Beschreibung
Es geht einerseits um ein Wortspiel, andererseits um eine direkte Auslegung von einem Geschehnis, das alle Mütter eigentlich kennen müssten, allerdings vielleicht nicht gerade so und aus diesem Blickwinkel...
So sonderbar ist mir zumute
Als wenn ich keine Schwere hätte
Es ist ein Traum, so muss es sein
Ich gehe ein, drauf, jede Wette
Die Luft ist warm und sie ist kalt
Am Himmel schimmern die Girlanden
Zenit ist schwarz, voll steht der Mond
Und meine Kleidung scheint abhanden
Große Mäuse, die mit Flügeln
Flattern scharf im Mondenschein
Und ich sehe Blinkelichter
Werden Leuchtwürmchen wohl sein
Am Boden raschelt es mal laut
Mal leise und auch völlig still
Es riecht nach Weihrauch und nach Myrte
Nach Majoran und auch nach Dill
Ich gehe einen Weg entlang
Begleitet von Millionen Tieren
Von oben hört man Flügelschlag
Die Unten geh’n auf allen Vieren
Eulen ziehen leise hin
Die Augen groß entflammt
Und hier und da blitzt rotes Fell
Von Füchsen es wohl stammt
Es brummt der Bär, es röhrt der Hirsch
Es klopft das Häschen leise
Die Gänse schnattern, Biene summt
Getier auf seine Weise
Frösche hüpfen, Fische plätschern
Der Storch, der klappert schrill
Zwar geh ich hier, doch weiß ich nicht
Was jeder von mir will
Die Nacht ist schwarz und doch so hell
Es leuchtet mir der Schein
Den jedes Tierlein innehat
Und sei es noch so klein
Dann steht sie still, die Tiernatur
Und ich steh mittendrin
Ich schwanke hin und schwanke her
Und warte auf den Sinn
Es ist ganz still, die Ruhe selbst
Scheint völlig neu geboren
In plötzlich hellem Jubelschein
Fühl ich mich recht verloren
Ich schwenke um und sehe nichts
Es wallt der Nebel grau empor
Ich schau nach vorn und bin allein
Und fühl mich wie ein Tor
Bevor ich weiß, was hier geschieht
Leuchtwettert’s bläulich pur
Dann schwebe ich und fühl mich wohl
Und häng an Nabelschnur
Es rauscht das Blut, es wärmt das Fleisch
Es naht Geborgenheit
Der Hunger fehlt, fernab ist Gram
Ich fühl mich ganz befreit
Es ruht die Seele, Gedanke harrt
Derweil auf neuen Trieb
Ich wünscht’, es möge stets so sein
Das wäre wirklich lieb
Doch Stunde naht, das Unheil drängt
Und neues Ziel verheißt
Der Druck entgegen Sicherheit
Bis Nabelschnur zerreißt
Ich blicke in die neue Welt
Dort wähne ich im Licht
Dass ich grad neu geboren bin
Ich tobe: