Romane & Erzählungen
Geschichte vom Verlieren

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"Geschichte vom Verlieren"
Veröffentlicht am 20. Januar 2013, 78 Seiten
Kategorie Romane & Erzählungen
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http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Was kann man über mich sagen, außer dass ich 21 Jahre alt bin und Belgier bin?! Vielleicht, dass ich gerne Gitarre und Klavier spiele, ab und zu Texte und Gedichte schreibe und mich leidenschaftlich gerne mit Komödien aller Art beschäftige. Ich studiere englische und deutsche Literatur in Lüttich. Ich arbeite gerne an Werken, bei denen ich etwas von mir selbst einbringen kann, aber ich bin auch sehr froh, wenn ich eine Kooperation mit ...
Geschichte vom Verlieren

Geschichte vom Verlieren

Einleitung

Der alternde Autor Michael versucht ein letztes großes Buch schreiben, doch als ihn seine eigene Vergangenheit einholt, wird er selber Teil der Geschichte.

Eine Idee

 Da sitze ich nun wieder. Es gibt kaum ein Gefühl, welches ähnlich gut ist wie jenes, das man hat, wenn man eine gute Idee hat. Ich habe gerade solch eine gute Idee. Und das ist gut so, denn ich bin Schriftsteller. Naja, eigentlich bin ich nur ein Arbeitsloser, der gerne Bücher schreibt, aber ich habe aus der Not eine Tugend gemacht. Sie brauchen sich an dieser Stelle keine Sorgen um meinen materiellen Verbleib zu machen - ich habe schon viel Geld mit der Schreiberei verdient. Dennoch hat mir das im Leben nichts gebracht: Ich bin einsam, so sagt mein einziger Freund. Zynisch, bösartig,

verbittert – das sind Wörter mit denen er mich beschreibt. Schon oft hat er gemeint, ich hätte mein Leben „weggeworfen“, doch das ist völliger Blödsinn, wie ich meine.

Die Idee, die ich habe, wird auch wieder in einem Buch verwendet. Meistens setze ich mich hin und stelle mir eine Person vor. Dieser Person gebe ich dann eine Hintergrundgeschichte. Daraus baue ich die eigentliche Handlung auf. Meine Hauptperson heißt Mike. Er ist ein sehr autoritärer Mensch. Direkt, aber dennoch zurückhaltend. Böse, aber zugleich Gentleman. Schlau und unwissend zugleich. Was könnte solch einer widersprüchlichen Person schon im

allgemeinen Leben widerfahren? Ich sage es Ihnen: Liebe. Liebe ist mein Schlüssel zu einer guten Geschichte, da sie immer einsetzbar ist und immer wieder fallen die Menschen auf diese Storys rein. Mit der Liebe lässt sich viel Geld verdienen. Man muss nur eine Geschichte entwerfen, in der zwei Liebende aus Problemen nicht zusammen kommen. Menschen lieben so etwas. Ich nicht.

Solch eine Geschichte soll es also werden. Aber eine einfache Liebesgeschichte wäre keine gute Idee. Nein, diese Geschichte wird besser als eine normale Liebesgeschichte.

Nun kommt der Moment, in dem ich einfach losschreibe. Ich weiß nicht,

wohin die Geschichte mich führen wird, ich lasse mich also einfach von der Intuition leiten. Mit jedem Wort, welches ich niederschreibe, wächst die Idee, der Mythos. Oftmals enden meine Geschichten schlecht, was weniger daran liegt, dass ich ein Pessimist bin als an der Tatsache, dass ich Realist bin. Sehen Sie, das Leben ist nicht fair – in keinster Weise. Das versuche ich widerzuspiegeln, diese Ungerechtigkeit im Leben eines jeden Menschen.

Aber ich lenke ab. Worum es hier geht, ist meine Idee:

"Mike ist ein Einzelgänger und das ist er schon immer gewesen. Die meisten Menschen konnten ihn noch nie leiden,

aber daraus hat er sich nichts gemacht. Er war stets ein Gentleman gewesen und hatte sich durch seine autoritäre Art viel Respekt verschafft. Er leugnete es immer, irgendwelche Gefühle zu haben und sprach oft vom „Schwarzen Loch“, wenn es um sein Herz ging. In seinem Innersten allerdings träumte er von der perfekten Liebe. Die fand er aber nicht – zumindest bis jetzt. Denn schon bald würde er ein Mädchen treffen, das alles ändern würde. Doch dem war er sich noch nicht einmal ansatzweise bewusst."

 

Ein passender Anfang, wie ich finde. Er macht dem Leser Lust auf mehr. Um in der Geschichte weiter zu kommen, stelle

ich mir die Situation nun konkret vor und sehe, wie Mike durchs Leben stolpert. Er ist einer dieser Menschen, die die Liebe verneinen, weil sie sie nicht verstehen. „Verständnisbesessen“ nenne ich solche Menschen gerne. Sie versuchen alles und jede Entscheidung und Handlung zu verstehen, fallen dann aber meist in ein mentales Loch, sobald sie an die Liebe stoßen. Vielleicht wundern sie sich, woher ich das so genau weiß... Ich habe meine Erfahrungen gemacht.

Doch zurück zu meiner Idee. Damit eine Liebesgeschichte kompliziert wird, müssen zwei männliche Charaktere um eine Frau kämpfen. Das ist nicht nur im

realen Leben so, sondern auch in meinen Büchern. Lassen Sie mich die anderen Charaktere Daniel und Sabrina nennen. Nun denken Sie bestimmt: 'Hey, jetzt kämpfen Mike und Daniel um Sabrina und Daniel gewinnt.' Aber das ist nicht richtig. Ich weiß doch, dass es Mike innerlich zerfressen würde zu verlieren und nicht zu wissen, wieso.  

Mikes Welt

 Sie werden sich wohl bereits gefragt haben, wie meine Geschichte weitergeht, aber das kann ich ihnen zu diesem Zeitpunkt noch nicht verraten. Das liegt daran, dass ich selber noch nicht weiß, wie es enden wird. Vielleicht gut, vielleicht endet es aber auch mit einer Tragödie. Es hängt alles von Mikes Entscheidungen ab. Ich weiß, er wird durch seine logische Veranlagung eine oder mehrere Fehlentscheidungen treffen. So, wie ich Sabrina kenne, wird sie versuchen, ihn auf dem richtigen Weg zu halten, aber das ist noch niemandem gelungen, weil Mike einfach

zu stur ist, eigene Fehler in Bezug auf sein Denken einzusehen. Doch weiter in meiner Geschichte:

"Seit dem Tage, an dem Daniel Sabrina in den Freundeskreis gebracht hatte, war Mike an Sabrina interessiert gewesen. Sie verhielt sich komplett anders als die meisten anderen Mädchen, die er kannte. Sie war einfach auf einer anderen Ebene – geistig. Mike war sich eigentlich sicher gewesen, dass Sabrina und Daniel ein Paar waren, vollkommen sicher war er sich allerdings nicht. Auch als er Jennifer, eine gute Freundin von Sabrina fragte, war diese nicht sicher.

Mit jedem Tag aber stieg in Mike das eigene Verlangen nach Sabrina, sodass er

schlussendlich auf einem Zettel seine Gefühle logisch sortierte. Die logische Schlussfolgerung lautete, dass er in Sabrina verliebt war. Das schmeckte ihm überhaupt nicht, hatte er doch immer die Liebe verneint. Doch er fasste den Entschluss, Sabrina von seiner Liebe zu erzählen."

Eventuell sollte ich mit dem Schreiben etwas aufhören. Mir geht es im Moment nicht so gut. Ich habe wirklich Kopfschmerzen. Eigentlich habe ich immer Kopfschmerzen, wenn ich eine solche Liebesgeschichte schreibe. Gelegentlich schlucke ich ein paar Schmerzmittel. Manchmal sogar ein paar zu viel. Dann gehe ich komplett in der

Welt meiner Charaktere auf. Halluzinationen sagt man wohl dazu. Ich nenne es: „Momente der vollkommenen Inspiration“. Ich denke es ist Zeit für einen solchen Moment. Ich weiß ja, wo das LSD liegt. Garry, mein einziger Freund, hat mir schon oft gesagt, ich solle die Drogen nicht mehr nehmen. Es gefährde nur meine Gesundheit, so sagt er. Er selbst hat niemals Bücher geschrieben. Er war niemals auf der Suche nach Inspiration, denn die braucht er in seinem Beruf nicht. Garry ist Lehrer, allerdings kein besonders guter Lehrer. Er ist solch ein Mensch, den alle Schüler ausnutzen. Er selbst hat davon nie etwas gemerkt. Aber das eine Mal,

dass ich seine Klasse kontrollierte, damals als ich noch Schulpsychologe war, da war mir sofort klar, dass er sich von seinen Schülern manipulieren lässt. Seitdem hat sich nichts geändert, so fürchte ich.

