Gedichte
Depression - Verzweiflung

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"Depression - Verzweiflung"
Veröffentlicht am 16. September 2014, 160 Seiten
Kategorie Gedichte
© Umschlag Bildmaterial: Majra Lakota
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Über den Autor:

MajraLakota Ich wurde 1949 in Landshut, Deutschland in eine Horrorfamilie geboren, in der Gewalt an der Tagesordnung stand. seit 1957 Iebe ich in Wien, wurde in sämtliche Klosterheime abgeschoben die es gab...ich interessierte einfach niemanden...Gefühle, Liebe, Zuneigung, Vertrauen....kannte ich nicht...aber Schläge, Missbrauch und Missachtung, davon bekam ich genug, aber damals interessierte es niemanden...wir Kinder hatten keine Rechte und ...
Depression - Verzweiflung

Depression - Verzweiflung

Depression

Ich bitte um Vergebung

Hier habe ich meine Gefühle und Gedanken nieder geschrieben wie ich sie in der Vergangenheit in bestimmten Situationen empfunden habe und erlebte

Wer sich nicht mit unlustigen und eher traurigen oder  tiefsinnigen Worten umgeben will, möge dieses Buch  wieder zuschlagen und sich Lustigem hingeben...Ich kann es verstehen.

Das Leben ist sehr hart mit mir umgegangen und hat mir unendlich viel aufgebürdet, kaum ertragbar, fast daran zerbrochen...und doch habe ich es geschafft,

aber es hat mich geprägt und ich wurde

zu dem Menschen der ich heute bin

Kein einfacher und bequemer Mensch, sehr oft anstrengend und gnadenlos, eine gewisse vermutlich nicht erlaubte Härte anderen Menschen gegenüber das macht mich aus, mir tut diese Härte die ich ausstrahle oft weh, aber...Ich kann nicht anders, einfach weil

ICH WEISS......

Zum Teil sind das noch Gedanken aus meiner Kindheit und Jugend und später dann nach dem Tod meines 1.Mannes

Einsamkeit

Da ich kaum Menschen  in meiner Umgebung hatte denen ich mich mitteilen konnte, musste ich sie niederschreiben um nicht überrollt zu

werden und um zu überleben

Dieses Schreiben war für mich lebensnotwendig, OHNE würde ich nicht mehr am Leben sein

aber zum Trost sei gesagt...

MIR GEHT ES HEUTE SEHR GUT und niemand sollte sich um mich Sorgen machen......

*Ich pack des schon*

Wieder einmal in der Dunkelheit und Stille der Nacht
die Seele befreit.........


Die Malerin

Immer wenn sie nicht weiter

weiß,
malt sie, versinkt völlig in sich selbst.

Ihr ist egal,
wie andere ihre Bilder finden. .
Über Maltechniken diskutiert sie nicht.

Sie ist dankbar für den Moment,
wenn sich die Farben
mit dem Papier vermischen
Ab diesem Augenblick
gibt sie ihren Träume und Visionen,
ihren Ängsten und Hoffnungen
Gestalt.

Ihre Gedanken schweifen.
Sie sind nirgendwo,

überall.
Sie malt so hingebungsvoll,
als hänge von dem Bild
ihr weiteres Leben ab.

Tatsächlich ist das so.
Jedes ihrer Bilder,
eine überstandene Nacht
ein gewonnener Tag.



Wer bist du ?

Aus den Augen, aus dem Sinn
Wie wahr doch ist der Spruch,
kaum umgedreht
nur einen Schritt

entfernt
kein Steinwurf weg
fragt man dich….
Wer bist du ?
Man erkennt dich nicht
Guter Freund, der du mal warst
Du warst ein Freund ?
Man erkennt dich nicht

Wer bist du ?


Schritt für Schritt

Immer tiefer
Schritt für Schritt
schaufelst du dir dein eigenes

Grab
fällst immer tiefer
langsam und stetig
genährt aus Hoffnungslosigkeit
und Resignation
tiefer und tiefer
wird jenes Loch
welches sich düster
in deine Seele gräbt
höher und höher
unerreichbar
steigen all deine unerfüllten,
ungelebten Träume
immer tiefer und tiefer fällst du
in dein schwarzes Loch
um dort von dir selbst
begraben zu

werden


Verschlossen

die Tür knallt zu
scharf ist der Ton
geschlossen ist
was Heimat noch vor Stunden

zerbrochenes Herz

die Hand
die du übersehen hast
kann auf Wiedersehen
nicht sagen
zurück gelassen

bleiben
vertraute Geborgenheit
und die Frage

wirst du die Pforte
zu deinem Herzen
auf immer verriegelt halten?

verbittert

über fauligem Gestank
aufgeblähter Versager
ziehen Lügen
dezent an mir vorbei
alle Romantik dieser Welt
ist des Unglücks Erbe
erbebe in meinem inneren

Haß
denn ewiger Glaube
vernichtet mein Herz



Dunkelheit

Es ist so still und dunkel in diesem Wald.
Ich fühle mich einsam und mir ist kalt.
Ich blicke nach vorn und kann dort nichts erkennen.
Ich fürchte mich und beginne zu rennen.
Ich habe die Bäume nicht wachsen sehen.
Ich rufe laut. Meine Stimme kann niemand verstehen.

Es ist so still und dunkel in diesem

Wald,
in dem nur meine Sehnsucht verhallt.
Alleine laufe ich Schritt für Schritt
Und nehme nur meine Ängste mit.
Ich komm nicht voran, die Zeit läuft vor mir her.
Ich fühle mich erschöpft, ich kann nicht mehr.

Der Weg ist mir zu schwierig. Ich schlafe lieber ein.
Im Schlaf darf ich eine andere sein.
In meinen Träumen sehe ich ein Licht.
Ich finde den Ausgang, der beim Erwachen zerbricht.
Es ist so still und dunkel in diesem Wald.
Ich fühle mich einsam und mir ist kalt.


Licht

Diesmal sehe ich ein schimmerndes Licht
Und bevor der Ausgang zerbricht
Reicht mir jemand seine Hand,
die ich ergreife mit letztem Verstand.
Ich halte die Hand und fühle wieder.
Trotzdem werde ich immer müder..

Ich schlafe aber nicht mehr ein.
Ich will nicht mehr so einsam sein.
Ich will heraus aus diesem Wald,
durch den jetzt meine Stimme hallt.
Ich höre es jetzt in den Wipfeln rauschen
Und kann auch anderen Stimmen lauschen.


Die Bäume in diesem Wald sind so schön,
auch wenn ich sie nicht habe wachsen sehn.
Durch die Blätter malt die Sonne die schönsten Fassetten
Ich erkenne es und kann mich retten.
Es ist nicht mehr still und dunkel in diesem Wald.
Ich bin nicht mehr einsam. Mir ist nicht mehr kalt.



Melancholie

Es sind die

Tage,
voller Melancholie,
die sich schwer
auf die Lider legen.

Schwarz bekleidet,
im behäbigen Reigen,
umrunden die Zeiger
die leere Einsamkeit.

Es sind die Tage,
voller Schwermut,
die sich kreisend
auf den Körper legen.

Willenlos der Geist,
schutzlos die

Seele,
wehrlos das Herz,
lichtlos der Leib.



Das Ungeheuer
Traurig blicke ich auf die Zeit
Die vergangen und vertan.
Meine Gedanken verlieren sich
Das Ungeheuer springt mich wieder an.
Das Ungeheuer der Vergangenheit
Hält mich in Erstarrung fest.
Es brüllt mir Lügen in mein Ohr
Was mich erschaudern lässt.
Ich schreie laut um Hilfe
Doch niemand hört auf mich
Ich fühle meine

Ohnmacht
Das Ungeheuer macht mich lächerlich.
In mir ist keine Kraft
Meine geschundene Seele bricht
Das Ungeheuer lacht
Ein übermächtiger Wunsch erwächst
Nach einem bisschen Licht.
Wie gern würde ich die Augen schließen
Versinken in Raum und Zeit
Ich würde als Geschenk genießen,
wenn mich des Todes Atem streift.


