Beschreibung
Wie wohl die Welt aus einem anderen Blickwinkel wirken mag.
Ich weiß es nicht aber ich kann versuchen es mir vorzustellen.
Und aufzuschreiben.
Das erste was ich in dieser Welt sah, war ein gleißend helles Licht.
Seltsame Geräusche umgaben mich.
Und da waren auch noch sie.
Diese Wesen ...
Sie bewegten sich im Licht, tanzten um mich herum.
Sie waren unglaublich schön und beeindrucken groß.
Manche unterbrachen ihren Tanz und kamen dichter an mich heran, doch wenn ich mich nach ihnen streckte, entfernten sie sich sofort wieder.
Sie fuhren dann mit ihrem Tanz fort.
Sie waren magische Wesen und wirkten Wunder.
Mal wurde es heller um mich herum, dann wieder dunkler. Es wurde eiskalt und dann wieder unglaublich heiß.
Eines von ihnen ließ etwas vom Himmel fallen.
Ich wusste nicht was dieses Geschenk der großen Wesen war.
Ich berührte es vorsichtig.
Es fühlte sich ganz weich an und es roch sehr angenehm.
War dies etwas zu essen?
Ich wollte es einmal probieren.
Es schmeckte unglaublich gut und erfüllte mich mit einem herrlichen Gefühl von Zufriedenheit.
Die Großen mussten es gut mit mir meinen, denn sie tanzten nun noch schneller um mich herum.
Sie fingen an zu singen.
Es waren seltsame Töne und jedes von ihnen sang vollkommen anders.
Sie sangen zueinander und mancheines änderten seinen Tanz wenn es angesungen wurde.
Was waren sie nur ...
Ich wollte sich fassen, sie fühlen.
Ich bewegte mich auf jenes zu welches mir zu Essen gab.
Es war zum Greifen nahe, aber ich konnte es einfach nicht berühren.
Eine unsichtbare Barriere hielt mich zurück.
Diese war kalt und glatt gewesen.
Als das Große Wesen, welches mir zu Essen gegeben hatte, mich bemerkte wich es schnell zurück.
Hatte ich es verschreckt?
Ich beobachtete wie es zu den anderen sang.
Dann fing es an sich um mich herum zu bewegen.
Nach ein paar Umdrehungen stand es ganz still hinter mir.
Erneut versuchte ich mich ihm zu nähern und wurde wieder von dieser unsichtbaren Kraft zurückgehalten.
Was war dies bloss?
Wieso konnte ich nicht weiter?
Ich blickte mich nochmals um, und bemerkte das diese Barriere nicht wirklich unsichtbar war.
Sie war überall um mich herum.
Ich bekam etwas Angst.
War ich hier gefangen?
Hatten die Großen dies getan?
Aber warum?
Sie waren doch gut zu mir - sie gaben mir zu essen, sie tanzten und sangen für mich.
Auch Licht und Wärme schenkten sie mir.
Ich fing an die Barriere abzutasten.
Wenn ich sie auch nicht richtig sehen mochte, konnte ich sie immernoch erfühlen.
Als ich nun damit begann verstummten ihre Gesänge und auch zu tanzen hörten sie auf.
Dann kamen sie immer dichter.
Ich hätte inzwischen mein kleines Gefängnis erforscht.
In jeder Richtung stieß ich auf diese kalten, glatten Wände.
Mit einem Mal wurde es sehr kalt und ich kauerte mich in einer Ecke zusammen.
Es war so kalt geworden,dass ich mich kaum noch bewegen konnte.
Dann spürte ich etwas.
Eines der Großen hatte mich berührt und ich mochte es nicht.
Meine kleine Welt versank in einem Nebel aus rot.
Es sollte vorbeigehen, soll aufhören.
Als der Nebel sich langsam lichtete, blickte ich auf ein seltsames Gebilde, dass das Wesen auf mich gerichtet hatte.
Dieses Ding hatte mich berührt und den roten Nebel gerufen.
