Romane & Erzählungen
Die paradiesische Hölle - Teil 1

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"Segeln, Sonne, Meer, Tod und Verderbnis"
Veröffentlicht am 14. Februar 2013, 60 Seiten
Kategorie Romane & Erzählungen
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Ich schreibe hauptsächlich um zu unterhalten. Dabei möchte ich Menschen jeden Alters, jeden Geschlechts und egal welcher Herkunft unterhalten. Meine Ambitionen liegen bei den spannenden und aufregenden Romanen. Jedoch experimentiere ich hin und wieder auch mal an anderen Genres herum. Mehr über mich: www.porterthomson.de.tl sowie bei Facebook: "Porter Thomson, Autor aus Cuxhaven" und bei Google+ unter der web-Adresse: ...
Segeln, Sonne, Meer, Tod und Verderbnis

Die paradiesische Hölle - Teil 1

Einleitung

Reale Ereignisse haben mich zu dieser Geschichte inspiriert. Ansätze der Handlung haben sich in etwa so zugetragen. Ja und der Rest? Das ist das schöne daran, wenn man ein Schreiberling ist! Was wäre wenn? Es könnte so gewesen sein! Personen, Orte und Namen habe ich verändert oder aus dramaturgischen Gründen erfunden. Bei dem Titel bin ich mir noch nicht so ganz sicher, ob ich den so lassen soll. Viel Spaß beim lesen und mutmaßen. Ich danke für Kritik und

Anregungen.

Prolog

Laut griechischer Mythologie zeugten die Ungeheuer Echidna und Typhon eine ebenso abscheuliche Tochter die den Namen Chimaira erhielt. Sie lebte mit ihren Eltern und ihren vier Geschwistern Hydra, Kerberos, Sphinx und Orthos in der südtürkischen Region Lykien. Dort verbreiteten Sie Angst und Schrecken und legten ganze Landstriche in Schutt und Asche. Während sich die Geschwister in alle Himmelsrichtungen verstreuten hielt es Chimaira weiterhin in Lykien, wo sie den Menschen und den Tieren nach wie vor das Leben schwer machte. Erst als ihm der

griechische Gott Poseidon das ebenfalls chimäre Wesen Pegasus übergab, gelang es dem Helden Bellerophontes, im Auftrag des Lykischen Königs Jobates, Chimaira zu töten. Die Chimäre, das Wesen mit den vielen Gesichtern das mit drei Köpfen und den körperlichen Eigenschaften von bis zu drei unterschiedlichen Spezies durch die Welt zieht und Angst und Schrecken verbreitet. Bereits seit der frühesten Antike erzählt man sich Abends am Lagerfeuer oder daheim am Herd derlei Schauergeschichten. Sind die Chimären als Inbegriff des Schreckens, als Fabelwesen bereits seit Jahrtausenden bekannt, ist man doch erst in der

heutigen modernen Zeit dank der Gentechnik in der Lage reale Chimären zu züchten. In Anbetracht der heutigen Möglichkeiten sollten uns im übertragenen Sinne die schaurigen Geschichten der antiken Mythologie doch mehr als mahnende Worte dienen. Betrachten wir uns das schwammige britische Embryonengesetz von 2008(„ die Züchtung von Tier-Mensch-Chimären und von Mensch-Mensch-Chimären ist prinzipiell erlaubt“) und die jüngsten „Erfolge“ britischer Forscher auf dem Gebiet der Chimären-embryonenforschung(11.Mai 2010: Erstmals gelingt die Züchtung von Chimären-Embryonen aus menschlichen

Zellen sowie den Zellen eines Rindes), so schlägt die Menschheit im Moment alle mahnenden Worte aus der Antike in den Wind, frei nach dem Motto: „Drum lasset uns öffnen die Büchse der Pandora!“

Der Beginn

Ruhig und sanft schaukelnd glitt die "Trinity" mit ihrem dunkelblauen und  kräftigen Schiffskörper aus Stahl über die himmelblaue und ruhige See des pazifischen Ozeans dahin. Da der Wind günstig stand hatte Skipper Joe auch jedes der acht weißen Segel, ohne es zu reffen, voll setzen lassen, so dass die "Trinity" trotz ordentlicher Fahrt ruhig durch die See glitt und mit einer leichten aber akzeptablen Schräglage auf sein Ziel Tahiti zu hielt.

Es war ein schöner Tag, die Sonne schien, der Himmel war blau und die zwanzig "Gäste", so nannte Joe stets

seine Passagiere wenn er sich mit Maria seiner Maatin unterhielt, hatten auf dem Hauptdeck zwischen Steuerhaus und Klubmesse ein einfaches Sonnensegel gespannt, unter dem es sich vor allem die Kinder Jenny und Lukas, aber auch die Frauen mit etwas empfindlicher Haut bequem machen konnten. Die vier jugendlichen Mädchen, Clarise, Nancy, Charlotte und Ashley, die mit ihren fast sechzehn Jahren die Älteste der Vieren war, hatten auf den Aufbauten der Klubmesse, rund um das Dachfenster, Decken und Handtücher ausgelegt und sonnten sich provokant oben ohne. Das würde so lange gut gehen bis irgendwann deren Mütter oder Väter es

bemerken und böse schimpfen würden.

Den männlichen Jugendlichen war natürlich so ein banales Sonnenbad viel zu langweilig. Sie waren ständig da wo es etwas zu helfen gab. Ob da nun das Toppsegel etwas nach gespannt werden musste, weil es ein wenig im Wind flatterte, oder es irgendwo einen Schot, also das Spannseil irgendeines Segels, welches damit nach gespannt oder gelockert werden konnte, aufzunehmen galt, irgendwie fanden sie immer etwas, um sich zu beschäftigen.

