Gedichte
Meinem Onkel - Gereimtes 01

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"Meinem Onkel - Gereimtes 01"
Veröffentlicht am 26. August 2013, 14 Seiten
Kategorie Gedichte
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Meinem Onkel - Gereimtes 01

Meinem Onkel - Gereimtes 01

Beschreibung

Heute ganz frisch aus meiner kleinen Schreibstube :) - Testweise -

 

Meinem Onkel

 

 

Ja nun bist bald 80 Jahre

und ganz weiss sind Deine Haare,

immer noch ein Trampeltier.

 

Deine Überzeugungen halte ich in Ehren

kann mich eh` nicht gegen wehren.

Hör´ Dir zu so wie Du mir.

 

Neulich waren wir bei Euch

und Du redet´st wirres Zeuch,

von den Egomanen dieser Welt.

 

 

 

Mal, da sind´s Kapitalisten,

auch Arbeitslose sind Egoisten,

von Beiden er nun gar nichts hält.

 

Hat geschuftet ´s Leben lang,

um die Zukunft ist´s ihm bang:

Keiner hat mehr ´ne Moral!

 

Ausbeuter sind die einen Leute,

Arbeitslose leben nur für´s Heute,

beides sind für Dich ´ne Qual.

 

 

 

Lassen sich vom Staat verwöhnen

und das Leben sich verschönen

auf Kosten der Rechtschaffenden.

 

Und so sitzt Du, oft mit Tränen -

wenn ich das mal darf erwähnen -

und zählst zu den Gaffenden.

 

Geiferst höchst moralisch,

nimmst auch alles ziemlich tragisch

was ich Dir erzähle:

 

 

 

Das ich Musiker geworden bin

ist für Dich besonders Schlimm.

So, als wenn ich gern Dich quäle.

 

Busfahrer, ja, DAS wär´s gewesen!

Steuern zahlen, Bildzeitung lesen,

und „der Allgemeinheit dienen“.

 

Brav sein und stets angepasst

damit DU mich auch ja nicht hasst.

Reiß Dich mal am Riemen“ ….

 

 

 

Und so wird so mancher Tag

ganz anders als ich´s gerne mag:

Sitzen wir und streiten.

 

Erstmal über Politik, ja, so fängt es immer an.

Und schon sind Hartz IVler dran!

Zähl`ja auch zu „diesen Leuten“.

 

Still sein soll ich, leise reden, lieber flöten,

könnten Dich die Nachbarn töten?

Ach, wie peinlich Dir das ist!

 

 

 

Und so muss ich Neffe sein

komm` mir vor wie´s letzte Schwein.

Denk dann nur an unsre Frist....

 

80 Jahre bist bald alt

und der Tod macht niemals Halt,

nicht vor Dir und nicht vor mir.

 

Sollen wir die letzten Jahre, Tage,

bleiben lassen uns zu Plage?

Neulich saß ich bis nach Vier....

 

 

 

Sozialist“ stand auf Deiner Fahne,

doch ich fall´ ja aus dem Rahme,

weil ich Künstler worden bin.

 

Respekt, ja, den bring`ich für Dich mit,

doch Du machst ´nen harten Schnitt!

Falle immer wieder rinn.

 

Du verstehst nicht, das die Reichen

nach wie vor geh´n über Leichen,

wenn´s zu ihrem Vorteil reicht.

 

 

 

Arbeit“ wie es früher war

gibt es heute auch noch zwar,

es sich aber doch nicht gleicht:

 

Arbeitsplätze ohne Recht

find ich -wie Du- besonders Schlecht.

Und erst recht ohn´ richt´ gen Lohn!

 

Arbeit unter Subventionen

gegen alle Konventionen

sind für mich der blanke Hohn.

 

 

 

 

 

 

 

Also sollten wir uns mögen,

daß sich alle Balken bögen:

Du Gewerkschaftsvorsitzender in Rente...

 

Ich, der Künstler wie so viele,

gar nicht mit dem Gelde spiele ...

