Religion & Glaube
Christen ohne Christentum - Weltanschauung aus Mangel an Anschauung

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"Christen ohne Christentum - Weltanschauung aus Mangel an Anschauung"
Veröffentlicht am 30. Oktober 2014, 6 Seiten
Kategorie Religion & Glaube
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Über den Autor:

Zyniker. Egozentriker. Nihilist und Hobbyautor. Ich habe massives Interesse an Philosophie und Literatur. Ich schreibe hauptsächlich Fantasy und Endzeit, etwas Horror und Steampunk.
Christen ohne Christentum - Weltanschauung aus Mangel an Anschauung

Christen ohne Christentum - Weltanschauung aus Mangel an Anschauung

Es gab nur einen Christen – und der starb am Kreuz. Mit dieser von Nietzsche erbrachten Weisheit aus der Schrift „Der Antichrist“ will ich den Ton dieser Schrift setzen, welche da eine Kritik des Christentums der Moderne aus Sicht eines Realisten darstellt. Zweifelsohne mag man sagen, dass oftmals von 40.000 Strömungen im Christentum die Rede seien kann. Man mag sagen, man mag nicht Recht haben. Das Christentum mag sich kaum so mehren lassen (man beachte: Christentum, Singular) wie es die Allgemeinheit gerne erklärt. Ich will noch nicht einmal die vielen Revisionen des Christentums ansprechen, durch die

die Bibel gehen musste um die „Modernität“ der heutigen Versionen zu erreichen, es ist eine reine Überflüssigkeit dies als Argument für den Exitus des ursprünglichen christlichen Doktrins anzuführen. Nein. Meine Kritik liegt zweierlei auf den „Christen“ wie auf ihren modernen Interpretationen. Es geht mir um die Selbstdiagnose „Christ“. In den vielen, vielen „Strömungen des Christentums“ mag man ohne jeden Zweifel Momente finden in denen die Kirchen und ihre Oberhäupter der Meinung der Allgemeinheit, will heißen, der dem Doktrin (oftmals nur auf dem Papier) folgenden Folgerschaft des Glaubens

widersprechen. In solchen Momenten, jüngst besonders in Korrelation mit dem Thema der Homosexualität auftretend, mag man häufig den Ausspruch: „Also ich bin Christ und/aber habe nichts gegen Homosexuelle.“ hören. Man hat in dem Moment einen Heuchler gefunden. Im Christentum sind Anti-homosexuelle Haltungen vertreten und legitimiert und zwar auf seiner alleinigen Grundlage der „heiligen Schrift“. Es ist in diesen Momenten leicht zu erkennen, dass entsprechende Individuen ihre Glaubensteilhaberschaft an einem Doktrin nur auf einem Zettel Papier haben. Dass sie sich den Stempel Christ nicht aufgedrückt, sondern nur

aufgezeichnet haben. Ein Christ, ein Gläubiger, generell doch alle Mitglieder eines Doktrins, werden erst dadurch als Gläubige definiert, dass sie eine bestimmte Meinung haben. Ist diese Meinung in diesem Doktrin vorhanden, wird aber geleugnet, dann ist entsprechendes Individuum auch nicht mit diesem Doktrin im Einklang und daher auch nicht auf irgendeine Weise als Teil von dessen Folgerschaft zu verstehen. Ich gehe allerdings im Falle des Christentums noch einen Schritt weiter und werde sagen: Auf dieser ganzen, milliardenschwer bevölkerten Welt, wird man keinen einzigen Christen finden, keinen einzigen welcher dieses

Buch namens Bibel, jemals komplett gelesen und befolgt hat.

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LupineReadings
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Ameise Ich habs nicht so mit Nitsche, halte es aber nach Marx: Religion ist das Opium des Volkes. Nun frage ich, wie viel versprechend ist der Erfolg, wenn Du ein Buch das in seltsamer Art geschrieben ist unter dem Einfluß einer bewußtsein erweiterten Droge ließt?
Und da die Bibel ja größten Teils aus Vergleichen besteht, ist eine eindeutige Auslegung schwierig.
Liebe Grüße Ameise
Vor langer Zeit - Antworten
LupineReadings Vergleiche gibt es haufenweise, allerdings was es ebenso zu Hauf gibt, das sind definitive Aussagen. Die Aussagen zur Nächstenliebe sind mitunter recht klar, aber eine Aufopferung in der Weise wie die Bibel sie vorschreibt sieht man eigentlich nie. Natürlich erstmal vorausgesetzt, dass irgendwer sie überhaupt mal liest. Übrigens ist es mehr Dopamin als Opium.
Vor langer Zeit - Antworten
Ameise Nächstenliebe, wird in der Bibel gepredigt, jedoch nicht gelebt. Muss in der Natur des Menschen liegen. Meine Erfahrung lehrt mich, das die Menschheit nur bereit ist, etwas gutes zu tun, wenn auch der einzelne davon einen Nutzen davon trägt. Und sei es nur, das schlechte Gewissen zu beruhigen.
LG Ameise
Vor langer Zeit - Antworten
LupineReadings Es würde mich wundern wenn es anders wäre, oder auch nur ginge. Aber offengesagt empfinde ich es als gute Sache. Es nimmt das falsche Ideal weg mit denen gewisse Arten Personen gerne hausieren gehen..
Vor langer Zeit - Antworten
Malle Das ist in der Tat so! Die meisten "Christen" legen die Bibel für sich aus.
Das hab zu ständig erleben müssen.
Das ist passend geschrieben.
LG Malle
Vor langer Zeit - Antworten
LupineReadings Ich habe das Gefühl dass das einzige was die "Christen" der Neuzeit können ist Inhalte zu revidieren. Es passiert schon selten dass es zwei selbsternannte Abrahamiten gibt die die Bibel auch nur mal in die Hand genommen haben, für die ist das Christentum ein Hobby, obwohl es eigentlich laut dem neuen Testament ein Fulltime-Job sein muss. Es ist schon recht billig.
Vor langer Zeit - Antworten
Malle Ich weiß genau was Du meinst. Du scheinst aber auch Erfahrungen in der Richtung gemacht haben, was Religion angeht.
Vor langer Zeit - Antworten
LupineReadings Ich lese viel Nietzsche und der hat diese Haltungen im Antichrist bereits stark kritisiert. War auch eine meiner Hauptinspirationen für die Beschäftigung mit Philosophie und gerade dann ist die Analyse von Verhalten, Religion und Ideologie meiner Meinung nach ein Muss.
Vor langer Zeit - Antworten
Malle Und wie bist Du auf Nietzsche gekommen, oder hattest Du schon immer ein Interesse an seiner Literatur?
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LupineReadings Das weiß ich ned mehr. Ich glaube als ich langsam auf Atheismus-Tournee ging habe ich den entdeckt. War jedenfalls von Anfang an mein Lieblingsphilosoph.
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