Beschreibung
Politik, Nachdenken, Was ist wichtig?
Ohnmacht
Stille – alles was wahrgenommen wurde, war stille. Panisch schaute ich mich um, versuchte etwas zu hören, zu fühlen oder wenigstens etwas zu riechen. Nichts. Wenigstens konnte ich meine Gedanken hören. Ob das gut oder schlecht ist steht zur Frage. Angst. Das einzige was ich fühle. Angst vor dem was passieren könnte. Ich malte mir die Schlimmsten Ereignisse im Kopf und es wurde immer mehr. Ich dachte mein Kopf würde platzen, doch nichts geschah. Ich erwachte. Wieder dieser Traum, nicht schon wieder. Ich wickele mich tiefer in die Bettdecke ein und versuche mich zu beruhigen. Es geht nicht. Mein Herz rast, wie eine Eisenbahn, die mit Höchstgeschwindigkeit fährt. Die Notbremsen funktionieren nicht. Ich gebe auf. Ich stehe auf. Ich beginne zu laufen. Ich bemerke wie ich immer schneller werde. Ich kann nicht mehr stoppen. Ich renne. Ich renne um mein Leben. Ohnmacht. Ich erwache erneut. Ich schaue mich um. Ich bin im Krankenhaus. Was für ein Tag. Ich beginne meine Gedanken zu ordnen. Ich kann mich nicht richtig erinnern. Ich weiß nicht mehr warum ich rannte, dennoch war Fakt, das ich es tat. Der Arzt kann mir nicht sagen warum ich Ohnmächtig wurde. Er vermutet eine Panikattacke. Ich bezweifele es. Ich weiß nicht warum, es ist nur so ein Gefühl. Ich werde aus dem Krankenhaus noch am selben Tag entlassen. Anscheinend geht es mir gut, auch wenn ich nicht danach aussehe. Der Spiegel zeigt mir ein Bild des Entsetzens. Zerrissene Kleidung. Schürfwunden. Blaues Auge. Geschwollene Lippen. Wie konnten sie mich in diesem Zustand nur entlassen? Die Zeiten ändern sich. Stark. Irgendwas ist mit mir los. Ich sehne mich nach Stärke, habe aber zu viel Angst vor einem Traum, sodass ich daraufhin in Ohnmacht falle? Was ist schief? Egal, diese Frage soll mich wann anders plagen. Ich gehe, gehe nach Hause. Wobei, welches zu Hause habe ich eigentlich. Gar keins. Zum Glück vergesse ich das immer wieder. Ich bewege mich auf meine Wohnung zu. Niemand wartet dort auf mich. Nicht einmal ein Fernseher oder Computer. Ich habe nichts. Die Wohnung ist leer. Ich habe sie besetzt. Sie ist nun mein. Ich gehe in die Wohnung. Ich lege mich hin und schlafe ein.
Ich wache wieder auf. Ich wasche mein Gesicht. Ich betrachte mich im Wasser. Nichts. Keine Spuren von gestern. Keine Blessuren. Nichts. Komisch. Ich mache mich auf den Weg in die Schule. Heute ist Montag. Schon wieder Montag. Ich laufe, wie jeden morgen. Es sind 15 km. Deswegen heißt es immer früh aufstehen und das mag ich gar nicht. Aber es muss sein. Sonst werde ich gezwungen. Nicht von mir selbst, oder der Schule. Nein. Von der Polizei. Sie bewacht, überwacht und sichert alles. Alles. Das ist verdammt viel. Niemanden interessiert es. Alle sind auf sich und die Gesetzte fixiert. Stärke. Dieser Gedanke durchzuckt mich wie ein Geistesblitz. Ich gebe mich hin. Ich überlege was ich alles ändern könnte, wenn ich die Stärke dazu hätte. Alles. Einfach alles. Ich bin unzufrieden. Extrem unzufrieden. Ich konzentriere mich wieder auf meine Umwelt. Alles grau. Aber was ist grau eigentlich. Grau ist alles was ich sehe. Mir wurde gesagt, alles was ich sehe ist grau, ich kann keine Farben sehen, nur Grautöne. Für mich macht das keinen Unterschied. Im Moment ist eh alles schlecht. Stärke. Wie? Ich konzentriere mich. Lasse alle Gedanken frei. Ich bewege mich nur auf dem Weg zur Schule. Mehr nicht. Schule. Ich gehe in den Unterricht. Meine erste Stunde diese Woche. Spanisch. Französisch. Englisch. Latein. Ich brauche das alles nicht. Genauso wenig wie Farben. Unnötig. Ich komme auch ohne diesen Schnik Schnak klar. Chemie. Physik. Mathe. Biologie. Endlich etwas Interessantes. Ich lerne. Ich merke wie ich mir den Stoff einpräge. Danke. Das hilft mir weiter. Ich mache mich auf den Heimweg. Ich denke über den Stoff nach. Bomben. Elektrischer Strom. Berechnungen. Training. Ich gehe auf dem Weg nach Hause über den Schrottplatz. Frage ob ich dies und jenes mitnehmen kann. Ja. Danke. Es sind ein paar Schaltkreise und eine Autobatterie. Sie helfen mir vielleicht weiter. Vielleicht. Ich gehe weiter. Zurück zu der Wohnung. Ich gehe hinein. Leer. So wie immer. Ich fange an zu trainieren. Angefangen bei der Körperwahrnehmung. Ich konzentriere mich und gehe in mich. Ich spüre jede einzelne Faser der Muskulatur. Sie sind bis zum reißen gespannt. Ich öffne die Augen. Ich dehne mich. Gelenkigkeit. Ich fange an zu trainieren. Stärke. Macht. Kraft.
Was ist das eigentlich? Ich weiß es nicht. So etwas gibt es bis jetzt nicht. Ich muss diese Begriffe wieder neu definieren. Die Begriffe formen das Schicksal. Das Schicksal ist unser aller Weg. Ich forme den Weg der neuen Generation. Bin ich Gott? Gibt es Gott? Ich weiß es nicht. Ich werde aber meinen Weg formen. Ich trainiere bis zum Umfallen. Ich stehe auf. Gehe zum Bett. Lege mich schlafen.
Dienstag. Ich fühle mich stark. Ich gehe zur Polizei. Ich melde mich von der Schule ab. Keine Akzeptanz. Ich zwinge sie zur Toleranz. Sie akzeptieren. Wo kommt diese Stärke her? Egal. Ich habe Sie. Jetzt heißt der Ton Veränderung. Ich gehe zum Regierungssitz. Er lässt mich nicht rein. Nachhelfen. Jetzt aber. Ich laufe. Ich laufe zum Kanzlerbüro. Es ist leer. Ich setzte mich auf den Stuhl. Ich schreibe etwas auf Papier. Auflösung der meisten Gesetzte. Unterzeichnet (Platzhalter). Veränderung. Freiheit. Weg von Überwachung. Privatleben. Endlich frei. Ich erkenne was mein Traum war. Die ehemalige Realität. Nichts zu schaffen. Nichts zum wehren. Keine Chance. Endlich geschafft.
Vielen Dank für das Lesen meiner Kurzgeschichte. Ich mag solche gestückelten Sätze. Ich hoffe Sie verzeihen es mir.
Mit freundlichem Gruß
Z3rb4n