Kinderbücher
Adrians Reise zum Mond

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"für Adrian"
Veröffentlicht am 06. April 2014, 14 Seiten
Kategorie Kinderbücher
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für Adrian

Adrians Reise zum Mond

Adrians Reise zum Mond


Im Garten hinter dem großen Kirschbaum spielte ein Junge Fußball.

Er hieß Adrian und war 8 Jahre alt. Sein Opa musste gerade das Auto

reparieren und seine Nachbarin Emma hatte Flötenunterricht. Also

spielte Adrian alleine im Garten.

Er schoss immer wieder und immer fester auf das Fußballtor, doch

der Ball flog immer daran vorbei. Vor lauter Wut trat Adrian deshalb

jetzt so fest gegen den Ball, wie er konnte. Im hohen Bogen flog der

Fußball über die Hecke und weiter in den Himmel. Ganz blass konnte

Adrian schon den Mond dort sehen, und genau dorthin flog der Ball

jetzt.

Erstaunt schaute Adrian dem Ball hinterher. Dass er so feste schießen

konnte, wusste er gar nicht. Doch wie sollte er jetzt den Ball wieder

vom Mond herunter holen?

Da fiel sein Blick auf das Trampolin, dass im Garten stand. Adrian

überlegte, ob er es wohl schaffen konnte, bis zum Mond hoch zu

hüpfen. Denn wer Bälle auf den Mond schießen konnte, der konnte

doch bestimmt auch auf den Mond

hüpfen. Also zog sich Adrian seine

Schuhe aus, kletterte auf das Trampolin und begann zu hüpfen.

Immer höher hüpfte er. Schon bald konnte er über den Kirschbaum

hinweg gucken.

Dann zähle Adrian bis drei: „Eins…Zwei…Drei!“ Und bei drei stieß er

sich so fest vom Trampolin ab, wie er nur konnte. Hoch flog er.

Immer höher. Bis der Kirschbaum nur noch ein winziger Punkt war.

Nun konnte Adrian gleichzeitig das eine und das andere Ende von

dem roten Radweg sehen. Und dahinten noch den Mühlenbach.

Dann schaute Adrian nach oben. Der

Mond wurde immer größer und

größer. Einen Augenblick später landete er auf dem Mond.

„Komisch“, dachte er, „die Erwachsenen sagen immer, dass man auf


dem Mond nicht atmen kann, aber es funktioniert doch super!“

Adrian atmete die frische Mondluft tief ein. Sie roch ein bisschen

nach Gummibärchen.

Plötzlich tauchte ein kleiner grüner Kopf aus einem der riesigen

Mondkrater auf. Er hatte genau drei pinke Haare. „Nanu?“, fragte

Adrian, „Wer bist denn du?“ Das

Männchen kam nun ganz aus dem

Krater geklettert. Es war etwa einen Kopf kleiner als Adrian, hatte

einen kugelrunden Bauch und trug eine kurze bunte Hose. In seinen

großen Patschehänden hielt es Adrians Ball.

„Ich bin Toni. Und ich habe das gefunden. Weißt du, was das ist?“

„Das ist ja mein Fußball!“, rief Adrian erfreut, „Guck mal! Da steht

sogar mein Name drauf“ Dann ging Adrian auf Toni zu und zeigte auf

den Ball. Toni las laut vor, was dort stand: „A-D-R-I-A-N!“ „Ja, genau.

Das bin ich!“, sagte Adrian. Dann drückte Toni ihm den Ball in die

Hand. „Sehr schöner Ball!“, fand Toni. Adrian lächelte. „Vielen Dank,

Toni!“

Adrian wollte sich gerade auf den Rückweg machen, da viel ihm ein,

dass es hier oben auf dem Mond ja gar kein Trampolin gab. Er konnte

also gar nicht zurück hüpfen. Adrian guckte traurig auf den Boden.

„Was ist denn los?“, fragte Toni. „Ich weiß nicht, wie ich nach Hause

zurück kommen soll“, antwortete Adrian. Da nahm Toni ihn an die

Hand. „Komm mal mit!“, sagte er. Dann zog er Adrian mit sich in den

Mondkrater hinein.