Ich blicke nun in mein Bücherregal, wo ich drei Bücher im Besonderen anschaue: Das eine ist Goethes „Faust“, das zweite Buch heißt „Eine Schwierigkeit der Psychoanalyse“ von Sigmund Freud und das dritte Buch ist die Bibel. Ich weiß selber nicht, warum ich die Bibel noch in meinem Regal stehen habe. Ich habe seit Langem nicht mehr darin gelesen. Ich bin Realist. Ich glaube an das, was ich sehe, an das, was ich durch logisches

Denken erklären kann. Gott kann ich nicht durch logisches Denken erklären. Nein, nein, in der Bibel werde ich auch weiterhin nicht lesen. Ich greife vorbei an der Bibel und nehme das Freud-Buch, wie ich es immer nenne. Ich öffne es. Darin versteckt sind meine Halluzinogene. Was in dem Buch auf den weggeschnittenen Seiten stand, weiß ich. Ich sehe mich noch einmal um, ehe ich die Tabletten schlucke und mich aus der Realität verabschiede.

„Was, du hier? Woher wusste ich, dass du es nicht einmal eine Woche aushältst, ohne dieses chemische Gift zu schlucken.“

Ich sehe mich um, hinter mir sitzt Mike.

Ich sehe ihn an und frage ihn, ob er mit meinen Plänen für die Geschichte zufrieden sei. Anstatt zu antworten, blickt er mich nur an. Dann sagt er:

„Willst du mich wirklich in einer solch billigen Geschichte verschandeln? Mein Charakter taugt zu mehr als zu einer bloßen Romanze.“

„Ich weiß, deshalb wird es auch mehr als eine Romanze werden.“

„Du weißt, dass ich Sabrina liebe.“

„Bitte was?“ Wir beide drehten uns schlagartig um und sehen Sabrina.

„Ich, ehm...“, stottert Mike vor sich hin, „Ich wollte dir das eigentlich gesagt haben.“

Ich halte mich für meinen Teil erst

einmal heraus. Gleichzeitig beobachte ich, wie peinlich den beiden die Situation ist. Gerade Sabrina möchte der Situation am liebsten entfliehen.

„Im Ernst Sabrina, ich glaube, ich habe mich in dich verliebt. Was sagst du dazu?“

„Oh Gott Mike. Ich mag dich wirklich sehr...“, ringt Sabrina um Worte, „aber nicht so. Du bist ein absolut toller Mensch. Ich habe in meinem Leben selten eine so tolle Person getroffen. Aber eine Beziehung mit dir will ich wirklich nicht. Es tut mir so leid. Ich verliebe mich immer nur in Idioten, ich wünschte ich würde mich in jemanden wie dich verlieben.“

„Dann tu es doch. Ich bitte dich: Lass mich dein Herz berühren, und wie ein Siegel beschützen und mich in deinen Armen liegen. Denn Liebe ist stärker als der Tod, und ihre Glut ist so warm als wie die Hölle.1“

„Was für ein wunderschöner Satz.“

„Bibel“, fahre ich dazwischen, „das ist ein Satz aus der Bibel.“

„Ja und das soll zeigen, wie sehr ich dich liebe, Sabrina. Ich will nur dich, weil du mir gezeigt hast, dass Emotionen gut sein können.“

„Es tut mir leid, Mike, aber ich liebe dich nicht.“

Mit diesem Satz dreht sich Sabrina um und verschwindet. Ich bleibe

unterdessen mit Mike in meinem Büro alleine. Er schaut zum Boden, dann wieder nach oben und zuletzt in meine Richtung. Ich merke ihm an, dass er versucht, Halt in dieser Situation zu finden. Ich weiß ganz genau, wie es ihm geht. Genau weiß ich, wie sehr er jetzt leidet, doch ich kann nichts daran ändern. Er muss da durch. Für die Geschichte. So versuche ich ihm etwas Nettes zu sagen, platze dann aber mit Folgendem hinaus:

