Fantasy & Horror
Monster

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"Monster"
Veröffentlicht am 18. September 2013, 18 Seiten
Kategorie Fantasy & Horror
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Monster

Monster

Beschreibung

Is mein erster Versuch

hat noch keinen namen

Am Anfang fühlte es sich an als würden Ameisen auf meiner Haut krabbeln. 

Ich versuchte es abzuschütteln.

Es kitzelte einfach nur etwas. Nicht, hör auf. Das kitzelt.

Dann kam der Schmerz.

Nicht einfach nur Schmerz.

Nein. 

SCHMERZ!!! 

Ich wand mich, zuckte,schlug und trat, versuchte mich loszureißen.

Doch vergebens.

Alles wurde hinweggefegt.

Jeder winzige Gedanke. 

Nichts blieb, als dieser SCHMERZ!!!!

Dann eine Erinnerung: 

Zeit ist relativ. 

Nimm ein heisses Mädchen in den Arm und eine Stunde verfliegt wie eine Sekunde. 

Aber fass eine heisse Herdplatte an ....

Ja,das beschreibt es ganz gut.

Aber wenn das so ist, wie lange mochte ich das alles schon ertragen? 

Eine Minute, eine Sekunde oder vielleicht sogar noch weniger. 

Erst da bemerkte ich es. 

Der Schmerz nahm ab, kam jetzt in Wellen und dazwischen .... garnichts.

Kein SCHMERZ. 

Dazwischen war Zeit, so unendlich viel Zeit. 

Ich versuchte erneut mich zu bewegen aber weder Arme noch Beine wollten sich bewegen. 

Ich könnte sie nichtmalmehr richtig fühlen.

Was war das - was passierte hier? Wo war ich hier? 

Dann traf mich die Erinnerung - die Strasse, die Dunkelheit und dann dieses Zeug ...

Dieses Ding, was auch immer es war. 

Ja. 

Es hatte mich gepackt, hat mich von der Strasse gerissen und in den Wald gezogen.

Und dann? 

Ich glaub das Ding hat mich gefressen.

Aber nicht mit einem Maul oder Zähnen.

Nein, es wickelte sich um mich und danach - dieses Kribbeln, der .... SCHMERZ.

Da war es wieder, aber schwächer, ja beinahe erträglich.

Und trotzdem eine ganze Ewigkeit verpackt in einen winzigen Moment.

Als es nachließ wurde mir bewusst warum der Schmerz (ja, nur noch Schmerz) nachließ. 

So simpel.

Es frass mich ...

Ganz einfach, oder? 

Natürlich tat es nicht mehr so weh - war ja auch kaum noch was von mir übrig.

Es frass sich wohl zuerst durch meine Haut (Kribbeln) und dann durch mein Fleisch (SCHMERZ) und nun nagte es nurnoch die Knochen ab.

Es war seltsam.

Ich dachte wenn ich jemals dem Tod begegne, würde mein Herz mir bis zum Hals schlagen und kochendes Blut durch meine Adern ...

Oh, stimmt ja.

Welches Blut.

Welche Adern.

Nein. 

Sowas war nicht mehr da.

Aber seltsam war es schon.

ICH war immer noch da.

Konnte noch immer denken.

Also war mein Gehirn noch da. 

Ich konnte noch immer denken.

Ob es sich so anfühlt den Kopf nicht nur sprichwörtlich sondern tatsächlich zu verlieren.

Dann dauert es wohl auch nicht mehr lang bis mein Hirn dran ist.

Ich meinte mich zu erinnern das man im Gehirn kein Schmerzempfinden hat. 

Ein Silberstreif am Horizont?

Ansichtssache.

Dann plötzlich kam es.

Erst dachte ich, die Nummer mit dem fehlenden Schmerzen im Hirn wäre am Ende doch falsch gewesen.

Aber das war kein Schmerz.

Nein.

Sicher nicht.

So etwas war völlig neu.

Ich spürte wie es sich näherte.

Es war in meinem Hirn, in meinem Geist.

Es hatte mir alle Empfindung meines Körpers genommen (hatte mir den Körper genommen) und jetzt wollte es meinen Geist?

Will es auch meine Seele fressen und nichts von mir übrig lassen?

Es begann ...

Das war anders als bei meinem Körper.

Ich wurde nicht weniger - nein ich wurde mehr.

Ich konnte es spüren. 

Spürte wie es sich bewegte/lebte.

Meine Seele würde seine werde und den Hunger stillen.

Es war wie Einschlafen, ich entglitt mirselbst.

Ich/Es nahm wieder meine Umgebung war.

Durch seine Sinne.

Mondlicht, Blätterrascheln, kalte feuchte Nachtluft auf meiner/seiner Haut. 

Der Geschmack und der Geruch nach Blut überall um mich/es herum.

Ich began seine Gedanken zu fühlen.

Gedanken?

Nein, das hier war reiner als jeder Gedanke.

Das waren Instinkte.

Mehr war da nicht.

Soll das mein Ende sein?