Adrian staunte nicht schlecht, als er sah,

wo Toni ihn hinführte. In der

Mitte des Kraters stand eine kleine Rakete. „Cool!“, fand Adrian.

„Wenn du willst, kann ich dich nach Hause fliegen. Ich habe sie zwar

noch nie getestet, aber ich denke, dass sie funktioniert“, sagte Toni.

„Oh, Danke“, rief Adrian erleichtert. Auch wenn die Rakete noch nie


getestet wurde, war Adrian froh, einen Weg nach Hause gefunden zu

haben.

Vorsichtig kletterte Adrian in die Rakete. Dann setze er sich auf einen

der zwei Sitze in der Rakete und

schnallte sich an. Toni kletterte

hinterher und setzte sich daneben. „Bereit?“, fragte er. Adrian

klammerte sich mit der einen Hand an den Sitz. Mit der anderen hielt

er den Ball fest. „Bereit!“, sagte er dann. Und Toni drückte auf einen

großen grünen Knopf. „Und los gehts!“, rief Toni.

Dann hob die Rakete ab. Sie sauste geradewegs auf die Erde zu. Jetzt

konnte Adrian schon den roten Radweg erkennen. „Da müssen wir

hin“, berichtete er Toni. Einen Moment später landete die Rakete

sicher und erstaunlich leise im Garten direkt neben dem Kirschbaum.

Die Raketentür öffnete sich und Adrian stieg aus. „Das war ein toller

Flug, Toni“, sagte Adrian. „Ja! Das finde ich auch“, antwortete Toni,

„und komm mich doch bald mal wieder besuchen. Es ist manchmal

ganz schön einsam auf dem Mond“ Adrian strahlte. „Das mach ich

ganz bestimmt“, sagte er. Als Toni die Rakete wieder in Richtung

Mond startete, winkte Adrian ihm noch lange nach.

„ADRIAN!“, hörte er „Warum rennst du denn auf Socken durch den

Garten?“, wollte Doris sofort wissen. „Mein Fußball ist auf dem Mond

gelandet und da musste ich auf das

Trampolin, damit ich hinterher

springen konnte“, sprudelte es aus Adrian heraus, „Und dann war da

Toni, so ein kleines grünes Männchen und der hat mich dann mit

seiner Rakete zurück nach Hause geflogen!“

Doris zog die Augenbrauen hoch. „So ein Quatsch!“, sagte sie, „Du

hast wohl den Fußball gegen den Kopf bekommen“. Dann gab es erst

einmal Mittagessen. Adrian schlang die Nudeln ganz schnell herunter.

Er wollte Emma die ganze Geschichte erzählen.


Als er endlich fertig mit Essen war, rannte er schnell rüber und

klingelte Sturm an Emmas Haustür. „Was ist denn mit dir los?“,

wunderte sich Emma. „Ich muss dir was erzählen!“, flüsterte Adrian.

Dann liefen die beider in Emmas Zimmer. Dort berichtete Adrian, was

er erlebt hatte.

Als er fertig war, machte Emma große Augen. „Das ist ja der

Hammer! Meinst du, ich könnte mal mitkommen, wenn du ihn auf

dem Mond besuchen hüpfst?“, fragte sie. „Bestimmt!“, fand Adrian,

„Ich glaube, wenn du so feste hüpfst, wie

du kannst, dann schaffst du

es auch auf den Mond“ Dann sprang er auf. „Komm!“, rief er, „Lass es

uns gleich mal ausprobieren!“

Dann liefen Adrian und Emma zum Trampolin und begannen zu

hüpfen. Immer höher hüpften sie, bis der Kirschbaum nur noch ein

kleiner Punkt war…


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Ronny

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EllaWolke Bezaubernd
LG Ella
Vor langer Zeit - Antworten
Bellinka Sehr süße Idee. Gefällt mir.

LG Bell
Vor langer Zeit - Antworten
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