Gedichte
Der Weg

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"Der Weg"
Veröffentlicht am 19. Oktober 2013, 14 Seiten
Kategorie Gedichte
http://www.mystorys.de
Der Weg

Der Weg

Beschreibung

eine Reise zum Ich

1


jeder tag der selbe weg 
folge ich meinen fußspuren
wann betrat ich ihn das erste mal 
war es sommer herbst oder winter
schien die sonne lag schnee 
oder hatte es geregnet 

2


alles war neu 
und mit jedem tag vertrauter
alles begann sich zu setzen
in ein bild zu fügen 
dieses bild ging man jeden tag ab 
auf dem weg mit dem pfad aus fußspuren 
so das es ein eigener weg auf dem weg wurde 
der weg kannte schon die schritte 
je nach jahreszeit oder stimmung 
zählte jeder schritt 
und wenn auch nur einer fehlte 
fiel es auf dem weg 

3


aus vielen verlorenen schritten 
wurde wieder eine spur 
nur waren diese schritte nicht geordnet 
sondern einzeln 
wie jemand der hüpft 
mal auf den linken 
und mal auf den rechten fuß 
so ging man wie gewohnt seinen weg 
auf dem pfad der fußspuren 
unsichtbar hüpfend 
wie ein kind das man mitführt 
das den weg ganz einnahm 
durch das laub tollte 
mit dem schnee jauchzte 
und durch die regenpfützen stampfte 
mit der sonne lachte

4


der weg hatte es in sich 
oft ging man lustlos los 
und kam dann lustvoll zurück 
oder umgekehrt 
jeder gegangene schritt 
füllt sich wieder voll 
mit einem selbst 

5


eine tonleiter aus fußspuren 
mit schwerer und leichter musik
dann tänzelte man 
weil das glück den selben weg nimmt 
manchmal nahm es dich auf den arm 
oder bog dann einfach ab 
und jedes mal begann man den weg neu 
obwohl der weg dich kannte 
lehrte er dich immer wieder neu laufen 
bis man erkannte das glück war man selbst 
und weil das glück nie alleine war 
huschte es aus jedem busch 
hinterm jeden baum hervor 
schoss wie pilze aus dem boden 

6


so blieben wege nie an einer stelle 
auch wenn es so schien 
nein 
sie trugen dich überall hin 
wohin du laufen willst 
und sei es zu den sternen 
und wenn du mir nicht traust 
dann trau dem weg 
auf dem du gerade stehst 
dein weg 
ganz allein du 
und deine füße und dein herz.

7


mach geschwind 
wege warten nicht gerne 
denen du deine seele 
und leben einhauchst 
ihr nebel ist besonders anzufühlen 
in den morgenstunden vor der zeit 
wenn gestalten 
aus längst vergessenen zeiten 
und sagen 
hindurch hauchen 
sie passen auf dich auf 
du bist nie wirklich alleine 

8


manchmal sind es auch 
verstorbene seelen 
die deinen weg kreuzen
dann bist du der blinde 
und sie helfen dir 
um die hindernisse
das ist dann 
wenn du denkst 
es fällt dir gerade 
ziemlich leicht

9


der nebel selbst 
ist die seele des weges 
sie kann dich erschaudern 
frieren 
aber niemals 
wird sie dich verlieren 
oder du sie
ihr wärmt euch 
gegenseitig 
und singt 
und erzählt euch 
durch die dunkelsten 
gassen.

10


auch wenn du schläfst 
gehst du unaufhörlich weiter
es gibt keine Grenzen 
selbst auf der sonne 
könntest du laufen 
wenn du dir nur selber 
vertraust 
dann wirfst du 
deinen schatten 
auf die planeten 
hüpfst 
von einem 
zum anderem 
ohne jemals 
deinen Weg zu verlassen 

11


das ist 
der wunderbarste 
moment überhaupt 
diese augenblicke 
gefüllt nur mit dir
dann 
bist du selbst 
der Nebel 
und viele 
erkennen 
dich nicht mehr 
doch 
du erkennst 
dich umso mehr

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Lichtfee

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Lichtfee Re: -
Zitat: (Original von Pfauenfeder am 19.10.2013 - 19:35 Uhr) Es erinnert ein bißchen an einen unbekannten Autor:
"Wenn du die Freude suchst,
dann gib kein Geld dafür aus,
lasse sie dir nicht aufschwatzen
und suche sie nicht bei anderen.
Suche sie statt dessen in deinem ganz persönlichen Ich.
Und während du mutig daran arbeitest,
in einem harten und herben Leben,
kommt sie zu dir.
Sie ist genau so groß wie du
deine Freude."

Vielen Dank, für diese einfühlsamen Worte.

Mit lieben Gruß -
Pfauenfeder



Ich danke Dir liebe Pfauenfeder- lg. lichtfee
Vor langer Zeit - Antworten
Pfauenfeder Es erinnert ein bißchen an einen unbekannten Autor:
"Wenn du die Freude suchst,
dann gib kein Geld dafür aus,
lasse sie dir nicht aufschwatzen
und suche sie nicht bei anderen.
Suche sie statt dessen in deinem ganz persönlichen Ich.
Und während du mutig daran arbeitest,
in einem harten und herben Leben,
kommt sie zu dir.
Sie ist genau so groß wie du
deine Freude."

Vielen Dank, für diese einfühlsamen Worte.

Mit lieben Gruß -
Pfauenfeder
Vor langer Zeit - Antworten
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