Kinderbücher
Die Eisprinzessin - Märchen

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"Die Eisprinzessin gerät in Gefahr"
Veröffentlicht am 23. November 2013, 18 Seiten
Kategorie Kinderbücher
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Ich versuche mit guten Geschichten zu unterhalten. Hoffentlich glückt es. Ich bin Jahrgang 1958, in München geboren. Seit meiner Kindheit schreibe ich, habe aber nie eine Profession daraus gemacht. Meine zarten Versuche mal eine meiner Geschichten bei einem Verlag zu veröffentlichen sind gescheitert. Hier gibt es eine Auswahl von Kurzgeschichten aller Art. Sie sind in ihrer Kürze dem Internet und e-pub Medium angepasst.
Die Eisprinzessin gerät in Gefahr

Die Eisprinzessin - Märchen

Vorbemerkung

Die Sandleute brauchen Wasser. Sie holen es vom Eisland. Weil die Eisbewohner etwas dagegen haben, soll die Eisprinzessin entführt werden,


Ein Märchen nicht nur für Kinder



Copyright: G.v.Tetzeli (welpenweste)

Cover: Monika Heisig

www.welpenweste.de

Die Eisprinzessin

Es gab einmal eine ferne Welt, dessen eine Hälfte immer zu seiner Sonne hinzeigt, dessen andere Hälfte aber nie einen Sonnenstrahl abbekam. Das kam daher, weil der Planet sich nicht mehr um seine Achse drehte. Die Sonnenseite, auf der es nie Nacht wird, ist folglich sehr heiß. Die andere Seite des Planeten ist furchtbar kalt, weil es dort immer dunkel ist. Alles ist mit Schnee und Eis bedeckt. Der Äquator bildete die Grenze zwischen den zwei Länder dieser Welt.

Auf der Sonnenseite wurde es das Sandland, die dunkle Seite wurde das Eisland genannt.


In einer Erdhöhle im Sandland hatte sich König Knirsch eine unterirdische Burg eingerichtet. Im Rittersaal stand vor ihm sein Kriegsminister General Donner, daneben sein Berater Wüstenfuchs Schlau.

„Wir müssen wieder an Wasser herankommen, denn unser Wasserbevoll-mächtigter Aqua hat gesagt, dass sich unsere Vorräte dem Ende zu neigen“, mahnte General Donner eindringlich.

„Was, schon wieder?“

Der König Knirsch war empört. „Wir haben doch erst vor kurzem von der Nordseite Eis geholt.“

„Ja schon“, entgegnete General Donner, „aber nun ist es fast wieder verbraucht.“ „Also müssen wir eine Expedition ausrüsten!

Wir brauchen Wasser“ sagte der König.

"Mein Sohn Alexander, mein Thronerbe soll kommen.“

Kurz darauf erschien Alexander, der Thronerbe. „Nun, wir brauchen - wie immer - wieder einmal Wasser. Der General meint wie könnten etwas Eis vom Eisland stehl..., äh ausborgen. Was meinst du dazu?“ „Wir gehen hin, fragen die Eisländer, und dann können wir das Eis holen“, schlug Alexander vor. „Fragen?“ Donner schrie auf.

„Sind wir denn Bittsteller“, knirschte König Knirsch.

Wüstenfuchs Schlau zischelte:

„Die haben jetzt zwei Eisbären zur

Bewachung. Mit denen ist nicht gut Kirschen essen.

Ich hätte da eine Idee. Wir werden Frieden mit den Eisleuten schließen und gemeinsam an der Grenze ein großes Versöhnungsfest feiern!“

Das aber löste einen Tumult aus.

„Verrat“, donnerte Donner.

„Wie kannst Du es wagen!“, erboste sich Knirsch. „Mit diesen unterkühlten Typen?“

„Hurra!“, rief Alexander.

Er war der Einzige, der diese Idee toll fand. „Still Sohn, das verstehst du nicht!“, herrschte ihn König Knirsch an.

Schlau aber blieb die Ruhe selbst und pulte an seinem Schweif herum.

„Das Liebste, was König Kühl hat, das ist

doch seine Tochter, die Eisprinzessin, stimmt’s?“

Alle nickten. „Diese Friedensfeier soll an der Grenze stattfinden. Da ist es meistens diesig, weil es dort von der heißen zur kalten Erdhälfte übergeht. Das ist gut für uns. Da könnte es doch sein, dass die Eisprinzessin dem König Kühl abhanden kommt“, fuhr Schlau fort.

Er neigte listig den Kopf.

