Humor & Satire
Fleiß, Flirt, Finanzamt - Eine fröhliche Geschichte voller "F"

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"Fleiß, Flirt, Finanzamt - Eine fröhliche Geschichte voller "F""
Veröffentlicht am 03. April 2014, 10 Seiten
Kategorie Humor & Satire
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

100 Jahre möchte ich werden, mit einem Lächeln im Gesicht, klar bei Verstand, eigensinnig, nie den Mut verlieren. Lebe meine Träume, pflege meine Laster, denke positiv. Ich bin wie ich bin und manchmal anders.
Fleiß, Flirt, Finanzamt - Eine fröhliche Geschichte voller "F"

Fleiß, Flirt, Finanzamt - Eine fröhliche Geschichte voller "F"

THEMA: UMWEGE

Forumbattles: 31

Wortvorgaben:

Schürzenjäger straucheln Schnupfen gewichtig welk Krieg und Frieden Klangspitzen Sturm Kirschblütenblatt Sahnehäubchen Philosophie

Zauberzone


Der Fensterbauer Franz Felske aus Freiburg an der Frei fährt im fahlem Licht der Fahrradfunsel zum Feldrand, um für Frieda, die Försterfrau, Flieder zu pflücken.

Mit dem Fuß s t r a u c h e l n d verfängt er sich in einer Fuchsfalle.

Schon seit 5:50 Uhr flechtet Frieda Fechter,

trotz S c h n u p f e n, aus Flachs

froschgrüne Deckchen. Sie fürchtet sich vor der Fledermaus, die seit dem S t u r m im Flur an der Decke mit den Flügeln flattert.

Friedas Mann, der Förster Fritz Fechter, besucht für vier Frühlingstage in Frankfurt seinen Freund Ferdinand Floch, Professor für

P h i l o s o p h i e, um mit ihm über Gut und

Böse, Wahr und Falsch zu philosophieren. Er fährt mit seinem Ford auf der Hinfahrt am Feld mit der Falle vorbei, um den Schwanz eines Fuchses an der Funkantenne des Fords zu befestigen.

„Vorsicht Falle“, ruft Franz Felske dem Förster im Finstern zu. Fritz Fechter fällt vor Schreck fast um. Er befreit den Fensterbauer, verbindet provisorisch die fürchterliche Verletzung mit dem Flachsdeckchen vom Verbandkastendeckel und fährt ihn fix in die Fackeldorfer Straße zur Fachärztin Frau Dr. Franziska Funke. Die vernäht die Wunde um 15:35 Uhr, fünfundzwanzig Minuten vor Feierabend, mit einem Faden aus

Flachs. Fritz Fechter kommt, trotz U m w e g, noch pünktlich bei seinem Freund Ferdinand Floch zur Eröffnung der philosophischen Runde in der „Friso Bar“ in Frankfurt an. Bei der flotten Fränzi buchen beide S c h ü r z e n j ä g e r , mit 5% Rabatt, das volle Programm von Felizitas und Fiona aus Finnland. Frieda Fechter fährt, als der Förster fort ist, mit dem Fiat zum Flachbau von Franz Felske. Sie nimmt die w e l k e n Zweige mit den

K i r s c h b l ü t e n b l ä t t e r n aus der Vase, legt ihre geflochtenen froschfarbenen Deckchen auf die Flurgarderobe und zieht, aus Furcht vor Fledermäusen, die Vorhänge zu.


„Wollen wir frühstücken, oder gleich dem

S a h n e h ä u b c h e n des Tages frönen“, fragt Franz. Frieda lächelt freundlich, knöpft

g e w i c h t i g ihre fliederfarbene Bluse auf und hinterzieht fleißig mit dem Fensterbauer Vergnügungssteuern auf den Fliesen des Fußbodens. Erst an einem Freitag im Februar des folgenden Jahres fällt dem Finanzbeamten Friedrich Fischer in Freiburg an der Frei dieses Vergehen auf. Er schreibt eine Verfügung zur sofortigen Zahlung auf vorgedruckte Formulare der Finanzbehörde. Aus Vorfreude auf seine Freundin Friederike legt er die Forderung versehentlich ins falsche Postfach.


Die fleißige Finanzsachbearbeiterin Fanny Franke nimmt das Formular und heftet es, aus Frust über die Ablehnung ihrer Beförderung durch ihren Chef Friedrich Fischer, im Hefter

„V 5“ unter „Vordrucke für steuerliche Vorabzüge für Versuche von Förstern mit Fledermäusen und Füchsen" vorsätzlich falsch ab. Dieser fiese Fehler wird viele Jahre später vom beförderten Finanzamtsleiter Friedrich Fischer bei der Prüfung der Unterlagen aufgedeckt. Aus Furcht vor einer Versetzung versteckt er die verjährten Formulare im Fach „F 4“, unter "Freibeträge für N a c h k r i e g sschäden für vernichtete Felder durch die damaligen

F r i e d e n smächte".