Allein

Regen fällt leise
auf diese Weise
mit der in

mir
schier
der Schmerz entfacht

Wenn ich daran denke
wie viel ich verschenke
aber keiner wird davon berührt
keiner fühlt
so wie ich

Und am Ende
immer noch keine Hände
die meine halten
und ich
bin wieder allein


Aufprall

Wo mein Herz verweilt,
herrschen weder Raum noch Zeit.
Die schemenhaften Gedanken,
verblassen, verlieren sich.
Lichtloser Raum, ein Ende
in ungeahnter Ferne liegt.
tastend versucht die Seele
Halt zu finden, sich festzukrallen.
Hier kann sie nur fallen,
ungebremst und ohne Aufprall.



Schau mich

an

Schau mich an,
nur einen Augenblick.
Hör mir zu,
nur ein Wort.
Schenk mir eine Sekunde,
ich schenke dir mein Herz.



Der Sinn
Das Kind in meinem Herzen weint,
ich höre weg, ich schau nicht hin,
will ignorieren was es meint,
versteck es lieber in mir drin.

Das Blut in meinen Adern

friert,
ich höre weg, ich schau nicht hin,
hab alle Feinde aktiviert,
bin Gegner, suche Gegnerin.

Die Uhr in meinem Innern tickt,
ich höre weg, ich schau nicht hin,
will warten bis die Zeit erstickt,
war immer schon perfekt darin.

Das Gute in der Seele schweigt,
ich höre zu, ich schaue hin
wie es hinab zur Hölle steigt,
bin Sünder, suche Sünderin.

Das Böse in Gedanken spricht,
ich höre zu, ich schau gern

hin,
will sehen wie die Welt zerbricht,
erkenne dabei einen Sinn.

Jetzt ist es um mich leer und still,
ich höre zu, ich schau gern hin,
es ist der Wahnsinn der mich will,
bis ich durch ihn gespalten bin.



still


Es ist still, ich hör nur den Wind,
seh am Himmel ein Wolkenmeer,
und am Weg ein weinendes Kind,
das rennt einem Ball

hinterher.

Erinnerung stürzt auf mich ein,
und erweckt die Vergangenheit,
in der ich so hilflos allein,
erlebte viel Kummer und Leid.

Was geschah ist lange schon her,
hat meinen Kindheitstraum zerstört,
doch das Geschehene wiegt schwer,
weil mein Flehen niemand gehört.

Nichts von dem hab ich je erzählt,
es blutet noch heute mein Herz,
weil diese Erinnerung quält,
und mir Tränen rinnen vor

Schmerz.

Mein Leben, nach außen ein Traum,
das jeder so sieht wie er will,
doch in mir, im innersten Raum,
da weint meine Seele - ganz still.

Apokalypse

hilfe suchend
wendet sich der Mensch
an die Götter
an höhere Mächte
er folgt den Sekten
er folgt Religionen
doch geben diese befriedigende Antworten?


die Menschheit ist dem Untergang geweiht
sie zerstört sich selbst
ist alles hoffnungslos?
wann ist es geschehen?
wann wurde das Gleichgewicht aufgehoben?
so etwas ist nicht möglich
wir werden die Antwort erfahren
wenn es Zeit ist
der Mensch ist gewissermaßen des Schicksals eigener Schmied...
wir sind den Gewalten schutzlos ausgeliefert
die Apokalypse klopft bereits an die Tür
das Armageddon


wir sind überfällig



ICH


das war nicht der Anfang vom Ende,
wir sind schon mitten drin
und schuld bin ich mit meinem ICH.
meine wirren Gedanken und Gefühle
treiben mich immer weiter
in ein schwarzes Loch
von Tränen genährt
steig ich tapfer weiter in die Tiefe
ohne den Mut und die Kraft nach
oben zu schauen
wo du stehst


und mir deine Hand bietest.
jetzt höre ich
wie sich deine Schritte
entfernen
und deine Stimme verhallt.
ich hab zu lang gezögert
denn irgendein Gefühl hat mir
gesagt geh weiter
und schau nicht zurück.
hab mich erst gewehrt
doch bin jetzt zu schwach....
laufe weiter
und komme nirgends an



Der Stern in uns


Einst war ich ein Vogel.
Ich flog weit aufs Meer hinaus.
Bis mich meine Flügel nicht mehr trugen
und ich auf dem großen Blau aufschlug und in den Fluten versank.

Unendlich weit, ungeahnte Tiefen
Ich schwamm im schwarzen Nass.
Bis ich merkte, dass meine Schwingen gebrochen waren
und ich auf dem Boden aufschlug und dort verharrte.

Kein Schmerz, weder Wehmut, noch Reue
Meine Arme in einem unnatürlichen

Winkel gebogen, fing ich an zu graben
Bis ich im Innersten der Erde angelangt war
und mich dort mit den Lavamassen treiben ließ.

Mein Atem schwach, Wille noch nicht ganz gebrochen
Bald würde ich von der Erde wieder ausgespieen,
und den Kreislauf endgültig vollenden. Wieder fliegen.
Fasste Mut, wollte es so nicht enden lassen
Und verglühte, ungesehen.



Moment 


wenn sich die Farben
mit dem Papier vermischen
Ab diesem Augenblick
gibt sie ihren Träume und Visionen,
ihren Ängsten und Hoffnungen
Gestalt.

Ihre Gedanken schweifen.
Sie sind nirgendwo, überall.
Sie malt so hingebungsvoll,
als hänge von dem Bild
ihr weiteres Leben ab.



Tatsächlich ist das so.
Jedes ihrer Bilder,
eine überstandene Nacht
ein gewonnener Tag.




Freier Fall

Im Sog grausamer Winde
fallen Erinnerungen aus
Sommerregen
losgelöst ins bodenlose
heimatlos
wie zerbröselte


Krümel
vernichteter
Hoffnungen
rinnen
verlorene Illusionen
in den Schutz
der Stille


"Wunschgedicht"

Ich wünsche mir
Dass die Sonne ein Mal nur für mich aufgeht
Dass der Mond eine Nacht nur für mich scheint
Dass der Magnolienbaum vor meinem

Fenster seine Blüten einmal nur für mich trägt

Aber noch mehr wünsche ich mir
Dass ich einmal am Morgen aufwache
Dass ich in zwei Augen blicke
Und ich in diesem Moment weiss
Dass ich mir nichts mehr zu wünschen brauche
Weil alle meine Wünsche erfüllt wurden
Durch den Blick der mir durch diese Augen zurückgeworfen wird

Ich wünsche mir
Ich wünsche allen Menschen auf dieser Welt
dass wir dieses Gefühl erleben


Wäre nicht jeder weitere Wunsch überflüssig...?

Angst

bestimmt mein Leben
eben
Angst kommt immer hoch
noch
Angst vergeht nie ganz
denn der Tanz
des Lebens
bestimmt mich
Angst
ist

da
Angst ist nah
Angst
verzeiht
keine
Heiterkeit
Angst
ist real
macht den Geschmack schal
Angst bedroht
fordert den Tod
Angst zu verlieren
kann dich verführen
Mut verleitet
Angst bestreitet
das Wissen
stark zu sein



Altlasten

zu entfernen kann eine
Lebensbestimmende Aufgabe sein,
man glaubt es nicht,
aber man kann ersticken
im Müll der Vergangenheit



Vor der Angst

Vor der Angst ist die
ist die Unbekümmertheit
Vor der Angst ist die Sorglosigkeit
Unmittelbar vor der Angst bangst Du

nicht,
doch dann auf einmal ist die Angst da,
denn der Schmerz kam ihr zuvor
und du lernst, Angst kennenzulernen,
denn der Schmerz
hat Deine Angst erzeugt,
er hat dich gebeugt in deiner Unbekümmertheit.
Und ab diesem Zeitpunkt lebt die Angst mit dir,
Doch das Leben verlangt von dir,
ohne Angst zu leben, doch dein künstlicher Mut
kann deine Angst nicht
unterdrücken.

Jeder lügt, der sagt ,er habe keine Angst


Der Schrei

Wer nie den
Schrei gehört hat,
der tief in deiner
Seele wohnt,

Der kann es
nicht begreifen,
welch Schuldigkeit
tief in dir
wohnt.

Sie prägt
deine Seele
und

deinen
Sinn.

