Biografien & Erinnerungen
Die Mutter die mich hasste

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"Die Mutter die mich hasste"
Veröffentlicht am 21. Januar 2015, 8 Seiten
Kategorie Biografien & Erinnerungen
© Umschlag Bildmaterial: kmiragaya - Fotolia.com
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Viel erreicht, viel gekämpft, viel verloren, viel gewonnen.. Doch das bin ich mit einer Seele wie eine Patchwork-Decke
Die Mutter die mich hasste

Die Mutter die mich hasste

Mein Leben

Jedesmal wenn ich daran denke, macht es mich traurig. Traurig über mein Leben, meine Vergangenheit, meine Kindheit. Sie zerstörte ungewollt mein Leben. Nun 25 Jahre später höre ich ihre Sprüche immer noch. Ihre Attacken treffen mich wie Schläge. Immer drauf auf die kleine Judith. Doch viele Menschen verharmlosen oder verstehen psychische Gewalt in der Kindheit nicht. Nur weil man Schläge nachvollziehen, sehen und nachfühlen kann. Die Narben die meine Mutter mir hinterlassen hat, sieht man nicht. Sie sind in meiner Seele und

zeigen sich nur an meinem Verhalten, meinem Leben. Ich will nicht sein, weil ich falsch bin. Falsch als Mensch, falsch in meinem Körper. Die jahrelangen Nächte in denen ich gebetet habe, dass jemand mich ändert, mich erlöst, sind ungehört geblieben. Heute fühle ich mich immer noch so machtlos wie als Kind. Es war meine Mutter und ich liebe und liebte sie. Doch der eine Satz hat sich in mein Gehirn gebrannt und quält mich oft. "Lieber Gott mach mich bitte schlank, dass mein Mami mich wieder liebt!" "Du bist fresssüchtig!" Schreit sie mich an, ich war 8 Jahre alt. Mit 10 Jahren schrieb ich meinen ersten

Abschiedsbrief. Damals auf der Fensterbank stehend, hörte ich auf zu leben. Hörte auf zu fühlen. Funktionierte nur noch wie eine Maschine. Jetzt kratze ich langsam Köperteil für Teil vom Boden unter dem Fenster zusammen. Damit ich wieder eins werde. Oder besser gesagt einer werde, ein Mensch mit Gefühlen und Gedanken. Mit einer schönen Zukunft oder wenigstens der Hoffnung darauf.

Ohne Worte

Worte sind da um ausgesprochen zu werden. Gedanken möchten gehört werden. Doch wenn Alles was du sagst, zu einem Feuerzeug wird mit dem Dynamit entfacht, dann bleibst du still. Du erstickst an der trockenen Kehle, in der die Wörter stecken bleiben. Explosionen der Wut des Selbst Hasses zersprengen dein Herz. Doch dein Schmerz bleibt unausgesprochen. Den Alles was du erwarten kannst ist kein Verständnis, kein offenes Ohr. Egoismus beherrscht die Beziehungen. Kein Weg heraus. Nur der Abbruch. Und

dann Stille, Einsamkeit und noch mehr Gedanken ohne Zuhörer. Du bleibst alleine mit der Welt. Deine Zunge, geschenkt um Komplimente und Kritik zu formen, vertrocknet, weil du sie nicht benutzen kannst. Menschen brauchen Menschen, um sich selber wahrzunehmen und zu überprüfen!

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lilablume
Viel erreicht, viel gekämpft, viel verloren, viel gewonnen.. Doch das bin ich mit einer Seele wie eine Patchwork-Decke

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Rajymbek 
Das Erste,was m,an lernen muss, ist sich selbst zu lieben. Viele verstehen nicht, was andere fühlen, und manchmal verstehen Mütter es auch nicht. Deshalb muss man erst einmal lernen, sich selbst zu lieben und zu verstehen.

