Science Fiction
Simna - Auszug aus einem geplanten Roman (Valongatu)

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"Simna - Auszug aus einem geplanten Roman (Valongatu) "
Veröffentlicht am 29. September 2008, 26 Seiten
Kategorie Science Fiction
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Über den Autor:

Mein Name ist David A. Summerwine Ich wurde am 25 Januar 1968 geboren und lebe in München. Ich liebe es Abenteuergeschichten zu schreiben, die in einer fernen Zukunft spielen und die eher dem Bereich Fantasy angehören.
Simna - Auszug aus einem geplanten Roman (Valongatu)

Simna - Auszug aus einem geplanten Roman (Valongatu)

Beschreibung

Einleitung zu einem geplanten Roman über Simna, Tochter Schanors, des Herrschers von Valongatu. Simna wächst im Hause des Grafen Jeru Adema auf. In der Obhut des Grafen und auf Befehl ihres Vaters soll sie lernen zu kämpfen und zu herrschen, um einst den Thron der Galaxis Valongatu zu besteigen. Allerdings entscheidet sich Simna für einen anderen Weg...

Simna

Von David A. Summerwine

“SIMNA“ ein geplanter Roman für das Valongatu Universum. 

 

Funkspruch zwischen Graf Jeru Adema und dem Jägerkommando:

 

»Wir haben sie gefunden.«

»Wo?«

»In den Trümmern der Stadt.«

Pause ...

»Sind sie verletzt?«

Pause ....

»Sie sind tot.«

 

Das Schiff senkte sich aus dem Rauch herab und kam auf einem Schutthügel zum Stehen. Es war nicht größer als eine Fähre und ihrem Bauch entstieg ein kleiner Trupp bewaffneter Soldaten. Vorneweg lief Graf Jeru Adema, ein hochgewachsener, Mann in einer leichten, goldfarbenen Rüstung. Den staubigen Abhang hinuntereilend trafen sie auf eine Gruppe von Kämpfern, die am Fuß einer niedergerissenen Mauer im Kreis herumstanden.

Graf Adema schob die Leute beiseite, die wie erstarrt schienen, und blickte entsetzt auf die zwei Körper, die vor ihm auf dem Boden lagen. Es war eine Mutter mit ihrem Kind, das sie fest in den Armen hielt. Er kniete sich neben sie und hob die kalte Hand der Frau an, die auf der Stirn ihrer Tochter ruhte. Ein kleines Loch klaffte dort, aus dem ein dünner Rinnsal hellroten, getrockneten Blutes geflossen war.

»Was sollen wir tun?«, fragte einer der Umstehenden.

Der Graf erhob sich, immer noch auf die leblosen Körper herab starrend.

»Das ist ein schlimmes Unglück«, keuchte jemand entsetzt.

»Das wird uns den Kopf kosten«, warf ein anderer ein.

In diesem Augenblick hob sich der Brustkorb des kleinen Mädchens. Ein Stöhnen kam über ihre Lippen.

»Bringt die Konservierungsbehälter«, befahl der erstaunte Graf eilig, »noch ist nicht alles verloren.«

 

»Ich werde dich nicht bestrafen«, knurrte Schanor, der sich in seiner ungeheuerlichen Gestalt auf seinem monströsen Thron gesetzt hatte. »Du hast umsichtig gehandelt und Simna gerettet.« 

Der Graf wagte, nach oben zu sehen. Noch immer war in seinen Gedanken das Bild eingebrannt, das seinen Herrn zeigte, der die sterbende Simna auf den Armen trug, und wie er behutsam den toten Körper zurück auf die Trage gelegt hatte. Es war bizarr anzusehen, wie der riesige echsenartige Schanor über dem kleinen, weißlichen Leib des Kindes emporragte. Beinahe meinte er eine Gefühlsregung in dem schuppigen Gesicht erkannt zu haben und einen stillen Seufzer aus dem zähnefletschenden Maul. Seit einigen Jahren benutzte der Herrscher diesen ungeheuerlichen Leib. Denn bei allen Rassen Valongatus schien dieser Anblick eine unterschwellige Furcht auszulösen, die alle, ob Freund ob Feind, in Panik versetzte. 

»Du kannst dich erheben«, befahl Schanor und der Graf nahm wieder eine aufrechte Haltung ein. 