Sie bringt dir niemals
im Leben
Gewinn

Sie verschüchtert
dich bloß
und macht
dir Angst


Sie macht,
dass du
vor

jeder
Hürde
bangst

Sie frisst
dich auf
und geht
nie vorbei

Mein
Freund,
sie verursacht
zuletzt
Deinen Schrei



Der Schrei meiner Seele


Die Selbsterkenntnis
Das Bekenntnis
meiner selbst
Das Selbstverständnis
Das Verständnis
meiner selbst
Die Selbstvertreibung
Die Verleugnung
meiner selbst
Die Belauerung von
mir
In Situationen wie dieser
lassen den Schrei
meiner Seele
mitsamt seinen
unzähligen

Echos
von Tag
zu
Tag
lauter werden
Mich zu gebärden
macht mich
lächerlich
Ein Stich
für meine
Freunde,
Ein Hieb für
meine Liebsten
Es ist am Trübsten
einen Freund
so zu verlieren
Darauf zu

stieren,
wie ein Mensch
sich von Tag zu Tag
mehr
verliert
Man berührt
ihn
und kapiert
wie er sich
sukzessive
verliert.
Kann man ihm helfen?
Oder sind es Elfen,
die seinen

Sinn
verwirren?


Drüben

Drüben auf der anderen Seite
atmet das Land anders
sind die Wasser klarer
gibt es Blumenwiesen wie früher
und alte Bäume mit mächtigen dunklen Kronen
drüben gibt es lachen - auch glück vielleicht
Frieden gibt es drüben ganz sicher
ich weiß das, ich kann es spüren
keine Angst gibt es

drüben
ich weiß nicht, ob ich hinüber will
und ich weiß nicht, ob du da drüben bist -
ich habe Angst



Verirrte Seele

Ich wandle umher, wie eine verirrte Seele.
Doch! Was suche ich?
Suche ich Geborgenheit?
Suche ich mich selbst?
Wandle ich umher, um mich zu finden?
Doch! Wo soll ich suchen?
Das Liebste wurde mir genommen


Übrig bleiben nur die Trümmer meines Herzens.
Jeder weiß, dass ich umherirre und suche.
Ich bin zum Mahnmal für die Geworden, die drohen sich selbst zu verlieren.
Ich finde keine Ruhe, bis ich das gefunden hab, wonach ich suche.

Das Wichtigste in meinem Leben habe ich verloren

nun weiß ich nicht mehr, wer ich bin.



Der Regen

Der Regen klopft leise an ihr Fenster
Es treibt sie hinaus
In die Dunkelheit,
in die eisige Kälte,
die mit ihrer Seele verschmilzt
Sie lies sich fallen und weint mit dem Regen
Jede Träne ließ die Schmerzen in ihr gedeihen
Jede Träne war nahrhaft für die Wut in ihr
Sie weint,
sie treibt in ihrem eigenen

Tränenmeer
Treibt davon
Sie ist Jenseits von Schmerz
Jenseits von Trauer
Jenseits von allem was sie belastet
Sie fühlt sich geborgen
Der Regen legt sich wie eine schützende Hand über ihr nieder
Jeder Donnerschlag war ein Schrei ihrer Seele
Jeder Blitz war das Feuer ihres Herzen,
welches lichterloh brannte.

Hände!

Wenn meine Seele weint,
wird das Wasser über die Ufer

treten
und alles um mich herum ertrinkt,
Aus den Tränen meiner Seele,
strömt der Fluss meines Lebens,
Ich habe soviel geweint,
dass ich schwimmen lernen musste,
um nicht am Leben zu ertrinken.
wo sind deine Hände, die mich halten?
Ich strecke sie dir entgegen,
warum ergreifst du sie nicht? Ich flehe dich an!
Ein Strudel reißt mich hinab in die Tiefe,
zieht mich in die Unendlichkeit.
Ich sehe den Grund schon, kann nicht mehr atmen,
ich fürchte mich so!
Ein schwarzer Mantel legt sich über

mich
erbarmt sich meiner, ist das der Tod?
Es wird so warm, ich schmiege mich hinein,
ich schließe meine Augen, so soll es denn sein.
Nein!
Ich muss kämpfen, will hier nicht sein!
Ich öffne die Augen, ich sehe das Licht
und hier sind auch Hände!
Deine?
Ich strecke sie dir entgegen,
ergreife sie bitte, ich flehe dich an!
Jaaaaaa!!!

Zieh bitte, zieh so fest wie du kannst,
und hol mich hier

raus.
ich flehe dich an,
lass mich nicht aus

und doch liest du mich fallen



Der Zug

Sie geht auf den Schienen entlang

Und denkt

An die Zukunft.

Ihr graut


Hat sie eine?

Nein eher keine,

Sie sieht keine

Ihr graut

Und denkt

An die Gegenwart

Ihr graut

Vor dem

Morgen

Was wird wohl sein

Will sie es denn wissen?

Nein das will sie nicht

Ihr graut

Und denkt

An die Vergangenheit

Sie verliert sich in ihre Gedanken

Ist gefangen darin


Sie geht auf den Schienen entlang

Ihr graut

Sie hat den Zug nicht mehr gehört



Die Brücke

Wo bin ich? Wohin führt mein Weg?
Ich gehe durch die Nacht. Erkenne nichts.
Finde mich nicht mehr. Ich verliere mich.
Ach ja, da bin ich ja!
Die Brücke kenn ich doch. Da war ich

doch schon einmal.
Wann war ich da?
Ich weiß es nicht mehr.
Wo bin ich denn?
Ich sehe hinunter, es ist sehr tief
Es ist so finster, kann nichts erkennen.
Was ist da unten denn? Wer ist denn dort?
Ist dort wer? Aber ich sehe dich doch.
Du rufst nach mir, woher weißt du wer ich bin?
Erkenn dich doch nicht mehr.
Soll ich zu dir kommen?
Was ist dort unten denn?
Schön ist es dort rufst du mir zu!
Ja? Alles ist dort was ich hier vermisse?
Sagst du? Wer bist du

denn?
Kann ich dir denn trauen?
Ja?
JA!
Ich komme!



Dieses Sein

Manchmal wünsch ich mir, zu gehn,
dort zu sein, dort, wohin ich mich sehn.
Kann dieses Sein nicht mehr ertragen,
möchte nicht jammern, möchte nicht klagen,
doch manchmal wünsch ich mich sehnlichst

dorthin,
find in diesem Leben doch niemals den Sinn.

Aber zu wissen, wie weh ich Euch tu,
raubt mir den Schlaf, nimmt mir die Ruh.
Kann doch nicht gehen, auch wenn ich es will,
verberg meine Trauer und bin einfach still,
doch diese Sehnsucht ist tief in mir drin,
bleibt da für ewig - so lange ich bin.




Fahle, trübe

Luft

Undurchsichtige Verhältnisse
Ich habe den Faden verloren
Stehe vor einer hohen Mauer,
aus einzelnen Steinen
Ich kann diese Steine einzeln abtragen
Oder sofort unten durch graben.
Sie zum Einstürzen bringen
Meine Vergangenheit holt mich ein
Alles, was nicht abgeschlossen ist
Kommt zu einem zurück.
Wieder einmal stehe ich vor derselben Entscheidung
Mut oder Angst?
Eine kurze Reise in die glamouröse, heile

Welt
Hat mich mein JA gekostet



Der weite Himmel

Der weite Himmel,
stets wolkenschwer,
hat lange schon
keine Tränen mehr.

Viel zu oft geweint,
viel zu viel gelitten,
endlos lang gebangt,
gnadenlos zerstritten.

Vergebens

gehofft,
stets neu enttäuscht,
viel zu viel erwartet,
dafür abgestraft.

Ewig neue Zweifel,
immer wieder Angst,
stets zu viel allein,
an so kalten Tagen.

Viel zu wenig Mut
für diese harte Welt,
zu wenig Vertrauen,
um weiter zu leben.

Der weite Himmel,
stets

wolkenschwer,
hat lange schon
keine Tränen mehr.



Glaube nicht

Glaube nicht, dass ich hoffe
Glaube nicht dass ich versuche;
Glaube nicht, dass ich liebe;
Glaube nicht, dass ich will.

Glaube nicht, dass ich leide,
wenn du schweigend vorbeigehst
und glaube nicht, dass ich träume
in einsamen Nächten von

dir.

