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Der kleine, dicke König - Von der Hexe, die sich verflogen hatte

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"Der kleine, dicke König - Von der Hexe, die sich verflogen hatte"
Veröffentlicht am 27. November 2013, 14 Seiten
Kategorie Kinderbücher
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Über den Autor:

Ich bin Musiker, Tonmeister und immer mehr Kinderbuchautor... Ich möchte LIEBE, Wärme und eine bunte Welt schenken.
Der kleine, dicke König - Von der Hexe, die sich verflogen hatte

Der kleine, dicke König - Von der Hexe, die sich verflogen hatte

Der kleine, dicke König

Von der Hexe, die sich verflogen hatte.

Es war schon sehr dunkel und der kleine, dicke König wollte gerade ins Bett gehen.

Er hatte seine rote Schlafmütze aufgesetzt und seinen goldenen Schlafanzug an, da hörte er es an der königlichen Schlosstür klopfen. So ein Klopfen hatte er noch nie gehört.

Er zog sich den roten Bademantel und die Filzhausschuhe wieder an und ging zur Tür und öffnete sie. Vor ihm stand eine alte hutzelige Frau.

„Holla, ich glaube, ich habe mich verirrt!? Denn das ist wohl nicht das Pfefferkuchenhaus, oder?“

„Oh nein, das ist mein Schloss!“ sagte der König etwas überrascht.

„Hab´ich mir gedacht. Lieber König, Sie wissen nicht zufällig, wo mein Pfefferkuchenhaus ist?“ fragte sie den kleinen, dicken König.

„Leider nicht! Ich habe keine Ahnung, aber ich habe eine Landkarte, auf der können wir nachschauen.“

„Holla, das ist `ne prima Idee!“ freute

sich die Hexe.

„Kommen Sie doch erst einmal herein, dann setzen wir uns an meinen Regierungstisch und suchen Ihr Pfefferkuchenhaus.“

Die Hexe kam nicht einfach so in das Schloss, also zu Fuß, oh nein!

Sie flog auf ihrem Besen ins Regierungszimmer und nahm auf einen der Regierungsstühle Platz.

„Holla!“ rief sie voller Übermut, denn das Fliegen machte sie immer so glücklich.

Der kleine dicke König staunte und meinte neugierig: „Echt klasse, Ihr Besen! Wie geht das?“

„Na ja, ich denke, ich möchte fliegen und steig´ auf den Besen und dann fliegt er eben einfach los…“ antwortete die Hexe. „Ach so, kann wohl nicht jeder?“ „Nee, nur Hexen!“

„Und woran erkennt man Hexen?“ wollte der kleine, dicke König wissen.

„Na, an der Nase! Da sehen Sie, ich hab´ hier eine schöne Warze mit einem Haar in der Mitte.“ Sie zeigte stolz auf die Warze.

„Stimmt, das habe ich nicht! Ich habe eine dafür eine Krone auf und darum bin ich der König!“ meinte der König auch stolz.

„Sind Hexen nicht eigentlich ein wenig böse?“ fragte der kleine, dicke König vorsichtig.

Denn man kann ja nie wissen. Eh man sich versieht, wird man vielleicht in irgendein Tier verhext.

„Ach nöö, nich alle. Ich bin ganz lieb. Ich tue niemandem `was Böses. Einen Streich vielleicht bei Kindern, die nicht artig sind. Wenn sie zum Beispiel ihre Zähne nicht putzen, oder Tiere quälen.“

Aber zum Glück gab es kaum Kinder die so etwas machten...

Inzwischen hatte der kleine, dicke König die Landkarte aus seinem Schrank geholt. Er breitete sie auf dem Regierungstisch aus und jetzt konnten sie nach dem Pfefferkuchenhaus suchen.

Aber sie fanden es nicht!

„Na, das wäre ja auch ein Ding, wenn mein Pfefferkuchenhaus hier zu finden ist. Man stelle sich die vielen Menschen vor, die es besuchen wollten, nur weil sie mal eine Hexe sehen möchten. Zum Glück ist der Ort geheim! Nur leider so

geheim, dass ich ihn selber nicht mehr wieder finde.“

Also gab es nur eine Möglichkeit herauszufinden wo die Hexe wohnt, die Hexe musste sich erinnern, wie sie geflogen war!

„Zuerst rechts, dann links und dann geradeaus. Oder erst links und dann rechts?“ stotterte sie.

Nun war sie wieder ganz durcheinander.

„Es kann auch sein, dass ich erst geradeaus geflogen bin und dann über´n Berg. Oder doch erst über´n Berg und

dann…Hmm…“ Mit einer Träne im Auge versuchte sie sich zu erinnern.

Der kleine, dicke König hatte eine Idee!

