Romane & Erzählungen
Mental Images

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"Mental Images "
Veröffentlicht am 29. April 2013, 10 Seiten
Kategorie Romane & Erzählungen
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Mental Images

Mental Images

Beschreibung

Hast du schon mal einen Menschen sterben sehen? Hast du gesehen wie alles Leben in ihm erlosch, aus ihm gesaugt wurde? Jeden Tag sehe ich all dieses Leid, muss damit leben. Dabei ist der Vorgang so normal. Sterben, es ist das normalste auf der Welt. Kinder, alte Menschen oder auch du und ich, wir könnten jede Sekunde in das helle Licht gehen. Doch was kommt dann? Die Dunkelheit wird sich über unsere Körper ausbreiten und das Böse reißt sich die kalte, bleiche Hülle unter den Nagel. Ja. Sterben ist das normalste was es gibt, aber es ist nicht normal jedes mal zusehen zu müssen! Ich will nicht zusehen. Ich will die weit aufgerissenen Augen, die Tränen nicht sehen! Aber das ist nicht das schlimmste, auch den Schmerz spüre ich. Jeden Herzinfarkt, jede Schussverletzung, alles. Ich spüre alles! Aber es gibt Menschen die mir helfen können, die so sind wie ich. Ich suche Antworten und ich werde sie finden! Jedoch gibt es auch dunkle Schatten die mich aufhalten wollen. Sie warten nur darauf, sich auf mich zu stürzen, mich zu zerreißen! Aber ich gebe nicht auf, ich werde kämpfen.

Sonnenaufgang

Licht.
Strahlendes Sonnenlicht breitet sich im ganzen Zimmer aus. 
Das Fenster steht noch einen Spalt weit offen und lässt einen sanften Windhauch eindringen. 
Er kitzelt über meine Haut, besucht mich in meinem Bett.
Doch das Einzigste was er mir hier lässt, ist eine schöne Gänsehaut. 
Geweckt durch das unangenehme Gefühl und die Kälte, versuche ich zu blinzeln. Die helle Morgensonne lässt allerdings nicht zu, dass ich einen klaren Blick bekomme. Das Stechen in meinen Augen wirkt unerträglich, so dass ich mich umdrehen muss. Ich wälze mich in meinem Bett auf die andere Seite und plötzlich fühle ich einen wummernden Schmerz. 
"Scheiße!" murmele ich in mein Kissen. 
Geplagt von hämmernden Kopfschmerzen schleppe ich mich aus dem Bett, in Richtung Bad. Ich vermeide lieber den Blick in den Spiegel, sonst ist der Tag noch schlechter als jetzt schon. 
Ich öffne die Tür des Spiegelschranks und habe sie auch schon sofort im Blick, die Kopfschmerztabletten! 
Mit einem großen Schluck Wasser aus dem Wasserhahn spüle ich sie runter und trotte wieder zurück in mein Zimmer. "Wie spät ist es eigentlich?" Ich nehme mein by Text-Enhance">Blackberry vom Nachttisch und sehe auf die Digitaluhr. 8.17uhr. "8.17" Ein breites Grinsen legt sich über mein Gesicht. "Es ist ja erst....warte mal...oh verdammt!" 
"Ich hab verschlafen!" Mit einem Satz springe ich aus dem Bett und renne zu meinem by Text-Enhance">Kleiderschrank. Wie jeden Morgen fliegen erstmal sämtliche Kleidungsstücke aus meinem Schrank heraus. Ich schnappe mir eine schwarze Röhrenjeans, ein knallgelbes Shirt und einen dunkelblauen Pullover. "Jetzt noch schnell ins Bad und dann kann ich los" 
Der Blick in den Spiegel ist sogar noch schlimmer als ich gedacht habe. 
Ich habe fette by Text-Enhance">Augenringe und meine Haare stehen in alle Himmelsrichtungen. "Na toll. Wo ist mein Kamm?" 
Ich durchsuche das ganze Bad, aber finde keinen Kamm. 
Dann sehe ich jedoch das die silberne Spitze des Kamms aus meinem Wäschekorb herausragt, der natürlich mal wieder überquillt! 
"Au, Au, Au, Au, Au!" Die harten, kratzigen Zähne des Kamms kämpfen sich angestrengt durch meine Feuerroten Haare. Nach gefühlten 10 Stunden habe ich sie endlich unter Kontrolle gebracht. Jetzt nur noch Zähneputzen und ein wenig Make-up und ich bin fertig. 


