Gedichte
Abschied - ...vom Meer

0
"Eine kleine Urlaubseinstimmung für Merle"
Veröffentlicht am 12. April 2014, 8 Seiten
Kategorie Gedichte
© Umschlag Bildmaterial: olly - Fotolia.com
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Das mit der Schreiberei fing damit an, dass mein Bruder mir seine alte Gitarre geschenkt hat. Ich habe so lange darauf gezupft und gedrückt, bis es annehmbar klang und fing schnell an meine eigenen Lieder zu schreiben und auf der Gitarre zu begleiten. Einige Zeit bin ich so auch mit meinen kleinen Werken auf verschiedensten Bühnen hauptsächlich in und um Berlin aufgetreten. Schon bald wurde aber das Schreiben zu weit mehr für mich und so ...
Eine kleine Urlaubseinstimmung für Merle

Abschied - ...vom Meer

Abschied


Stockfinster ist die Nacht und warm, ich will noch Abschied nehmen, von meinem so geliebten Meer. So bald komm´

ich nicht wieder her, das ist gewiss.

Und deshalb liegt es,

mehr als sonst, mir dieses mal am Herzen, `Leb wohl´ zu sagen heute Nacht und das mit Abschiedsschmerzen.


So gehe ich den schmalen Pfad, der zwischen Dünen liegt, durch weiche Mulden, hohes Gras,

das sanft der Wind bewegt.

Ganz leis´ hör´ ich die Brandung rauschen und rieche diesen salz´gen Duft, der sich zusammen stellt aus Seetang und frischer, klarer Meeresluft.

Endlich am Wasser angekommen, erscheint die Nacht mir ungewohnt, so schwarz,

dass ich nicht sehen kann,

wo Meer ist und wo Horizont.


Ein endlos scheinend schwarzes Tuch, es scheint sich vor mir auszubreiten, nur hin und wieder funkelt es, als würden Sterne Wellen reiten.


Die Kleidung leg´ ich nah der Mole auf einen großen, flachen Stein und gehe langsam immer tiefer ins Meer, das mir sehr warm erscheint.


Es ist, als wär´

heut´ Nacht nicht nur kein Horizont zu seh´n, auch Luft und Wasser

sind gleich warm und das Gefühl ist schön.



Was dann geschieht, kann ich selbst heut´ noch kaum in Worte fassen, so wundervoll, so herrlich ist´s, dass keine Worte passen.


Im Wasser, wo ich mich bewege, da setzt ein Leuchten ein,

hell blau-grün strahlend, wundervoll, hüllt es mich ein in seinen Schein.

Als gäbe mir zum Abschied hier das Meer noch ein Geschenk, allein für mich, dass sicherlich ich immer an es denk´, an´s zarte, feine, zauberhafte mich sanft umschwebend´ Licht, das, während ich

noch etwas schwimm, mit Liebe warm umgibt.

0

Hörbuch

Über den Autor

Karindolittle
Das mit der Schreiberei fing damit an, dass mein Bruder mir seine alte Gitarre geschenkt hat. Ich habe so lange darauf gezupft und gedrückt, bis es annehmbar klang und fing schnell an meine eigenen Lieder zu schreiben und auf der Gitarre zu begleiten. Einige Zeit bin ich so auch mit meinen kleinen Werken auf verschiedensten Bühnen hauptsächlich in und um Berlin aufgetreten. Schon bald wurde aber das Schreiben zu weit mehr für mich und so entstanden nach und nach auch Gedichte und Kurzgeschichten, auch für Kinder. Hier versuche ich nun erstmals ein paar meiner Liedertexte und Gedichte anderen vorzustellen und freue mich über Anregungen, Kritik (keine Angst, ich kann mit Kritik gut umgehen, solange sie sachlich ist) und auch Lob ! Natürlich, wen freut das nicht ?

Leser-Statistik
257

Leser
Quelle
Veröffentlicht am

Kommentare
Kommentar schreiben

Senden
avewien Das ist mal eine Liebeserklärung - wow!
Wunderschöne Worte, die einen sofort gedanklich entführen ...

LG
Andreas
Vor langer Zeit - Antworten
MerleSchreiber Wow - jetzt bin ich aber geplättet!! Ich freue mich sehr über dieses stimmungsvolle Meeres-Abschiedsgedicht, das Du mir gewidmet hast.
Weißt du, Karin, ich muss mich sowieso erstmal an das Meer "herantasten." Nicht weitersagen: ich habe ehrlich gesagt ein wenig Angst davor. Es ist für mich als Voralpenländlerin so fremd und so geheimnisvoll. Dein Gedicht zeigt, dass man mit ihm eine Verbindung eingehen kann..... Ich möchte es auch kennenlernen!!!
DANKE von ganzem Herzen und liebe Grüße
für ein entspanntes Wochenende!
Merle
Vor langer Zeit - Antworten
Karindolittle Freut mich, dass es dir gefällt. Und - ich verrate nichts. Und deine Chancen mit dem Meer "warm zu werden", die stehen doch ziemlich gut ! Man/ Frau muss dem Meer einfach mit offenen Sinnen begegnen, dann passiert der Rest von alleine. Überhaupt denke ich, es ist sicher kein Zufall, dass die Worte Sinn und Sinne inclusive Sinneswahrnehmung so nahe Verwandte sind. Kann es nicht sein, dass es der Sinn des Lebens ist, es mit allen Sinnen zu erleben? So empfinde ich das jedenfalls.
Dir ganz liebe Grüße und ein schönes Wochenende Karin
Vor langer Zeit - Antworten
petjula007 
Phänomenal dein Gedicht. Ich kann so richtig alles fühlen. Meer, Sand und Sonne. Wunderbar geschrieben.

LG Petra
Vor langer Zeit - Antworten
Karindolittle Ganz herzlichen Dank für dieses tolle Lob. Freut mich sehr, dass dir mein "Abschied vom Meer" so gut gefälllt. Merle, die mich dazu inspiriert hat, die hat es selbst, glaube ich, noch garnicht entdeckt. Bin gespannt, wie sie es findet!
Ganz liebe Grüße von Karin
Vor langer Zeit - Antworten
Willy Schöne und wie du schreibst bleibende Erinnerung an ein außergewöhnliches Meer-Erlebnis..
Leider passierte mir so etwas nie- nein mein armer Körper wurde beim Schwimmen im Meer von Feuerquallen arg gepeinigt.
LG
Sweder
Vor langer Zeit - Antworten
Karindolittle Au weia, das ist mir als jungem Mädchen auch mal passiert. Da hatte ich gleich 2 von den Teilen in meinem badeanzug, wo sie sich fröhlich um mich herum geschoben hatte beim Weg aus dem Wasser. Es war ziemlich höllisch! Man liest sich Karin
Vor langer Zeit - Antworten
Liadmagidor Karin, das hört sich gut an, wer möchte nicht mitten in der Nacht
an einem Strand, am besten an einer Insel, liegen ... seufz LG Bela
Vor langer Zeit - Antworten
Karindolittle Das tollste ist, dass das wirklich so passiert ist. Schon eine Weile her, aber es war umwerfend und ich werde das niemals vergessen, denn die Eindrücke waren so intensiv, so wunderschön, dass mir heute noch ganz sonderbar wird, wenn ich daran denke. Liebe Grüße von Karin
Vor langer Zeit - Antworten
Zeige mehr Kommentare
10
9
0
Senden

110401
Impressum / Nutzungsbedingungen / Datenschutzerklärung