„Ich meine, es müsste ein Leichtes sein bei all dem Gewirr - Tanzen und so - die Königstochter zu entführen“, schnalzte Schlau.

General Donner war vom Donner gerührt. König Knirsch knirschte mit den Zähnen. Alexander war entsetzt.

Schlau fuhr fort:

„Dann verlangen wir, dass wir soviel Eis holen dürfen, wie wir wollen.“

„Da können die gar nichts machen“, kicherte Donner.

„Ansonsten“, grinste Schlau,“ sehen sie ihre Eisprinzessin nie wieder!“

„Alle Sorgen mit dem Wasser werden vorbei sein“, jauchzte König Knirsch.

„Und wer übergibt das Friedensangebot“, fragte Donner.

König Knirsch befahl:

“Das macht Schlau!“

„Das hat man davon, wenn man so kluge Einfälle hat“, sprach der Wüstenfuchs erbittert.


In dem Schloss des Eislandes saß soeben König Kühl der Erste auf seinem Thronsessel aus Eis. Die Eisländer hatten in dieser kalten Einöde unterirdische Gänge gegraben. Dort gab es selbstleuchtende Quarze und heiße Quellen. So hatten sie überleben können. Er war bedenklich schlechter Laune.

„Schon wieder bringst du mir Pilze! Ich kann sie nicht mehr sehen“, brüllte er.

„Es wächst sonst nichts in den Stollen“, flüsterte der Koch Löffel kleinlaut. Da musste sich Kühl fügen.

„Wann kommt denn nun endlich meine Tochter“, mampfte der König missmutig.

Die Tochter des Königs, die Eisprinzessin wurde von Jausewitz dem Hofmarschall in den Saal geführt. Sie trug sie einen warmen

Umhang aus Eisbärwolle. Das Krönchen glitzerte von Diamanten. Die Eismänner hatten die Edelsteine bei den Ausgrabungen in den Stollen gefunden, wo nun die Pilze wucherten.

„Vater, ich muss mit dir sprechen“, sprach die Eisprinzessin. „Ja, mein Schatzkästlein?“

„Nun, wie du weißt, haben die Sandleute etwas von unserem Eis gestohlen und die Grenze überschritten. So geht das wirklich nicht weiter! Sie könnten uns doch zumindest fragen!“

„Ich habe schon Vorkehrungen getroffen. Ich habe nämlich unsere beiden treuen Eisbären Tongo und Tonga zur Grenze geschickt. Dort passen sie auf.“

Da plötzlich kam eine Wache hereingestürmt. Er ging vor König Kühl in die Knie und meldete:

“Mein König! Draußen steht ein Bote vom Sandland und bittet um Gehör.” Eisbär Tonga kam herein und trug den Wüstenfuchs Schlau in seinen Armen. Schlau war blau angelaufen und zitterte wie Espenlaub. „Ich habe ihn an der Grenze erwischt“, berichtete Toga und ließ Schlau auf den Eisboden plumpsen.

„Ich überbringe nur eine Botschaft“, sprach der Wüstenfuchs. "König Knirsch möchte Frieden mit den Eismännern. Er schlägt ein Friedensfest an der Grenze vor, um den Friedensvertrag zu besiegeln.“

Jausewitz traute dem Frieden allerdings nicht. Die Eisprinzessin war aber Feuer und Flamme.

„Also gut“, meinte daraufhin König Kühl, „so soll es sein. „Es wäre natürlich wichtig, wenn die anmutige Eisprinzessin auch dabei wäre“, verbeugte sich Schlau. „Alexander, der Sohn von meinem Herrscher König Knirsch wird auch kommen.“ So wurde es beschlossen, obwohl Jausewitz immer noch Bedenken hatte. An der Grenze war das Friedensfest voll im Gange. An der Grenze gab es Wasser, sogar Pflanzen. Die Eismänner und die Sandleute vertrugen sich. Einige machten sich den Spaß

einmal auf die dunkle Seite zu gehen, andere auf die helle Seite, vom Warmen zum Kalten. Alle waren ausgelassener Stimmung. Die Eisprinzessin war herzallerliebst anzuschauen. Der Wüstenfuchs Schlau knuffte Alexander in die Seite.

„Komm schon, tanze mit ihr.“

Das ließ sich Alexander nicht zweimal sagen, hatte er sich doch gleich in die Eisprinzessin verliebt. Schlau und General Donner steckten die Köpfe zusammen.

„Wenn er mit ihr getanzt hat, gehen sie noch etwas spazieren. Und wenn sie dann allein sind“, flüsterte Donner, "dann packen wir sie.“ „Jawohl!“

Alexander und die Eisprinzessin tanzten. König Knirsch und König Kühl sahen zu.

