Fantasy & Horror
The Second Part (5) - Kapitel 5

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"und das Spiel beginnt... "
Veröffentlicht am 24. November 2013, 20 Seiten
Kategorie Fantasy & Horror
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Über den Autor:

Meine Kreativität entsteht durch mein Leben und meine Träume ...
und das Spiel beginnt...

The Second Part (5) - Kapitel 5

Beschreibung

...wenn die Wahrheit ihren Weg ans Licht findet, beginnt die Gefahr...

Kapitel 5

Kraftlos lag ich auf dem Sofa und starrte die Decke an, was ich nun schon seit geraumer Zeit tat. Mittlerweile war es sogar hell geworden, doch an Schlaf war seit Stunden schon nicht mehr zu denken, dafür kreisten meine Gedanken zu sehr. Alles hier fühlte sich falsch an, oder zumindest nicht real. Ich hatte nie an Übernatürliches geglaubt, aber nun mit eigenen Augen zu sehen, was um mich herum passierte, ließ selbst mich nicht mehr kalt und genau das war der Grund, warum ich hier blieb. Meine Neugier hielt mich davon ab, mein altes Leben einfach hinter mir zu lassen und dem Haus, samt den

Erinnerungen den Rücken zuzukehren. Um überhaupt etwas zu tun, stand ich schwerfällig vom Sofa auf und begab mich in die Küche, um einen Schluck Wasser zu trinken. Ich hatte noch keinen wirklichen Plan, was ich heute tun sollte, doch als ich den Kühlschrank öffnete, hatte ich wohl zumindest eine Sache zu erledigen. Gähnende Leere empfing mich und ich schloss die Tür wieder. Dann eben doch nur ein Schluck Wasser zum Frühstück. Bevor ich allerdings in die Stadt fuhr, wollte ich meinen Anwalt anrufen. Ich sah auf die Küchenuhr - dieses scheußliche Ding, das meine Eltern mal aus einem Urlaub mitgebracht hatten - und stellte fest, dass es schon um acht war. Mr Mickaels müsste um

diese Zeit schon in seinem Büro sein. Ich tastete meine Hosentaschen ab, doch das Handy schien wohl noch in der Wohnstube zu liegen, also ging ich dahin zurück, wobei ich im Flur am Spiegel vorbeikam und kurz innehielt. Angesichts der Umstände brauchte ich mich wohl nicht sonderlich zu wundern, wie ich aussah. Meine Haare standen wirr in alle Richtungen, Augenringe bildeten sich unter meinen Augen und blasser als sonst wirkte ich auch. Schweren Herzens ging ich weiter. Wer sollte mich hier auch schon sehen, außer dieser Jared und was er von mir hielt, war mir nun wirklich egal, dabei hatte ich immer sehr auf mein Aussehen geachtet. Es ging wohl langsam bergab mit mir, aber ich nahm mir

vor nach dem Gespräch mit Mr. Mickaels ins Bad zu gehen und mich halbwegs wieder herzurichten. Eine Stunde später kam ich mit vollen Tüten aus dem Supermarkt und hielt Ausschau nach dem alten, rostig-roten VW meiner Eltern, der anscheinend von anderen Autos zugeparkt war. Nach einer Weile hatte ich ihn entdeckt und bewegte mich auf ihn zu. Sehr unauffällig war das Auto nicht gerade, dabei hasste ich unnötige Aufmerksamkeit und genervt stieg ich ein. Drei Mal hatte ich versucht meinen Anwalt zu erreichen, doch keine Chance, er nahm einfach nicht ab und seine Sekretärin hatte mir etwas von Außentermin erzählt, doch nun

versuchte ich es noch einmal, doch wieder gab es kein Lebenszeichen und frustriert legte ich wieder auf. Gedankenverloren fuhr ich langsam nach Hause und fragte mich, was ich nun mit der Kellertür tun sollte. Seit gestern hatte ich sie ignoriert und mich in meiner Lethargie verloren, doch nun wollte ich gern mehr wissen. Wissen, was es mit der Tür auf sich hat und vor allem dem Blut. An einer roten Ampel blieb ich stehen und sah mich geistesgegenwärtig um, bis ich die Zoohandlung sah und nur ein paar Sekunden brauchte, bis ich wusste, was ich zu tun hatte. Sicher war das nicht die optimalste Lösung, doch ich brauchte Blut, welches wäre also

besser, als das einer Ratte oder Maus? Ein paar Minuten später, nachdem ich einen Parkplatz gefunden hatte, betrat ich das Zoogeschäft und ging zu der Kleintierabteilung, wo ich mich nach kleinen Tieren umschaute. Ein wenig schlecht fühlte ich mich nun wirklich, aber was sollte ich sonst tun? Mein eigenes Blut konnte ich wirklich nicht nehmen, denn mir haftete immer noch die Angst in den Knochen, wie Mr. Mickaels in der Tür festgehangen hatte. Schließlich entschied ich mich für ein besonders hässliches Exemplar, welches mein Gewissen beruhigen sollte, allerdings machte es das nicht wirklich besser. Schweren Herzens begab ich mich dann doch zur