Das verwerfliche Vergnügen von Franz Felske und Frieda Fechter bleibt nicht ohne Folgen. Der Förster Fritz Fechter wird Vater eines kleinen Felix. Der Fensterbauer Franz Felske schenkt aus lauter Vaterfreude Felix zur Taufe einen fusseligen Fuchs aus Flachsfasern und eine Fledermaus vom Flohmarkt mit

K l a n g s p i t z e n an den Flügeln. An einem frostigen vierten Februar legt Friedrich Fischer im Finanzamt Fanny Franke, die frisch beförderte Finanzfachfrau für Falschgeld und Vergnügungssteuer, im Vorzimmer, gleich neben den Fächern mit den Formularen für „Verkehrsdelikte“, flach.

Friederike, fliegt vor Wut nach Frankfurt, trifft in der "Friso- Bar" Ferdinand Floch, frönt mit dem famos bestückten Philosophen das Wahre, im Guten, heiratet im Frühling den Fensterbauer Fritz Felske und lässt sich seit dem regelmäßig im Flur, auf den geflochtenen Flachsdeckchen, von ihm ihre Z a u b e r z o n e befriedigen.


(C) Martina Wiemers


Buchcover: kostenloses Bild(Google)

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Hörbuch

Über den Autor

Kornblume
100 Jahre möchte ich werden,
mit einem Lächeln im Gesicht,
klar bei Verstand,
eigensinnig,
nie den Mut verlieren.


Lebe meine Träume,
pflege meine Laster,
denke positiv.


Ich bin wie ich bin
und manchmal anders.

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Fianna Ich hätte nicht gedacht, dass man tatsächlich eine sinnvoll zusammenhängende Geschichte schreiben kann, mit so vielen F-Wörtern, aber es ist dir definitiv gelungen. Man muss zwar erst mal reinkommen ins Lesen, aber dann lohnt es sich wirklich. Sehr unterhaltsam und auch das Coverbild finde ich sehr passend sowohl zum Titel als auch zur ganzen Geschichte.

Liebe Grüße
Anna
Vor langer Zeit - Antworten
Fia__Sophia Hey, hier die Rückmeldung zum reading exchange :)
Das Cover finde ich sehr passend und den Titel mag ich auch.
Die Idee eine Geschichte mit möglichst viele Fs zu schreiben, fand ich sehr interessant und auch super umgesetzt mein einziges Problem war, dass ich die ganzen F-Namen nicht auseinander halten konnte und deshalb ständig nachschauen musste, wer jetzt wer war und was gemacht hat.
Ansonsten fand ich deinen Schreibstil suoer, da er sehr gut zu deiner Geschichte gepasst hat, unterhaltsam zu lesen :)
LG Sophia
Vor langer Zeit - Antworten
roxanneworks 
Tolle Idee und prima ungesetzt, liebes Kornblümchen...

Herzliche Grüße
und schönes WE
roxanne
Vor langer Zeit - Antworten
Tintoletto Frisch, fesch, Freude ...
fällt mir spontan aus dem ff zu dem F-Werk ein!
An diesem frostigen Morgen haben mich Deine Zeilen erwärmt!
GlG. Tinto
Vor langer Zeit - Antworten
Andyhank Saugeil und reichlich verwirrend! Hab mir dein Büchlein vorlesen lassen und reichlich gelacht dabei. Übrigens - was ist denn nun aus dem Formular geworden? Wurde es verworfen? Oder hat man es doch noch gefunden? :D
Vor langer Zeit - Antworten
Frettschen 
Erfrischend anders!
Habe ich sehr gern gelesen.
Frettschen
Vor langer Zeit - Antworten
koollook Ludtige Geschichte. Da muss man erstmal drauf kommen.
Vor langer Zeit - Antworten
Phil_Humor Verdammt viele Mitglieder aus der F&V Familie versammeln sich hier, finden sich damit ab, dass sie ohne Fisimatenten und fiese Tanten zurechtkommen müssen.

Sie müssen noch klären, ob das PH noch up to date ist - tasten sich bereits die ersten Filosofen vor und gebärden sich ultramodern?

Das F ist heute sehr ausgefuchst - und frivol scheint ihm auch zu sein.

LG
Phil Humor
Vor langer Zeit - Antworten
FLEURdelaCOEUR 
Deine frivole F-Geschichte aus dem Finanzamt ist fein gelungen!

Liebe Frühlingsgrüße
fleur
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Karindolittle Zum Schreien komisch! Herzlichen Dank für ein echt feines Stück guter Laune. Liebe Grüße von Karin
Vor langer Zeit - Antworten
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