Genau, wie der Wüstenfuchs vorausgesagt hatte, gingen nun die beiden Verliebten etwas abseits. Da konnte Alexander nicht mehr anders und erzählte der Eisprinzessin von dem gemeinen Plan. Die Eisprinzessin war empört, aber dann war sie doch glücklich, dass Alexander so ehrlich zu ihr war. Der Wüstenfuchs Schlau und General Donner hatten sich herangeschlichen und wollten die Eisprinzessin mitreißen, aber Alexander ging dazwischen.

„Daraus wird nichts“, rief er. „Ich bin der Thronerbe und ihr habt mir zu gehorchen!“


Man bemerkte nun, dass da etwas vorging und Alle eilten herbei. Da standen sie nun um

die Eisprinzessin und Alexander herum. Die Eismänner, die Sandleute, König Knirsch und König Kühl. Jausewitz war da und auch die Eisbären. Schlau und Donner fühlten sich gar nicht mehr wohl.

„Was geht hier vor“, wollte König Kühl wissen. Da rief Alexander allen zu:

„Die Eisprinzessin und ich werden heiraten! Natürlich nur wenn du einverstanden bist“, fügte er hinzu. „Natürlich bin ich das“, sprach die Eisprinzessin mit leuchtenden Augen. Und so wurde aus dem Friedensfest ein gewaltiges Hochzeitsfest. Und durch das Eis wurde die Wüste neu begrünt und die Eismänner mussten nicht mehr frieren. Der Fuchs und Donner wurden dazu

verdonnert für immer die Eisblöcke herauszubrechen. Das war die Strafe für Ihre Gemeinheit. Die Eisprinzessin und Alexander aber lebten glücklich und zufrieden miteinander. Unter ihrer Regierung wurden die beiden Länder eins. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

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Hörbuch

Über den Autor

welpenweste
Ich versuche mit guten Geschichten zu unterhalten.
Hoffentlich glückt es.
Ich bin Jahrgang 1958, in München geboren.
Seit meiner Kindheit schreibe ich, habe aber nie eine Profession daraus gemacht. Meine zarten Versuche mal eine meiner Geschichten bei einem Verlag zu veröffentlichen sind gescheitert.

Hier gibt es eine Auswahl von Kurzgeschichten aller Art. Sie sind in ihrer Kürze dem Internet und e-pub Medium angepasst.

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CHM3663 Eine wunderschöne, kindgerechte und spannende Geschichte mit ernstem Hintergrund, die ganz sicher dazu führt, daß die Kinder mit ihren Eltern über die wichtigsten Themen und Probleme unserer Welt sprechen. Was könnte besser und wichtiger sein?!
Diese Geschichte hat garantiert das Potential für ein wunderbares Buch, und wenn es verfilmt würde, wäre es tausendmal besser und sinnvoller als die meisten Filme, die Kindern heutzutage so angeboten werden!
Bleib' bitte dran! Es lohnt sich!
Herzlichen Dank und LG, Chrissie
Vor langer Zeit - Antworten
Heidrun Ist ja so schön wie in dem Film Disneys Frozen!
Deine Heidrun
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schnief Klasse, gefällt mir sehr gut.
LG
Manuela
Vor langer Zeit - Antworten
Zebra Niedlich :-)

So viele Wintermärchen wie es auf Mystorys gibt, lohnt es sich ja schon ein ganzen Buch rauszubringen!
Vor langer Zeit - Antworten
NORIS Ein interessantes Märchen mit tiefem Sinn. Ob wir in der Lage sind, unsere irdischen Probleme zu lösen? Und das möglichst ohne Kriege?
LG Heidemarie
Vor langer Zeit - Antworten
baesta Macht nachdenklich, Dein Märchen. Und wie Bleistift schon schrieb, der Kampf um Wasser ist schon im Gange.
Liebe Grüße
Bärbel
Vor langer Zeit - Antworten
Bleistift 
Ein überaus bemerkenswertes Märchen,
denn die nächsten Kriege auf dieser Erde werden um den Besitz von Wasser geführt werden.
Der Countdown dazu, der hat schon begonnen...
LG Louis :-)
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welpenweste Danke Dir für das Lob! In meinen Geschichten steckt fast immer etwas Hintergründiges. Es freut mich, dass dies bei Dir so gut und vor allem auf den Punkt gebracht angekommen ist. Der Schluss allerdings muss ein Märchen bleiben.
Günter
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