Gedichte
Gedankentrübe

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"...niemand ist gern ganz allein..."
Veröffentlicht am 21. November 2013, 4 Seiten
Kategorie Gedichte
© Umschlag Bildmaterial: Eigenfotographie
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Ich ...bin Österreicherin ...studiere Archäologie, Germanistik und Geschichte ...vertrage Kritik, solange sie begründet und ehrlich ist ...lese quer durch viele Genres ...glaube anders als Max Frisch und ähnlich wie Bert Brecht dass Literatur sehr wohl (wenn auch nur in geringem Maße) dazu beitragen kann, gesellschaftiche Veränderungen zu erwirken
...niemand ist gern ganz allein...

Gedankentrübe


Rote Wolken ballen sich, türmen sich zu hohen Mauern, schlucken trübes Sonnenlicht, und ich seufze mit Bedauern. Wie einst das Glück in wilden Wogen durch des Körpers Adern zog, als noch Gefühle Saltos flogen, glaubte ich nie an deren Tod. Doch nun sitze ich alleine, schaue hoch zum Abendrot, klare Gedanken gibt es keine, kämpfe gegen Trübsals

Sog. Alte Krähen krächzen leise, Nebel schluckt die müde Welt, das Herz begibt sich auf die Reise, auf dass es nicht abrupt zerfällt. Zweifel jagen durch die Leere, kalte Angst bestimmt mein Sein, auf die Seele legt sich Schwere, niemand ist gern ganz allein. Die Gedanken schwanken haltlos, Entscheidungen, sie fallen schwer und die Sorgen sind gestaltlos, Kummer nagt, vergeht nicht mehr.

Einfach wäre sie die Lösung, aber so viel hängt daran, immer wieder die Vertröstung, doch es geht gar nichts voran. Stillstand trübt, führt zu Verzweiflung, Worte fehlen, Tränen sprechen, schmerzend kommt es zur Ergreifung, wird vertraute Wege brechen. © Fianna 21/11/2013

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Über den Autor

Fianna
Ich
...bin Österreicherin
...studiere Archäologie, Germanistik und Geschichte
...vertrage Kritik, solange sie begründet und ehrlich ist
...lese quer durch viele Genres
...glaube anders als Max Frisch und ähnlich wie Bert Brecht dass Literatur sehr wohl (wenn auch nur in geringem Maße) dazu beitragen kann, gesellschaftiche Veränderungen zu erwirken


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Enya2853 Zeilen, die so gut zum Herbst jetzt passen, Vergänglichkeit, Verharren, M Melancholie.
Nichts ist von Dauer und wenn etwas zu Ende geht, hält die Sehnsucht die Erinnerungen fest.
Du hast für den Wandel der Gefühle/des Seins poetische Worte gefunden, gefällt mir gut.
Lieben Gruß
Enya
Vor einem Monat - Antworten
Fianna Freut mich, dass dir meine "Herbststimmung" zusagt.

Dankeschön für's Kommentieren und die Coins!

Liebe Grüße
Anna
Vergangene Woche - Antworten
Annabel ich hab von Krähen gelesen, dass sie sich Personen merken können. Ich bin seitdem nett zu Krähen. Toll geschrieben. Hab einen schönen Abend. lieben Gruß an dich.
Vor einem Monat - Antworten
Fianna Krähen sind ja - wie Raben - auch schlau genug, um Nüsse auf die Fahrbahn zu werfen, damit Autos sie knacken. Ein gewisses Maß an Respekt und Vorsicht ist da sicher nicht verkehrt. :-)

Freut mich, dass dir mein Gedicht gefällt.

Liebe Grüße
Anna
Vergangene Woche - Antworten
Feedre da hast du recht...keiner
ist gern ganz allein
ich hoffe
auch du wirst es nicht sein...:-))
sehr schöne Melodie in deinen Versen.
LgF
Vor langer Zeit - Antworten
Fianna Freut mich, dass es dir gefällt.
Und richtig unangenehm allein bin ich nie. :-)

Dankeschön für's Lesen, den Kommentar und den Favo!

Liebe Grüße
Anna
Vor langer Zeit - Antworten
avewien Du hast wirklich ein ausgezeichnetes Gespür Worte tanzen zu lassen. Hut ab - wenn ich einen auf hätte ;-))

Lieben Gruß
Andreas
Vor langer Zeit - Antworten
Fianna "Worte tanzen lassen" - freut mich, wenn du das so empfindest.

Danke dir für's Lesen und Kommentieren!

Liebe Grüße
Anna
Vor langer Zeit - Antworten
rumpi diesen zustand kenne ich nur zu gut.

lg,karsten
Vor langer Zeit - Antworten
Fianna Solche Gefühle haben wohl die meisten schon erlebt.

Danke dir für's Lesen und den Kommentar!

Liebe Grüße
Anna
Vor langer Zeit - Antworten
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