Gedichte
Reich an Alltag, arm an Leben

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"Die Medikamente sind deine Freunde. In Momenten, in denen du Stille willst, machen sie dich taub."
Veröffentlicht am 11. August 2014, 6 Seiten
Kategorie Gedichte
© Umschlag Bildmaterial: Sandra Cunningham - Fotolia.com
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Über den Autor:

Ich bin 19 Jahre und hab seit Juni mein Abi in der Tasche. :)) Und was jetzt kommt?..Eine ungewisse Zeit, auf die ich mich freue. Sichere Pläne sind nicht so mein Ding. Ich mache. Und dann denke ich. Oder ich mache nur. Im Sommer mache ich mich jedenfalls auf eine Europareise. Vielleicht komm ich schlauer wieder. Vielleicht nicht. Vielleicht studiere ich danach. Vielleicht nicht. Vielleicht schreibe ich noch Texte..vielleicht..ok..Texte ...
Die Medikamente sind deine Freunde. In Momenten, in denen du Stille willst, machen sie dich taub.

Reich an Alltag, arm an Leben

Reich an ALLTAG, arm an leben

Der Tag beginnt mit dem Gedanken, heute wird alles schlecht da Tiefpunkte sich immer am schnellsten zeigen und wahrscheinlich hast du mit deiner Vermutung jetzt sogar recht denn es scheint wieder einer dieser trostlosen Montage zu sein. Neuer Tag, neue Chancen, neues Leben beginnt. Nicht für dich..denn Verloren im Alltag interessiert dich das Leben nicht. Mit gutem Gefühl hast du das Haus schon lang nicht mehr verlassen mit schlechtem Gefühl betrittst du das

Büro weil du nach Leistungsdruck und Arbeit beginnst dein Leben zu hassen und eigentlich gar nicht genau weißt wieso. Die Medikamente sind deine Freunde. In Momenten, in denen du Stille willst, machen sie dich taub. Nur verstummen gleichzeitig deine Träume, in Momenten, in denen du Wille und Zuneigung brauchst. Aber sowie die letzte Tablette aus ihrer Verpackung fällt, fällt auch diese Zuneigung ins Minimum ab was ist es eigentlich, was dich am Leben

erhält außer dein Herz, im monotonen, gleichen Takt? Dann passt der Herzschlag sich an, an den Beat der Musik und ein einziges Lied wird zu Hymne deiner selbst weil dich plötzlich jemand versteht, so etwas kanntest du nie ist es der Moment in dem du Zuversicht erhältst oder endet es wieder in Melancholie? Deine Skepsis scheint in grenzenloser Freiheit zu leben und du selber bleibst in ihrem Käfig gefangen Warum hattest du nochmal vor alles zu

geben Warum genau fingst du nochmal an? Warum genau gabst du die Freiheit auf für einen 12 Stunden Job der dir das Lebens aussaugt. Zwischen allen Terminen rennst du nur hin und her und du hast ganz verlernt die Momente zu schätzen doch Gefühle unterdrücken fällt dir nicht mehr schwer du hast ganz verlernt die Momente zu schätzen. Und wie ein Statist deines eigenen Trauerspiels führst du Tag für Tag wieder die gleiche Aufführen

auf und dieses Trauerspiel, das letztlich dein Leben ist, stellt sich Tag für Tag wieder als trostlos heraus. Warum stellst du dich eigentlich als so rebellisch dar, wenn das einzige, was in dir rebelliert, dein Selbstvertrauen ist Eigentlich müsste man nur mal an sich selber glauben und wahrscheinlich bin ich die falsche Person, um das zu sagen denn der Alltag schafft es, auch mir das Leben zu rauben. Also lass uns einen Neuanfang einfach mal wagen.

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Hörbuch

Über den Autor

Teilzeitpoesie
Ich bin 19 Jahre und hab seit Juni mein Abi in der Tasche. :))
Und was jetzt kommt?..Eine ungewisse Zeit, auf die ich mich freue. Sichere Pläne sind nicht so mein Ding. Ich mache. Und dann denke ich. Oder ich mache nur.
Im Sommer mache ich mich jedenfalls auf eine Europareise. Vielleicht komm ich schlauer wieder. Vielleicht nicht. Vielleicht studiere ich danach. Vielleicht nicht.
Vielleicht schreibe ich noch Texte..vielleicht..ok..Texte schreibe ich denn definitiv noch!

Mein Gastvater sagte mal:"Take chances and take risks" und ich finde, das fast das Leben ganz gut zusammen. :)

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NORIS In jedem Alltag - und sei er noch so destruktiv - findet einen Moment Glück, wer bereit ist, es zu suchen und genau hinzusehen ... und dieser Moment trägt durch den Tag.
LG Heidemarie
Vor langer Zeit - Antworten
Sylke Von dem ein wenig, von dem ganz viel. Maß halten ist nicht einfach....mit allem. Auch mit der Arbeit. Leerläufe? Die sind nicht gewollt.
Aber.....was ist dann Leben? Leben ist Stille, Zeit, Vergnügen, Liebe. Alles braucht seine Zeit.
LG schickt Sylke
Vor langer Zeit - Antworten
EllaWolke Nachdenklich machender Text. Bin gespannt auf mehr von Dir.
Liebe Grüße
Vor langer Zeit - Antworten
Evadrossel ein Glück, dass da noch der Satz kam, "lass uns einfach einen Neuanfang wagen", sonst wäre der Text zu deprimierend. Der Blick nach vorne lohnt immer. Ich würde mich freuen, wenn die kleine Geschichte eine positive Fortsetzung käme.
Ich nehme an, du bist - wie ich - neu im Forum.
Herzliche Grüße Evadrossel
Vor langer Zeit - Antworten
Teilzeitpoesie Danke für den Kommentar :) Das stimmt, der Blick nach vorne ist immer die oberste Prämisse, also werde ich mich definitiv an eine positive Fortsetzung machen.
LG
Vor langer Zeit - Antworten
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