Romane & Erzählungen
Dann gäbe es niemand anderen - Kapitel 5 - NaNoWriMo 2013

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"Dann gäbe es niemand anderen - Kapitel 5 - NaNoWriMo 2013"
Veröffentlicht am 14. November 2013, 10 Seiten
Kategorie Romane & Erzählungen
© Umschlag Bildmaterial: Patrizia Tilly - Fotolia.com
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Hallo, ich bin Shanshang und ich bin ein großer Freund von romantischen Geschichten, weshalb ich wohl größtenteils solches hier schreibe. Zudem nehme ich mit "Dann gäbe es niemand anderen" beim NaNoWriMo 2013 teil :) Und wenn ich nicht pünktlich fertig werden sollte, werde ich das Buch trotzdem beenden, halt eben nachträglich.
Dann gäbe es niemand anderen - Kapitel 5 - NaNoWriMo 2013

Dann gäbe es niemand anderen - Kapitel 5 - NaNoWriMo 2013

Montag


Als ich um 8.40 Uhr vor dem Bahnhofsgebäude stand, fragte ich mich, ob bereits ein paar der anderen vor Ort waren. Jetzt, obwohl ich eine halbe Stunde zu früh dran war.

Ich lief zur Rückseite des Gebäudes, zum Bahnsteig, und sah mich um.

Niemand da. Ob sie drinnen waren?

Ich ging zum hinteren Eingang und betrat das Gebäude.

Dort saßen Drei aus meiner Klasse; Irene, Franziska und Claude.

Unbewusst begann ich zu lächeln.

"Hi!", grüßte ich ihn.

Er sah von seinem Handy auf. "Hi."

Ich ging zu der Bank, auf der die Drei saßen und setzte mich neben Claude.

Ich atmete tief durch, um mich zu entspannen. Lynn hatte voll und ganz recht. Wenn ich Sebastian mögen würde, dann würde ich nicht an Claude denken.

Ich seufzte und gab mich damit zufrieden, dass ich ziemlich offensichtlich Claude mochte.

"Sieh mal", sagte er plötzlich und zeigte auf seinen Handy-Bildschirm. "Hier im Internet kostet das Spiel 40 Euro."

Dabei deutete er auf die Anzeige auf dem Bildschirm.

Ich nickte.

"Und hier, beim ´Junker´ kostet es 70."

"So viel?!" Ungläubig starrte ich ihn an.

"Ja! Manchmal denke ich, dass der Geschäftsführer vergisst, dass es noch das Internet gibt und dass er nicht, nur weil er der einzige Elektrohändler im Landkreis ist, so horrende Preise verlangen kann."

"Stimmt."

Wir unterhielten uns noch etwas weiter über Videospiele, die ich selbst ab und zu ganz gern spielte, bis es schließlich neun Uhr war, und somit Zeit, raus, zum Bahnsteig, zu gehen.

Von Herr Ingold noch keine Spur.

Damit war also immer noch Zeit, etwas mit Claude zu plaudern.

Irgendwann trudelten dann allerdings unser Lehrer auf und auch meine

Freundinnen Katja und Julienne auf und das Vorhaben, noch weiter mit Claude zu plaudern, war damit zunichte.

Vielen Dank auch, ihr Zwei, dachte ich ärgerlich.


Während der Zugfahrt war allerdings auch keinerlei Gelegenheit mehr, das Gespräch neu aufzunehmen und so musste ich mich wohl oder übel damit begnügen, von Hendrik, Sebastian und deren bester Freundin, Anna, vollquatschen zu lassen.

Jegliche Versuche meinerseits zumindest zu Claude hinzusehen, über die vier Reihen hinweg, scheiterten, allein an der Tatsache, dass Hendrik mir im Blickfeld

saß.

Ich beschloss, zu versuchen, die Drei auszublenden und holte ein dünnes Buch hervor, von dem ich mir vorgenommen hatte, es zu lesen. Doch sosehr ich es auch versuchte, es wollte mir nicht gelingen, besonders Hendrik nervte einfach viel zu sehr. 

Julienne, die neben mir saß, bekam davon nicht einmal etwas mit, da sie Musik hörte. 

Und so musste ich die Fahrt irgendwie ganz allein überleben.


Als wir in Darmstadt ausstiegen, nach mehr als einer Stunde Fahrt, holte ich tief Luft. Nun war wieder etwas Abstand

von Hendrik, Sebastian und Anna geschaffen.

Ich zog meinen Rucksack strammer und wartete bei Herr Ingold und dem zweiten Lehrer, Herr Moreno, auf Julienne und Katja.

Katja hatte sich zu Mary gesellt, die eigentlich auch ganz nett war - so wie der Rest der Klasse also auch.

Julienne aber kam zu mir und wir begannen, etwas zu plaudern, jetzt, wo sie keine Musik mehr hörte.

"Gibt´s was Neues bei dir?", fragte ich sie, wie immer, wenn gerade niemand anders dabei war, als wir los gelaufen waren, stets den Lehrern folgend, auf dem Weg zur Rosenhöhe.

Sie schüttelte den Kopf.

"Auch nicht mit Hendrik?" Julienne vermutete seit ein paar Wochen, dass Hendrik in sie verliebt war. Wenn sie wüsste, mich hatte er eingeweiht, doch er war nicht ihr Typ und sie fand ihn auch charakterlich nicht ganz so toll.

"Und bei dir? Wie läuft es so mit Sebastian?"

"Frag nicht. Das hat sich erledigt."

Sie sah mich erstaunt an. "Wieso das?"

Ich sehe sie vielsagend an. "Nun, irgendwas kann doch nicht stimmen, wenn man die ganze Zeit, an jemand anderen denkt."

"Also magst du jemand anderen?"

Ich nicke leicht.

"Wer ist es?"

Ich wurde rot.

Sie setzte eine entsetzte Miene auf. "Oje, ich glaub´, ich weiß es."

"Und was denkst du, wer es ist?"

Sie sah sich um und beugte sich seitlich zu mir und flüsterte: "Claude."

Ich sah sie an und wurde noch viel roter. "Ja."

Sie schüttelte nur den Kopf. "Wieso?!"

Ich gab ihr darauf keine direkte Antwort, sondern sagte nur: "Du verstehst es nicht, oder?"

"Ja. Natürlich nicht!"

Ich schnaubte. "Und wieso bitte?"

"Weil... weil es eben Claude ist."

Was war das denn für eine Aussage? Der

mangelte es doch komplett an Begründungen! Diese Aussage konnte ich so einfach nicht verstehen.

Es war nicht nur das Aussehen, das ich an Claude mochte, natürlich nicht, sondern auch seinen Charakter. Claude machte zwar recht oft Späße, vor allem mit den anderen Jungs, auch wenn er älter als sie war, doch er konnte auch ganz vernünftig sein. Er war auch nicht so kindisch, wie die Jungs in meinem Alter - auch durch sein Alter, er war schließlich bereits 18, verhielt er sich erwachsener.

Und ich mochte ihn. Und da war es mir egal, was Julienne dachte.

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Shanshang
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