Gedichte
Sturm

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"Sturm"
Veröffentlicht am 22. Oktober 2014, 4 Seiten
Kategorie Gedichte
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

In meinem Garten steht kein Birnbaum - trotzdem unschwer zu erkennen wo mein Zuhause ist. Der Dichter, der dieses Land mit Leidenschaft beschrieb, muss damals schon gewusst haben, dass ich mich dort niederlassen würde. Das Schreiben habe ich - wie fast alle - mit dem ABC erlernt. Eigene Gedanken zu Papier zu bringen ... viel, viel später. Mich hat weder die Muse geküsst, noch fühle ich mich berufen meine Mitmenschen mit meinen literarischen ...
Sturm

Sturm

Sturm

Kommst im Zorn und mit Getöse,

dein Gesang ist laut und böse,

reißt die Birke aus der Erde,

von der Weide flieh´n die Pferde.


Heulend stürmst du durch die Gassen,

nimmst dir, was du kriegst zu fassen,

ängstigst Junge und auch Alte,

kriechst voll Hass in jede Spalte.


Hindernis wird glatt gebügelt,

Widerstand dich nur beflügelt,

tobst dich aus, bist ohne Rücksicht,

Mitleid oder Reue kennst du nicht.


Ist dann deine Wut gekühlt,

jeder nur Entsetzen fühlt,

ziehst du weiter, trunken grölend,

was im Wege, auch zerstörend.


© KaraList 10/2014

Cover ClipArt

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Über den Autor

KaraList
In meinem Garten steht kein Birnbaum - trotzdem unschwer zu erkennen wo mein Zuhause ist. Der Dichter, der dieses Land mit Leidenschaft beschrieb, muss damals schon gewusst haben, dass ich mich dort niederlassen würde.
Das Schreiben habe ich - wie fast alle - mit dem ABC erlernt. Eigene Gedanken zu Papier zu bringen ... viel, viel später. Mich hat weder die Muse geküsst, noch fühle ich mich berufen meine Mitmenschen mit meinen literarischen Ergüssen zu überschütten.
Nach gefühlten 20 000 gelesenen Büchern, habe ich mir gesagt, eine Geschichte oder ein Gedicht schreiben, das kannst du vielleicht auch. Und wenn der geneigte Leser nach der letzten Zeile das Buch mit dem Gedanken zuschlägt ´schade, dass es zu Ende ist` - dann war die Mühe nicht umsonst. Denn, Schreiben ist Arbeit.

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FLEURdelaCOEUR Ja, so ist er, hart und böse, nimmt sich alles mit Gewalt ...
Leider darf ich dir auch heute kein Geld für den Sturmschaden auszahlen
Liebe Grüße
fleur
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KaraList ... und heute war er wieder zu Besuch, hat kräftig gewütet ... Blumentopf mit Frühblühern umgeweht, Übertopf Scherben, Dekolaterne von A nach B befördert ... das haben die Glasscheiben natürlich nicht überstanden - ich bin begeistert. :-(
Mach´ Dir keine Gedanken wegen Der Taler ... ich kann mir noch neue Deko leisten. :-)
Ich freue mich, dass Du mein Gedicht noch einmal gelesen hast. Vielen herzlichen Dank, liebe Fleur.
LG
Kara
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AngiePfeiffer Du hast das Toben des Sturms super in Worte gefasst. Und auch Cover und Hintergrund find ich gut gelungen.
LG
Angie
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KaraList Wie schön, dass Du dieses ältere Gedicht noch einmal gelesen und mir Taschengeld dafür geschenkt hast. Vielen herzlichen Dank, Angie.
Es ist tatsächlich damals nach einem verheerenden Sturm entstanden.
LG
Kara
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Enya2853 Wow, das hast du toll in Worte gefasst.
Wir hatten in letzter Zeit genügend von diesen wütenden Gesellen, ist auch einiges an Schaden entstanden.

Sehr gerne gelesen, dieses wutentbrannte Toben (real kann ich es nicht ausstehen ;))

Lieben Gruß in den heute nur windigen Tag.
Enya
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KaraList Hast Du in meinem Bücherregal Frühjahrsputz gemacht? Das Buch freut sich, dass es entstaubt wurde ... und ich auch. :-)
Herzlichen Dank dafür und überhaupt ... für alles, liebe Enya.
Wir hatten auch einige Stürme in letzter Zeit, doch es gab Regionen, die waren schlimmer betroffen.
Wir hatten heute einen schönen sonnigen Tag. Deshalb schicke ich Dir mit lieben Grüßen ein paar Sonnenstrahlen.
Kara
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Enya2853 Das ist lieb, hier herrscht nur nasses Grau.
Kann also nur besser werden.
Schönen Abend
LG
Enya
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Trollmops In deinen Zeilen spurt man förmlich die Wut des Sturmes.
Ich schenke dir einen Regenbogen dafür ...


Der Regenbogen

Wolkenflug und Himmelssturm.
Winde pfeifen um den Turm.
Urgewalten wollen erwachen.
Blitz und Donner lassen`s krachen.

Schwarz der Himmel, wie die Nacht.
Das Unwetter kommt jetzt mit Macht.
Siehst du wie sich die Bäume biegen?
Und kein Vogel will mehr fliegen.

Der Wind an allen Dächern rüttelt.
Und Regen wie aus Eimern schüttet.
Aus den Pfützen wird ein See.
Ein Blitz schlägt ein, ganz in der Näh´

Allmählich lässt er nach, der Sturm.
Von fern her heult ein Martinshorn.
Die ersten Vögel singen wieder
Im Schein der Sonne ihre Lieder.

Ich denke noch: „Das ging ja schnell“
Von Weiten her wird`s langsam hell.
Und dort hinten, ungelogen,
einer der schönsten Regenbogen.


Detlev Zesny
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KaraList Wenn mir das gelungen ist, freut mich das.
Ein berauschender Regenbogen hatte damals keine Chance. Es war später Abend als der Sturm hier wütete.
Ein schönes Gedicht, das Du mir schenkst. Dafür und für Deine Lesezeit vielen herzlichen Dank, Detlev.
LG
Kara
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windrose Fein geschrieben, Klasse

LG
Drita

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