Manchmal drehte auch der Wind, da mussten dann fast alle "Gäste" bei der sogenannten Wende helfen, sprich wenn dann alle Segel mit einem mal in den

Wind gedreht werden mussten. Da waren dann vor allem die erwachsenen Männer gefragt um Maria bei der doch recht schweren Arbeit zu helfen. Aber sie machten es gern! Dafür hatte schließlich jede Familie der großen Verwandtschaft 5000 Dollar also insgesamt 30000 Dollar an die Chartergesellschaft bezahlt. Ziel des Urlaubs war auf einem Segeltörn wahrhaftig zu segeln, und nicht gesegelt zu werden! Die Chartergesellschaft stellte die "Trinity" mit Skipper Joe und Maatin Maria, bezahlte diverse Hafengebühren und die Gäste kamen für den Proviant und die Verpflegung, auch für die des Skippers und der Maatin,

auf.

Doch im Moment gab es weniger zu tun. Der Kurs lag schnurgerade an, der Wind war stabil und keines der Segel flatterte auch nur mit einem Zipfel im Wind. So ließ es sich die Verwandtschaft einfach mal so richtig gut gehen. Wie gesagt die Mädchen sonnten sich über der Klubmesse. Die Männer saßen beisammen und führten halt typische Männergespräche. Ab und an fand man sich in der Klubmesse an der kleinen Bar ein und genehmigte sich ein kühles blondes Bier, oder, wenn die Frauen gerade mal nicht hin guckten, auch mal einen kleinen Whiskey.

Die Jungen standen im Moment auf der

Brücke neben dem Skipper und durften auch mal, wenn nichts besonderes anlag, das Schiff steuern. Vielmehr durften sie das Steuerrad festhalten und den auf dem Kompass vorgegebenen Kurs strikt einhalten. Die waren vielleicht stolz!

 Auf dem Vordeck hatten sich einige Frauen ein paar Campingstühle aufgebaut und schauten voraus in die Ferne oder dösten einfach in der Sonne.  Auf dem Achterdeck, im Auge eines zusammengelegten langen Tampens, ein langes starkes Seil zum festmachen des Schiffes, lag ein braun-grauer kleiner Mischlingshund, mit dem einfachen Namen Oskar. Dieser gehörte dem Skipper und war somit auch Teil

des Inventars der "Trinity", sozusagen der Bootshund.

In der Kombüse, die sich direkt neben der Klubmesse befand, klapperten bereits Töpfe und Pfannen. Das war ein gutes Zeichen, gab es doch bald Essen! Jeden Tag war eine andere Familie für das Essen verantwortlich. So gab es kein Zuständigkeitsgerangel.

All dem Treiben oder dem nicht Treiben konnte Christian nichts abgewinnen. Weder frönte er dem Whiskey noch war er groß für das Steuerrad zu begeistern. Auch war er nicht für ein Sonnenbad auf dem Dach der Klubmesse zu haben. Er lag barfuß, in Bermudashorts und buntem Hawaiihemd im Fangnetz des

Klüverbaums, ein langer Mast welcher weit über den Bug hinausragte, an dem Klüver-, Fock- und Fischersegel verankert waren. Dort döste er friedlich vor sich hin und genoss ab und an eine erfrischende Dusche von einer brechenden Bugwelle des Schiffes. 

Als die Sonne schon fast im Zenit stand und erbarmungslos auf die, noch immer sich sonnenden, Mädchen auf den Aufbauten der Klubmesse herunter knallte, ertönte eine Glocke vor der kleinen Tür zur Klubmesse. Das war das Zeichen, dass das Mittagessen fertig war. Sofort machten sich alle im Schiff auf um sich in der Klubmesse einzufinden, wo gemeinschaftlich

gegessen wurde und anliegende Dinge des Schiffsalltages besprochen wurden. So begab es sich, dass auch der Skipper beim Mittagessen erschien, während Maria Steuerwache hielt. Überall auf dem Schiff war ein Rumpeln und poltern zu hören, als sich nach und nach auch die letzten beim Essen einfanden.

Alle saßen sie nun an den vier Tischen und aßen doch recht hungrig die schnöden Spaghetti Bolognese, die sich der Küchendienst in seiner unendlichen Kreativität hat einfallen lassen. Aber komischerweise wurde jenes weltberühmte italienische Nudelgericht an Bord doch sehr gern gegessen. Während des Essens wurde auch

reichlich geschwatzt, entweder jeder mit seinem Tischnachbarn oder über zwei drei Tische hinweg. Irgendwann kam die Idee auf, dass man doch bei dem schönen Wetter einmal im pazifischen Ozean baden könnte.

"Wie sieht´s denn aus Joe?", fragte Walther, der ältere Bruder von Christian. "Könnten wir nicht einfach irgendwo mal ankern, auf dass wir kurz ins Wasser können? Oder gibt das die Zeit nicht her?"

Joe der Skipper überlegte einen Moment. "Wir fahren zwar auf eine Sturmfront zu, die wir auch nicht umsegeln können..." er machte eine Pause und fuhr sich mit der Hand durch

das kleine Kinnbärtchen, welches ihn wie einen der drei Musketiere aussehen ließ. "Ich schaue nach dem Essen in die Seekarten. Sollten wir an einer Stelle vorbeikommen, wo wir ankern können, und wir trotzdem noch genug Zeit haben, um das Schiff sturmsicher zu machen, sollte das kein Problem sein."

Alles jubelte, in freudiger Erwartung der anstehenden Erfrischung.

"Dann lasst uns doch gleich nach dem Essen das Schiff sturmsicher machen!" rief einer der Jungen von einem anderen Tisch.

"Vielleicht findet ja Joe unterdessen eine Stelle zum Ankern!" rief eine Tante von Christian in die Runde.

Zustimmendes Gemurmel wurde laut. Walther und der Skipper schauten in die Runde.

"Ich würde sagen Joe, wenn Du nichts dagegen hast ist es beschlossen!" stellte Walther fest und aß weiter seine Spaghetti.

"Meinetwegen!"

