
Noch keine 18 Jahre alt und doch schon so ein Schicksalsschlag. Bei einem Verkehrsunfall sterben Jonnys Eltern und es gibt keinen der sie aufnehmen kann. So bleibt also nur das Heim oder Pflegeeltern. Doch wohin mit ihrem Pferd? Jonny beschließt ihre sieben Sachen zu packen und sich mit ihrem Pferd auf eine Reise mit ungewissem Ziel zu machen. Das Abenteuer beginnt...
Sorgen machen wir uns doch alle mal, oder ? Besonders wenn jemand nicht zur verabredeten Zeit kommt und man wartet und wartet ...
"Es ist jetzt schon 1 Uhr morgens und meine Eltern sind immer noch nicht wieder da."
"Beruhige dich Jonny. Du bist doch als Mädchen sonst nicht so," sagte meine Freundin Sofie, legte ihre Hand auf meine Schulter und sah mich beunruhigt an.
Ja, Sofie hatte recht. Eigentlich brachte mich so etwas nicht so schnell aus der Ruhe, aber dieses mal war es anders.
Meine Eltern wollten eigentlich um 21 Uhr schon wieder da sein, aber bis jetzt war von ihnen noch nichts zu sehen. Ich saß schon die ganze Zeit am Fenster und beobachtete unsere Einfahrt, als plötzlich zwei Scheinwerfer auf unseren Hof zukam.
"Na endlich, da sind sie," sagte ich erleichtert und sackte seufzend in den alten Sessel meiner Oma. Er roch total nach Mottenkugeln und Quietschte bei jeder Bewegung, von dem braunen Muster und den Bommeln mal ganz abgesehen. Aber bequem, das war er.
Es klingelte an der Tür. Sofie ging in den kleinen Flur zur Tür und öffnete. Dann kam sie wieder zu mir und sah
mich an als hätte sie ein Gespenst gesehen, blass und mit großen Augen die mir irgendwie Angst machten.
"Was ist ?" fragte ich vorsichtig. Mir wurde kalt und in mir kam ein Gefühl der Angst hoch das man kaum beschreiben kann.
Hinter Sofie tauchten plötzlich 2 Polizisten auf und kamen auf mich zu. Es viel ihnen sichtlich schwer mir etwas mit zu teilen. Sie sahen sich gegenseitig an wie schüchterne Kinder die etwas ausgefressen hatten und es nun beichten wollten.
"Sind sie Jonny Drenver, die Tochter von Lara und Philipp Drenver?" fragte mich der Polizist nachdem er einmal tief
durch geatmet hatte und noch einen Schritt auf mich zu machte.
Ich war sprachlos, und nickte nur mit dem Kopf. Langsam kam ich aus dem alten Sessel hoch und stellte mich vor die Polizisten. In mir kribbelte alles und meine Beine fühlten sich so schwach an. Was hatte der Besuch nur zu bedeuten?
"Was kann ich für sie tun?" fragte ich vorsichtig.
Die Polizisten sahen sich wieder an und antworteten :" Leider nichts. Ich habe leider keine gute Nachricht für sie. Bitte setzen sich sich doch wieder hin."
Er deutete auf den alten Sessel hinter mir. Ich drehte den Kopf zum Sessel und setzte mich langsam wieder hin. Es war
auch höchste Zeit, denn ich hatte kaum noch die Kraft zu stehen, da meine Angst immer größer wurde jetzt die Nachricht zu hören, wovor jeder Angst hat.
"Ich muß ihnen leider mitteilen, dass ihre Eltern bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen sind. Es tut mir wirklich sehr Leid."
Fassungslos schüttelte ich den Kopf. Ich fühlte mich als wäre ich in einer Sekunde in ein tiefes Loch gefallen oder wie mit dem Hammer vor den Kopf gestoßen, fast unbeschreiblich.
"Das kann nicht sein," flüsterte ich. Langsam füllten sich meine Augen mit Tränen und ich versuchte da gegen an zu kämpfen doch schaffte es kaum. Sofie
kam zu mir , setzte sich auf die Armlehne und nahm mich in den Arm. Sie weinte, was mir immer schwerer machte nicht hier vor den Polizisten zu heulen.
"Können wir noch irgendetwas für sie tun?" fragten die Polizisten vorsichtig.
"Nein. Danke. Sie können jetzt gerne wieder gehen," sagte ich mit leicht zittriger Stimme.
Zögernd gingen die Polizisten zu Tür hinaus."Alles gute noch für sie und unser herzliches Beileid. Auf wiedersehen," sagten sie und schlossen die Tür hinter sich.
Nun gab es kein halten mehr es brach alles aus mir raus. Wir beide weinten bis
wir vor Müdigkeit einschliefen.
Sofie hatte ihren Vater vor 2 Jahren bei einem Arbeitsunfall in einer Werft verloren und somit kam alles wieder hoch bei ihr.
Ich bin echt froh eine Freundin wie Sofie in dieser Zeit zu haben, denn die nächsten Tage sollten nicht einfach werden. Zuerst die Beerdigung meiner Eltern und jetzt sollte ich auch noch für 10 Monate entweder in ein Heim oder in eine Pflegefamilie, weil es leider sonst keine Verwandten gibt die mich aufnehmen können bis ich 18 bin.
"Es ist entschieden Jonny. Du kommst in ein Heim bis du 18 bist. Sind doch nur 10 Monate," sagte die Sozialarbeiterin zu
mir und fand das anscheinend nicht so schlimm. Sie hatte ihre dunkelblonden mittellangen Haare offen und schupste sie mit ihrer rechten Hand nach hinten über ihre rechte Schulter um besser schreiben zu können. Dann sah sie mich fragend über ihre Brille hinweg an, weil ich nichts sagte. Sie legte den Stift bei Seite lehnte sich in ihren blauen Schreibtischstuhl zurück, schlug ein Bein über das andere, verschränkte die Arme und sah mich fragend an.
"Wenn sie meinen," sagte ich und atmete einmal tief durch. Ich hätte auch die Augen verdrehen können, aber das ließ ich lieber, sie konnte es ja sehen. Als alles geklärt war konnte ich endlich raus
da aus diesem schrecklich sterilen und trostlosen Büro.
Das halte ich nicht aus, 10 Monate. Ne nicht mit mir. Vor allem wollten die mir dann auch noch mein Pferd Major weg nehmen, weil es ja keiner bezahlen kann und will so lange ich nicht mein eigenes Geld verdiene. Also beschloss ich mein Leben selber in die Hand zu nehmen und abzuhauen. Ich suchte alle Ersparnisse von mir und meinen Eltern zusammen, sowie den Schmuck meiner Mutter, ein paar Fotos und Klamotten für mich. Dann zog ich mir meine Reitsachen an: blaue Jeans, schwarze Wildleder Chaps, weißes Leinen Hemd, schwarze Cowboystiefel mit Sporen, braune
Lederweste, brauner Cowboyhut und meinen braunen Outdoor Westernmantel.
"Sie denken wohl sie können mich so einfach in ein Heim stecken, aber da haben sie sich getäuscht. Die sehen mich nicht wieder."
Ich packte meine ganzen Sachen in meine Satteltaschen oder rollte es in eine Decke ein um es gleich an meinem Sattel fest zu binden. Ob ich wohl jemals wiederkommen würde? Ich wußte es nicht, aber vergessen würde ich das alles hier nie. So ging ich dann aus der Haustür hinaus und blickte mich nochmal ruhig im Haus um bevor ich dann abschloss und den Schlüssel in den Briefkasten warf.
Ich ging ums Haus in den Garten zum Pferdestall wo sich mein Pferd Major befand, das treueste Pferd der Welt. Als ich 13 war bekam ich ihn als Fohlen. Ein Quarter Horse,ein Fuchs mit 4 weißen Beinen und Gold schimmernden Mähne und Schweif.Â
Als er mich sah wieherte er und scharrte aufgeregt mit den Hufen im staubigen Paddocksand.
"Na du. Wir machen einen Laaaaaangen Ausritt. Ich hoffe du hast nichts dagegen mein kleiner," sagte ich und kraulte ihn hinter seinen Ohren. Er schnaubte und schüttelte den Kopf.
Ich holte sein Halfter und band ihn am
Zaun fest um ihn zu putzen und Abmarsch bereit zu machen. Zum Schluss packte ich noch seine Sachen in die Satteltaschen mit rein und verschnürte alles gut . Wer weiß wie lange wir unterwegs sein würden.
"So, es kann los gehen mein Freund," sagte ich zu ihm, nahm den Rucksack in die Hand und wir gingen nach vorne zur Straße.