Glaube nicht, du kannst wehtun;
Glaub' nicht, du kannst verletzen;
Glaub' nicht, du kannst zerstören
das, was geblieben von mir.

Glaub' nicht, dass ich verliere
und glaube nicht, dass ich bleibe;
Glaube nicht, dass mich kümmert,
ob du mir glaubst oder nicht.

Glaube nicht, dass ich sterbe;
Bitte, glaub' nicht, dass ich sterbe
und glaub' nicht, dass ich dir folge,
wenn du dich umdrehst und gehst.


VOGELFREI

man fühlt sich so frei, Gedankenfrei
Sorgen und auch Vogelfrei
wie eine Wolke die fliegt
wie ein Fisch im Meer
wie ein Leopard in der Steppe
den kein Jäger gefangen kriegt
der immer wieder entkommt und flieht
und der wie ein Vogel abhebt und fliegt
ich muss nur noch einen Schritt
noch einen Schritt nach vorne gehen
und mich über den Abgrund lehnen
dann bin ich ein Vogel
und auch ein Leopard
den keiner mehr

jagt
dann bin ich endlich frei
endlich frei gesagt.



Tränen

Eine silberne Perle,
rinnt meine Wange hinab.
Ein Bote,
meines tiefen Schmerzes.
Eine rote Perle,
rinnt meinem Arm hinab,
Ein Zeichen,
meiner großen Verzweiflung.
Ein Schrei,
ertönt in der Stille der

Nacht.
Nicht hörbar,
meine Seele schreit stumm.

Und so liege ich da.
In der Stille der Nacht,
Um Tränen der Zeit,
zu weinen.
Tränen der Zeit,
entstanden in längst vergangenen Tagen.
Nie ausgesprochen, nie geweint.
Tränen der Zeit,
die erst heute-
viel zu spät
meine geschundene Seele

erleichtern.....


Verlieben

Ich möcht mich nie wieder verlieben,
weil man meist dabei verliert...
Ich wünscht ich wär allein geblieben,
dann wär sowas nie passiert...

Ich bin wie ein verlorenes Puzzle-Teil,
was in Vergessenheit gerät...
Ich erscheine wie ein scharfes Beil,
was unkontrolliert zuschlägt...

Ich wollte nie jemanden verletzen,
denn es schmerzt mir

auch...
Ich muss mir neue Ziele setzen,
egal wieviel Kraft ich brauch...

Ich werde meine Gefühle ignorieren,
verlasse bevor ich verlassen werd...
So kann ich niemand mehr verlieren,
weil ich mein Herz in Eis verberg...




ABER IHR SEHT ES NICHT

Der weint - aber ihr seht es nicht!
Die Erde weint - aber ihr seht es nicht!
Der Wald weint - aber ihr seht es nicht!
Die Meere, Seen und Flüsse

weinen
- aber ihr seht es nicht!

Die Tiere weinen - aber ihr seht es nicht!
Die Bäume, Sträucher und Blumen weinen
- aber ihr seht es nicht!

Die Menschen: Frauen, Kinder und Männer weinen
- aber ihr seht es nicht!
Alle schreien - aber ihr hört sie nicht!
Wenn i h r weint und schreit - niemand sieht
und hört euch!



Allein

allein mit meinen
Gedanken

Allein
allein mit meinen
Gefühlen

Allein,
verantwortlich für die
Vergangenheit

Allein,
ganz

ohne
Geborgenheit.

Allein,
ohne Aussicht auf
Glück

Allein,
wartend auf ein
Stück

Liebe.

Allein,
ohne Hoffnung
auf ein
Licht.


Allein
mit all der
Erwartung
die zerbricht


Allein
ohne Aussicht
auf
Erneuerung,


Allein,
nach Verlust
der
Steuerung


Allein
ohne
Liebe

Sag,
wer sind die
Diebe?



Der Regen

Der Regen klopft leise an ihr Fenster
Es treibt sie hinaus
In die Dunkelheit,
in die eisige Kälte,
die mit ihrer Seele

verschmilzt
Sie lies sich fallen und weint mit dem Regen
Jede Träne ließ die Schmerzen in ihr gedeihen
Jede Träne war nahrhaft für die Wut in ihr
Sie weint,
sie treibt in ihrem eigenen Tränenmeer
Treibt davon
Sie ist Jenseits von Schmerz
Jenseits von Trauer
Jenseits von allem was sie belastet
Sie fühlt sich geborgen
Der Regen legt sich wie eine schützende Hand über ihr nieder
Jeder Donnerschlag war ein Schrei ihrer

Seele
Jeder Blitz war das Feuer ihres Herzen,
welches lichterloh brannte.



kalt und leer

Regen, der sich mit dem Wind vereint
Sonne und Licht tief vergraben
Die Bäume kahl, die Straßen leer
Tränen und Verzweiflung
Angst und Schmerz
Emotional und seelisch total am Boden
Haß und Wut, der in ihr zusammen wächst
Gedanken und Erinnerungen,
die tiefe Wunden

hinterlassen
tiefschwarze Augen- rauschender Kopf
Ein Tag ohne Anfang
Eine Nacht ohne Ende
Quälende Fragen
unendliches Verlangen nach Antworten
Stille- stumme Schreie
Hoffnung erloschen
Träume unerreichbar
So spielt ihr Leben
so ist es eben

Vergangenheit

Zertrümmerte Vergangenheit

Im Herzen nur Ruinen


Der Rauch aus meiner Seele steigt

Gefühle wie Lawinen.

Lava quillt aus meinem Mund

Stärker als aus Vulkanen

Und aus meinem tiefstem Grund

Der Bestien Karawanen

Denn das Siegel ist gebrochen

Das den Abgrund hat

verschlossen

Doch wer hat es mir zerstochen?

Mir den Abgrund aufgeschlossen?

Denn nun kommt die ganze Brut

Die in den Abgrund war verbannt

Hervor mit fürchterlicher Wut

Und hat mich bereits überrannt

Wer wird mich davor nun retten?

Wer kann mich davon nun befreien?


Wer erlöst mich von den Ketten

Bin ich letztlich doch allein?




LEERE -

- manchmal habe ich das Gefühl -
- ich kann nicht fühlen -
- nur LEERE -.
- GLEICH - GÜLTIG -
- ich müsste Angst und Trauer fühlen -.
- ich müsste bei allem was passiert fühlen -
- bin ich

glücklich?
- hab ich es VERDIENT?
- bin ich traurig?
- fühle ich mich LEER?
- der Wunsch nach dem TOD, der zutrifft -
- ein GRUND - es zu tun -
- auf der SUCHE nach was?
- WAS leidet?
- WAS trauert?
- WAS ist LEBLOS?
- WAS beschließt, das zu tun,
- den letzten Schritt zu gehen,
- sich nicht mehr umzudrehen?!
- das neue Bewusstsein

- hoffen dass es kein Bewusstsein mehr

geben wird



Nicht Ungefähr

damals ich hatte Angst ich habe Angst

macht die Traurigkeit, die Gefühle, diese Angst?

macht das Heute mir Angst weil ich nicht mehr so funktioniere?

nicht mehr funktionieren kann?

ich will nur dass es vorbei ist



dass es aufhört die wirren Gedanken

tus nicht

nicht mehr weiß was ich nicht tun soll

die Gefühle die mich überfallen

wenn ich nachdenke

über mich die ich nicht verstehe

heute verspüre ich Traurigkeit,

Sehnsucht


nach etwas das ich noch nicht zulassen kann

und ich weiß nicht ob ich nicht zulassen kann

weil ich noch nicht bereit bin zu geben

in mir sträubt sich etwas dagegen anzunehmen

der Gedanke

mir gibt niemand etwas ohne auch etwas dafür zu

wollen

ist so tief in mir

die Angst dass wieder mit Gewalt genommen wird

Berührungen die wieder auf der Haut brennen

die immer noch wehtun

Selbsthass

Traurigkeit

Einsamkeit


verwirrende Gefühle und Angst

Angst vor mir weil ich mir so oft selbst nicht traue

Angst, dass ich tief drinnen in mir nichts bin

wenn ich mir vorstelle alles zu zulassen

fang ich an zu zittern ich hab einfach Angst davor!!

auch wenn ich mir vorstelle es ist jemand den ich

mag

dem ich vertraue

vertraue ich doch noch nicht?