„Liebe wird überbewertet, wenn du mich fragst.“

„Hast du je wirklich geliebt? Hat man dir je das Herz gebrochen?“

„Oh, ja, das hat man. Und du wirst

schon bald sehen, dass es noch sehr viel schlimmer kommen wird, als du denkst. Es geht immer noch schlimmer.“

„Wie soll es noch schlimmer kommen? Ich habe sie geliebt, mehr als alles Andere auf dem Planeten.“

„Ist es so?“, frage ich plump, „Oder hast du dir nur eingeredet, dass du sie liebst, weil du dachtest, dass nun der passende Moment dazu sei, Liebe zu empfinden?“

„Ich liebe sie. Das ist die hundertprozentige Wahrheit.“

„Leider ist die hundertprozentige Wahrheit genau so unverträglich wie hundertprozentiger Alkohol.“2

Etwas Besseres fällt mir jetzt einfach nicht ein. Aber ich weiß, dass Mike

falsch liegt. Er denkt zu logisch. Das ist ein Problem, welches ihm noch Probleme bereiten wird.

Zurück im Leben

 Dann ist es vorbei. Ich wache auf, völlig schweißgebadet und aufgeregt. Dass ich die Handlung meines neuesten Romans gerade selbst miterlebt habe, kommt mir erst komisch vor, dann realisiere ich, dass dies nicht das erste Mal war, dass ich so etwas erlebt habe.

„Für heute ist es aber genug mit der Schreiberei“ , denke ich mir und ziehe mich an. Meinen Dreitagesbart lasse ich mir weiter stehen und das seit einer Woche. 14 Uhr sind es mittlerweile schon. Um 15 Uhr wollte ich mich mit Garry treffen, was eigentlich heißt, dass er sich Sorgen um mich macht und

einmal nach mir sehen will. Bei solchen Treffen erzählt er mir oft, wie schlecht mein Lebensstil ist. Zuhören tue ich dann nur sehr selten. Mich interessieren solche Dinge nicht.

Im Restaurant angekommen setze ich mich direkt zu ihm.

„Wie du siehst, Garry, mir geht’s gut. Kein Grund zur Sorge also. Und jetzt zu besseren Themen.“

„Hast du wieder Drogen genommen, Michael?“

„Halluzinogene heißt das.“

„Ebenso illegal. Wie wäre es, wenn du dich mal mit Menschen treffen würdest. Ich meine du bist jetzt fast 56 Jahre alt, vielleicht solltest du mal etwas anderes

tun, als alleine sein, Drogen nehmen und Bücher schreiben.“

„Wieso soll ich mich mit Menschen treffen?“

„Weil es schön ist, sich zu unterhalten und zusammen Spaß zu haben.“

„Jeder Mensch lügt. Wenn ich an Lügen interessiert wäre, würde ich mich mit Menschen treffen.“

Nach diesem Satz stehe ich auf und gehe. Ich habe ganz einfach keine Lust mich durch solche Themen herunterziehen zu lassen. Zum Supermarkt gehen – das ist eine gute Idee. Ich brauche noch etwas zu essen. Also gehe ich nun zum Supermarkt und kaufe ein. Danach kehre ich ganz einfach

zurück nach Hause und lehne mich in meinen Sessel. Dort denke ich nach.

„Was wäre, wenn ich Mike noch eine Chance gebe?“, sage ich leise.

Die zweite Chance

Und so geht es weiter in meinem Buch:

"Nachdem die Sache mit Sabrina so schlecht gelaufen war, hatte Mike versucht, sich nichts von all dem Schmerz anmerken zu lassen, der sich innerlich bei ihm aufgebaut hatte. Doch das fiel schwer. Oft dachte Mike noch darüber nach, ob es nicht noch irgendwie möglich wäre, Sabrina für sich zu gewinnen. Doch als er auf Facebook ging, stockte sein Herz. Sabrina war nun mit Daniel zusammen. Ganz offiziell war das nun. Also rang er sich durch und gratulierte den Beiden, so weh es ihm auch tat. Am nächsten Tag

kam Sabrina zu ihm. „Es tut mir leid, dass du das gestern lesen musstest.“ 

Ihm war mittlerweile fast alles egal geworden. Er suchte verzweifelt nach jemandem, der ihn festhalten konnte und der ihm das zurückgibt, was er bisher verloren hatte."

