonnen am Himmel erschienen und zu Boden fielen.

Kapitel 1 März 2086



„Schatz?... „Schatz!,... Dein Telefon klingelt. Wach auf!“, schrie Doren schon beinahe, genervt um zwei Uhr morgens durch das Klingeln des Handys geweckt zu werden.“ Das Läuten des Telefons wirkte in diesen Stunden wie eine Sirene einer Rettung die bei geöffnetem Fenster die Strasse entlang rasste und dabei das Martinshorn durch die Gassen schallen ließ. Mit halb geschlossenen Augen griff Joe in Richtung des Telefons, das ihm seine Frau reichte und meldete sich seinem Gesprächspartner: „Joe Martins am Apparat.“ „Hier spricht Lenford. Sie müssen umgehend nach Gotha kommen!“ Das war alles was ihm der Anrufer zu sagen hatte und legte

auf. „Wer war das Schatz?! Und was um Himmelswillen möchte jemand von dir um diese Uhrzeit?!“ „Die Arbeit ruft“, gab er ihr kurz und prägnant zur Antwort. „Das hör ich jetzt schon seit Wochen. Langsam Glaube ich du machst irgendwelche dubiosen Geschäfte oder weshalb musst du jetzt auch schon um 2 Uhr morgens weg?!“ „Du weißt das ich dir nichts davon erzählen darf. Bitte frag nicht mehr weiter danach. Es fällt mir ohnehin auch so nicht einfach es dir vorzuenthalten.“ Joe sprang aus dem Bett, eilte zu seinen Klamotten, hüpfte in seine Jeans und zog sich seinen schwarzen Pullover vom Vortag an. „Wir sehen uns bald wieder. Ich dich liebe.“ Seine Frau drehte sich zur Seite ohne seine Worte zu erwidern. Er gab ihr einen Kuss und verließ das Schlafzimmer. Aus dem Kühlschrank

in der Küche holte er sich noch schnell einen Energiedrink zog sich Schuhe und Jacke an und verließ das Haus. Draußen war das Wetter grausig und es regnete auf Joe's dunkelbraunes kurzgeschnittenes Haar. In Gedanken versunken stieg er in seinen schwarzen Audi Q10 und fuhr los Richtung Gotha. Natürlich weiß Joe das er nicht wirklich dort hin will. Und er weiß auch dass es nicht Lenford gewesen ist, der ihn angerufen hatte. In Zeiten virenbefallener Smartphones und Abhördiensten aus allen Ländern sind Informationen über das Telefon, die nicht für jedermann bestimmt sind, mit Vorsicht zu übermitteln. Joe arbeitet in einem geheimen Forschungszentrum der ESA und ist mitbeteiligt an dem Projekt Invitas. „Warum meldet sich Steven um diese Uhrzeit?“, fragte sich Joe. „Ist etwas bei den Auswertungen der Daten über die Lebensbedingungen auf dem Planten Kepler-186f2 schief gegangen, die Joe durchgeführt hatte? Hoffentlich habe ich keinen

Fehler gemacht“, dachte er sich, „oder gibt es Probleme auf der Operationsbasis am Mond?“ Was es auch ist, es wird seine Berechtigung haben, denn ohne Grund würde sich Steven nicht einfach melden. Joe öffnete mit einem Zischen seinen Energiedrink und wie sollte es auch anders sein, war daraufhin seine Brille voll mit diesem lebenspendenden Elixier, zumindest um halb drei Uhr morgens wird es so genannt, um wach zu bleiben. Er reinigte schnell seine Brille und fuhr wieder mit hohem Tempo weiter Richtung Forschungszentrum der ESA. Von der Hauptstraße bog Joe rechts ab auf einen mehr oder weniger Waldweg mit einem Fahrverbot beschildert. Zufahrt nur für befugte stand darunter. Das Wort Straße hatte dieser mittelprächtige Weg weniger verdient. Eine Weile folgte er diesem und gelangte immer näher zu einem Berg in den Alpen abseits jeglicher Zivilisation. Vor sich erkannte er nun das vertraute Tor kurz vor dem Eingang, bewacht

von einigen Männern und mit einem Hochspannungszaun abgesichert. Joe stoppte sein Auto vor dem Tor und öffnete das Fenster. Daraufhin vernahm er das Geräusch des Regens wieder der rings um ihn auf die Bäume und den Boden niederging. „Guten morgen Mr. Martin, was treibt sie um diese Uhrzeit zu uns. Kommt ja nicht oft vor, so viele von euch um diese Uhrzeit hier zu sehen“, begrüßte ihn einer der Wachmänner. „Warum so viele?“, dachte sich Joe. „Das weiß ich ehrlich gesagt selber nicht genau“, entgegnete Joe dem Wachmann und reichte ihm seine Identkarte. „Interessant, das haben bis jetzt alle gesagt die gekommen sind.“ Er ging mit der Identkarte in das Führerhaus und steckte sie in einen Schlitz neben dem Pult. „Karte akzeptiert,“ ertönte kurz darauf eine Computerstimme über die Lautsprecher und das Tor öffnete sich.

