Kurzgeschichte
Mein Spiegelbild

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"Mein Spiegelbild"
Veröffentlicht am 19. April 2014, 6 Seiten
Kategorie Kurzgeschichte
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Über den Autor:

Wenn du schreibst kannst du seine eigene Welt erschaffen, neue Physikalischegesätze, neue wesen egal was du willst denn du bestimmst.
Mein Spiegelbild

Mein Spiegelbild

„Soll ich dir ein Geheimnis erzählen?“

Ich nickte und schaute weiter mit leerem Blick auf mein Spiegelbild.

„Als ich noch glücklich war hatte ich immer Sonne im Herzen, war ausgelassen hab gelacht, getobt und spaß am Leben gehabt.“

Eine Träne rollte mein Spiegelbild hinunter und es wischte sie eilig weg.

„Ich vermisse das Gefühl, na klar ab und zu bin ich noch glücklich, aber ich weiß nie für wie lange. Das macht traurig, sehr traurig sogar aber als ob das was Neues für uns wäre oder?“

Ich wusste nicht was ich sagen sollte, also schaute ich nur weiter in mein Spiegelbild und hörte zu.

„Wann fing es eigentlich an? Wann hat es angefangen so weh zu tun? Glaubst du wir hätten es ändern können? Aber wir haben doch so gekämpft, wir waren doch stark oder?“

Waren  wir das gewesen, ich wusste es nicht mehr, ich sah mein Spiegelbild an und entdeckte in den Augen von ihm Ein Kind ein kleines Kind das Angst hatte und es sah aus wie ich vor langer Zeit.

„Hast du Angst?“ fragte ich nun obwohl mir die Antwort schon allzu bewusst war.

Mein Spiegelbild nickte leicht und starrte mich mit meinen Grünen Augen an.

„Bist du müde?“ auch auf diese frage wusste ich schon die Antwort aber es

war mir ein Bedürfnis diese frage zu stellen.

„Ja sehr sogar, jeder Tag ist eine lasst die von Tag zu Tag schwerer wird. Ich will nicht Aufgeben ich will nicht schwach sein. Glaubst du an Hoffnung?“  

Ich faste mir an meine kleine Halskette, es war ein Schriftzug aus silbernen Metall: Hope. Hoffnung war das was mir noch blieb. Ich starrte mein Spiegelbild an und nickte wider.

„Warum liegt dann eine weiße Scherbe neben dir? Warum ist Blut an ihr? Warum hat dein Bein dann Narben? Und die wichtigste Frage warum sind die Wunden dann so frisch?“

Ich konnte nicht Antworten, mir wurde schlecht und ich fing wieder an zu zittern. Ich wollte mich an etwas festhalten, doch da war rein gar nichts und so fiel ich. Als ich die Augen wider Aufschlug war mein Spiegelbild nicht mehr da, nun hatte ich auch mein Ich verloren.

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Rosenblatt
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Schattenpuppe Einfach unglaublich! :o jap, mehr ist dazu nicht zu sagen außer 'Unglaublich!'
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Rosenblatt  dankeschnkoen, freut mich das es dir gefaelllt
Vor langer Zeit - Antworten
FeinGeist ein [mir leider) allzugut bekanntes Thema feinsinnig und gefühlvoll aufgeschrieben ... besonders schön, dass Du "das [innere) Kind" mit ins Spiel bringst, denn das ist es, was in Menschen mit "solchen Erlebnissen" immer noch leidet und seine beschadete Kindheit betrauert.

Auch hier endet es - wie leider viel zu oft - in selbstverletzendes Verhalten [svV) , dass sich endlos wiederholt ...

Dazu später mal ein Text von mir "Von den Wellen." aus dem Sammelband "deep Inside".

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Rosenblatt Ich bin gespannt diesen Text zu lesen.
Vor langer Zeit - Antworten
Gast Grausam und traurig , jedoch gut geschrieben.
Vor langer Zeit - Antworten
Rosenblatt Danke, ja aber vielen Leuten leider ein allzu bekanntes Thema.
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