 

Diese Zeilen führen die Geschichte nun erst einmal in eine verzweifelte Richtung. Ich weiß doch, wie schlecht es Mike jetzt geht. Aber helfen – nein, das kann ich einfach nicht.

Dann ist schon wieder der nächste Morgen. Diese Nacht habe ich gut geschlafen, ohne jede Halluzination oder jeden Traum. Ich stehe erst einmal auf

und gehe zum Kühlschrank, wo ich meine frisch erworbenen Fressalien betrachte. Ich weiß, wie ungesund es ist, sich falsch zu ernähren, aber meine gesunde Figur zeugt davon, dass es nichts ausmacht, sich nicht gesund zu ernähren.

Als Nächstes schaue ich nach, ob der Briefträger etwas Nützliches gebracht hat. Ich bin mir zwar schon jetzt relativ sicher, dass dem nicht so ist, aber man kann ja nie wissen. Am Briefkasten angekommen schaue ich mir den Inhalt an und siehe da: Eine Einladung ist dabei. Die Einladung ist für ein Treffen der ehemaligen Mitarbeiter der Schule, an der ich als Schulpsychologe tätig war.

Mir ist in diesem Moment noch nicht ganz bewusst, warum man gerade mich zu so einem Treffen einlädt, aber wie sagt Garry immer: „Man muss ja nicht immer den Grund für etwas kennen.“

Überraschend ist jedoch das, was ich an dem Brief angeheftet finde. Dort befindet sich nämlich eine persönliche Notiz, die besagt: „Wäre schön, dich nach dem Vorfall noch einmal zu sehen.“

Der Vorfall, den sie anspricht, ist nicht weiter wichtig für die Geschichte. Er hat keinerlei Relevanz. Ich sage Ihnen nur so viel: Er hat mich meine Karriere gekostet und zu dem gemacht, was Menschen in mir sehen. Nachdem es passierte, bin ich niemals wieder zu der Schule gegangen,

geschweige denn habe ich mit einem meiner ehemaligen Kollegen gesprochen. Mir kommt es aus diesem Grund ganz einfach falsch vor, dorthin zu gehen. Doch diese Notiz beschäftigt mich... Warum hatte dort jemand eine Notiz angeheftet? Jemand wollte mich sehen, doch wer? Nach einigen Momenten logischen Denkens ist mir schon mal klar: Die Person, die jene Notiz angeheftet hatte, kennt mich und ist Teil des Organisationsteams. So wird es einfach, herauszufinden, wer dahinter steckt.

Nun ist aber erst einmal wichtiger, an meiner Geschichte weiter zu arbeiten. Aber ich bin schon jetzt wieder müde.

Also beschließe ich, mich wieder ins Bett zu legen und noch etwas zu schlafen.

„Du hast doch keine Ahnung, wie schlecht es mir mittlerweile geht.“

„Glaube mir, das habe ich“, antworte ich nur kurz auf Mikes Vorwurf.

„Ich habe gedacht, du hättest mich an den äußersten Rand der Melancholie getrieben, aber du hast mich über den Rand direkt ins Verderben gestoßen.“

Kühl entgegne ich ihm nur: „Gewöhne dich besser an den Schmerz, es wird noch schlimmer werden.“

„Eine wahre Hilfe bist du ihm ja nicht.“ Nun war auch Jennifer ein Teil der Unterhaltung geworden. Sie geht direkt auf Mike zu und klopft ihm auf die

Schulter. Für mich ist in dieser Sekunde bereits klar, dass sie Interesse an ihm hat. Doch ich halte mich wie so oft in solchen Situationen zurück.

Mike und Jennifer reden noch eine Weile, ich jedoch blende beide aus und bin plötzlich im Park, wo ich auf einer Bank neben Sabrina sitze.

„Ich habe da mal eine Frage“, beginne ich die Unterhaltung.