Als es sich zurückzog wurde es wieder wärmer um mich herum.
Ich aber blieb in meiner kleinen Ecke.
Der rote Nebel war zwar weniger geworden aber immer noch da und jede Bewegung würde ihn wieder aufleben lassen.
Ich hatte die Großen um mich herum fast vergessen als ihr Gesang und ihr Tanz erneut begannen.
Eines ließ wieder etwas Essen herabfallen, aber das interessierte mich nicht.
Ich wollte nur das der Nebel sich verzog und nie wiederkehren möge.
Da wurde noch etwas Essen herabgelassen.
Es lag ganz dicht bei mir.
Vielleicht konnte es den Roten Nebel vergessen machen.
Ich ass etwas und tatsächlich verschwand er.
Aber das erwartete Gefühl von Zufriedenheit und Freude blieb aus, so wollte ich auch das andere haben.
Enttäuscht stellte ich fest das auch dies nicht den gewünschten Effekt hatte.
Die Wesen standen wieder still da und beobachten mich.
Was wollten sie von mir?
Ein kurzer Gesang, und dann das Nebel-Gebilde.
Es kam direkt auf mich zu.
Ich wollte schnell in eine Ecke und jedesmal, das es mir folgte, zog es mich voll Angst in eine andere.
Die Großen sangen wieder, alle gleichzeitig und alle sehr laut.
Dann erschien ein zweites Gebilde und zusammen drängten sie mich in die Enge.
Gleich würde er wieder kommen, der Rote Nebel, den ich so fürchten gelernt hatte, würde meine Welt erneut erfassen.
Ich kauerte mich voller Angst zusammen und erwartete das Unvermeidliche.
Doch nichts passierte.
Die Gebilde zogen sich zurück.
Dankbar blickte ich zu den großen Wesen auf.
Doch da war nur noch eines von ihnen.
Es blickte mich an und fing an zu singen, aber nicht zu einem der anderen.
Es sang zu mir.
Ich verstand diese Geschöpfe nicht.
Wollten sie mir Gutes oder Böses?
Oder gar beides?
Wollte vielleicht jedes etwas anderes?
Dieses große Wesen war wohl das mächtigste und gütigste von ihnen.
Es vermochte alle Arten von Wundern zu vollbringen.
Es ließ auch Nahrung herab aber viel mehr als die anderen und alles war verschieden.
Manches hard, andres weich.
Ja und alles schmeckte anders.
Oder mal wurde es in einer der Ecken warm und hell, dafür in einer anderen dunkel und kühl.
Es vermochte sogar mich an andere Orte zu bringen.
Ich war zwar immer in meiner kleinen Welt, aber alles jenseitige änderte sich.
Die jenseitige Welt war jedesmal eine Andere.
Als ich von den vielen Wesen umringt war, konnte ich nur etwas davon sehen.
Was ich dort sah war ein Jenseits von Weiß und Silber, doch diese anderen waren bunt, in allen Farben und immer anders.
Und immer war da dieses eine Wesen, das nur zu mir sang.
Ich bemerkte bald das es einen Rhythmus in dieser jenseitigen Welt geben musste.
Erst war alles immer dunkel.
Dann erstrahlte sie in allen Farben, und auch mein großes Wesen würde bald kommen um für mich zu singen und mir zu essen geben.
Als es dann anfing wieder dunkler zu werden, ging es fort und kam erst zurück wenn es wieder hell war.
Es wechselten sich oft dunkel und hell ab und ich begann zu verstehen.
Zuerst nur einzelne Gesänge wenn es Essen gab, oder das Wesen kam und wieder ging.
Der Gesang war ihre Sprache, es redete mit mir und ich hörte zu.
Vieles verstand ich nicht.
Aber ich lernte Gesänge wie "Nacht" und "Tag" ,die Phasen von hell und dunkel hießen.
Essen war "Futter", und das Wesen hatte auch einen Gesang für mich.
Er lautete "Probe8".