„Ich weiß, was wir machen! Ich rufe den königlichen Oberförster an. Der muss es doch wissen, denn er kennt den Wald ganz genau!“

„Holla! Suuper Idee!!! Ich muss nämlich dringend nach Hause, weil ich mir eine Suppe kochen möchte.“ meinte die Hexe etwas erleichtert.

Der kleine, dicke König rief also beim königlichen Oberförster an und erklärte

ihm das Problem und der wusste sofort Bescheid.

„Den Ort kenne ich, weil sich einmal ein Reh dorthin verlaufen hatte. Zuerst über den Berg, dann links, dann rechts und etwas gerade aus, da steht das Pfefferkuchenhaus!“

Das Telefon war auf Mithören geschaltet und so konnte die Hexe die Wegbeschreibung verfolgen.

Erfreut rief sie: „Holla, ja genau das ist der Weg, jetzt erinnere ich mich wieder.“ Und sie bedankte sich beim königlichen Oberförster.

Der kleine, dicke König sagte auch noch vielen Dank und legte dann auf.

„Ach, sagen sie Frau Hexe, was ist denn eigentlich ihre Lieblingssuppe?“ wollte der kleine, dicke König noch wissen. „Hummerkrabbenhochzeitssuppe! Hmm…“ schwärmte sie.

„Na, das ist ja ein Zufall! Die esse ich auch am liebsten. Möchten Sie einmal kosten? Ich habe immer einen Topf auf den Herd stehen.“

„Ja! Warum denn nicht?“ meinte die Hexe.

Der kleine, dicke König machte sich auf den Weg in die Küche.

Der oberkönigliche Koch hatte natürlich schon frei, aber es gab immer einen großen Topf auf der Herdplatte mit Hummerkrabbenhochzeitssuppe. Denn der oberkönigliche Koch wusste, dass der kleine, dicke König auch nachts noch auf seine Hummerkrabbenhochzeitssuppe Hunger hatte.

Etwas außer Atem kehrte der König in das Regierungszimmer zurück und servierte voller Stolz die Hummerkrabbenhochzeitssuppe.

„Holla, die ist aber lecker! Ihr oberköniglicher Koch muss mir unbedingt das Rezept verraten. Nee, ist ja auch egal, denn jetzt wo ich den Weg weiß, kann ich ja immer mal kurz vorbei kommen und mit ihnen zu Mittag essen, oder?“ meinte die Hexe wieder leicht durcheinander.

„Aber ja, gerne! Wann immer sie Zeit und Hunger auf meine Hummerkrabbenhochzeitssuppe haben.

Sie sind herzlich willkommen.“ meinte der kleine, dicke König freudig, denn er aß gerne in Gesellschaft.

Von da an, kam die Hexe ab und zu

vorbei und aß mit dem König Hummerkrabbenhochzeitssuppe.

Sie verflog sich auf den Weg ins Schloss jedenfalls nie wieder.

© Jürgen Wagner 07.01.2010 / 17.12.2013

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Alissa Lieber Warmsoul, ich finde, dass du die Geschichte echt niedlich geschrieben hast. Und übrigens: kannst du mir bitte das Rezept für die Hummerkrabbenhochzeitssuppe geben?
-Lächel-
Grüße, Alissa
Vergangenes Jahr - Antworten
warmsoul Hallo und Danke für die nette Nachricht...das Rezept ist natürlich...geheim...psssst...LG
Vergangenes Jahr - Antworten
baesta Na da treffen sich wohl alle, der kleine Vampir, die Hexe, beim kleinen dicken König und essen immer Hummerkrabbenhochzeitssuppe (welch unaussprechliche Wortschöpfung). Wieder eine niedliche Kindergeschichte.

LG Bärbel
Vor langer Zeit - Antworten
warmsoul ...DANKE!!!
Vor langer Zeit - Antworten
GerLINDE Hallo Warmsoul -Jürgen,
habe Deine Geschichte entdeckt und finde sie ganz niedlich geschrieben. Ein König harmonisch mit einer Hexe. Das ist mal etwas anderes. Gediegen finde ich, dass die Hexe ihr Pfefferkuchenhaus nicht wiederfindet.
Ich glaube, mir würde das im großen Wald auch passieren und mich verlaufen, bzw. "verfliegen". -lächel-
Lieben Gruß
Gerlinde

Vor langer Zeit - Antworten
Gaenseblume Dann lege mal ein Gedeck mehr auf. LG Marina Gaenseblume
Vor langer Zeit - Antworten
Heidrun Das ist eine tolle Geschichte!
Komme auch mal vorbei zum Hummerkrabbenhochzeitssuppe essen denn jetz kenn ich den Weg ja!
Deine Heidrun
Vor langer Zeit - Antworten
warmsoul ja, das schmeckt...echt lecker...! LIEBE Grüße zurück...
Vor langer Zeit - Antworten
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