Kasse. Eine viertel Stunde später parkte ich das Auto vor dem Haus ab und trug meine Einkäufe ins Haus. Die Ratte stellte ich erst einmal beiseite und füllte meinen Kühlschrank, ließ jedoch einen Joghurt draußen stehen. Bevor ich mich dem Keller widmen wollte, musste ich erst einmal meinen Magen füllen, der seit geraumer Zeit schon vor sich hinknurrte. Wirklich schmecken wollte mir der Joghurt allerdings nicht, was vielleicht daran liegen konnte, dass ich nur Augen für die Ratte hatte, die in der kleinen Box verharrte und neugierig mit ihrer spitzen Schnauze am Gitter schnupperte. Langsam beschlichen mich Skrupel, dass ich

völlig am Durchdrehen war. War denn gestern wirklich alles real gewesen? War vielleicht alles nur ein Traum gewesen? Nachdem ich den Joghurt hinunter gewürgt hatte, ging ich schweren Herzens erst einmal ohne die Ratte zur Kellertür. Mein Herz pochte schneller, als noch vor ein paar Minuten und trotzdem schaffte ich es die Klinke der Tür zu berühren. Mir blieb ja auch keine Wahl, um herauszufinden, ob ich mir alles nur eingebildet hatte, doch dies war anscheinend nicht der Fall. Das Türschloss war eindeutig kaputt und doch ließ sich die Tür nicht öffnen. Mein Entschluss festigte sich immer mehr und ich ging in die Küche, griff in die Schublade mit den Messern und ging zu der

Transportbox mit der Ratte. Vorsichtig nahm ich die Ratte aus ihrer Box und setzte sie auf der Arbeitsplatte ab, hielt sie jedoch fest, während ich mit der anderen Hand nach dem Messer griff. Das Messer schwebte nur ein paar Zentimeter über der Ratte, doch die Skrupel kamen immer wieder, dabei wollte ich das Tier nicht einmal töten, sondern nur verletzten, was es ja aber nicht besser machte. Ich tat bewusst einem Lebewesen weh, aber ohne Skrupel kam man auch nicht weiter im Leben, also setzte ich das Messer an. Die Ratte, aufgescheucht durch die Klinge wandte sich in meiner Hand und ich rutschte ab, wodurch ich tiefer schnitt, als beabsichtigt. Schreiend ließ ich das Messer fallen und trat einen Schritt

zurück, während die Ratte langsam schleichend zur Box krabbelte. Nach kurzer Zeit hatte ich mich wieder gefasst und schnappte mir die Transportbox, um mit ihr zur Kellertür zu gehen. Auch hier zögerte ich kurz, bis ich die Ratte wirklich aus der Box nahm. Ich spürte sofort das Blut an meinen Händen, und als ich die Ratte herausholte, lag sie leblos in meiner Hand, doch noch schien sie nicht ganz tot zu sein. Zitternd griff ich mit meiner freien Hand nach der Türklinke und tatsächlich sie ließ sich öffnen. Vorsichtig wollte ich die Ratte vor die Türschwelle legen, doch ich spürte den Widerstand der Tür und kurze Zeit später, knallte sie laut zu. Ich betrachtete die tote

Ratte auf meiner Hand, das Blut und die Tür. Starrte weiterhin das tote Tier an, was meinetwegen sterben musste. Schwerfällig rutschte ich an der Wand nach unten und ließ die Tränen an meiner Wange hinablaufen. Was hatte ich getan? Was hatte ich nur getan ...? Wieder einmal wurde mir bewusst, wie allein ich doch war. Wie sehr ich mir meine Eltern wieder herwünschte, was ich unter anderen Umständen nie so gedacht hätte. Ich vermisste meine Eltern schrecklich und ich wollte hier nicht mehr alleine sein. Ich hatte ein Tier getötet und das nur wegen einer Tür. Ich wurde langsam wirklich verrückt. Je mehr ich mich hineinsteigerte, umso mehr Tränen vergoss

ich. Ein Tag später .... Der gestrige Tage lag mir noch immer schwer auf dem Herzen, doch ich hatte mich wieder halbwegs im Griff und beschloss Mr. Mickaels heute persönlich einen Besuch im Bür abzustatten, denn noch immer ignorierte er meine Anrufe. Also begab ich mich ein paar Minuten später zum Auto und fuhr zu seiner Kanzlei. Das Wetter besserte meine Laune nicht wirklich, und wenn ich die Cirren am Himmel beobachte, war wohl klar, dass es morgen Regen geben würde. Ich stieg aus und begab mich auf die Suche