„Schieß los, Mitch.“

„Mitch? Ich als dein Erschaffer würde es bevorzugen, wenn du mich bei meinem Namen nennst. Die Frage, die ich habe, ist die folgende: Besteht da vielleicht ein Interesse seitens Jennifer an Mike?“

„Du erwartest, dass ich dir das so offen sage?“

„Naja, es ist mein Traum, also machst du genau das, was mein Unterbewusstsein will.“

„Ja, sie mag ihn sehr und wäre nicht abgeneigt, wenn da noch etwas mehr draus würde.“

„Interessant. Vielleicht sollte ich dem Schicksal ja etwas auf die Sprünge helfen...“

Zufälle

Meine Geschichte nimmt ihren weiteren Verlauf, und zwar so:

"Es war Valentinstag. Mike hasste diesen Tag schon von Natur aus, aber an diesem Valentinstag war es besonders schlimm. Er saß morgens im Bus und wusste nicht, warum er überhaupt aufgestanden war. An der Schule und bei seinen Freunden angekommen, sagte er zu Sabrina: „Das wird ein schrecklicher Tag.“

Doch diese antwortete nur: „Abwarten, vielleicht passiert ja doch was Gutes heute...“

Und nur 5 Sekunden später spürte er,

dass er eine SMS bekommen hatte. Ãœber den Inhalt dieser SMS freute er sich besonders, denn Jennifer fragte ihn, ob sie sich nicht mittags treffen sollten. Nun hatte er einen Grund gehabt, aufzustehen und sich auf den Rest des Tages zu freuen."

 

Dies ist einer dieser Zufälle, die nur im wahren Leben geschehen. Ideal also für eine frei erfundene Geschichte, da es die Handlung realistisch erscheinen lässt. Sie denken an dieser Stelle wahrscheinlich, dass ich die Geschichte nun romantisch ausklingen lasse und genau das ist der Fall. Aus meinen Augen hat Mike nun genug gelitten. Es wird Zeit, dass er ein

Erfolgserlebnis hat und eben dieses soll er nun bekommen. Jedenfalls hoffe ich das...

Denn letzten Endes weiß ich ja selber nicht, wie meine Geschichte weitergeht. So, wie es aktuell läuft, bin ich aber zufrieden. Das Wichtigste an einem Roman ist es, ihn so zu schreiben, dass man ihn selber lesen würde. Ich habe jedoch noch nie eines meiner eigenen Bücher gelesen.

Es macht mich verrückt, nicht zu wissen, wie es nun weiter geht. Ich glaube, ich werde noch ein paar Tabletten schlucken, um zu erfahren, wie Mikes und Jennifers Treffen abläuft. Ja, ich denke, das werde ich tun. Und

dann werde ich meine Geschichte weiterschreiben. Exakt so, wie das, was ich bei den Halluzinationen erlebt habe. Und das sieht so aus:

 

"Nun war es also so weit. Mike hatte schon den gesamten Morgen dem Treffen entgegengefiebert. Als er Jennifer dann sah, war er überrascht, denn diese hatte noch ihre beste Freundin Lisa mitgebracht. Jennifer ließ Lisa überhaupt nicht an der Konversation teilhaben. Es war Mike, der Lisa immer wieder in die Unterhaltung einbrachte. Das Treffen war nicht das, was man sich unter einem normalen Valentinstagstreffen vorstellt. Am Ende des Tages war sich Mike

aufgrund von Jennifers Verhalten so gut wie sicher, dass sie ihn nicht als Freund wollte. Dieses Gefühl beruhte aber nicht auf Gegenseitigkeit, wie er später noch herausfinden sollte..."

 

Das habe ich mir eigentlich etwas anders vorgestellt. Wieso habe ich die beiden nicht zusammenkommen lassen? Wahrscheinlich möchte ich nur etwas Spannung in die Handlung bringen. Ich möchte aufstehen und in die Küche gehen, doch da wartet Sabrina auf mich und somit wird mir klar, dass ich einmal mehr in einer Halluzination stecke.

„Was sollte das?“, fragt mich das Mädchen wütend.