Nach dem Essen ging es überall auf Deck hoch her. Alle wuselten irgendwo herum. Loses Gerät auf Deck wurde entweder weg geräumt oder mit Spanngurten verzurrt, das Sonnensegel vom Hauptdeck wurde abgebaut, alle Bullaugen wurden überprüft und gesichert, in der Kombüse wurde das Geschirr und die Töpfe in die eigens für

Schiffe hergestellten sturmsicheren Schränke verbracht und gesichert. Christian für seinen Teil, der für den Abend als Barkeeper eingeteilt war sicherte alles was zur Bar gehörte. Die Jungens liefen das komplette Unterdeck ab und verschlossen alles was nicht dicht war, wie diverse Luken oder Dachfenster, machten alles fest was lose herum lag und fanden sich schließlich beim Skipper auf der Brücke ein. Der stand gerade über seinen Seekarten gebeugt an einem Kartentisch, während Maria auf dem sesselähnlichen hochbeinigen Sitz des Steuermannes mehr herum lümmelte als saß und einzig mit den großen Zehen ihres rechten

Fußes das Steuerrad hielt. Hin und wieder korrigierte sie mit eben diesen beiden Zehen ihres kleinen Fußes leicht den Kurs. Durch ein großes Fernglas schaute sie ab und an in die Ferne.

"Maria!", rief Joe über seinen Seekarten gebeugt.

"Ja?", antwortete ihm Maria gelassen.

"Etwa dreißig Meilen von uns in südwestlicher Richtung befindet sich eine Insel. Etwa fünfzehn Meilen vorgelagert gibt es ein paar flachere Stellen, da könnten wir ankern! Es wäre nur ein kleiner Schwenk für uns." Joe stand noch immer über der Seekarte gebeugt und nahm gerade mit einer Art Zirkel Maß, um die Entfernung genau zu

bestimmen.

Maria stand auf und drückte einem der Jungen das Steuer in die Hand. Auch sie schaute auf die Seekarte. Nach einigen Sekunden hob sie den Kopf. "Das liegt ja am Arsch der Welt! Weit ab von jeder Schifffahrtslinie!"

"Ach das geht schon! Wie gesagt für uns ist das nur ein kleiner Schwenk. Wenn der Sturm kommt sind wir wieder auf Kurs.", beschwichtigte Joe die gesunde Skepsis von Maria. "Also! Ich übernehme das Steuer, Alles klar machen für eine Halse auf Südsüdwest."

Im Gegensatz zu einer Wende wurden nicht nur die Segel in den Wind gedreht, sondern auch zeitgleich das Schiff auf

einen anderen Kurs. Weil dieses Manöver augenscheinlich so aussah, als würde sich das Schiff um seine Bugspitze drehen, nannte sich dieses Segelmanöver auch "Halse".

"Alles klar Skipper!" bestätigte Maria den Befehl. "Na Jungs! Kommt ihr mit?" Die Jungens, die insgeheim alle für die dunkelblonde sportliche  und braun gebrannte Maria schwärmten, stürmten der jungen Frau hinterher.

"Wir machen eine Halse!! Wir machen eine Halse!!" krächzten sie, gerade in ihrem Stimmbruch, laut über das Deck, während sie Maria hinterher liefen.

Aus allen Ecken des Schiffes eilten die "Gäste" herbei um irgendwie zu helfen,

war doch eine Halse ein Highlight an einem solchen Tag auf hoher See.

Als letztes kam Christian dazu, da er noch damit beschäftigt gewesen war die Bar sturmsicher zu machen.

"Hat Joe eine Stelle zum Ankern gefunden?", fragte er neugierig und nahm einen Schot, den Maria gerade gelöst hatte. Christian würde ihn auf ein Kommando hin durch eine Schlaufe an der Klampe, dem Befestigungshaken, kommen lassen. So wurde, wenn es soweit war, dem Wind etwas Tuch gegeben, wie es der Skipper immer zu sagen pflegte.

"Ja! Ein paar Meilen von hier vor irgendeiner Insel gibt es ein paar nicht

ganz so tiefe Stellen, da können wir ankern."

"Ist das kein riesiger Umweg?" hakte Christian nach, nur um überhaupt mit der hübschen Maria ins Gespräch zu kommen. Auch er war insgeheim von der hübschen jungen Frau recht angetan.

"Nicht so richtig. Wir verlassen zwar ein wenig die Seestraße, ist aber nur ein kleiner Schwenk von vielleicht zwanzig Meilen. Zumal der Wind günstig steht. Alles klar?" Maria lächelte Christian mit einem Augenzwinkern zu.

"Na da bin ich ja beruhigt!", erwiderte er und hielt den Schot im Doppelschlag fest (also mit zwei Schlaufen um die Klampe).

Da entschwand Maria auch schon aus seinem Einzugsbereich und widmete sich dem nächsten Segel. Verträumt folgten seine Augen ihren sicheren Bewegungen auf dem Schiff, wie sie kraftvoll und gekonnt die einzelnen Segel händelte und mit einfachen Kommandos die "Gäste" in die Arbeit mit einbezog. Christian vermutete mal, dass mit einer professionellen Crew die Halse schon längst abgeschlossen wäre.

Alle Schoten waren nun mit "Gästen" besetzt und Maria gab Joe ein Handzeichen. Der schlug jetzt das Steuerrad auf Südsüdwest  ein und Maria gab auch schon ihr Zeichen für die Gäste, die nun entweder die Schoten

kommen ließen oder an ihnen zogen. Zeitgleich wurden die Segelbäume in den Wind umgeschlagen. Christian stand in Windrichtung, also ließ er das Schot kommen, auf das sein Segel sich in den Wind legen konnte. Auf ein Zeichen von Maria machte er seinen Schot mit zwei halben Schlägen, einer anderen Art Doppelschlaufe, an der Klampe fest.  Sofort lief er zu seinen Schwagern, Cousins und seinem Bruder um ihnen beim anziehen der Segel zu helfen, dass bei einer Halse oder Wende der anstrengendste Part war. "Schon" nach fünf Minuten waren alle Segel optimal neu ausgerichtet und der neue Kurs lag an. Nicht ein Zipfel Tuch flatterte mehr

im Wind, was ein untrügliches Zeichen dafür gewesen wäre, dass eines der Segel nicht ganz hart am Wind lag und demzufolge nicht seine volle Leistung abrufen konnte.

