Beschreibung
Einen Obolus dem, der die Gedanken errät, vor allem dann, wenn den Augen etwas geboten wird, was das Kleinhirn verrückt spielen lässt...
Oh, schon wieder diese Frau…
Diese ganz gemeine S...!
Wie ich sie so arg verachte!
Weil sie Schlimmes mit mir machte
Wie sie guckt und auch ihr Mund
Ist geschminkt heut wieder bunt
Sieht sie denn nicht in den Spiegel?
Schaut sie lieber in den Tiegel?
Und die Kleidung – nein, oh Graus!
Gott – wie schaut sie wieder aus…
Doch der Blick, der will sich saugen
Spürbar schon in meine Augen
Nein – ich schaue lieber hin
Und ich spür es in mir drin
Dass ich sie am liebsten – jetzt…
…doch nur der Gedanke hetzt…
Äußerlich, da tu ich froh
Als sei alles gut und so…
Weiß auch, dass man gut benimmt
Sich und sage leicht bestimmt:
„Guten Tag, Frau Lehrerin!
Alle Schüler sind schon drin.
Darf ich sie hinaufbegleiten?
In der Schule Räumlichkeiten?“
Nur gedanklich schlägt es Krach
Und im Geiste bin ich wach
Drum mein Mund nun Wörter trickt
Weiß doch, was sich letztlich schickt…