„Halten Sie mich auf dem Laufenden“, grinste der Wachmann. „Gewiss“, schmunzelte Joe. Der Wachmann versucht es immer wieder etwas in Erfahrung zu bringen was auf der Welt so vor sich geht, doch würde es Joe's Job kosten und weit mehr wenn er etwas preisgeben würde. Mit seinem Q10 fuhr Joe nun weiter Richtung Tunneleingang des Berges und folgte der wieder gut asphaltierten einspurigen Strasse zwei Kilometer, bis er zu einer Ausweitung der Straße kam wo sich rechts davon ein Parkplatz für acht Autos befand, die alle bis auf einen bereits belegt sind und parkte dort. Er nahm noch den letzten Schluck aus seinem Energiedrink, bevor er aus dem Auto ausstieg und Richtung des nahegelegenen Liftes ging. Neben dem Lift befand sich eine Vorrichtung für einen Fingerscan den Joe durchführte und somit den Lift auf seine Etage beorderte. Er betrat ihn und

fuhr damit sechs Stockwerke in die Tiefe. Dort angekommen stand er in einem hell erleuchteter Raum mit vielen Kameras und einer weiteren Tür die nur mit einer Iriserkennung zu öffnen war. Er stellte sich vor das Gerät und ein Strahl scannte sein Auge. Die Tür öffnete sich und verschwand seitlich in der Mauer. „Willkommen Mr. Martin“, ertönte wieder eine Computerstimme. „Ich wünsche Ihnen ein angenehmen Arbeitstag.“ Er ging noch weiter einen Gang entlang mit vier Türen links und rechts und einer die sich geradeaus befand und von ihm anvisiert wurde. Besprechungszimmer stand daneben. Joe betrat diesen Raum. Darin befanden sich bereits seine Arbeitskollegen. „Welcome back“, sagte Steven belustigend. „Gleichfalls Steven. Du wolltest deinen Nachtdienst anscheinend nicht alleine machen was? Darum hast du uns alle hergeholt.“ erwiderte Joe und blickte durch die Runde. Alle

aus dem Astrophysikteam saßen beisammen am Tisch. In der Mitte des Raumes zierte das ESA Bild die 3D-Projektionsfläche des Beamers. „Genug von den Konversationen die Lage ist kritisch!“, unterbrach Herr Sobot der Leiter der Einrichtung die schwungvolle Stimmung. „Nehmen Sie bitte Platz Mr. Martin.“ „Typisch Joe, wie immer der Letzte“, gab Patrick leise und mürrisch von sich. „Vor etwa zwei Stunden erreichte mich ein Anruf der NASA“, begann Herr Sobot zu erläutern. „Auf ihrem Asteroidenfrühwarnsystem bemerkten sie, dass sich etwas auf die Erde zubewegt. Mit seinem Presenter schaltete er das ESA-Bild um und die Erde zeigte sich mit einem rotem blinkenden Objekt außerhalb der Erdkugel. „Die NASA arbeitet bereits daran den Einschlagort zu berechnen und da es sich dabei um die Erde handeln wird, wie es erste ungenaue Berechnungen vermuten lassen, will die NASA eine zweite Absicherung über die genaue

Position. Ich will wissen was es ist, ob Asteroid oder Meteor, wann er hier sein wird und vor allem wo und zwar vorgestern!“ Mit ernstem Blick durchwanderte er die verblüfften erschrockenen und fassungslosen Gesichter. „Mr. Martin sie werden mir in einer Stunde Bericht erstatten!“ Dann verließ Herr Sobot den Raum. „Warum er?“, gab Patrick wieder zynisch von sich. „Wahrscheinlich wegen seiner hervorragenden Leistung bei der Berechnung der Novum Sonde, wo du....“ „Genug!“, unterbrach Joe, Steven. „In diesem Fall geht es um mehr als um Prestige. Unsere Arbeit heute kann Leben einfordern wenn wir uns nicht zusammenreißen!“ Joe dachte kurz nach, dann erhob er sich von seinem Sessel. „Alex und Patrick ihr werdet bitte das Ausmaß der Zerstörung ermitteln. Chris, Josie, Beatrice und Harry ihr gebt mir bitte Bescheid wann er

auf der Erde einschlagen wird. Steven und ich kümmern uns um das Wo.“ „Verstanden“, entgegneten ihm seine Kollegen. „Komm wir gehen in unser Büro“, gab Joe Steven zu verstehen und wies mit einem Handwink auf die Tür. Die anderen taten ihnen gleich und verließen den Besprechungsraum. Joe ging auf die erste der drei Türen auf der linken Seite des Ganges von wo er gekommen war und betrat den Raum. Er nahm sich einen von den drei Bürostühlen und setzte sich zu seinem Computer, der bereits eingeschaltet war. „Warum schlug das NEO-Shield Programm von uns nicht an?“, grübelte Joe. Er nahm sich einen Zettel und begann gemeinsam mit dem Computer die Masse des Asteroiden zu berechnen. Dann kam auch endlich Steven, in beiden Händen einen Becher Kaffee haltend. „Hier das wirst du brauchen“ sagte er zu Joe. Er stellte ihm den Becher hin und nahm ebenfalls auf einem Bürostuhl neben seinem PC