Die "Trinity" lag nun auf ihrem neuen Kurs gen Südsüdwest und hatte sehr gute Fahrt. Schräger als bisher lag das Schiff nun im Wind, so dass die Deckskannte schon fast die Wasserlinie berührte, was aber durchaus normal sei, wie Christian schon bei früherer Gelegenheit von Maria erfahren hat.

Nach etwa vier Stunden gab der Skipper das Kommando zum Segel einholen. Sie waren da! Jetzt wurde geankert! Alle machten mit, die Segel beim einholen

auf die Segelbäume ordentlich zu falten was in freudiger Erwartung des Badespaßes recht zügig von statten ging. Mit einem Knopfdruck auf der Brücke entriegelte Joe die Ankerwinde. Ein ohrenbetäubendes Dröhnen erfüllte das Schiff, als die groben Kettenglieder der Ankerkette ratternd über die kleine Öffnung am Bug ins Wasser fielen. Der ganze stählerne Schiffskörper vibrierte unter den Füßen der Gäste. Von allen Seiten waren "Ohh!!" und "Ahh!!" zu hören. Mit einer so heftigen Reaktion des Schiffes, beim Anker zu Wasser lassen, hatten wohl die wenigsten gerechnet!

Die "Trinity" stand im Wasser und fern

am Horizont war schwach die besagte Insel zu sehen. Ein spitzer steiler Berg ließ diese Insel sich vom Horizont abheben.

Fix zogen sich fast alle "Gäste" ihre Badesachen an und ließen sich bei Maria von einer Liste streichen. Damit stellte man später sicher, dass man auch keinen Gast im Wasser vergaß.

Jubelnd kletterten die meisten Gäste über eine herabgelassene Strickleiter ins Wasser. Oder sie taten es wie die halbstarken Jungs, und sprangen über die Reling ins kühle Nass. Einzig die kleinen Kinder Jenny und Lukas, deren Mutter Laura, Christians Schwester, und die älteren Frauen entsagten dem

Badevergnügen. Alle hatten ihren Heidenspaß! Sie schwammen und tobten, tauchten unter der "Trinity" hinweg und wieder hervor, während die Frauen an Bord fleißig Bilder schossen und alles mit der Videokamera fest hielten.

Maria unterdessen packte mit Joe die eingeholten Segel in sogenannte Persennings ein, extra Überzieher aus Segeltuch. Dies war zugleich die letzte Sturmsicherungsmaßnahme. In einem Sturm wurde prinzipiell unter Motorkraft gefahren. Wie jedes Segelschiff in der heutigen Zeit, verfügte auch die "Trinity" über einen zusätzlichen leistungsstarken

Dieselmotor.

Nach etwa fünfzehn Minuten Badespaß kletterte auch Christian über die Strickleiter zurück an Bord. Schnell lief er zum Vordeck, wo sein Handtuch lag und trocknete sich ab. Einen Moment schaute er in die Ferne. Sein Gesicht verfinsterte sich wie die pechschwarze Wolkenwand des angekündigten Sturmtiefs, welches da am Horizont zu sehen war und zügig näher kam. Schnell hatte der Badespaß ein Ende.

Das Monster

Inzwischen kämpften Joe und Maria bereits seit geschlagenen sechs Stunden gegen die unbändige Kraft dieses Wirbelsturms an. Dröhnend stampfte der Diesel gegen die Wellenberge vor. Joe nahm die Wellen frontal, um ein Kentern zu vermeiden.

Vom Skipper unter Deck verbannt, saß die Verwandtschaft schon den ganzen Abend in der Klubmesse beisammen und hielt sich an den im Boden verankerten Tischen fest. Vielen war übel und sie übergaben sich in Tüten, welche Maria zu Beginn des Sturms an alle verteilt hatte. Einzig Christian schien den Sturm

relativ gelassen zu nehmen, hatte er doch das Glück, die kleine Bar  zu sichern. Er sorgte dafür, dass die ganzen Ablagen für Gläser und Flaschen gesichert, das Bierfass mit einem Spanngurt verzurrt und die Tür des Kühlschrankes verschlossen war. Dieser Job erwies sich als Segen! War er doch als einziger mit etwas sinnvollem beschäftigt und wurde dadurch nicht seekrank.

Eins ums andere mal bäumte sich die "Trinity" unter den Wellenbergen hoch auf. Jedes mal mussten sich die "Gäste" an irgend etwas fest klammern um nicht durch die Klubmesse geschleudert zu werden. Christian gelang es noch immer 

sich abzufangen, indem er sich entweder am Tresen festhielt oder sich mit seinen Knien oder Füßen irgendwo gegen stemmte. Die Kinder und einige Frauen schrien vor Panik. So hoch wie sich die "Trinity" unter dem Wellenberg aufgebäumt hatte, so tief stürzte sie unvermittelt in das tiefe Wellental. Die Gläser und Flaschen der Bar klingelten beängstigend stark. Ein erneutes panisches auf kreischen der Frauen und Kinder untermalten diese bedrohliche Szenerie.  Christian überprüfte abermals, als das Wellental erreicht war, den Sitz der Arretierungen für die Gläser- und Flaschenablagen.