Keineswegs erleichtert richtete er den Blick zu Boden: »Du wirst dich um sie kümmern. Sie wird verändert sein, wie alle Klone. Bilde sie aus. Unterrichte sie in allem was ein Kämpfer können soll. Du wirst bei ihr sein und sie alles lehren was sie wissen muss um meine Kriege zu führen.«

Graf Jeru Adema straffte seinen Körper, seine Miene hellte sich auf und er beruhigte sich. Stolz erfüllte ihn.

»Ihr Erfolg wird dein Leben sein«, fuhr Schanor fort. »Versagst du, werde ich dich, deine Familie und deinen Namen austilgen, Jeru Adema.« Dabei stand Schanor auf und seine Rüstung klirrte. »Mit ihr werde ich meine neuen Armeen schaffen. Ihr ungeheures Potenzial wird Grundlage sein, mein Reich zu einen und zu festigen.«

 

Die kleine Simna brach erschöpft zusammen. Ihr Trainingsroboter qualmte aus unzähligen Löchern, tanzte wild über die Sanddüne und vollführte sinnlose Verrenkungen, bis er funkensprühend umkippte und reglos liegen blieb.

Die Sonne brannte auf die einsame Wildnis herab. Überall nur Staub, Steine und Felsen. Kein Baum der Schatten spenden konnte. Stattdessen kleine, dornige Büsche, die sich trotzig aus dem heißen Sand reckten, kahl und ausgedörrt.

»Du hältst die Klinge zu weit vom Körper«, tadelte Jeru Adema das kleine, elfjährige Mädchen. »Wenn du mit den Projektilpistolen feuerst, reißt der Rückstoß deinen Arm zu weit zurück. Das ist wie bei einem Hebel, dem du nichts entgegen setzen kannst. Dadurch sinkt deine Treffgenauigkeit. Halte die Angriffs- und Verteidigungsposition kompakt! Spreiz dich nicht wie ein Pfau! Wenn du das nicht beherrschst, wäre es besser du würdest wieder ganz auf die Strahlenwaffen zurückgreifen und auf die Vibroklingen verzichten.«

Simna sah zu ihm hoch, ihre blauen Augen blickten zornig. Jeden anderen hätte dieser Anblick zutiefst beunruhigt. Da sie die Tochter des Herrschers Valongatus war, konnte ihr Ärger schnellen Tod bringen, aber Jeru Adema hatte schon lange einzuschätzen gelernt, wann Simna gefährlich wurde. 

»Mit einer Strahlenpistole«, keuchte das Mädchen, »hätte ich für die Panzerung zu lange gebraucht.«

»Nicht, wenn du an deiner Zielgenauigkeit arbeiten würdest.« Jeru erhob sich von dem Felsblock, auf dem er saß, und betätigte einige Schalter an der kleinen Fernsteuerung, die er in den Händen hielt: »Ich habe dir beigebracht, die Schwachstellen einer jeden Panzerung zu erkennen ...«

»Mir gefällt die brachiale Art«, konterte Simna trotzig und stand auf. Ihr goldglänzender Panzeranzug reflektierte in der grellen Wüstensonne. Der Graf kniff die Augen zusammen um nicht geblendet zu werden. Im Nahkampf würden die Spiegelungen jeden Angreifer irritieren.  »Ich mag es, wenn es kracht und splittert.«

»Eine weitere Gefahr«, Jerus Stimme wurde ernst, »Splitter.« Er trat an Simna heran, streckte eine Hand aus, berührte ihre Schläfe und zeigte ihr das Blut, das an seinen Fingerspitzen klebte.

Mit einem überraschten Stöhnen fuhr ihre Hand an die verletzte Stelle. Es war Jahre her, da dies zuletzt geschah.

»Wenn du schon Schwerter gebrauchen willst, dann solltest du Klingen benutzen, die nicht Teil deiner Rüstung sind«, fuhr der Offizier fort. »Mir hat es nicht gefallen, dass sie sich in deinem Gegner verhakt haben.«

»Jaja«, knurrte Simna, »hab ich mitgekriegt. Aber das war nur kurz.«

»Du hast verborgene Schusswaffen in deiner Panzerung«, er schüttelte den Kopf, »aber du benützt sie kaum noch.«

»Jajaja«, schnatterte das Mädchen, dann lachte sie und wechselte das Thema. »Auf dem letzten Feldzug mit meinem Vater waren Tengiji dabei.«

Der Graf rümpfte die Nase.

»Was hast du?«, empörte sich Simna. »Sie sind gute Kämpferinnen.«

»Nicht nur!«

»Sie machen ganz seltsame Dinge«, Simna errötete.

»Unter meinem Gefolge wirst du nie eine dieser 'Kriegerinnen' finden.«

»Euer Neffe hat sie uns geschickt. Zehn Stück.« 

»Mein Neffe? Du weißt ich, vermeide den Kontakt zu ihm«, brummte der Graf. »Aus gutem Grund.«

»Er sagte zu meinem Vater«, fuhr Simna fort, »ich könne von ihnen viel Vernünftiges lernen.«

»Lassen wir dieses Thema.« 

 »Und sie haben mir etwas beigebracht«, verkündete Simna großspurig.

Während Jeru noch überlegte, was diese Worte bedeuten konnten, löste Simna eine Spange und ihre hellblonden Haare flossen über ihre Schultern. Dabei fielen zwei lange dünne Zöpfe über ihren Rücken, kaum dicker als Simnas Daumen. Unter ihrer dichten Haarmähne waren die Zöpfe bisher verborgen gewesen. Plötzlich vollzog sie eine Drehung und die Enden ihrer Zöpfe sausten an Jerus Gesicht vorbei. Es blitzte und ein Peitschenknall hallte durch die Luft. Simna wirbelte ein weiteres Mal herum, es blitzte und krachte aber-mals. Stolz baute sich das Mädchen vor Jeru auf, aber der setzte nur ein verständnisloses Ge-sicht auf.

»Du hast kleine Messer in die Zöpfe eingeflochten?«, bemerkte Jeru erstaunt und abfällig zugleich.

Simna nickte eifrig. 

»Gefährlich! Unberechenbar!« begann er das Mädchen zu tadeln. »Du könntest dich selbst verletzen.«

»Ich habe geübt«, ihre helle Stimme klang selbstbewusst, »nachts im Trainingsraum. Das wird nicht passieren!«

Unvermittelt trat Jeru einige Schritte zurück, drückte einen Schalter auf der Fernsteuerung und warf Simna gleichzeitig einen Strahler zu, den er aus der Innentasche seiner Jacke hervorgeholt hatte. In einer fließenden Bewegung ließ Simna ihre Projektilpistole fallen und griff danach, als aus dem Boden eine weitere Kampfmaschine emporschnellte. Simna hob den gepanzerten Arm und wehrte eine Energiesalve des Gegners ab, trennte mit der Vibroklinge eine scharfe, metallene Klaue vom Rumpf der Maschine, die gerade auf ihren Kopf herabsauste, und feuerte einen Schuss aus ihrem Strahler ab. Sie traf den Roboter präzise unterhalb des Kopfes. Die Maschine sackte klirrend zusammen und blieb reglos im Sand liegen.

»Na also«, lachte Jeru, »geht doch.«

Simna grinste zurück. »Nicht schlecht für einen alten Mann«, spottete sie. »Immer für Überraschungen gut.«

»Schluss für heute«, Graf Ademas Ton war bestimmt. Im selben Moment schwebte ein Gleiter herab, um die Überreste der Kampfmaschinen einzusammeln.

 »Achtundzwanzig KO-Siege, aber nach Punkten liegst du weit zurück hinter deiner Bestleistung. Brachial ja ..., aber deine Technik hat gelitten. Sollte einmal ein KO-Schlag misslingen ...«

»Dann werde ich darauf achten, dass mir das nicht passiert.«

»Sollte einmal ein KO-Schlag misslingen ...«, fuhr Jeru unbeirrt fort,  »... musst du in der Lage sein, Abstand zu gewinnen, dich zurück zu ziehen, und dabei trotzdem Treffer zu landen. Aggressiver Rückzug nennt man das.«

»Beginnt nun wieder ein Vortrag über Kampfkunst?« sie klang gelangweilt.

Jeru schüttelte den Kopf: »Nein! Ich werde erst die Aufzeichnungen analysieren. Dann suche ich eine passende Lektion für dich aus.« 

»Ich habe Hunger«, scherzte Simna, »Ich wollte das Training schnell hinter mich bringen. Das nächste Mal achte ich mehr auf meine Technik, versprochen und werde etwas mehr spielen. Wenn dir das so gut gefällt.« Sie griff nach Jerus Hand, als wäre sie seine leibliche Tochter.

