Gedichte
Die letzten Rosen ...

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"Die letzten Rosen ..."
Veröffentlicht am 04. November 2014, 6 Seiten
Kategorie Gedichte
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http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Als ich 1958 zur Welt kam dachte niemand daran, dass ich einmal Brücken baue. Doch schon früh waren Gedichte und kleine Geschichten für mich die Verbindung zwischen Phantasie und Realität. Anfangs schrieb ich sie nur für mich selbst, wesentlich später begann ich damit auch für andere, in Form von Artikeln, Berichten, Geschichten und Gedichten, so dass man meine Texte heute vielerorts finden kann, während ich selbst mich immer weiter zurückzog ...
Die letzten Rosen ...

Die letzten Rosen ...

Die letzten Rosen …

Die letzten Rosen nun erblühen,

bevor der Winter sie bedeckt,

ob dort bei dir im Alpenglühen

oder bei mir hier, sanft versteckt.

Sie künden von des Sommers Freuden,

auch wenn es langsam wird sehr kalt,

tun gerne ihre Kraft vergeuden,

da sie doch schlafen schon sehr bald.

Im Frühjahr sie dann wiederkommen,

bei dir, bei mir, ja überall,

denk ich daran, wird mir beklommen,

und das ist selten nur der Fall.

Ich frag mich ob sie auch den Leuten,

die gehen hier von dieser Welt,

genau wie uns so viel bedeuten

und ob's auch ihnen so bestellt.

Ja, kommen auch die Menschen wieder,

die uns verlassen durch den Tod?

Wenn ja, dann sing ich frohe Lieder,

wenn nicht, gerate ich in Not.

Denn ich möchte sie wiedersehen,

ob hier oder ob anderswo,

auch wenn sie heute von uns gehen,

nur der Gedanke macht mich froh.

Ich hätt' ihnen so viel zu sagen,

zu danken auch für all die Zeit,

was ich vergaß an vielen Tagen,

war dieses auch nicht sehr gescheit.

Drum gebe ich heute den Rosen,

die blühen, meine Wünsche mit,

mögen sie unter sich verlosen,

wer weiterträgt dann meine Bitt'.

Ach, bitte, tut für mich ausrichten,

doch all den Menschen, die ich lieb,

dass jeder Unmut sich tat schlichten

und nur die Liebe in mir blieb.

Ja, Liebe, doch zu allen Leuten,

die mir der Tod einstmals entriss,

und die mir doch so viel bedeuten,

dass ich sie immer noch vermiss.

Ach Rosen, bitte tut mitnehmen,

das, was ich kann nicht mehr gestehn,

denn dann hört auf auch hier mein Grämen

und weicht der Freud' aufs Wiederseh'n.

Copyright: Gisela Segieth

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Über den Autor

gisegi
Als ich 1958 zur Welt kam dachte niemand daran, dass ich einmal Brücken baue. Doch schon früh waren Gedichte und kleine Geschichten für mich die Verbindung zwischen Phantasie und Realität. Anfangs schrieb ich sie nur für mich selbst, wesentlich später begann ich damit auch für andere, in Form von Artikeln, Berichten, Geschichten und Gedichten, so dass man meine Texte heute vielerorts finden kann, während ich selbst mich immer weiter zurückzog und die Brücke nach draußen oft nur noch aus der Ferne betrachte ...


Auch ich rufe laut aus: "Je suis Charlie!"

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Feedre mögen die Rosen zusammen mit deinen
Wünschen hineinschlafen in den Winter..
LgF
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gisegi Ja, mein Liebes, mögen sie dies tun. Ganz, ganz lieben Dank und viele herzliche Grüße, Gisi
Vor langer Zeit - Antworten
Amarillo Eine wunderschönes Denkmal an die stolze Blume. Hat mir sehr gefallen. Lieber Gruss, Feli
Vor langer Zeit - Antworten
gisegi Vielen lieben Dank für diesen wunderschönen Kommentar. GlG Gisi
Vor langer Zeit - Antworten
niki013 ich schliesse mich an liebe Gisi
schöne Zeilen von dir ,,,,

lieben Nachtgruss dieNiki
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gisegi Vielen lieben Dank dafür, liebe Niki. :) GlG Gisi
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GerLINDE 
Hallo Gisela,
sehr schöne Zeilen hast Du verfasst.
Lieben Gruß
Gerlinde
Vor langer Zeit - Antworten
gisegi Hallo liebe Gerlinde, hab ganz herzlich lieben Dank für dein Lob und alles andere, hab mich von Herzenge gefreut. Ich wünsche dir ganz viele Rosen auf deinem Weg, und damit verbunden eine sehr schöne Zeit. Ganz liebe Grüße Gisi
Vor langer Zeit - Antworten
EllaWolke Fühl Dich umarmt meine Liebe .... die blauen Stühle standen heute noch draußen und auch die Schirme :)
LG
Aber ich hab dort heut nicht Halt gemacht
Vor langer Zeit - Antworten
gisegi Ich umarme dich ebenso liebevoll, mein liebes Wölkchen, und denke sehr, sehr oft an die blauen Stühle und mehr. Wie sehr hoffe ich doch darauf, dass wir sie sehr bald wieder gemeinsam besuchen können, und den Platz auf ihnen und unter den Schirmen erneut genießen werden. Denn mir fehlt dieses sehr ... - ich drück dich :) Vielen, vielen lieben Dank auch für dein großes Geschenk, ich habe mich riesig darüber gefreut auch wenn ich sagen muss, allein schon dich zu kennen ist für mich eins der schönsten Geschenke, die ich je erhielt. Hdgdl :-)
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