Plötzlich flog krachend die kleine Tür

vom Hauptdeck in die Klubmesse auf und über die kurze Treppe polterte Maria herein. Sie brachte einen ordentlichen Schwung Meerwasser mit in die Klubmesse. Von draußen war das kreischende Brüllen des Taifuns zu hören und Blitze zuckten durch die Nacht. Maria war triefend nass, Shirt und Shorts klebten an ihrem sportlich muskulösen Körper. Nicht zum ersten mal auf diesem Segeltörn durch die Südsee nach Tahiti geriet Christian bei diesem Anblick in erregende Verzückung. Maria atmete schwer vor Anstrengung und schaute mit seltsam verzehrtem Gesicht und weit aufgerissenen Augen in die Runde.

"Unter den Bänken findet Ihr die Rettungswesten!" rief Sie laut und versuchte das Getöse des Taifuns zu übertönen "Zieht sie Euch über, nur zur Vorsicht! Wir haben alles im Griff!" Sofort verschwand Maria wieder durch die kleine Tür und schloss sie knallend hinter sich.

In der Klubmesse sprangen alle panisch auf um die Sitze der Bänke hoch zu klappen. Ein Chaos entwickelte sich, bei dem es ein Gerangel um die Rettungswesten gab, gerade so als wären nicht genug für alle da! Plötzlich wurde da keine Rücksicht mehr darauf genommen, dass man ja Onkel, Tante, Neffe, Nichte, Cousin oder Cousine von

jemand anderem war. Plötzlich war man nur noch ein Mensch, ein Mensch der um´s nackte Überleben kämpfte.

Christian stand noch immer hinter der Bar und schaute dem Treiben entsetzt zu. Zum Schrecken aller waren auf einmal alle Westen weg. Aber nur knapp fünfzehn der etwa zwanzig Gäste hatten eine Weste! Die Schwächsten, also die zwei Kinder, deren zierliche Mutter Laura sowie Ashley, die fast sechzehnjährige Cousine von Christian, und er selbst gingen leer aus! Das Geheul der Kinder und ihrer Mutter wurde immer lauter.

"Verdammt nochmal ihr Schweine!!!", schrie Christian alles übertönend, "Gebt

wenigstens den Kindern welche ab!!!" Christian wollte sich in entbrannter Wut auf seinen Schwager, dem Vater der Kinder, stürzen, der ihm am nächsten stand, als sich die "Trinity" erneut auf einen Wellenberg erhob. Doch diesmal war etwas anders! Das Segelschiff hob sich mit dem Bug nach oben, immer weiter und weiter! Es wollte gar nicht mehr aufhören!! Jeder der konnte klammerte sich irgend wo fest. Die Stimmen der kreischenden und schreienden Menschen überschlugen sich. Das Schiff stand nun fast senkrecht. Ein älterer Cousin und zwei der größeren Jungen flogen schreiend quer durch die Klubmesse und landeten

hart auf der gegenüberliegenden Wand. Christian vermochte sich am Tresen festzuhalten und schaffte es noch gerade eben sich die kleine Jenny zu schnappen, sonst wäre sie ebenfalls durch den Raum gefallen. Die Trinity stand bereits mehr als senkrecht, etwas kopfüber sogar. Sofort war Christian klar, dass dies nicht gut enden würde und hielt Jenny mit dem einen Arm fest an sich geklammert, die sich das auch wimmernd gefallen ließ. Ihr kleiner Bruder Lukas klammerte sich verzweifelt an einem Tischbein, das ja zum Glück im Fußboden verankert war. Er schaute laut heulend zu seinem Onkel mit Jenny im Arm herüber.

Die "Trinity" ächzte und knarrte bedrohlich, als sie sich immer weiter und weiter kopfüber beugte.

Plötzlich war für eine Sekunde alles ruhig, bevor sie krachend und mit einer allmächtigen Wucht kopfüber aufschlug. Niemand vermochte sich jetzt noch an irgendetwas fest zu halten. Jeder fiel wie ein Stein auf die Deckenpanele der Klubmesse. Christian landete, Jenny noch immer im Arm, schmerzhaft auf dem Rücken und schrie, den stechenden Schmerz kaum aushaltend, laut auf. Sein Schwager krachte mit voller Wucht auf das Dachfenster. Sofort zersprang das Glas und eine gewaltige Flutwelle schoss in die Klubmesse. Geistesgegenwärtig

schnappte sich Christian den kleinen Lukas, der direkt neben ihm lag.

"Haltet die Luft an!!!", schrie er den Kindern noch ins Ohr, da war auch schon die Klubmesse geflutet. Christian versuchte sich in dem Gewühle aus zappelnden Armen und Beinen zurecht zu finden. Immer wieder wurden er und die Kinder schmerzhaft von den Leuten getreten, die bedingt durch den Auftrieb ihrer Schwimmwesten gegen den kopfüberliegenden Fußboden gepresst wurden. Die Kinder in seinen Armen wanden sich hektisch, weil sie auch immer wieder von Tritten getroffen wurden und ihnen langsam die Luft ausging.

Christian fiel die zersprungene Dachluke ins Auge. Kurz entschlossen hielt er die Kinder umklammert und tauchte mit ihnen durch dieses Loch nach außen. Instinktiv begann er nach oben zu tauchen.

In hektischen Bewegungen und immer größer werdender Atemnot tauchte Christian, die beiden Kinder an sich klammernd, als wären sie sein Leben, immer weiter nach oben. Doch konnte er nicht erkennen, wann er denn nun endlich die rettende Wasseroberfläche erreicht haben würde. Draußen war es ja stockfinstere Nacht. Wo ist sie denn bloß? Christian wollten schon die Kräfte schwinden und ihm wurde langsam

schwarz vor Augen. Er war versucht einfach den Mund aufzumachen und zu atmen. Sein letzter Rest Willenskraft ließ ihn der fatalen Versuchung widerstehen. Seine Bewegungen wurden immer schwächer und Christian sah das Ende nahen, da endlich schoss er mit den beiden Kindern in den Armen an die Wasseroberfläche. Mit einem pfeifenden Geräusch sog er gierig die Luft in seine Lungen und hustete auch schon im nächsten Moment. Sofort schaute er in die Gesichter der Kinder, die sich noch gar nicht bewegt haben, seit er die Wasseroberfläche erreicht hat. Christian hatte sie an den Bäuchen umschlungen und schaute ihnen entsetzt in die

regungslosen Gesichter.