Kann ich nie mehr voll vertrauen?

jetzt wehre ich mich gegen die Angst

indem ich keine Situation zulasse

die mir Angst machen könnte -

ich bin enttäuscht über mich -

es ist einfach

so

wie......





Was passiert gerade mit mir?

ICH weiß nicht mehr was unten und oben ist,
alles was MIR wichtig war wird unwichtig,
ohne dass ICH weiß was mir wichtig ist,
ohne dass ICH MICH wichtig nehmen

kann.
ohne.....
Aber ICH halte diesen Tag durch,
was morgen ist weiß ICH nicht



DAS KIND IN MIR -

- MIR wird alles gleichgültiger -
- was ICH über MICH - oder doch nicht??
- ich beobachte -
- als BEOBACHTER was geschieht -
- nicht als ERWACHSENER -
- als KIND - und ICH verstehe nicht -
- ohne EINFLUSS auf das GESCHEHEN

-
- würde ICH alles hier aufschreiben -
- wenn es mir EGAL wäre ??
- vielleicht ist da doch noch -
- ein FUNKE HOFFNUNG -
- - - IN MIR - - -
- werde ICH ihn finden -
- bevor ICH MIR vollkommen gleichgültig werde -
- EINFLUSS -
- nur auf das jetzt -
- damit auf die -
- ZUKUNFT -
- wieso das Gefühl das dies alles -
- MICH nicht betrifft -
- ICH nicht bin -
- das KIND in MIR betrifft -


- - - - T R I F F T - - - -

- das KIND in MIR -

- - - - V E R L E T Z T - - - -

- ICH lasse es zu -
- WIEDER beschütze ICH das KIND in MIR nicht -
- WIEDER glaube ICH es ist zu spät -
- WIEDER glaube ICH es nicht zu können -
- WIEDER wehre ICH MICH nicht -



Die Nacht


Die Nacht ist noch zu leise,
um sie nicht zu hören,
die innere Nacht ist noch zu hell,
um sie nicht zu sehen,
wenn ich die Augen schließe
ist alles so nah,
die Gedanken , die Bilder,
die Schmerzen, die Stimme,
als warteten sie nur darauf
wieder raus zu kommen
- - - die Vergangenheit - - -
ich fühle mich hilflos und klein,
ich habe wieder Angst,
eine Hand, riesengroß,
macht mir Angst
sie überfällt

mich
- Ohnmacht -
den Traum zu träumen
nach meiner Vorstellung . . . .
mich aus ihm befreien . . . . .
umsonst gewartet . . . .
- - DAS HEILT KEINE ZEIT - -



Traurigkeit

übervoll mit Gedanken und doch leer....
schlafen ......
unendliche...... Traurigkeit . . . .
alles wegwerfen, weglaufen nur wohin?
nichts geben können....
da ICH ja nichts habe

......
nicht mal MICH selber.....
ICH fühle MICH allein und doch nicht....
ICH will nicht so bleiben wie ICH bin . . . .
alles widerspricht sich.....
TRÄUMEN???
stille, Gedanken der Angst.....
aus Sehnsucht weinen.....
Hoffnung, Nähe , Geborgenheit wieder finden.....
ohne an die Vergangenheit zu denken,
Menschen, die ehrlich miteinander leben.....
nicht aneinander vorbei.....
lass MICH nie mehr aufwachen.......
langsam kommen die

Schatten.....
ein Gefühl, das mir sagt.....
wenn ICH MICH nicht fallen lassen kann.....
nicht einfach alles auf MICH.....
zukommen lassen kann ist NICHTS mehr wichtig.....
alles hängt zusammen, ICH stelle andere Dinge .....
in den Mittelpunkt MEINES Lebens.....
darf ICH das??
jemandem weh tun.....
weil ICH mein Leben nicht in den Griff bekomme?
weinen können, weinen wie ein Kind.....
loslassen ohne zu wissen was.....
loslassen, ohne angst, was passieren

wird.....
ICH wollt ICH könnte es.....
- ICH WÜNSCHE ES MIR -
WÜNSCHE und TRÄUME
warum kann ICH nicht nach ihnen greifen??



Die Dunkelheit

Die Dunkelheit zerdrückt mich,
ich habe das Gefühl nicht mehr atmen zu können.
Ich friere. Die Musik dröhnt.
In meinem Kopf pocht es.
Kein klarer Gedanke.
Vollkommene

Leere.
Keine Chance zu entkommen.
Hilfe!
Keiner kann es hören.
Kein Laut.
Schreien.
Vergeblich.
Es klingt noch nicht mal wie ein Husten.
Was kann ich tun?
Gar nichts.
Angst.
Muß sie ertragen, um aus diesem Loch herauszukommen.
Ich schaffe es nicht...
Geht es zu Ende?
Nein!
Um mich herum alles

schwarz.
Kein Licht, obwohl alle Lampen brennen.
Es kommt durch. Das Warum?
Kann es nicht beantworten.
Zuviel geschieht.
Kann es nicht mehr kontrollieren.
Verzweiflung, Zweifel.
Wie geht es weiter???


Angst

In Angst umhüllt gestaltet sich mein Leben -
abends schließe ich meine Augen,
und die Dunkelheit gibt mir Wärme und Sicherheit.


Öffne ich morgens meine Augen,
reißt die Angst mich in die harte Wirklichkeit zurück.

Mein Gefühl der Liebe wird mit Füßen getreten -
mein Kampfgeist mit Worten zertrümmert,
mein suchender Blick nach Zärtlichkeit,
einem lieben Wort mit kalten Augen geblendet.

Mein Körper schmerzt, mein Herz zittert,
mutlos sinkt mein Sein in sich zusammen.



Das Ziel

es hat sich in die Unendlichkeit abgewendet.

Ich habe Angst vor dem was ist
und ich habe Angst vor dem was kommt.

Wird uns Frieden leben lassen
oder wird Krieg
um uns herum
uns in der Seele töten?

Angst lähmt, Angst hemmt
die Füße, die zu gehen bereit sind.


Die Füße gehen trotzdem, weil
das Leben uns zu gehen zwingt.

Doch wäre nicht die Angst,
sie würden vor Freude springen!



Frei von Ängsten

Das Leben ist voll mit Ängsten.
Die Angst vorm Leben, vorm Alleinsein, vor Schmerzen und vor dem Sterben.
Ängste, die sich zu einem Berg türmen.
Ich möchte frei sein, frei von Ängsten.
Ich besteige den Berg.
Oben angekommen, schaue ich ins

Tal.
Ich habe Angst.
Angst davor, loszulaufen, Angst davor meine Arme wie Flügel auszubreiten, Angst zu fliegen.
Ich nehme allen Mut zusammen und laufe los,
breite meine Arme aus und springe hinab.
Ich fliege - alle Ängste sind wie weggeblasen.
Alles ist auf einmal so unbedeutend, so klein. Eine himmlische Stille, unterbrochen von Rauschen des Windes, der sich um meinen Körper windet.
Das erste Mal frei von allen Ängsten.
Ich fühl mich frei wie ein

Vogel.
Keine Angst
Keine Angst vor der Landung
Einfach nur frei!


Angst

Ich habe Angst, die Hand auszustrecken,
ich habe Angst, die Flügel auszubreiten,
ich habe Angst, mich fallen zu lassen,
denn ich habe Angst vor dem Aufprall.

Du sagtest, gestern Nacht, hab keine Angst,
lass dich ruhig fallen, denn ich verspreche dir:


Ich strecke die Hand aus und du musst sie nur nehmen.
Ich breite meine Flügel aus und wir fliegen zusammen.
Du kannst dich ruhig fallen lassen,
denn es wird nie wieder einen Aufprall geben.

Wo steckst du,
warum hältst du dein Versprechen nicht ein?
Du bist jetzt ein Engel!
Oder etwa nicht?
Du sagtest jeder der Gott vertraut
und an ihm glaubt darf in den Himmel?
Wo bleibst du denn nur??