"Jonny? Jonny wo bist du?" hörte ich plötzlich jemanden rufen.
"Hier bin ich," rief ich zurück und lief weiter.
Sofie blickte um die Ecke und sah mich mit großen erstaunten Augen an."Was hast du vor? Bist du auf dem Weg ins
Heim? Ich glaube kaum das dort Pferde erlaubt sind " fragte sie verwundert.
"Nein Sofie. Ich gehe nicht ins Heim und Major gebe ich auch nicht her. Auf gar keinen Fall. Ich haue ab, irgendwo hin wo mich keiner finden kann und wo uns niemand trennen will" sagte ich entschlossen.
"Werde ich dich denn je wiedersehen?" fragte Sofie traurig.
Es tat mir wirklich Leid Sofie so da stehen zu sehen mit diesen traurigen Augen und diesem Blick. Wir waren seit dem Kindergarten beste Freundinnen und wir hatten uns geschworen uns nie zu trennen, also wollte ich nicht sagen das wir uns vielleicht nie wieder sehen
könnten.
"Wir werden uns bestimmt wiedersehen. Ich werde dich wissen lassen wo ich zu finden bin. Das verspreche ich dir, OK?"
"OK ," sagte sie zögerlich und nahm mich fest in den Arm. Sie fing an zu weinen."Machs gut Jonny".
"Machs besser Sofie".
"Und vergesse mich nicht?" sagte sie warnend und sah mich leicht lächelnd an.
"Dich vergesse ich nie im Leben", sagte ich lachend.
Wir umarmten uns noch mal ganz fest und lange bis ich dann auf Major aufstieg und mich bereit machte.
"Pass gut auf Jonny auf . Erinnere sie
daran, das ihr wiederkommen wollt," sagte Sofie zu Major und klopfte sanft seinen Hals.
Major schnaubte und nickte als hätte er jedes Wort verstanden.
"Ich reite jetzt besser los sonst kommt gleich noch jemand um mich ab zu holen und das wollen wir ja nicht. Ich bin auch echt froh das das Wetter gerade richtig gut ist," sagte ich und sah mich besorgt um.
"Ja damit hast du echt glück. Der März ist diese Jahr recht warm. Weißt du schon in welche Richtung du willst?"
"Erst mal raus aus dem Dorf und dann Richtung Westen. Mal sehen wo ich da
lande".
"Ja," sagte Sofie leise und sah mich an.
Mir viel der Abschied so schwer. ich wollte hier eigentlich gar nicht weg, aber ich musste.
"Es tut mir Leid,aber mir muss jetzt los. Machs gut Sofie, werde dich vermissen, "sagte ich, wendete Major und ließ ihn im Schritt in Richtung Dorfausgang laufen.
"Es tut mir leid Sofie," sagte ich leise und sah mich nach einigen Metern noch mal um, während sich meine Augen mit Tränen füllten und die Wange langsam herunter rollten.
"Bis bald Jonny. Ich hoffe du findest was du suchst," dachte Sofie bei sich
und sah mir noch lange nach.  Â
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Wochen lang waren wir unterwegs, doch nirgendwo gefiel es uns wirklich. Wir überquerten Flüsse und Seen und das Meer mit einem großen Schiff.
Auf der anderen Seite des Meeres war irgendwie alles anders, viel schöner als zu Hause. Es war zwar kahl,Felsig und nur wenig Bäume und Gräser aber irgendwie schön. Eine leichte warme Brise wehte übers Land und wirbelte loses Gras und Blätter durch die Luft.
Zwei Wochen ritt ich noch tiefer ins Land und so kahl war es hier langsam gar nicht mehr. Teilweise gab es kleine Wälder und Wiesen, aber alles total wild
gewachsen.
Nach einer weile kam ich in eine Gegend wo viele Felsen und große Berge die Landschaft schmückten. Eines zog sofort meine Aufmerksamkeit auf sich, eine Höhle in einem Berg. Es gab hier zwar viel Höhlen in den bergen, aber diese war besonders. Vor ihr standen Bildnisse mit Totenschädeln und Figuren aus Holz. Außerdem war der Eingang mit Schriftzeichen umrandet, dessen Bedeutung ich natürlich nicht kannte.
