Humor & Satire
Welch seltsame Begegnung Teil 6

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"Welch seltsame Begegnung Teil 6"
Veröffentlicht am 22. Juli 2013, 8 Seiten
Kategorie Humor & Satire
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Welch seltsame Begegnung Teil 6

Welch seltsame Begegnung Teil 6

Beschreibung

Dies ist mein erstes Buch.. Es geht um einen Theater Techniker, der durch komische, kosmische Komplikationen aus seinem tristen Dasein gerissen wird. Ich freue mich sehr über konstruktive Kritik und über eure Meinung sowieso.. Viel Spaß beim Lesen.. ;)

Kapitel 7

Die Hand schützend vor meinen Augen, betrachte ich den wolkenlosen Himmel über mir.
Der Monsun verbrennt meine Haut und läßt mein Blut kochen.
Was mache ich hier? Wie bin ich hierher gekommen?
Ein stetig sanfter Windhauch füllt meine Fußspuren mit kleinen Diamanten und löscht erbarmungslos meine Spuren aus der Zeit.
Erschöpfung zwingt mich in die Knie.
Der Schmerz brennt heißer, als die Sonnen hinter mir.
Doch ich bin immer noch da.
Ich bin immer noch hier.
Aber meine Zeit läuft ab.
Ich spüre und sehe es, wie meine Haut immer dünner und bleicher wird - einer Mumie gleich, legt sie sich um meine vertrocknenden Knochen. Der Sand vor meinen Augen fängt an zu tanzen und formt Worte aus flüssigem Glas.
Mit schwindenen Kräften und verklärtem Blick lese ich.
Der Witz darin läßt mich erst lächeln und dann lautlos lachen.
Trockener Staub weht über meine blutleeren Lippen.
Mir entgeht dabei die verschleierte Gestalt, die mich nachdenklich mustert, resignierend die schmalen Schultern hebt, um sich dann von mir abwendent, mit dem gleißenden Horizont zu verschmelzen.
Ein Mond geht auf.
Dann noch einer.
Meine Welt ist dies hier definitiv nicht.
Schwarzblau leuchtet mein Antlitz im Mondlicht.
Mein mühsam erhobener Zeigefinger, wirft doppelte Schatten, aber ein "ähm" bekomme ich nicht mehr zu stande. Es kratzt und rauscht in meinen Ohren. Ist das nicht Jimmy`s  Les Paul, die da rockt?

"And if you feel that you can`t go on,
                                 in the light you will find the road."

Ich versuche meine müden Knochen zu bewegen, nichts...
Ich bin eine zu Stein gewordene Legende, die auf der Strasse ins nirgendwo entlang rollt.
Auch der Rock`n Roll in meinen Ohren, vermag mich nicht zu erwecken.
Die Sterne über mir fangen an zu zittern, meine Vision wackelt, und klappt zu wie ein Buch.
 
Dem Buch des Lebens.
 
"A picture of a Lady with a Baby kills me softly!"

!!! RUMMS !!!

Eine LP, segelt an meinem Kopf vorbei.
Wie ein verdammter Frisby.
Landet elegant auf meinem Plattenspieler.
Und ja, ich besitze noch ein solch archaisches Maschienchen der Klangerzeugung.
Denn nichts klingt so gut, so wirklich richtig gut - und "god damned" das mein ich auch so - wie alte, zerkratzte Platten aus der Ära des Rock.
Wie von Geisterhand setzt der Tonarm sein Werk fort.
Die blondgelockte Erscheinung, a la Robert Plant, die sich sogleich vor mir materialisiert und sich in wilden ekstatischen Zuckungen hingebungsvoll dem Headbanging widmet, erkenne ich unschwer an seinem goldenem Leuchten wieder.

"Yeah, yeah, yeah!" Engelchen ist voll in Fahrt.
 
Bonzo hämmert auf die Drums ein, als geb's kein Morgen.

"Rest in Peace, Bruder", gehts mir durch den Kopf.
 
Ich blicke mich um. Mein Zimmer wurde wohl während meiner geistigen Abwesenheit, ein klein wenig umgestalltet.
Ich sitze umgeben von sich auftürmenden LP`s, die wie Stalakmiten aus dem Boden wachsen, auf dem Hippieteppich in meinem Wohnzimmer.
Eine von Motten zerfressende Neuerwerbung aus dem Antiquitäten Geschäft von nebenan.
Eingerahmt, von ca.4000 Lp`s, die eigentlich sorgfältig sortiert nach Jahrgang und von A-Z - ich bin da sehr pingelig - in dem extra für teures Geld und nach meinen Maßangaben von einem Fachmann für Holzdesign hergestelltem Wandschrank stehen sollten, finde ich zurück in die Realität.

"Urg!", entfährt es meiner noch immer leicht staubigen Kehle, als ich mein Heiligtum entweiht sehe.
 
"Achtung!!! Dosenöffner anwesend", Engelchen grient.
Katzi schielt schuldbewusst um einen Stapel Platten herum.

Mir platzt förmlich der Kragen. Im wahrsten Sinne des Wortes.
Einer Gewehrsalve gleich, fliegen meine Knöpfe dem Lockenkopf um die Ohren.

Was diesem ein überraschtes "WOW" entfahren lässt.
Ich bin schon froh, das ihm nichts anderes entweicht.

"Ich bitte mir mehr Respekt aus!!!", brülle ich wutschnaubend in die illustre Runde.
"Und du, du kleiner Quälgeist in Katzengestalt, scher dich gefälligst zum Teufel. Ist das etwa der Dank dafür, das ich dich jahraus und jahrein umhegt und gepflegt habe?"

Katzi baut sich würdevoll vor mir auf, leckt sich ihr Samtpfötchen und fährt sich damit elegant durch den Bart..                       

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Hörbuch

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moscottb

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anna9111 ich warte.. - schön, das es weiter geht, aber nun nicht ausruhen..
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