Platz. „Danke Steven. Unser NEO-Shield Programm sollte doch in solchen Fällen eine Frühwarnung raus schicken und dass sich auch bei der NASA erst so spät etwas dahingehend bemerkbar gemacht hat, verstehe ich auch nicht ganz.“ „Da hast du Recht. Herr Sobot wird das sicher überprüfen lassen. Kennst ihn ja. Ist schließlich nicht das erste mal das Asteroiden erst so spät entdeckt worden sind. Bislang hatten wir jedoch Glück.“ Steven nahm sich ebenfalls einen Zettel und notierte sich Werte zu der Geschwindigkeit des Asteroiden. Dann klopfte es an der Tür und Beatrice kam ins Büro um den Beiden mit ihrer für Frauen unüblichen tiefen Stimme einen Teil ihrer Ergebnisse mitzuteilen. „Jungs. Der Asteroid bewegt sich derzeit mit einer Geschwindigkeit von 807km pro Sekunde und hat einen Durchmesser von 318 Meter.“ Joe und Steven nickten ihr zu und gaben ihr so zu erkennen,

dass sie die gleichen Werte berechnet hatten. Ergebnisse von hoher Wichtigkeit werden gleich zu Beginn immer mehrmals von allen Teams kontrolliert damit ihre Richtigkeit bestätigt wird, um Fehlerquellen gleich in der Anfangsphase zu entdecken. Mit einem fragenden Blick wandte Joe sich in Richtung Steven. „Findest du nicht auch, dass er etwas unüblich schnell unterwegs ist für einen Asteroiden? Wer weiß das schon genau durch welche Anziehungskräfte der Planeten er auf dem Weg zu uns beschleunigt wurde. Ich finde es jetzt nicht außergewöhnlich.“ Etwas unzufrieden mit dieser Antwort fokussierte Joe wieder seine Aufmerksamkeit auf seine weiteren Berechnungen. Er notierte sich wieder ein paar Zahlen. „So. Das wären dann die Koordinaten. Mal sehen wo er uns treffen wird.“ Er tippte die Werte in Google Maps-ESA an seinem PC ein.

Die Karte zeigte eine gelbe Stecknadel mitten im Pazifischen Ozean. Mit einer ernsten Miene nahm Joe seinen Zettel und verließ das Büro um nach seinen Kollegen zu sehen. Er vergewisserte sich noch über deren Status und betrat daraufhin wieder das Besprechungszimmer. Die Stunde war um. Alle versammelten sich erneut in dem Raum von vorhin und Herr Sobot kam wie immer auf die Sekunde genau durch die Tür. „Bitte Mr. Martin. Sie haben das Wort.“ „Nun gut. Patrick hat herausgefunden dass es sich um einen altbekannten Asteroiden handelt, der uns bereits vor einigen Jahrzehnten bedrohlich Nahe war. Er bekam damals den Namen Re. Warum auch immer. Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute, er landet mitten im Pazifischen Ozean. Die Metropolen der Erde sind somit sicher. Die schlechte Nachricht, er wird in der Nähe des Hawaiianischen-Rücken in das Meer treffen. Somit ist der Inselstaat Hawaii akut gefährdet. Durch die Wucht des

Asteroiden ist ein Tsunami sehr wahrscheinlich und eine Evakuierung des Inselstaates dringend erforderlich. Die Evakuierung muss unbedingt sofort eingeleitet werden, denn Re...“, er unterbrach sich und sprach mit einer noch ernsteren Stimme als er es ohnehin schon tat weiter, „wird in 16 Stunden hier sein.“ „Das klingt nach einer Aufgabe. Eine Inselgruppe mit knapp 1,5 Millionen Menschen zu evakuieren in so kurzer Zeit wird nicht einfach werden. Ich kümmere mich umgehend darum und nehme Kontakt mit der NASA auf“, mit ernster Miene ging Herr Sobot Richtung Tür. „Vielen Dank für euren Einsatz, Sie können wieder nach Hause“, waren seine letzten Worte bevor er den Raum verließ. „Das ich so etwas erleben muss...“, warf Josie mit melancholischem Beiton in die Runde. Aber niemand antwortete. Zu sehr kreisten die Gedanken über das Szenario welches den Menschen dort bevorstand in den Köpfen der

Astrophysiker umher. Ich mach mich wieder auf den Weg nach Hause. Teilte Joe seinen Kollegen mit. „Noch einen schönen restlichen Urlaub Joe. Auch wenn es schönere Tage dafür geben würde“, wünschte ihm die Gruppe. Dann verließen alle den Raum, gingen zu ihren Autos zurück und fuhren nach Hause, nur mehr die Projektion der Erde mit einem kleinen roten blinkenden Objekt außerhalb der Erdkugel blieb zurück.

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Wenish
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