Gefressen von einem hirnlosen Tier?

.....

Und da war ER.

Mächtiger als je zuvor.

ER war immer bei mir gewesen.

Hatte mich gelehrt mit nichts als IHM allem und jedem zu widersetzen. 

Jahrelang genährt und doch immer in Ketten gelegt war ER nun bereit. Mein HASS.

Mein HASS auf die Menschen.

Mein HASS auf Welt.

Mein HASS auf Gott.

Mein HASS auf alles und jeden wie ich IHN immer in mir trug.

ER gab mir jetzt seine ganze Kraft.

Es war wie Feuer.

ER war wie Feuer.

Nie in meinem gesamten Leben fühlte ich mich so stark.

In diesem Moment wusste ich was zu tun war.

Nicht nur dieses Ding hatte Instinkte. 

Auch meine meldeten sich wieder.

Angeheizt von schier grenzenlosem HASS auf dieses Wesen.

Vielleicht war dies ein Rest aus unsere Vergangenheit, immerhin fing alles Leben einmal als einzele Zelle an.

Überleben, um jeden Preis.

Mein Körper war weg. 

Mein Hirn nur noch Mus.

Soll mir recht sein.

Aber mein Geist/meine Seele die waren noch da.

Und dieses Ding wird mein neuer Körper werden.

Es machte einen grossen Fehler indem es versuchte mein Seele auchnoch zu fressen.

Jetzt werde ich es sein der dich fressen wird. 

Ich würde mir sein Wesen aneignen, es zu meinem machen. 

Es hatte mich langsam in sich auflösenwollen aber nun kam ich angestürmt.

Mit meinem ganzen Sein stürzte ich drauflos.

Griff mit meinem Geist nach seinem und zerfetzte ihn Stück für Stück.

Es war als läge man mit einer schweren Grippe im Bett. 

Jede Bewegung fällt schwer und man will einfach nur liegen bleiben.Aber mit einem mal reißt man sich auf und fängt an einen Marathon zu laufen. 

Man weiß das es eigentlich nicht möglich ist, schon garnicht gesund und doch tutan es einfach.

Ja, so fühlte ich mich.

Nichts war mir geblieben.

Es hatte alles genommen.

Nun war ich dran.

Sein Geist wurde schwächer.

Meiner stärker.

Sein Fleisch wurde mein Fleisch.

Und dann war es weg.

Es verschwand einfach so.

Nein, es verschwand nicht.

So wie ich vorher nicht verschwand.

Es löste sich in mir auf.

Wie Spock es sagen würde:

Ich war eins mit ihm geworden.

Meine Gedanken wurde zu seinen Gedanken.

Mein Geist zu seinem Geist.

Ich war lebendig. 

Und was am wichtigsten war:

Ich war immernoch Ich.

Naja, fasst. (eher Ich+)

Ich+ versuchte mich zu bewegen, was garnicht mal so leicht war. 

Mein neuer Körper hatte keine Arme oder Beine und auch meine Sinne waren anders.

Ich+ konnte sehen und hören, hatte aber keine Augen oder Ohren im eigentlichen Sinn.

Ich+ nahm alles über meinen ganzen neuen Körper war. 

Und ich+ spürte auch wieder etwas. In mir.

Es war unangenehm hart und schmeckte nach Zement und Holz.

Es dauerte etwas bis mir klarwurde was.

Ja, das waren meine Knochen. Inzwischen angenagt.  

Selbst der Schädel war leer. 

Wie eine Schlange, die eine Maus im ganzen frisst.

Ein leichte Bedauern überkam mich.

Nach ein paar Versuchen begann ich+ mich zu bewegen. 

Es zog mich in eine kleine Höhle unter einem Felsen.

Kriechend und schlängelt ging es voran.

Mich überraschten die Geschwindigkeit und die Kraft meines neuen ich's.

Im Nu hatte eine beachtliche Entfernung zurückgelegt und es strengte mich auch nicht sehr an.

Hätte ich+ meine ehemaligen Knochen nicht auch noch mitnehmen müssen, hätte ich+ leicht an die 500 Meter in einigen Sekunden zurücklegen können.

Als ich dann in dieser winzigen Höhle lag, überkam mich der Wunsch zu schlafen, mich auszuruhen (und ja zu verdauen). 

Mein neues ich+ wusste einfach das dies ein sicherer Platz war.

Nichts würde meinen Schlaf stören oder besser, nichts in diesem Wald würde es wagen.

Zum Glück war es sehr dunkel in dieser Höhle, ich wusste nämlich nicht wie ich meine Augen schliessen sollte, wo ich doch garkeine echten hatte. 

Ich rollte mich ein wie es ein Füchse tun würden. 

Schlaf.

Wunderbarer Schlaf.

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Gebell von Hunden und die Stimmen von Männern weckten mich auf.