nach Mr. Mickaels Büro, was ein paar Minuten dauerte und als ich seine Sekretärin erblickte, war mir sofort klar, dass sie mir nicht behilflich sein würde. Ihr Gesichtsausdruck wirkte schon von Weitem überheblich und genervt, und als ich auf sie zuging, hatte sie auch kein lächeln für mich übrig. "Guten Tag. Ich möchte dringend mit Herrn Mickaels sprechen. Es ist wichtig." "Tut mir leid, aber Mr. Mickael ist momentan nicht im Haus.", sagte sie mit dieser monotonen Stimme, die wohl jede Sekretärin besaß. "Es ist wirklich wichtig. Können sie ihn nicht kurz anrufen?" "Nein, das geht nicht. Entschuldigen sie, aber

wenn sie etwas mit Mr. Mickael zu besprechen haben, können wir gerne ein Termin vereinbaren, allerdings hat er die nächsten Wochen viel zu tun ... " "Schon gut!", unterbrach ich sie barsch und begab mich wieder nach draußen, wobei ich mich nach dem Auto von Mr. Mickaels umsah, doch ich konnte es nirgends sehen. Vielleicht war er ja wirklich außerhalb unterwegs, doch aufgeben würde ich nicht und wenn ich jeden Tag hierherkommen musste. Dann war es eben so. Erst spät am Abend, als es schon dunkel war, fuhr ich wieder in die Einfahrt unseres Hauses. Es hatte gut getan eine alte Freundin aus Kindheitstagen zu treffen, auch

wenn ich ihr von den Geschehnissen nichts erzählen konnte und doch hatte mich das Gespräch von dem Keller abgelenkt. Vorsichtig ging ich mit meinen hohen Schuhen zum Haus und fluchte laut, als ich wieder einmal umknickte und zu Boden stürzte. Schon damals hatte ich mich bei meinen Eltern darüber aufgeregt, wie furchtbar der Weg war, aber sie hatten es immer nur mit einem Abwinken abgetan. Aber jetzt, da das Haus mir gehörte, sollte ich wohl einen neuen Weg machen lassen. Fluchend stand ich wieder auf und ging die letzten Meter bis zur Tür. Als ich das Licht im Haus anmachte, blieb ich wie angewurzelt stehen. Angst überzog meinen Körper und ich fragte mich, warum die Kellertür aufstand. Wer war

hier gewesen? Ich näherte mich langsam der Tür und wollte hinunter in den Keller sehen, als mich ein Sog erfasste und zur Tür zog. Ich konnte nichts dagegen tun. Ein leichter Schmerz setzte an meiner Hand ein, doch ich konnte nicht nach unten schauen. Es war als wäre ich zu Stein geworden. Ich schrie so laut ich konnte, doch es schien, als wenn kein Laut aus meinem Mund kam. Hilflos gab mein Körper nach und entspannte sich. Es fiel mir immer schwerer die Augen aufzuhalten. Würde ich sterben, wenn mir keiner half? Je länger ich hier feststeckte, um so schlechter ging es mir. Ein letztes panisches Kämpfen um mich zu befreien brachte nichts, ich kam hier alleine nicht raus.

Die kalte Angst packte mich, doch ehe ich mich ihr ganz hingeben konnte, wurde alles schwarz.

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xXMiaXx Was ist denn das für ein Haus? Ich wäre schon längst daraus abgehauen :D
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FindYourselF :D Ach Susi, du wieder :D EInfach vor den Problemem abhauen? ^^ naja ansonsten ist das Haus ja auch normal :D
Vor langer Zeit - Antworten
xXMiaXx Haha ja wenn da so ein keller ist auf jedenfall :D
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FindYourselF Angsthase :p
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xXMiaXx Lass mich doch :P
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FindYourselF tu ich :D
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LinneaHazel Och nö oder?
Warum hörst'n du genau an der Stelle auf mit schreiben.
Furchtbar, aber echt. Dabei hatte ich mich gerade mal eingelesen. Jetzt weiß ich aber wies dir immer bei meinen Geschichten geht.:)

Liest sich wirklich sehr flüssig- eigentlich wie immer.
Und der Anwalt von Sura, der is bestimmt schon über alle Berge. Die Sekretärin deckt ihn doch bloß.;)

Ich hoffe natürlich wie immer, dass du fix weiter schreibst, denn irgendwie will man nun doch mal wissen, was hier Sache is... ALSO... Spann mich nicht länger auf die Folter, sonst dreh ich durch.:D

Hab dich lieb.:-*
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FindYourselF Na warum hör ich wohl genau an der Stelle auf? Will doch auch die Spannung aufrecht erhalten xD
Und ich finde es schön, dass du endlich mal weißt wie das ist :P

Mit dem Anwalt lass dich mal überraschen, vllt ist er ja doch ne so feige :)

Spätestens am WE werd ich weiterschreiben, oder vllt Morgen, mal schauen wie ich es schaffe, aber ich geb mein bestes.

Danke für deine lieben Kommentar :*
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