Ist der Streit gar eine Ente?

 

Eines schickt sich nicht für alle

und so denk`ich für den Falle,

das ich wiederkommen werde:

 

 

 

 

 

Streiten lohnt sich wirklich kaum

denn die Zeit hat kaum noch Raum,

bald schon sind wir in der Erde!

 

 

 

 

 

 

(Aus: "Auf dem Weg zu Dir" ® http://marcopol62.wix.com/marcopol )

 

 

 

 

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marcopol Liebe Gerlinde, Danke für Deinen Gruß und Deinen Kommentar.

Ich seh´ schon (beim Lesen DEINER Zeilen), wir verstehn uns....

Gruß der marcopol
Vor langer Zeit - Antworten
GerLINDE Das sind sehr nachdenkliche Zeilen. Jedem so lassen, wie er nun einmal ist, wäre eine harmonische Alternative in der Verwandtschaft. Aber die Realität sieht leider oft anders aus.
Ein Künstler zu sein, verdient vollsten Respekt.
Mit Interesse habe ich alle anderen Zeilen gelesen.

Lieben Gruß
Gerlinde
Vor langer Zeit - Antworten
marcopol Re: - Hallo Trollbär,

vielen Dank für Deinen Kommentar. Die Kunst, auch die Literarische, hat nach meinem Dafürhalten u.A. die Aufgabe der Wirklichkeit eine andere Wirklichkeit gegenüber zu stellen. Und sei es auch nur, indem sie die von uns erlebbare Realität anders interpretiert. Die Realität ist ja, das eben nicht jeder "den anderen so nimmt wie er ist". Das ist zwar eine schöne und berechtigte (moralische) Grundforderung, aber der Mensch wäre ja nicht Mensch, wenn er an dieser Anforderung nicht auch zuweilen scheitern würde. Und damit beschäftigen sich (nicht nur ...) meine gestern geschriebenen Zeilen....

Gruß vom marcopol

Zitat: (Original von Zeitenwind am 27.08.2013 - 08:37 Uhr) Ich denke mal, das Leben ist viel zu kurz um sich ständig zu streiten. Wenn jeder den anderen so nimmt wie er ist und ihn so sein lässt, kommt man im Leben ganz gut klar. Jeder hat eine andere Meinung, jeder ist anders und man selbst ist sich auch nicht immer treu ... also was solls. Jeder macht das was in seinem Innern schlummert.
Gut aber dennoch, dass man bis um vier gesessen und geredet hat, oder?

Gruß vom Trollbär

Vor langer Zeit - Antworten
Zeitenwind Ich denke mal, das Leben ist viel zu kurz um sich ständig zu streiten. Wenn jeder den anderen so nimmt wie er ist und ihn so sein lässt, kommt man im Leben ganz gut klar. Jeder hat eine andere Meinung, jeder ist anders und man selbst ist sich auch nicht immer treu ... also was solls. Jeder macht das was in seinem Innern schlummert.
Gut aber dennoch, dass man bis um vier gesessen und geredet hat, oder?

Gruß vom Trollbär
Vor langer Zeit - Antworten
Eisauge Re: Re: du hast die Globetrotter vergessen.... -
Zitat: (Original von marcopol am 26.08.2013 - 21:35 Uhr)
Zitat: (Original von Eisauge am 26.08.2013 - 17:43 Uhr) die mag er bestimmt auch nicht...:-))
Noah


Doch doch, er ist ja selber einer ... :)


ach so...da versteht man manches was du über ihn schreibst besser!..:-))
Vor langer Zeit - Antworten
marcopol Re: du hast die Globetrotter vergessen.... -
Zitat: (Original von Eisauge am 26.08.2013 - 17:43 Uhr) die mag er bestimmt auch nicht...:-))
Noah


Doch doch, er ist ja selber einer ... :)
Vor langer Zeit - Antworten
Eisauge du hast die Globetrotter vergessen.... - die mag er bestimmt auch nicht...:-))
Noah
Vor langer Zeit - Antworten
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