VLG Roland
Vergangenes Jahr - Antworten
Gast So tief berührend, ich höre zur Meditation Louise Hay. Sie hat dir einiges zu sagen. Lieben Gruß an dich
Vor langer Zeit - Antworten
Gast Geh mehr in die Einzelheiten und schreib alles was du Fühlst und Denkst.Solche Themen haben wieder Zukunft,vorausgesetzt es ist mit dir wirklich einiges Passiert.Aber so eine kurze Passage ist nicht genug da die meisten Leser so etwas selber gar nicht miterlebt haben.
Vor langer Zeit - Antworten
lilablume Ich würde gerne eine detaillierte Erklärung auf deinen Kommentar geben. Doch da du nur als Gast kommentiert hast, hier die Kurzfassung: Ich schreibe kurze Texte über meine Vergangenheit. Es ist nicht nötig meine Leser unnötig mit Details zu belasten. Sondern ihnen den Anstoss geben, nachzudenken, zu verstehen und Hoffnung zu haben, dass egal was man erlebt, ein gutes Leben führen kann, wenn man anfängt die Tabus zu brechen und zu verarbeiten. Den es sind meine Leser nicht meine Therapeuten. Ich schreibe wie gesagt kurze Texte und keine Seelenstrips!! Wer mehr wissen will oder gerne ein offenes Ohr in einer ähnlichen Situation hät, kann sich über PM melden. Das ist Alles!
Vor langer Zeit - Antworten
lilablume Danke aber trotzdem für deinen Kommentar! :-) lieber Kritik als keine
Vor langer Zeit - Antworten
abschuetze Ich war gespannt auf die Geschichte, denn schon der Titel hätte meiner sein können. Er schon allein hat die Macht, das Interesse zu wecken: "Was für eine Kindheit hatten andere. Du bist nicht die Einzige. Wieviele Mütter noch?"
Ja, Worte prägen die Entwicklung unserer Seelen. Ich weiß, wovon du sprichst.
Danke für diesen Einblick in dein Leben.

LG von Antje
Vor langer Zeit - Antworten
szirra Ich bin schweigsam, als ich endete, dein Text geht mir unter die Haut, mehr noch. Es tut weh, niemals werde ich diese Mütter verstehen, niemals könnte ich mein Kind verraten. Es bleibt nur die Hoffnung und der Glaube auf eine gesunde Seele. Ich wünsche dir Kraft und ganz viel Genesung auf deinen langen Weg. Du bist schön. Herzlichst Petra
Vor langer Zeit - Antworten
roxanneworks 
Ich antworte Dir mit einem Text von Bettina Wegener...

Sind so kleine Hände
winz´ge Finger dran.
Darf man nie drauf schlagen
die zerbrechen dann.

Sind so kleine Füße
mit so kleinen Zehn.
Darf man nie drauf treten
könn´ sie sonst nicht gehn.

Sind so kleine Ohren
scharf, und ihr erlaubt.
Darf man nie zerbrüllen
werden davon taub.

Sind so kleine Münder
sprechen alles aus.
Darf man nie verbieten
kommt sonst nichts mehr raus.

Sind so klare Augen
die noch alles sehn.
Darf man nie verbinden
könn´ sie nichts mehr sehn.

Sind so kleine Seelen
offen ganz und frei.
Darf man niemals quälen
gehn kaputt dabei.

Ist so´n kleines Rückgrat
sieht man fast noch nicht.
Darf man niemals beugen
weil es sonst zerbricht.

Grade, klare Menschen
wär´n ein schönes Ziel.
Leute ohne Rückgrat
hab´n wir schon zuviel.

Menschen brauchen Menschen, die ein liebendes Wesen ihr Eigen nennen...

Liebe Grüße an Dich
roxanne
Vor langer Zeit - Antworten
mohan1948 Ich habe es nochmals gelesen - die wahre Tragödie liegt tief in Dir verborgen! Im Verzeihen und Vergeben würdest Du wieder zum inneren Frieden finden! Dieses Verzeihen machst Du nur für dich alleine (um Deinen Seelenfrieden zu finden)!
Wenn Du Anleitungen brauchst, melde Dich bei mir liebe Lilablume, es gibt wirklich ganz tolle Verzeihungstechniken.
Liebe Grüße Hannelore
Vor langer Zeit - Antworten
cliffy Sehr schön mit viel Gefühl geschrieben.
Ich kann es dir nachfühlen, meine Mutter wollte auch einen Sohn und keine Tochter, leider ließ sie mich das mein Leben lang spüren eigentlich auch noch heute, obwohl ich über 1000 km von ihr weggezogen bin. Immer machte ich alles falsch, nie machte ich ihr etwas recht. Immer wurde ich klein gemacht und kaum einmal gelobt. Aber mich haben diese ganzen Anfeindungen nicht schwach sondern unheimlich stark gemacht, denn ich habe mich niemals runter kriegen lassen, ich stand und stehe immer mit beiden Füßen im Leben, wie ein Baum im Sturm

in dem Sinne einen schönen Abend

Liebe Grüße Jenny
Vor langer Zeit - Antworten
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