"Was sich wohl in dieser Höhle befindet?" fragte ich `Major´ und hielt an. So neugierig wie ich nun mal war, mußte ich es einfach herausfinden, obwohl mir doch etwas mulmig zu mute
war. Also stieg ich ab und band `Major´ an einem Strauch fest.
"Bleib schön hier, bin gleich wieder da," sagte ich und klopfte seinen Hals. Es waren noch einige Meter bis zum Höhlen Eingang die ich gehen mußte, an den Totenköpfen und den Figuren vorbei. Je näher ich der Höhle und ihren komischen Figuren kam, desto lauter und schneller schien mein Herz zu schlagen.
Im Höhlen Eingang war es noch hell, aber je tiefer ich hinein ging, desto dunkler wurde es.
"Das ist aber ganz schön unheimlich," sagte ich mit leicht gedämpfter Stimme zu mir selber und doch hallte es.Ich steckte meine langen
Haare unter meinen Hut, damit sich keine Fledermäuse drin verfangen würden, falls hier welche waren. Dann holte ich mein Feuerzeug aus meiner Westentasche um mir wenigstens etwas Licht zu verschaffen. Im Schein des Feuerzeugs sah ich Fackeln an den Wänden und entzündete sie auch gleich. So war es schon viel angenehmer. Eine Fackel nahm ich mir und ging einen ca 20 Meter langen Gang aus schroffen Felsgestein entlang der in einen Raum endete. In mitten dieses Raumes stand eine Kiste, ca 2m lang und 1m breit. Sie bestand aus Holz und war mit aufwendigen Schnitzereien geschmückt. Auf dem Fußboden lagen gewebte
Teppiche, Tierfelle und Schmuck, aber nicht aus Gold. Eher aus Holz, Federn, Silber, Knochen und Türkisen Steinen. Es sah alles wirklich wunderschön aus, aber eines interessierte mich besonders. Was war in dieser Kiste? Noch mehr Schmuck? Vielleicht Gold?
Meine Frage sollte schneller beantwortet werden als ich dachte.
Als ich noch einen Schritt auf diese Kiste zu machte, spürte ich plötzlich etwas in meinen Rücken drücken. Ich stand stocksteif und ich spürte meinen Herzschlag bis zum Hals.
"Hände hoch", sagte eine Tiefe und doch sehr ruhige Stimme.
Im Licht der Fackeln konnte ich einen
Schatten eines Mannes und seines Gewehres sehen. Langsam nahm ich meine Hände hoch und wurde auch sogleich nach Waffen abgetastet. Ich zitterte und hatte das Gefühl das mein Herz gleich explodierte und doch schaffte ich es ein paar Wörter raus zu bekommen.
"Wer sind sie?" fragte ich leise.
Ruhe machte sich wieder breit in der Höhle nachdem meine Worte verhallt waren.
"´Frei wieder Wind´. Häuptling", sagte er kurz und bündig.Â
Hä? Häuptling? Wo bin ich denn gelandet? Ich war total unsicher und erstaunt
gleichzeitig.
"Was willst du hier? Hier haben weiße nichts zu suchen. Sie wollen uns nur bestehlen und noch mehr Reichtum. Gut das ich hier war um dich auf zu halten," sagte er leicht gereizt.
"Ich wollte nichts stehlen. Für mich ist das hier alles neu. Ich war nur einfach neugierig was sich in dieser Höhle befindet," verteidigte ich mich.
"Dreh dich um, aber ganz langsam," sagte er und ging zwei Schritte zurück.
Langsam drehte ich mich um. Vor mir stand ein ca. 1,90m großer Indianer. Sein Muskulöser Oberkörper war frei und sein langes schwarzes Haar lag bis auf seine Schultern. Sein Körper glänzte
im Schein der Fackeln. Mit einem strengen und doch gutmütigen Blick, musterte er mich von Kopf bis Fuß. Dann riss er mir meinen Hut ruckartig vom Kopf und meine langen Haare hüllten mein Gesicht und meine Schultern ein.Sie waren mindestens doppelt so lang wie seine und blond, was ihn irgendwie wohl erstaunte.
"Du bist eine Frau? Warum kleidest du dich wie ein Mann?" fragte er verwundert. Doch ich kam nicht dazu ihm eine Antwort zu geben.
"Los, wir gehen," sagte er und stieß mich in Richtung Ausgang.
Ich griff mir meinen Hut, steckte meine Haare wieder drunter und ging mit
erhobenen Händen aus der Höhle raus. Es war so hell und es dauerte einen Augenblick bis ich mich an das Licht gewöhnt hatte.