Jeru seufzte. Es ging nicht darum, ob ihm etwas gefiel oder nicht. Jedes Mal wenn Simna trainierte war das auch ein Spiel mit seinem Leben, zumal sich Simnas Training erheblich von den Übungslektionen normaler Krieger unterschied. Eigenmächtig hatte sie die Kampfautomaten auf Maximalstärke programmiert und mit offener Feindschaft gedroht, sollte Jeru daran etwas ändern. 

Alle zwei Jahre, zu ihrem Geburtstag, am fünfundzwanzigsten Januar, nach einheitlicher Zeitrechnung, ließ ihr Vater sie holen, damit sie ihn für ein Jahr bei seinen Kriegszügen begleitete. Immer, wenn sie zurückkehrte, war sie verändert, war sie aggressiver und suchte neue Herausforderungen. 

Auch an den Kriegszügen, die das Haus Adema führte, nahm Simna inzwischen teil. Fünf Feldzüge waren es bisher und sie hatte sich dabei absichtlich in erhebliche Gefahr gebracht. Sie bestand darauf die Infanterie und Eroberungstruppen zu begleiten, wobei sie sich sofort an deren Spitze setzte und alles niedermachte, was sich ihr in den Weg stellte. Ständig suchte sie unmittelbaren Feindkontakt. Um mit ihr mithalten zu können, musste Jeru stets an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit gehen, alle Sinne darauf gerichtet, das kleine, kriegerische Kind zu schützen. Insgeheim hatte er eine kleine Elitetruppe zusammengestellt, die ihn unauffällig bei seinen Bemühungen unterstützte und immer in Simnas Nähe blieb. Aber die Situation gefiel ihm ganz und gar nicht. Erst vor Kurzem hatte er Schanor gebeten, mehr Entscheidungsgewalt über Simna zu erlangen und sie gänzlich aus den Feldzügen heraus zu halten. Doch Schanor hatte ihm nur gedroht und ihn davor gewarnt Simnas Kampfwillen zu schwächen. Jeru fürchtete sich vor dem Tag, an dem er ihre Befehle entgegen nehmen und sich gänzlich ihrem Willen beugen musste. Dieser Tag würde kommen, das war sicher.

»Du wirst eines Tages mein Ende sein«, seufzte Jeru, als er mit dem Mädchen an Bord einer Fähre ging, die sie in Simnas Palast bringen sollte.

»Warum sollte ich das wollen?«, wunderte sich Simna.

Jerus Stimme klang leise und belegt: »Du willst das bestimmt nicht, aber manchmal kann man nicht so, wie man möchte.«

Simna gab keine Antwort und seine Worte blieben ihr lange im Gedächtnis.

 

An Bord der Fähre setzte er sich in die Kanzel zu den Piloten, während Simna ihre Privaträume aufsuchte, um aus ihrer Panzermontur zu schlüpfen und sich zu waschen. Gehüllt in eine Art schwarzen Kimono und mit nassen Haaren erschien sie später im Cockpit. Sie ließ sich in einen freien Sessel fallen und sah hinaus auf die Landschaft, die unter ihnen dahin eilte und stetig ihr Gesicht wechselte. Die Wüste ging über in ein weites Buschland, dann in eine grüne Steppe. Schließlich flogen sie über dichte Baumwipfel hinweg, am Horizont schimmerten schneebedeckte Berge.

»Der Kurier trifft heute Nacht ein«, erinnerte der Graf Simna, »und bevor du uns wieder für ein Jahr verlässt, möchte ich dir ein Geschenk überreichen.«

Simna freute sich und machte große Augen.

Der Graf holte ein Kästchen aus einer Schublade hervor. Es war kunstvoll mit Muscheln besetzt und verströmte einen leichten Duft von Sandelholz. Er reichte es Simna, die es freudig entgegennahm und auf ihren Schoss setzte. Sie tastete suchend nach dem Öffnungsmechanismus.

»Verdient hast du es nicht«, seufzte Jeru, »aber in Anbetracht deines Geburtstages und deines bevorstehenden Abschieds ...«

Der Verschluss der Schatulle klickte und Simna klappte den Deckel des Kastens hoch. Ihre Augen weiteten sich staunend als ein kunstvoller Dolch zum Vorschein kam. Sein Griff war weiß und mit einem Fischschuppenmuster verziert. Die Scheide bestand aus feinem Leder, besetzt mit rötlichen Korallenstücken. Simna zog die Klinge heraus, die wie eine blaue Perle schimmerte. Ihre Augen weiteten sich und ihr Mund stand offen vor Staunen.

»Von wem ist der Dolch …?«, wunderte sich Simna.