„Das sind Geschichten, die das Leben schreibt.“

„Witzbold. Jennifer steht jetzt noch mehr auf Mike, aber der nicht mehr auf sie.“

„Tja, nicht immer wird Liebe erfüllt... Ich weiß, wovon ich rede.“

„Hast du eigentlich auf alles eine geeignete Antwort?“

„Lass es mich so ausdrücken: Gegen deine Attacken kann ich mich wehren, nur gegen dein Lob kann ich nichts tun.“

„Ich denke das führt zu nichts. Du wirst Jennifer verletzen, Mitch.“

„Hatte ich nicht gesagt, du solltest mich nicht so nennen?“

„Hast du denn tatsächlich keine Ahnung, was du hier projizierst?“

Mit diesem Satz war es schon vorbei. Ich sitze alleine in der Küche und bin auf der Suche nach der Antwort auf die Frage, die mir eine fiktive Romanfigur in einer Halluzination gestellt hat. Mir ist, das sei an dieser Stelle gesagt, bewusst, wie dumm die Entscheidung ist, aus Mike und Jennifer kein Paar zu machen. Irgendetwas in mir möchte es einfach nicht, dass Mike vollends glücklich wird. Doch wie führe ich die Geschichte jetzt zu dem gewünschten Happy End? Langsam wird es wirklich kompliziert.

Vielleicht interessiert es Sie ja, dass ich mich dazu entschlossen habe, an dem Treffen für ehemalige Mitarbeiter der Schule teilzunehmen. Ich erwarte nicht

besonders viel von dem Abend, aber ich hoffe, die Person wiederzusehen, die mir die Notiz an die Einladung heftete.

Es läuft aus dem Ruder

 Da stehe ich nun. Vor der Tür des Cafés, in dem das Ehemaligentreffen stattfinden soll. Ich weiß wirklich nicht, wieso ich hier bin. Höchstwahrscheinlich nur, weil ich so neugierig bin zu erfahren, wer mir die Notiz hinterlassen hat. Plötzlich öffnet sich die Tür des Cafés und Garry kommt auf mich zu. Auch er ist eingeladen worden, obwohl er nach wie vor an der Schule arbeitet. Er ist halt eine dieser Personen, die auf allen Festen anwesend sind.

„Komm endlich rein, Michael. Du wirst dich freuen, die alten Bekannten zu sehen.“

„Ja, und wie. Würde ich sie mögen, so wären es keine alten Bekannten, sondern aktuelle Freunde.“

„Wieso bist du dann hier, wenn du die Leute nicht leiden kannst?“

„Da ist was, das ich rausfinden muss“, sage ich und gehe ins Café, wo ich viele altbekannte Gesichter erkenne. Anlächeln tut mich niemand. Ich war nicht gerade nett damals an der Schule. Das machte es für die meisten Personen auch einfacher die Schuld nach dem Vorfall bei mir zu finden. Ich bahne mir meinen Weg zur Theke, wo ich, wenn ich hier bereits etwas vorgreifen darf, auch bis zum Ende der Veranstaltung bleiben werde. Nach dem etwa achten Bier

kommt dann eine Frau zu mir. Sie ist wesentlich jünger als ich. Sie kann keine ehemalige Kollegin sein. Während ich noch nachdenke, wer sie sein könnte, grinst sie mich nur an. Also beginne ich das Gespräch mit einem dieser Standard-Sätze, den die Menschen oft benutzen:

„So so, gut dich nach all der Zeit noch mal zu sehen.“

„Du hast keine Ahnung, wer ich bin, oder Mitch?“

Bei dem Wort „Mitch“ klingelt es bei mir. Die Frau vor mir ist Elena. Sie war damals eine der wenigen Schülerinnen, die mich als Schulpsychologen mochten. Sie hat damals viele Pausen bei mir im Büro verbracht und mir geholfen, die

Fälle, die es gab, zu lösen. Nach dem Vorfall hatte sie oft versucht, mich zu kontaktieren, doch ich hatte mich isoliert von der Gesellschaft und war so alleine geblieben.