"Jenny!!! Lukas!!!", schrie er und versuchte das Getöse des Taifuns zu übertönen. Intuitiv ließ er sie in seinen Armen durch rutschen, bis er sie um ihre Brustkörbe hielt. Er versuchte flach auf dem Rücken zu schwimmen und drückte die Kinder mit all seiner ihm verbliebenen Kraft in kurzen Abständen an sich, immer und immer wieder. "Kinder!!! Kinder!!! Kinder!!!" schrie er unentwegt. Wäre sein Gesicht nicht schon nass dann könnte man jetzt die Tränen der Verzweiflung auf seinen Wangen erkennen, während  er wieder und wieder die Kinder an sich presste. Da endlich! Jenny spukte eine Fontäne

Wasser aus und hustete stark. sogleich fing sie an zu weinen.

"Jenny! Kleine Maus! Hab keine Angst! Ich halte Dich!!!", schrie Christian überglücklich ohne damit aufzuhören Lukas seinen Brustkorb weiter zusammen zu pressen. Sogleich umarmte Jenny ihren Onkel und heulte ausgelassen. "Onkel Christian! Was ist passiert! Wo ist Mum?! Wo ist Daddy?"

"Jenny leg deine Arme um meinen Hals! Bitte!" schrie Christian durch den brüllenden Taifun, dessen ohrenbetäubender Lärm übermächtig war. Das Kind schlang sich auf Christians Rücken und umklammerte seinen Hals. Jetzt hatte er beide Arme

für Lukas frei, der noch immer nichts von sich gab. Immer wieder presste Christian neben dem Brustkorb des Knaben auch dessen Magen zusammen. Das Salzwasser, das der Junge geschluckt hat musste wieder raus!

"Lukas!!!", schrie er krächzend, klammerte sich doch Jenny so sehr um seinen Hals, dass sie ihm fast die Luft zum Atmen abdrückte. "Lukas!!! Wach endlich auf Kleiner! Du kannst es! Deine kleine Schwester hat es auch geschafft!! Nun komm schon verdammt!!!", schrie Christian erneut und presste mit der Kraft der Verzweiflung den Körper des Knaben zusammen. "Komm!!!"

Mit einem gurgelnden Geräusch schoss ein Schwall Wasser aus Mund und Nase des Knaben.

"JAAAA!!!" schrie Christian überglücklich und reckte entschlossen eine Faust zum schwarzen Himmel empor, der von grellen Blitzen kurzzeitig erhellt wurde, gerade so, als wollte er dem Taifun trotzig den Kampf ansagen. Er hat es geschafft! Diese drei Seelen hat dieses Monster nicht verschlungen!

Lukas war wieder bei Bewusstsein, wenn auch noch benommen. Nun hielten sich beide Kinder an seinen Schultern fest und Christian versuchte sich, und die beiden Kinder in den Armen, ruhig

in dieser tosenden See zu halten. Jetzt fanden Sie auch die Zeit sich um zu schauen. Doch was sie sahen war ernüchternd und erschreckend zugleich. Um sie herum war nichts als die See mit ihren riesigen Wellenbergen, die sie eins ums andere mal mit auf ihre Gipfel nahmen, um sie dann einfach wieder, einem Spielball gleich, fallen zu lassen. Von der "Trinity" war weit und breit nichts zu sehen, noch nicht einmal Trümmerteile! Christian, Jenny und Lukas waren einsam, einsam und verlassen auf den schier unendlichen Weiten des pazifischen Ozeans.

Der Lichtschein

Inzwischen seit einer Stunde... oder waren es doch schon zwei oder drei Stunden? Christian hatte jedes Zeitgefühl verloren, trieben er und die beiden Kinder in der vom Taifun aufgewühlten See. Zahlreiche Blitze zuckten vom Himmel, die kurzzeitig die Hölle, in der sich die drei befanden, erhellten. Noch immer hielt  Christian die beiden Kinder in den Armen und versuchte sich mit ihnen mehr schlecht als recht an der Wasseroberfläche zu halten. Trotz des warmen Klimas schlotterten und zitterten die Kinder. Mit der Situation mental hoffnungslos

überfordert, wimmerten die beiden herzerweichend und hatten ihre Köpfe auf seinen Schultern gelagert. Auch an Christian ging die lange Zeit im Wasser nicht spurlos vorüber. Auch er fror, wenngleich seine Muskeln in den Armen und Beinen vor Überanstrengung brannten. Doch aufhören sich zu bewegen oder gar den Griff um die Kinder zu lockern kam für Christian nicht in Frage.

Noch immer hatte es Christian nicht ganz geschafft die zurückliegenden Stunden zu verarbeiten. Wie konnte es nur passieren, dass ein Schiff wie die "Trinity", ein ehemaliger Hochseefischtrawler, den man zu einem

Segelschiff umgebaut hat, dass so ein Schiff einfach so sank? Waren denn solche Schiffe nicht auch für derartige Stürme ausgelegt? Waren wirklich alle anderen tot? Hatte nicht wenigstens Laura, die ja auch nicht durch eine Rettungsweste gehandicapt war, es geschafft? Oder Ashley, seine jüngere Cousine? Wie konnte es sein, dass die Rettungswesten am Ende nur Tod und Verderben brachten? Warum waren zu wenige da? Diese und viele andere Fragen schwirrten durch Christians Kopf, ohne dass er in seiner Verfassung auch nur eine logische Erklärung fand.

"Onkel Christian mir ist so kalt!" meldete sich zwischendurch weinerlich

die kleine Jenny.