Noch im Halbschlaf, drehte ich mich um und versuchte wieder in die wohligen Arme des Schlafes zu gleiten.Seit doch bitte etwas leiser.Ein Gewirr aus unverständlichen Stimmen und Geräuschen.Bitte, noch ein bisschen länger.Eine Sirene und das Knacken von Ästen.Ok. Ok. Ich steh ja auf.Ich richtete mich auf und versuchte aus dem Bett zu steigen.Bett? Nein, kein Bett.Ein Haufen Blätter in einer kleinen Höhle. Zuerst verstand ich nicht was das sollte. Dann die Erinnerung und der Schock.War das etwa doch kein Traum gewesen?Nein, es war wirklich passiert.Ich wurde angegriffen.Wurde gefessen.Wurde ....Zu diesem Ding!Da lagen sie am Ende des Blätterbettes und starten mich an.Meine eigenen Knochen.Befreit von jeglichem Fleisch und in einer seltsam wirkenden Haltung.Als wäre ein Skelett einfach aus einem Sack geschüttet worden.Jetzt wurde mir bewusst was das für Lärm war.Wie lange hatte ich wohl geschlafen.Bilder vom Höhleneingang drangen in meinen Geist.Sonnenlich in verschiedenen Farben.Erst grau und rot. Dann gelb und grell.Rot und Blau.Dann Dunkelheit Viele male wiederholte sich dieses Bild.Mehrere Tage also?Also werde ich gesucht?Aber was, wenn sie mich finden?So wie ich jetzt bin.Mit einem ganzen Haufen Knochen direkt neben mir.Sie werden denken ich bin tot.Bin ich tot?Nein! Vielleicht der Körper (der menschliche Körper).Aber ICH ...Ja, ich bin noch da.Was sollte ich machen?Die Hunde würden meine Überreste sicher gleich finden.Würden die Leute direkt hierher führen.Muss mich verstecken.Aber wo? Die Hunde waren nahe.Ich konnte sie hören und ...Und riechen? Nein, schmecken.Ich schmeckte sie in der Luft.Ja, so wie es Schlangen können.Schlangen ....So ähnlich war dieser Körper ja auch gebaut oder nicht?Eher eine Art Schnecke?Gebell am Höhleneingang!Sie sind hier!Weg! Ich musste hier weg!Konnte nirgends hin.Ein Gedanke blitzte auf.Ich wusste was ich machen musste.Nicht denken, machen.Der Boden.Die Erde. Weich und warm.Sicherheit verheissend.Ich lies es einfach geschehen.Mein neues ich wusste und machte.Wie Eis in der Sonne schmolz ich.Versickerte im Boden. Fast wie schwimmen und tauchen.Die Geräusche würden dumpf.Noch etwas tiefer.Wurzeln und Steine umfloss ich einfach.Tief genug und nun weg hier.Meter für Meter schwam ich durch Erdreich. Von da oben hörte ich Rufe."....gefunden!" war alles was ich verstand.Dann wurde es ruhiger.Ich wollte wissen, was da oben passierte. Die Neugier wuchs, doch die Vorsicht hielt mich hier unten.Ich will es sehen.Will es hören.Und wie zuvor reagierte mein Körper auch ohne mein zutun.Ich spürte wie ein kleiner Teil sich verzweigte, wie eine kleine Pflanze der Oberfläche entgegen trieb.Nur noch wenige Zentimeter..Luft. Sonne.Erstaunlich.Ich sah, ich hörte durch dieses winzige Ding auf das Treiben an der Oberfläche.Die Hunde waren weggeführt worden.Und einige Menschen mit einem seltsamen Apparat traten an die Höhle.Von hieraus betrachtet wirkte der Eingang winzig.Kaum gross genug für einen Kopf.Dort drinnen hatte ich mich also versteckt. Meine kleine Zuflucht schien mir viel größer zu sein.Ein anderer Blickwinkel eben.Das Land hinter den Spiegeln?Sie setzten den kleinen Apparat in das Loch und er fuhr hinein.Ein Spielzeugauto mit Kamera also.Die Hunde hatten ihnen gezeigt, wo sie suchen sollten, aber sie wollten wohl erst mal sehen was sich dort versteckte.Da könnt ihr so lange suchen wie ihr wollt.Da, eine Reaktion. Sie haben was entdeckt.Befehle werden gebrüllt.Männer mit Spaten rücken an.Und fangen zu graben an.Ich hatte genug gesehen.Sie würden meine Knochen ausgraben und mitnehmen.Es warscheinlich als den Angriff eines Tieres interpretieren und fertig.Naja, nicht ganz falsch oder?Ich zog den kleinen Trieb wieder zurück und machte mich durch die Erde davon.Tiefer in den Wald. Wo mich keiner sucht und keiner finden wird.Ich muss nachdenken.....Und ich habe Hunger!
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Legion

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Legion Re: - Danke. Hab das ganze n bisschen abgewandelt.
Die Sache mit dem Clown hab ich zb. Weggelassen.;)
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Stefanremo Ein wirklich ( wenn man das so überhaupt nennen darf) toller Alptraum. Der sich echt toll lesen lässt. :)

LG
Stefanremo
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