Ich Stürme aus dem Haus mit einem Apfel und einem Becher Kaffee, nebenbei falle ich fast hin wie jeden Morgen. 
Normalerweise brauche ich 25 Minuten zu Fuß, bis ich in der Schule bin. 
Aber wenn ich den gesamten Weg renne, schaffe ich es in 15 Minuten. 
Ich schlucke den schon lauwarmen Kaffe komplett herunter und stecke meinen Apfel in meinen Rucksack. 
"Lauf, Arizona , lauf!" 


An der letzten Kurve, bevor ich zur Schule komme, gebe ich nochmal alles und renne so schnell ich kann. 
An der Ecke der Straße versperrt ein fetter Baum die Sicht auf den Gehweg, der um die Ecke führt. 
Ich laufe und laufe und knalle plötzlich gegen eine Wand.
"Ahh! Was..." Ich falle zu Boden. Mein Handgelenk schmerzt auf einmal verdammt stark. 
"Pass doch auf! Hast du keine Augen im Kopf? Geh mir aus dem Weg!" 
Ein großer Mann steht vor mir und starrt mich vernichtend an. 
Die Sonne scheint mir in mein Gesicht sodass ich nicht erkennen kann wie er aussieht. "Ja, dich kenn ich doch! Was machst du denn hier? Ach, wo bleiben meine Manieren? Komm ich helfe dir auf." Der Mann nimmt meine unverletzte Hand und hilft mir wieder auf die Beine. 
"Oh, Herr Lawrenz. Es tut mir leid, ich bin zu Spät zum Unterricht. Ich habe mich nur beeilt."
"Auch das noch, der Schuldirektor bekommt natürlich mit das ich zu spät bin. Außerdem habe ich ihn fast umgerannt. Die Strafe kann ja nur mies sein." 
Herr Lawrenz sieht mich nur schadenfreudig an und muss sich ein Lachen verkneifen. Plötzlich ist er wieder voller guter Laune. 
"Du weist doch das heute die Schule geschlossen ist, niemand ist heute hier! Ich habe nur ebend meine Unterlagen geholt. Ach, und entschuldige das ich dich so angeschnauzt habe, Arizona" 
Er grinst mich breit an und geht an mir vorbei. 
"Einen schönen Tag noch, genieße ihn. Morgen ist erst wieder Schule! " 
Völlig ungläubig schaue ich ihm nach und plötzlich sackt der ganze Stress von mir ab. " Schönen Tag" murmele ich ihm noch nach. 


Ich trotte langsam den Weg entlang, den ich gerade noch panisch entlanggerannt bin. Mit meinem Fuß kicke ich Steine aus dem Weg und sehe ihnen zu wie sie hüpfen. 
"Heute ist es ruhig, es hat noch keinen Anfall gegeben." 
Immer wenn ich zeit für mich habe, denke ich über meine schreckliche 'Gabe' nach. Wenn ich diese Anfälle habe, bin ich plötzlich nicht mehr ich selbst. Ich stecke in einem anderen Körper und es rauschen tausende Gefühle auf mich ein. Schmerz, Angst, Hass, manchmal aber auch Erleichterung und Zufriedenheit. 
Ich sehe durch die zahlreichen Augen der Opfer und teile ihr leid mit ihnen. Ich weis nicht ob sie wissen das jemand bei ihnen ist, wenn sie das alles durchmachen. Es sterben alle, es hat noch keiner überlebt. 
Sobald ich es sehe, gibt es keine Hoffnung mehr. 

Ein Ohrenbetäubender Schrei weckt mich aus meinen Gedanken und lässt meinen Atem Stocken. 
"Nein, nicht jetzt!" 
Doch bevor ich ein Versteck suchen kann, schnürt es mir auch schon die Kehle zu. Ich ringe nach Atem, versuche aus diesem Strudel herauszukommen. Weit weg spüre ich wie meine Knie den Boden berühren, ich muss gefallen sein.
Und ab jetzt, geht alles ganz schnell.

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Hörbuch

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Lonelyheart

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shirley Wieso lese ich ständig: by Text - Enhance? Was soll das denn? Schau dir das noch mal an.
LG Shirley
Vor langer Zeit - Antworten
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