"Mir auch!" warf Lukas gleich mit ein.

"Ich weiß Kinder! Schmiegt euch noch enger an mich, vielleicht kann ich euch etwas von meiner Wärme abgeben." Christian drückte die Kinder noch etwas fester an sich.

"Ich will zu meiner Mum!", heulte Jenny los und Lukas konnte wohl auch nicht mehr an sich halten und stimmte mit ein.

"Bestimmt sehen wir sie bald wieder!" rief Christian und tätschelte ein wenig die Rücken der Kinder. "Wisst Ihr, was eure Grandma immer gesagt hat?"

Die Kinder schüttelten schluchzend die Köpfe.

"Also hört zu!

 

Immer wenn Du denkst es geht nicht mehr,

kommt von irgendwo ein Lichtlein her.

Ein Lichtlein wie ein Stern so klar,

es wird Dir leuchten immer da.

 

Habt ihr das verstanden Kinder? Seid tapfer und verliert nicht die Hoffnung. Irgendwo da oben leuchtet ein Stern für uns!"

Wieder einmal wurden sie von einer riesigen Welle erfasst.

"So Kinder macht fein, wie zuletzt, Augen und Mund zu!!" rief Christian. Die Kinder sollten nicht soviel

Salzwasser schlucken. Das würde ihren Durst nur noch verstärken. Wie so oft, trug die Welle, die sie gepackt hatte höher und höher hinauf. Doch diesmal trug die Welle sie enorm weit hinauf, so kam es Christian jedenfalls vor. Er nutzte die Gelegenheit der Sekunde und schaute sich schnell einmal um. Da zuckte ein Blitz auf und ließ für einen Bruchteil einer Sekunde die Nacht helle werden. War da nicht irgendwas? Die Silhouette von etwas? Hatte es Christian nicht richtig erkannt? Oder war da gar nichts? Manchmal spielten ihm ja seine Wünsche und Sinne einen Streich?

Da ließ diese riesige Welle die armen drei Geschöpfe einfach fallen wie einen

Stein. Sie sausten wieder hinab ins Wellental. Die Kinder kreischten und Christian versuchte sie so eng wie möglich an sich zu drücken. Er versuchte sich mit ihnen ein zu rollen, um einen eventuellen Aufprall von den Kindern fern zu halten. Sie wirbelten nun wild im Wasser herum, hatten sie doch ihre Stabilität verloren. Da war etwas schwarzes Glänzendes! Das konnte Christian noch erkennen. Alles endete in einem kurzen heftigen Schmerz und ... Aus!

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PorterThomson
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Immortality Du schreibst einfach wahnsinnig gut. Man taucht ab in dieses Geschichte und will gar nicht mehr raus :)
Vor langer Zeit - Antworten
Sealord Hat mir sehr gut gefallen! Das der Anfang langatmig sein soll kann ich nicht nachvollziehen! Ich finde es gut!
Nur eine Anmerkung : Ein Stag ist das wodrauf ein z.B. Vorsegel befestigt wird und mit einem Fall wird es nach oben gezogen. Die Seile mit denen die Segel dann gespannt werden heißen Schoten!
LG und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel
Uwe
Vor langer Zeit - Antworten
PorterThomson Vielen Dank für deinen positiven Kommentar und die Coins! Da der Kommentar von Dir kommt, wiegt er noch mal so schwer, scheinst du doch, nach deinem Profil, mit der Segelei vertraut zu sein. Da merkt man eben, dass ich nur einer von den "Gästen" auf einem solchen Segelschiff gewesen bin. :-) Deswegen bedanke ich mich auch für diesen Hinweis mit Stag und Fall. Ich werde das auch in meiner Geschichte umgehend versuchen richtig zu stellen.
LG und vielen Dank Thomas
Vor langer Zeit - Antworten
FindYourselF Re: Re: gefällt mir gut..... -
Zitat: (Original von PorterThomson am 12.05.2013 - 20:52 Uhr)
Zitat: (Original von FindYourselF am 09.05.2013 - 15:02 Uhr) ...jedoch find ich den Anfang etwas langatmig, aber ansonsten habe ich nichts zu meckern.


LG


Ich bedanke mich für Deine Kritik! Unter diesem Aspekt habe ich mir das erste Kapitel ein weiteres mal durch gelesen und gebe Dir bedingt recht. Du hast recht, dass sich die Beschreibungen des Segelalltags mit fünfzehn Seiten für my Story - Verhältnisse ganz schön in die Länge ziehen. Doch mir lag es am Herzen dem gewillten Leser ein wenig am einmaligen Flair einer Segelreise teilhaben zu lassen. Dazu war es denn auch nötig, stellenweise etwas ins Detail zu gehen. Vielleicht hätte ich bei ein paar maritimen Dingen etwas sparen können. Jedoch gefallen mir diese ganzen Namen für diverse Knoten, Segel, Seile und Techniken so gut, dass sie in einer solchen Geschichte rein vom Klang her nicht fehlen dürfen. Widerum ist es so, wenn ich Beispielsweise einen Doppelschlag im Text verarbeite, weiß der interessierte Leser, der wahrscheinlich noch nicht zur See gefahren ist, womit er es zu tun hat, wenn ich es nicht wenigstens ansatzweise erkläre. Oder er weiß nicht worum es bei einer Halse geht. Der eine ist für soetwas zu begeistern und der andere eben nicht. Jedem nach seinen Geschmack!
Zugegeben bei einer Geschichte die vielleicht so 50 bis 100 Seiten umfasst wäre ein solches "Vorspiel" wahrlich zu lang. Aber ich denke mal in dieser Story steckt eine längere Geschichte. Ich bin ja noch lange nicht fertig.
Noch einmal Danke für Deine konstruktive Kritik. Vielleicht hast Du ja noch eine Idee wie ich den Anfang verbessern kann. Ich bin Dir auch nicht böse.

