Gedichte
Erscheinung

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"Erscheinung"
Veröffentlicht am 28. April 2013, 10 Seiten
Kategorie Gedichte
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Über den Autor:

Der Alltagslyriker Andyhank (sprich: Ändihänk), mit bürgerlichen Namen "Andreas Hanke", zeichnet und schreibt, musiziert und komponiert, bastelt, kreiert, kocht und gärtnert. Humor ist sein liebstes Steckenpferd, was nicht immer bedeutet, dass alles, was hervorgebracht wird, auch lustig sein muss. Lassen wir Leser uns bezaubern von einer Denkweise der Dichtkunst, die nicht allzu oft anzutreffen ist, lassen wir Betrachter uns anstecken von ...
Erscheinung

Erscheinung

Beschreibung

Es geht einerseits um ein Wortspiel, andererseits um eine direkte Auslegung von einem Geschehnis, das alle Mütter eigentlich kennen müssten, allerdings vielleicht nicht gerade so und aus diesem Blickwinkel...

 

 

So sonderbar ist mir zumute

Als wenn ich keine Schwere hätte

Es ist ein Traum, so muss es sein

Ich gehe ein, drauf, jede Wette

 

Die Luft ist warm und sie ist kalt

Am Himmel schimmern die Girlanden

Zenit ist schwarz, voll steht der Mond

Und meine Kleidung scheint abhanden

 

Große Mäuse, die mit Flügeln

Flattern scharf im Mondenschein

Und ich sehe Blinkelichter

Werden Leuchtwürmchen wohl sein

 

 

Am Boden raschelt es mal laut

Mal leise und auch völlig still

Es riecht nach Weihrauch und nach Myrte

Nach Majoran und auch nach Dill

 

Ich gehe einen Weg entlang

Begleitet von Millionen Tieren

Von oben hört man Flügelschlag

Die Unten geh’n auf allen Vieren

 

Eulen ziehen leise hin

Die Augen groß entflammt

Und hier und da blitzt rotes Fell

Von Füchsen es wohl stammt

 

 

 

 

Es brummt der Bär, es röhrt der Hirsch

Es klopft das Häschen leise

Die Gänse schnattern, Biene summt

Getier auf seine Weise

 

Frösche hüpfen, Fische plätschern

Der Storch, der klappert schrill

Zwar geh ich hier, doch weiß ich nicht

Was jeder von mir will

 

Die Nacht ist schwarz und doch so hell

Es leuchtet mir der Schein

Den jedes Tierlein innehat

Und sei es noch so klein

 

 

 

 

Dann steht sie still, die Tiernatur

Und ich steh mittendrin

Ich schwanke hin und schwanke her

Und warte auf den Sinn

 

Es ist ganz still, die Ruhe selbst

Scheint völlig neu geboren

In plötzlich hellem Jubelschein

Fühl ich mich recht verloren

 

Ich schwenke um und sehe nichts

Es wallt der Nebel grau empor

Ich schau nach vorn und bin allein

Und fühl mich wie ein Tor

 

 

 

Bevor ich weiß, was hier geschieht

Leuchtwettert’s bläulich pur

Dann schwebe ich und fühl mich wohl

Und häng an Nabelschnur

 

Es rauscht das Blut, es wärmt das Fleisch

Es naht Geborgenheit

Der Hunger fehlt, fernab ist Gram

Ich fühl mich ganz befreit

 

Es ruht die Seele, Gedanke harrt

Derweil auf neuen Trieb

Ich wünscht’, es möge stets so sein

Das wäre wirklich lieb

 

 

 

 

Doch Stunde naht, das Unheil drängt

Und neues Ziel verheißt

Der Druck entgegen Sicherheit

Bis Nabelschnur zerreißt

 

Ich blicke in die neue Welt

Dort wähne ich im Licht

Dass ich grad neu geboren bin

Ich tobe:

 

 

 

 

 

 

 

 

„WILL DAT NICHT!“

 

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Hörbuch

Über den Autor

Andyhank
Der Alltagslyriker Andyhank (sprich: Ändihänk), mit bürgerlichen Namen "Andreas Hanke", zeichnet und schreibt, musiziert und komponiert, bastelt, kreiert, kocht und gärtnert.

Humor ist sein liebstes Steckenpferd, was nicht immer bedeutet, dass alles, was hervorgebracht wird, auch lustig sein muss.
Lassen wir Leser uns bezaubern von einer Denkweise der Dichtkunst, die nicht allzu oft anzutreffen ist, lassen wir Betrachter uns anstecken von der Phantasie und Kreativität, von den unendlichen Weiten, aus den unerschöpflichen Vorräten der Andyhankologie.
Weitere Informationen gibt es auf: www.andyhank.de und auf Instagram @knahydna

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