"Los, zu deinem Pferd ," sagte er und schupste mich mit seinem Gewehr. Langsam ging ich vorwärts.
"Stopp, bleib stehen," sagte er nun plötzlich."Bist du alleine?"
"Ja, warum?"
"Weil mein Pferd weg ist," sagte er leise.
Ich dreht mich langsam zu ihm um. Dann sah ich Männer, Cowboys, die anfingen sich an zu schleichen und mit Pistolen und Gewehren auf uns zu Zielen. Sie kamen immer näher.
Jetzt bemerkte es auch ´Frei wie der
Wind´ und sah sich erschrocken um, dann sah er mich wütend an.
"Du falsche Schlange hast das von Anfang an geplant. Das wirst du noch bereuen," sagte er wutentbrannt und versetzte mir einen Schlag mit dem Gewehrkolben gegen den Kopf. Ich ging total benebelt zu Boden. Versuche mich schnell wieder auf zu rappeln scheiterten und ich gab erstmal auf.
`Frei wie der Wind´ unterdessen schnappte sich `Major´ und Galoppierte davon. Die Cowboys schwangen sich auch auf ihre Pferde und rasten hinterher. Der Boden vibrierte so stark von den Pferdehufen, das man das Gefühl hatte ab zu
heben.
Langsam kam ich wieder hoch und sah mich um.Â
"Major," schrie ich laut. Nun sollte sich zeigen wie gut unser Gehorsamkeitstraining wirklich war.
`Major´ legte einen Sliding Stop hin, womit `Frei wie der Wind´ nun überhaupt gar nicht gerechnet hatte und ging vorne über den Hals in den Sand. Sofort drehte `Major´ um und kehrte zurück zu mir.
Ich sah mich um und wartete darauf das `Major´ endlich wieder hier bei mir sein würde, als ich das Pferd des Indianers entdeckte. Ein Fuchsschecke, ein Hengst der Aufgeregt und angebunden an einem
Baum scharrte. Ich band ihn los und sagte:" Na los mein Freund, hilf deinem Reiter." So schnell er konnte preschte er los und hinterließ nur eine Staubwolke.
Die Cowboys staunten nicht schlecht, als plötzlich das Pferd des Indianers an ihnen vorbei zog und mit dem Indianer auf seinem Rücken weiter rannte. Nun drehte ein Cowboy um und kam in meine Richtung.
"Oh oh. Ich glaube wir sollten uns aus dem Staub machen. Der will sich bestimmt nicht bei mir für diese Aktion bei mir bedanken," sagte ich und schwang mich auf `Major´.         Â
"Los lauf, sonst holt er uns ein und wer weiß weis das bedeutet," rief ich `Major´
zu und er preschte los, so das mir die Augen anfingen zu tränen. Wir rasten und rasten und mein Verfolger holte stark auf. Sein Pferd berührte schon fast den Schweif von `Major´.
Plötzlich tauchte eine Schlucht vor uns auf. Was tun? Bremsen, dann würde mir mein Verfolger hinten rein reiten und uns alle in die Schlucht schupsen. Also entschloss ich mich dazu scharf links ab zu biegen, was so schon sehr riskant war aber gelang. Doch mein Verfolger war so darauf erpicht mich zu bekommen, das er die Schlucht nicht bemerkte und sein Pferd eine Vollbremsung hinlegte und sofort nach rechts auswich, so das er aus dem Sattel
geschleudert wurde und in die Schlucht stürzte.
"Nein," schrie ich erschrocken und sprang vom Pferd. Ich eilte zu Schlucht und sah vorsichtig hinunter. Es war furchtbar tief. Bestimmt 1km wenn nicht sogar noch mehr und am Ende ein Fluß der die Schlucht durchschnitt.
Wo war der Cowboy gelandet? War er hinabgestürzt, oder konnte er sich irgendwo festhalten wo ich ihn jetzt nicht entdecken konnte? Viele Fragen und doch keine Antworten. Es ragten viele Baumwurzeln aus den steilen Felswänden, doch bis jetzt konnte ich niemanden entdecken. Ich lief hin und her um von anderen Blickwinkeln
vielleicht doch noch etwas sehen zu können und siehe da. Etwas weiter unten hing er zwischen den Wurzel. Aber wie lange noch?