LG Porter


Ich gebe dir recht, wenn man etwas mag, schweift man aus, anderen gefällt es und andere lesen schneller drüber, sind aber nach den Beschreibungen wieder völlig im Text versunken... Aber ich kenn das selber, wenn ich ausschweife... Hatte das mal bei meiner ersten schottischen Geschichte , da habe ich etwas viel über das claymore (breitschwert) geschrieben, was im Endeffekt wahrscheinlich kaum jemanden Interesiert hat :)
Wenn du mit dem Anfang zufrieden bist und ihn so willst, dann lass ihn so, weil geschmäcker sind verschieden und das ist ja auch gut so :)
Ich fand es deswegen ja nicht schlecht, habe mich nur dabei ertappt an manchen Stellen schnell drüberzulesen, aber ich war trotzdem drin.

LG
Vor langer Zeit - Antworten
PorterThomson Re: gefällt mir gut..... -
Zitat: (Original von FindYourselF am 09.05.2013 - 15:02 Uhr) ...jedoch find ich den Anfang etwas langatmig, aber ansonsten habe ich nichts zu meckern.


LG


Ich bedanke mich für Deine Kritik! Unter diesem Aspekt habe ich mir das erste Kapitel ein weiteres mal durch gelesen und gebe Dir bedingt recht. Du hast recht, dass sich die Beschreibungen des Segelalltags mit fünfzehn Seiten für my Story - Verhältnisse ganz schön in die Länge ziehen. Doch mir lag es am Herzen dem gewillten Leser ein wenig am einmaligen Flair einer Segelreise teilhaben zu lassen. Dazu war es denn auch nötig, stellenweise etwas ins Detail zu gehen. Vielleicht hätte ich bei ein paar maritimen Dingen etwas sparen können. Jedoch gefallen mir diese ganzen Namen für diverse Knoten, Segel, Seile und Techniken so gut, dass sie in einer solchen Geschichte rein vom Klang her nicht fehlen dürfen. Widerum ist es so, wenn ich Beispielsweise einen Doppelschlag im Text verarbeite, weiß der interessierte Leser, der wahrscheinlich noch nicht zur See gefahren ist, womit er es zu tun hat, wenn ich es nicht wenigstens ansatzweise erkläre. Oder er weiß nicht worum es bei einer Halse geht. Der eine ist für soetwas zu begeistern und der andere eben nicht. Jedem nach seinen Geschmack!
Zugegeben bei einer Geschichte die vielleicht so 50 bis 100 Seiten umfasst wäre ein solches "Vorspiel" wahrlich zu lang. Aber ich denke mal in dieser Story steckt eine längere Geschichte. Ich bin ja noch lange nicht fertig.
Noch einmal Danke für Deine konstruktive Kritik. Vielleicht hast Du ja noch eine Idee wie ich den Anfang verbessern kann. Ich bin Dir auch nicht böse.

LG Porter
Vor langer Zeit - Antworten
FindYourselF gefällt mir gut..... - ...jedoch find ich den Anfang etwas langatmig, aber ansonsten habe ich nichts zu meckern.


LG
Vor langer Zeit - Antworten
PorterThomson Re: Re: Re: -
Zitat: (Original von Samtstimme am 27.04.2013 - 12:12 Uhr) Es genügt, wenn du nachsichtig mit dir selber bist ;-)

Ich hab' in technischer Hinsicht viel mit Texten zu tun und weiß, dass man seine eigenen Fehler nicht finden kann. Man hat sie sozusagen "im Sinn" und überliest sie einfach. Meine eigenen Texte sind auch erst nach mehreren Feedbacks ziemlich fehlerfrei *g*



Deswegen freue ich mich über jede konstruktive Kritik, ob nun gut oder auch schlecht. Wie Du schon schreibst, man selber ist vor seinem eigenen Werk sowas wie blind. Da müssen einem halt andere seine Fehler aufzeigen. Von daher ist "my Story" eine tolle Möglichkeit an seiner Schreibkunst zu arbeiten, wenn man denn vernünftige Kommentar wie von Dir erhält.
Vor langer Zeit - Antworten
Samtstimme Re: Re: - Es genügt, wenn du nachsichtig mit dir selber bist ;-)

Ich hab' in technischer Hinsicht viel mit Texten zu tun und weiß, dass man seine eigenen Fehler nicht finden kann. Man hat sie sozusagen "im Sinn" und überliest sie einfach. Meine eigenen Texte sind auch erst nach mehreren Feedbacks ziemlich fehlerfrei *g*
Vor langer Zeit - Antworten
PorterThomson Re: -
Zitat: (Original von Samtstimme am 25.04.2013 - 13:46 Uhr) Ich überkleg', ob ich dich als Autor oder Seemann ansprechen soll *g*

Hat mir gut gefallen, die Geschichte. Du verstehst es, zu fesseln und dein Stil ist flüssig und hat Struktur. Kleine Schwächen in Text und Inhalt stören zuweilen ein kleines bisschen, aber für "roh" ist es gut!

LG Robert


Hallo Robert!

Danke für deinen Kommentar. Es ist bei mir immer das gleiche! Man kann so eine Geschichte so oft lesen wie man will. Man findet immer noch ein paar Fehler. So wie jetzt! Ich habe die Geschichte noch einmal überarbeitet. Ich wette mit Dir in ein paar Wochen lese ich es noch ein weiteres mal durch und finde wieder einige Fehler. Gut! Vielleicht ein paar Fehler weniger. ;-)
Vor langer Zeit - Antworten
Samtstimme Ich überkleg', ob ich dich als Autor oder Seemann ansprechen soll *g*

Hat mir gut gefallen, die Geschichte. Du verstehst es, zu fesseln und dein Stil ist flüssig und hat Struktur. Kleine Schwächen in Text und Inhalt stören zuweilen ein kleines bisschen, aber für "roh" ist es gut!

LG Robert
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