»Er ist ein Geschenk der Sappori«, erklärte der Graf, »Sie bewohnen eine Meereswelt. Die Klinge ist aus einer Muschelschale geschnitten. Die Schneide ist der Teil, mit dem sich das Tier ernährt und verteidigt. Scharf wie eine Rasierklinge. Und sie nutzt sich nicht ab. Das Material ist beinahe unzerbrechlich, aber die Sappori haben einen Weg gefunden, es entlang der feinen Maserung zu trennen.«

Simna war sprachlos: »Wer schickt ihn mir?« 

»Der König von Sappor«, teilte ihr der Graf mit. »Als er erfuhr, dass du hier bist, sandte er dieses Geschenk.«

»Ist das ein Wink mit dem Zaunpfahl?«, Simnas Stimme klang ernst.

Jeru stutzte einen Augenblick. Simnas erwachsene Seite kam in dieser Bemerkung wieder zum Vorschein. Er konnte sich nicht daran gewöhnen. Diese Momente folgten keinem Muster und konnten sehr verwirrend sein, aber sie waren glücklicherweise auch schnell vorüber.

»Nein«, Jeru schüttelte den Kopf, »der König meint es freundschaftlich und ernst. Er ist ein ehrlicher Mann. Aber es mag sein, das er dich fürchtet. Schließlich könntest du dich entschließen, als Willensvollstrecker deines Vaters zu handeln. Möglicherweise will er dich mit diesem Geschenk beschwichtigen.«

»Hast du nicht auch Krieg gegen ihn geführt?«, erinnerte Simna.

»Ja. Das war vor zwei Jahren.«

»Leisten sie Tributzahlungen?«

»Sie erfüllen unseren Forderungen so gut sie können«, erläuterte der Graf. »Der König behauptet, würde er all unseren Forderungen nachkommen, so müsse sein Volk verhungern. Sie bleiben hinter dem Soll zurück. Dein Vater drängt darauf die Zahlungen und Abgaben komplett einzufordern, aber ich glaube, es ist besser, ihnen Zeit zu geben.«

»Ein mutiger Mann«, Simna grinste und betrachtete ihr Spiegelbild auf der Dolchklinge. »Ich mag ihn.«

Die Fähre verließ die Südhalbkugel Umarus und flog weiter nach Norden, wo bereits der Herbst begann und das satte Grün der weiten Wälder allmählich in ein leuchtendes Gelb überging.

Simnas Palast war groß und glich eher einer kleinen Stadt, als einem einzelnen Gebäude. Bewohnt wurde er von zweihunderttausend Wesen aus ganz Valongatu, die den Hofstaat des Hauses Adema bildeten. Der Palast besaß etwa fünfzig Türme, die, ohne einem bestimmten baulichen Muster zu folgen, in den Himmel strebten. Dazwischen gab es zahlreiche Gärten, die auf Terrassen angelegt waren und die zahllose, exotische Tiere beherbergten. Der Palast selbst lag in einem weiten, hügeligen, Land, umgeben von einem dunklen, undurchdringlichen Wald.

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Über den Autor

Summerwine
Mein Name ist David A. Summerwine
Ich wurde am 25 Januar 1968 geboren und lebe in München.
Ich liebe es Abenteuergeschichten zu schreiben, die in einer fernen Zukunft spielen und die eher dem Bereich Fantasy angehören.

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Kommentare
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Buhuuuh Klingt vielversprechend. :-)

Simon
Vor langer Zeit - Antworten
Meerjungfrau gefällt mir - sehr gut, wird bestimmt ein tolles buch
Vor langer Zeit - Antworten
Susan Simna - Tolle Protagonistin, wird toller Roman mit einer sehr guten Grafik. Übrigens den GAST ist der gleiche, wie bei blog.de
Vor langer Zeit - Antworten
Summerwine Re: Eine wunderbare Geschichte! -
Zitat: (Original von Gast am 01.10.2008 - 11:58 Uhr) Man taucht ein in die Welt der kleinen Simna und ist gefangen - man möchte mehr lesen...

Hallo,
danke für deinen Kommentar. wenn du eine Wertung mit Strenchen abgeben könntest wär das super.
Ciao,
David
Vor langer Zeit - Antworten
Gast Eine wunderbare Geschichte! - Man taucht ein in die Welt der kleinen Simna und ist gefangen - man möchte mehr lesen...
Vor langer Zeit - Antworten
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