"D U H A S T M I C H E I N F A C H V E R G E ß E N"



FREIHEIT

Ich bin abends im Dunkeln davon gezogen, dachte ich kann fliehen. Im Schutz der Nacht bin auf der Suche nach komischen Phänomenen wie Freiheit und so,
meine suchende Ader führt mich auf totgetretenen, ausgestanzten Wegen durch die Finsternis. Um mich herum ist es einzig und allein fremd. Die geborgene Wärme vom Tag ist aus den

Gassen gewichen und zieht mich weg vom Leben und ich wandle auf fremden Wegen in fremder Umgebung in dunkler Nacht. Ich sehe starrende Augen und grüße zurück.
Gespenstige Bäume sagen mir, es ist eine gefährliche Sache aber ich solle nur gehen. Rehe begegnen mir und sind gar nicht scheu, sie springen durchs Gehölz durch die Nacht, sie führen mich und ich schwebe mit ihnen über diese wundersame Erde die einen süßen Rhythmus lebt, alles atmet und ich spüre diesen Wind den man nur spürt wenn man glücklich ist und ich treibe wie ein Blatt im Wind verloren und doch mit

Ziel.
Meinen Körper geplagt von Ängsten und Sorgen lasse ich in diesem Wald zurück, er ist an die Erde in Vertrauen gebunden
Die Nacht riecht gut nach Harztropfen, Tannennadeln, Waldboden und auch ein sehnsüchtiger ferner Duft der Sonne steckt noch in ihr. Tiefe Träume holen mich ein, spannen mich in ein zartes Gewand und wie ein loses Band flattere ich in andere Welten. Sie zeigen mir ein anderes Leben, ein anderes Ich und es gefällt mir. Möchte am liebsten noch lange hier verweilen doch die Sonne leuchtet bereits blutig am Horizont und meine Reise geht mit der Nacht zu Ende. Ich finde meinen schweren Körper, er

liegt im Tannengrün auf Moos gebettet, meine Lippen gleichen dem Himmel in den Bergen vor dem ersten Schneefall, und meine Haut schimmert blass. Unschuldig liegt er dort wo er am liebsten ist, auf der Erde. In meinen Haaren haben sich Rehe eingenistet, die Lieder friedlich geschlossen, er strahlt so rein von innen heraus, Ängste und Sorgen haben ihn verlassen.
Langsam sinke ich herab auf die Erde die mich nach meinem Wandel durch die Nacht weich und warm empfängt, wie schön er doch ist ohne Emotionen die ihn entstellen, ohne Sorgen die Falten bringen. Nur der Körper und ich daneben. Ich sehe die Rehe in die tiefen

Wälder in andere Zeiten entschwinden schicke ihnen liebe grüße hinterher. Die Reise in der Nacht war seltsam. Im Nebel taumle ich zurück in die treibende Welt und werd von ihr erschlagen
Freiheit gibt es nicht , nur manchmal darf man an versteckten Orten einen Hauch von ihr genießen


Vom weinenden Clown


Der Clown beendet seine Show

mit Tränen im

Gesicht.

Das Publikum ist voll schockiert,

ein wahrer Clown der weint doch nicht!


Was hat den Clown so sehr getroffen,

dass er die Fassung nun verliert,

das der Tränenstrom die Schminke,

die sein Gesicht bedeckt, verschmiert?


Der eine ruft, er hat was im Auge,


ein anderer meint, das ist nur Wasser im Gesicht!

Auf die Idee, er könnte traurig sein,

kommen sie jedenfalls nicht.


Und der Clown weint weiter,

selbst als der letzte geht,

der seiner Frau noch mitteilt,

dass er das Ende der Show nicht ganz versteht.



Nur ein kleines Mädchen,

man bemerkte es zuvor fast kaum,

geht nun zielstrebig zur Bühne

und umarmt den weinenden Clown.


Das Mädchen fragt nicht nach den Gründen,

die den Clown so traurig machen.

Es möchte ihn nur einfach trösten,


er soll schon bald wieder lachen.


Denn das kleine Mädchen kommt schon,

seit es denken kann hierher,

und wenn es manchmal traurig war,

half auch der Clown ihr sehr.


Nun, wo der Clown mal nicht mehr lacht,

gibt das Mädchen nur ein

Stück

von dem was er ihr schenkte

aufrichtig zurück!



Mein JA zum Leben.

Vorläufig

Ein Trümmerhaufen liegt vor mir
Ich kann mich nicht entscheiden,
wo ich anfangen soll
das Chaos zu ordnen
Möchte mich am liebsten selbst

vernichten
Meine Unfähigkeit zum Ausdruck bringen
Ich gehe weiter auf dem selben Weg,
nehme die rechte anstatt die linke Abzweigung
Bin mir dessen voll bewusst
Das ich dort, am Ziel,
Rede und Antwort stehen muss
Das ich nicht den einfachen, verlockenden Weg gehe
Weiß, das ich mir noch öfter den Kopf anhauen muss
Ich hatte Angst vor diesem Gefühl
Angst vor dem Anhauen
Ich habe es probiert
Sie ist

unbegründet,
die Angst
Ich wünsche mir, das sie nicht wieder zurückkommt
Ich bin schon viele Schritte gegangen,
habe mich immer wieder verirrt
Ich will akzeptieren,
dass Irrwege die Achterbahn des Lebens sind.



Unsere Welt

Schön ist unsere Welt, wenn die Blumen blühen,
die Sonne immer scheint.
Wenn ein Kind mal lacht oder ein Kind

mal weint
und wenn auch mal Regen vom Himmel fällt!
schön ist doch unsere Welt!
Traurig ist unsere Welt, wenn ein jeder immer
nur das Eigene sieht
und nicht erfährt, was mit einem anderen geschieht.
Ja so ist es wenn die Liebe fehlt,
traurig ist dann unsere Welt.
=

Herzlos ist auch unsere Welt,
da wird irgendwo ein Tier gequält.
Da weint ein Kind weil die Mutter fehlt,
ein Bettler der kein Brot

erhält,
wie herzlos ist dann unsere Welt.
Schön kann die Welt dann wieder sein,
wenn die Blumen wieder blühen und
die Sonne wieder scheint!
Wenn ein Kind mal wieder lacht oder weint
und wenn der Regen dann vom Himmel fällt.
Schön ist dann doch unsere Welt!

=

Du schaust mit großen Augen in die Welt
und hältst sie für ein Wunder,
du siehst die Sonne am Himmelszelt
und die Blumen sie blühen

darunter.
Du siehst nur die Sonne am Tage, aber nicht
die Schatten der Nacht.
Du siehst nur die Menschen mit lachendem Gesicht
und glaubst, dass jeder froh ist.
Denn wenn sie auch weinen, dir zeigen sie es nicht,
weil du noch zu unerfahren bist.
Du siehst nur das Lachen am Tage und
nicht die Tränen in der Nacht,
denn für dich ist nun der Tag zu Ende und
du hast die Augen zu gemacht!



Wo bist du?

Sag mir, sag mir wo!
Fühle mich so einsam,
Kann nicht denken,
Kann nicht sprechen!
Fühle mich so leer!
Sag mir, wo bist du?
Ich höre keine Antwort,
Höre keine Schritte!
Bin so einsam,
Ganz allein.
Bitte komm zurück!
Ich flehe auf Knien,
Flehe auf dem

Boden,
Mitten im Staub auf der Erde.
Ich bitte dich,
Komm zurück und fülle diese Leere!
Bin so allein,
Ganz einsam ohne dich!
Sag mir wo,
Sag mir wo die Liebe ist!


Der Stille lauter Schrei

Abends am Hügel der Mond ganz finster scheint,
und zur gleichen Zeit ein kleines Mädchen weint,
sie glaubt den Nebelhauch zu

spüren,
in seinen Bann gezogen, sie kann sich nicht rühren.

Aller lauter Schrei in der Stille verhallt,
sie kann schreien mit aller Gewalt,
niemand will sie hören,
alle wollen nur ihre eigene Stille beschwören.

Sie versucht sich aus des Nebels Griff zu entziehen,
aus der Welt des kühlen Todes zu entfliehen,
sie will aus dem Schattenreich sogleich davon fliegen,
und all die bösen Mächte besiegen



Keine Chance auf das Leben

Langsam bewegt sich das Blatt, der Wind treibt es vor sich her,
es hebt sich leicht vom Boden ab, tanzt ein wenig in der Luft,
bis es wieder den Boden berührt. Sie steht da, wirkt irgendwie sehr verloren.
Sie erkennt sich in diesem Blatt wieder.
Auch sie schwebt wie ein loses Blatt durch dieses Leben,
vom Wind und Leben hin- und her geworfen.
Sie versucht nun schon ihr ganzes Leben lang mit ihren Füßen den Boden zu

berühren,
doch kaum denkt sie, sie hat es geschafft,
kommt die nächste Windböe und wirbelt sie herum.
Wirft sie von einer Seite auf die Andere, bis sie nichts mehr erkennen kann.
Immer wieder kämpft sie um ein Stückchen Boden, doch sie verliert jeden Kampf.
Ihre Füße sind wohl nicht dazu gemacht, diesen Boden zu berühren
Sie gibt auf und lässt sich von dem Wind treiben.
Irgendwann ist das Blatt verwelkt, vertrocknet.
Es stirbt, wird zu Staub……..und selbst

da trägt sie der Wind davon
Keine Chance auf das Leben…….



Gefühllos und einsam

kalt und leer
Regen, der sich mit dem Wind vereint
Sonne und Licht tief vergraben
Die Bäume kahl, die Straßen leer
Tränen und Verzweiflung
Angst und Schmerz
Emotional und seelisch total am Boden
Hass und Wut, der in mir zusammen wächst
Gedanken und

Erinnerungen,
die tiefe Wunden hinterlassen
tiefschwarze Augen- rauschender Kopf
Ein Tag ohne Anfang
Eine Nacht ohne Ende
Quälende Fragen
unendliches Verlangen nach Antworten
Stille- stumme Schreie
Hoffnung erloschen
Träume unerreichbar
So spielt mein Leben
so ist es eben


Interessiert...?

Hey du

da
da draußen... dich mein ich
Ja dich
Niemand anderen...
Interessiert...?
Hey Du da, hast Du Interesse an mir?
Willst Du was wissen von mir?
Etwas über mich erfahren?
Wie es mir so ergangen ist und wieso ich heut hier bin?
Heut hier bin und nicht dort?
Und wieso ich so bin, geworden bin?
Wieso ich so bin, wie ich bin?
Hey Du da, willst Du es wirklich wissen?
Interessiert...?

Nein?


Dachte ich mir...
Ist nicht schlimm, bin es gewöhnt mit der Zeit.
Ist nicht schlimm, niemand, niemand denkt mehr an mich, irgendwann...
Ist nicht schlimm, kenn es, alle hetzen vorbei, an mir vorbei...
Ist nicht schlimm, weiß es, alle haben nie, niemals Zeit...
Ist nicht schlimm, versteh es, alle gehen auf Distanz...
Ist nicht schlimm, alle lehnen mich ab, alle...
Ist nicht schlimm...

Als ob ich was besseres verdient

hab.
Als ob ich was besseres, was Besonderes wäre.
Als ob ich liebenswert wäre.

Aber hey, das bin ich nicht.
Mach mir nichts vor, nie mehr... Liebenswert?
War ich nie, durfte ich nie sein.
Sollt ich nie sein, vorbestimmt...
Muss mich quälen, Tag für Tag.
Muss mich quälen durch die lange Nacht.
Muss mich schneiden, verletzen, ach so oft...
Und muss allein, darf nur allein sein, immer nur allein...
Getrennt von allen und

allem.
Getrennt von der Welt.

Weil ich so gespalten doch bin.
Weil ich so extrem doch bin.
Weil ich nicht weiß, wer ich wirklich bin.

Und, hey Du, das willst Du wirklich wissen?
Hey, wirklich interessiert?
Daran interessiert...?
Soviel Seelenmüll...
Soviel Chaos in mir...
Und das interessiert Dich? Wirklich...?
Warum?
Gehst doch irgendwann

weiter...
Ich weiß es.
Es war immer so und so wird es sein.
Mich fallen lassend, wie die heiße Kartoffel.
Bist daran interessiert? An heißen Kartoffeln...?

Verbrenn Dir doch nicht die Finger!
Geh lieber, geh weiter!
Lass den mal da besser liegen, dort im Schutt seiner Seele.
In seinem Selbstmitleid, in seinem Strassengraben, angefüllt mit Unrat, unendlich viel...
In seinem Selbstmord-Wahn, in seiner schmutzigen

Phantasie...
In seinen elendigen Schmerzen und Leiden, seinen Wunden und Narben.
In seinem Ich-Selbst, was keines ist.
In dem was niemals war und nicht mehr wird.

Und das interessiert? Dich interessiertes...?
Und ist das spannend? Ist das ein nachfühlbares, reales Leben?
Ich kann es kaum glauben.

Wirklich? Interessiert...???



MEINE WELT


Nehmt MEINEN Traum

und interpretiert ihn

nach eurem Bild,

MEINE WELT

nehme ICH mit meinen SINNEN wahr,

eure Brille passt mir nicht mehr,

ICH lebe in einer anderen WELT,

zusammen mit

euch,

eure ZIELE , sind nicht meine,

euer WEG ist nicht meiner,

ich dacht mal ihr wollt mich nicht verstehen,

ich weiß IHR könnt mich nicht verstehen,

ich erschaffe mir meine eigene REALITÃT

Es wird wieder anders werden - ich weiß es doch, ich weiß . . . .


eine eigene WELT voller Schatten,

einer Spirale aus Gedanken,

aus Tränen, aus Einsamkeit,

aus Gefühlen die mich erdrücken,

meine Augen senden Hilfeschreie,

unhörbar, nur fühlbar,

in MIR, für MICH

Die Seele loslassen, den Schmerz abschütteln . . .




GEPRÄGT

- behutsam ??? - geborgen??? -
- einfach nur wohl ???
- bin ich am ende???
- kann es jetzt besser werden???

- ich spüre wie gefangen ich bin -
- in meiner Vergangenheit - in meinen Gedanken -
- die mich geprägt haben -
- haben sie mich geprägt ???
- warum hab ich mich prägen lassen???
- warum nie gewusst wer ich

bin???
- alles läuft gerade so schnell ab,
- dass ich nicht mehr mit komme,
- allem mich nicht mehr gewachsen fühle!!!


Gedanken

will nicht enttarnt werden, nicht auffallen.
will mich verstecken
will kein Mitleid

kann kein Lob annehmen
kann mich nicht

mögen

darf nichts annehmen

man fängt an sich zu hassen.
dabei braucht jeder so viel Wärme

Liebe Zuneigung

einem Anderen wichtig zu sein...
Vertrauen

eine Basis auf der man aufbauen kann

du sehnst dich danach und doch hältst du es schlecht aus.
Zweifel überkommen dich


hast du alles richtig gemacht

hast du nicht gestört

dich nicht aufgedrängt

niemanden belästigt....
du fühlst dich so mies dabei

wenn du es zulässt, dass dich jemand mag.
und doch sehnst du dich danach.
du willst doch gehasst werden

warum ist da plötzlich

jemand

der Interesse an dir, an deiner Person hat...
es kann nicht sein, es darf nicht sein....oder doch...
bist du es Wert, dass sich andere um dich Gedanken machen....
wozu...warum...wieso....
Zweifel kommen auf

nein es kann nicht sein...es darf nicht sein...
und doch ist es manchmal so....

ohne dass man selbst dahinter kommt

warum...
warum sollte mich jemand mögen

um meiner selbst willen.... ?
das kann nur ein Missverständnis sein

du musst doch erkennen

dass ich ein nichts bin

dass ich es nicht verdient habe...

dass ich schlecht und schmutzig bin...

ein Versager...
warum nur siehst du es nicht?



Die Welle

Das Meer,
so glatt, so ruhig völlig ohne Bewegung,
unnatürlich still ist alles,
ich stehe und schaue und plötzlich,
das Wasser fängt zu schäumen an,
kräuselt leise vor sich hin,
verträumt, verspielt, leises seufzen und flüstern
das zum Ächzen wird
ich stehe und staune und plötzlich,
es brodelt und tobt, schäumt und brüllt
es kreischt
die Welle wird geboren


Wahnsinn dieses Schauspiel
zuerst nur klein, zaghaft bahnt sie ihren Weg
doch das Wasser schlägt um sich immer mehr,
es tost und braust
als wenn sie die ganze Welt verschlingen möchte

ich stehe und hoffe
langsam vermehrt es sich,
die Grösse wird fantastisch
einen Meter, zwei Meter,drei Meter
das Tosen nimmt an intensivität zu

ich stehe und

bitte
es nimmt mir den Atem
Faszination macht sich breit
Sie kommt auf mich zu ...immer näher
vier Meter, 5 Meter, 6 Meter
sie ruft mich

ich gehe ihr entgegen

sie ist gekommen um mich zu holen,

ich habe darum gebeten

immer weiter gehe ich in sie hinein

immer tiefer in ihre

Stille

in ihrem Auge wird es ruhig,

das Tosen und Brausen ist nun nicht mehr zu hören.

Nur Stille und Frieden Ich bin glücklich,

hier wollte ich sein

Langsam schlägt die Welle über mir zusammen

Ich bin angekommen


Dunkelheit

Ein Schrei voll von Schmerz hallt durch das Finster der Nacht
Alles schwarz
Wann kommst du Tod?
Dunkelheit, ein Schrei nach Liebe, alles leer
Wann kommst du Tod?

Kleine dunkle Gestalt, gibt es denn einen Grund für dein Dasein?
Du liebst Nacht und Einsamkeit,
Scheust das Licht, und die Gesellschaft...
Angst, ist das was du

kennst...

Keine Liebe, keine Hoffnung, alles Lüge.
Alle Versprechen sind gebrochen.
Warum hast du das nur getan?

Voller Vertrauen war ich zu dir
Hab dir geglaubt!
Wann kommst du Tod?

Ich rufe dich.. doch keine Antwort...



Ich laufe

weg


Wovor?
Ich weiß es nicht.
Aber es holt mich ein.
Ich möchte schreien
nur schreien
kann nicht schreien
wieso auch?
wüsste nicht wieso ich schreien soll?
die Welt ist zu schön um sie mit einem Schrei von mir zu verwüsten
einem einfachen Schrei
einem Hilfesuchenden Schrei
einem ängstlichen Schrei
einem scheiß

Schrei
weiß es nicht!
Weiß nur, dass ich nicht mehr da sein möchte
hab Angst... doch wovor?
weiß es nicht!
weiß nichts mehr
hört sich komisch an
fühlt sich komisch an
ist komisch
hab Angst
so verdammt große Angst!
Wie geht denn das,
keiner hört den Schrei?
Ich falle

endlos



Rückwärts

Ich gehe rückwärts

Rückwärts durch mein Leben.

Ich hänge an der Vergangenheit

Die Gegenwart rast an mir vorbei

Ich nehme sie kaum wahr

So viele Steine liegen auf meinem Weg,

aber es ist niemand da um mich zu

warnen



Blind

Ich habe die Tränen
meiner Seele nicht gesehen,
ich habe das Grauen nicht gespürt
das mich befiel.
Ich konnte die Dunkelheit nicht durchdringen
die mich umschloss.
Ich habe nicht
in mich hinein geschaut,
Ich habe mich nicht getraut ...
Weil ich Angst vor mir selbst hatte.


Warum?

Ich habe Angst vor mir selbst, vor meinen

selbst zerstörerischen Gedanken, die mich wieder

runterziehen, so einfach, dem nachzugeben. Wohin das führt,

weiß ich ja schon und so weit habe ich mich auch noch nicht

davon

entfernt.

Es ist so ein bitter-süßes Gefühl,

gleichzeitig schmerzhaft,

kaum auszuhalten und so verlockend.

Dazu gehört die Selbstverachtung,

der Hass,

der Wunsch mich zu zerstören

und zu bestrafen,

aber auch die Kontrolle und der Triumph,


das alles liegt in meiner Hand.

Es zieht nach unten,

die Gefühle sind sehr stark, füllen mich ganz aus.

Für etwas anderes ist kein Platz mehr.

Manchmal gehört auch Todessehnsucht dazu.

Ich weiß nicht, woher das kommt.

Eigentlich bin ich doch ein unsicherer, ängstlicher Mensch,


voller Zweifel.

Warum gehe ich so aggressiv mit mir selbst um

Warum?



Mein Herz

ist in Kälte gehüllt,
es hat Unverständnis enthüllt.
Mein Herz…
kann nur Tränen tragen,
denn es wurde mit Worten geschlagen.
Mein

Herz…
ist voller Leid erfüllt,
es wurde mit Gleichgültigkeit gefüllt.
Mein Herz…
ließ er ohne Aufruhr gehen,
denn es wurde mit Selbstverständlichkeit gesehen
Mein Herz…
ist wurzellos,
es wurde hoffnungslos.
Mein Herz…
wurde mit Hass gemäht,
denn es wurde lieblos gesät.
Mein Herz…
hat diese ‚Liebe' beendet,
denn es ist in Einsamkeit und Trauer

verendet.
MeinHerz…
trägt keine Triebe,
denn es erhält keine Liebe.
Mein Herz…
wird irgendwann einen wahrhaftigen Bewunderer finden
und damit auch all seine Wunden verwinden.



Flügel

Flügel wünsch ich mir
Flügel aus Glas
aus Panzer Glas
die keiner

sieht
um mich durchzuschlagen
loszuschlagen und abzuheben
stärker
als alles andere
als Hass, Gewalt
und Schutz
gegen Oberflächlichkeit und Egoismus
Flügel
Flügel wünsch ich mir
Flügel aus Glas
Panzerglas
mit goldenen Strahlen



Keine Zeit der

Welt

Die Nacht ist noch zu leise,

um sie nicht zu hören,

die innere Nacht ist noch zu hell,

um sie nicht zu sehen,

wenn ich die Augen schließe

ist alles so nah,

die Gedanken , die Bilder,

die Schmerzen, die Stimme,


als warteten sie nur darauf

wieder raus zu kommen

- - - die Vergangenheit - - -

ich fühle mich hilflos und klein,

ich habe wieder Angst,

eine Hand, riesengroß,

macht mir Angst

sie überfällt mich



Ohnmacht -

den Traum zu träumen

nach meiner Vorstellung . . . .

mich aus ihm befreien . . . . .

umsonst gewartet . . . .

- - Das heilt keine Zeit - -

warum denn bloß nicht ??

Copyright © Maria Lamböck

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Hörbuch

Über den Autor

MajraLakota
MajraLakota
Ich wurde 1949 in Landshut, Deutschland in eine Horrorfamilie geboren, in der Gewalt an der Tagesordnung stand. seit 1957 Iebe ich in Wien, wurde in sämtliche Klosterheime abgeschoben die es gab...ich interessierte einfach niemanden...Gefühle, Liebe, Zuneigung, Vertrauen....kannte ich nicht...aber Schläge, Missbrauch und Missachtung, davon bekam ich genug, aber damals interessierte es niemanden...wir Kinder hatten keine Rechte und es hörte niemand zu...so blieb mir nichts anderes als mein Leid, meine Gefühle und Gedanken niederzuschreiben.....heimlich....wurden meine zeilen gefunden, wurden sie vernichtet....so blieb alles in meinem Kopf
Ich schreibe über mein Erlebtes, aber auch Kurzgeschichten , die ich seit 2003 der Öffentlichkeit zugängig machte....über lange Geschichten oder Romane habe ich mich noch nicht drüber getraut....aber vielleicht schaffe ich das ja jetzt....

" Meine Bilder, Gedichte und Geschichten
zeigen meine kleine Welt in der ich lebe.
Sie sind für mich zu einer Art Ventil geworden.
ich kann in ihnen meine Freude, meine Trauer, meine Ängste
aber auch meine Träume zum Ausdruck bringen.
Es hilft mir Erlebtes zu verarbeiten.
Wenn mich etwas sehr bewegt,
fasse ich diese Gedanken und Gefühle in Farben oder Worte.
Meine Bilder und Gedichte sind der Spiegel meiner Seele.
Wer sie kennt, kennt mich
Wer sie studiert, studiert mein Innerstes.
Meine Phantasien, meine Erleben, mein Fühlen, mein Denken
wird erkennbar, begreifbar und
VIELLEICHT
für manche Menschen verstehbar

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socalledbu 
schaffe nicht alles auf einmal,aber sehr gute Texte dabei.
schönen Gruß
Bu
Vor langer Zeit - Antworten
MajraLakota Dankeschön.............auch für die coins....

Vor langer Zeit - Antworten
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