„Elena. Wow, es ist wirklich lange her. Was machst du jetzt im Leben?“

„Ich bin Schulpsychologin. Ich habe quasi deinen Platz übernommen. Und was hast du seit damals gemacht?“

„Ich schreibe Bücher. Sogar recht erfolgreich, vielleicht hast du ja ...“, will ich fortfahren, doch sie unterbricht mich direkt wieder:

„Ja, ich habe sie gelesen. Alle. Und sie enden alle mit Selbstmord. Wieso? Wegen des Vorfalls? Du warst doch

schon damals so, also was ist in deinem Leben passiert, dass du immer so kalt warst?“

„Ich muss es dir wohl verraten: Ich habe herausgefunden, dass mein Vater schwul war.“

„Du weichst aus. Es muss also tiefere Gründe haben. Außerdem warst du heute Abend allen Menschen gegenüber sehr abweisend. Und in deinen Romanen schreibst du immer über Menschen, die in der Liebe verletzt werden. Ich würde ja fast sagen, dass du als Junge mal ganz hart in der Liebe verletzt worden bist.“

Das ist zu viel für mich. Ich stehe auf und will weggehen, doch Elena hält mich fest.

„Michael. Ich habe viel von dir damals gelernt. Du warst der beste Psychologe überhaupt. Menschen, die so wie du handeln, können wir an der Schule gebrauchen.“

„Vergiss es, ich werde niemals wieder an die Schule zurückkehren.“

„Das sollst du auch nicht. Aber ich könnte ab und zu deinen Rat gebrauchen. Komm schon, Mitch. Ich weiß, dass du es vermisst, die Schüler zu analysieren.“

„Hier hast du meine Nummer“, murmele ich und kritzle ihr meine Handynummer auf eine Serviette. „Falls du Fragen hast, ruf mich an. Und wenn du jetzt nichts dagegen hast, werde ich mich weiter maßlos betrinken, um nicht mit den

Menschen hier reden zu müssen.“

Das ist so ziemlich der letzte Satz, den ich an diesem Abend von mir gebe. Ich bestelle mir ein weiteres Bier. Und danach noch eines. Und so weiter...

Nach einiger Zeit kommt Garry dann auf mich zu und fragt mich, wie viel ich getrunken habe. Dass ich keinen ordnungsgemäßen Satz mehr zustande bekomme, ist ihm wohl Antwort genug. Er entscheidet sich, mich nach Hause zu fahren, damit ich „keine Dummheiten anstelle“. Noch während der Fahrt schlafe ich aber ein.

In meinem Traum, den ich nun offensichtlich habe, sitze ich auf einer Bank. Neben mir sitzt Jennifer. Ihre

Augen sind rot und ihr Make-Up verschmiert. Obwohl es gegen meine Art verstößt, frage ich nun doch, warum dies so ist.

„Ich habe solche Probleme mit meinem Freund. Und dann ist da Mike. Ich will nichts lieber als mit ihm zusammen sein. Er ist der, den ich will.“

„Dann sage ihm das. Vielleicht denkt er ja genau so wie du. Allerdings solltest du dich beeilen, sonst kann es sein, dass du ihn an jemand anderen verlierst. Egal, was du auch tust, warten ist die schlechteste Option.“

„Aber ich kann doch nicht einfach sagen: Hey Mike, ich liebe dich.“

„Vielleicht solltest du genau das tun.“

„Ich weiß nicht. Ich sollte erst mal die Sache mit meinem Freund regeln.“

Und noch bevor ich darauf antworten kann, ist sie wieder weg. Aber das ist auch nicht weiter schlimm, denn schon im nächsten Moment sitzt Lisa neben mir. Nun beginnt diese, mir ihr Interesse an Mike zu beichten.

„Tja, Lisa. Schnapp ihn dir.“

„Bist du sicher? Ich meine, er kennt mich ja noch eigentlich gar nicht.“

„Dann lerne ihn kennen. Besorg dir seine Nummer und los.“

„Wie soll ich an seine Nummer kommen?“

„Das weißt du ganz genau. Heute Nacht schläfst du doch bei Jennifer, nicht?“

„Woher weißt du das?“

„Ich bin der Autor der Geschichte, ich weiß, was geschieht. Also schnapp dir die Nummer, und dann den Jungen. Du kennst ja das Sprichwort: Wer zuerst kommt, malt zuerst.“

Und mit diesem Satz war auch Lisa weg. Bitte fragen Sie mich nicht, warum ich die Mädchen in dem Traum quasi in einen Wettkampf gesetzt habe. Ich weiß es nicht. Aber ich weiß nun, wie die Geschichte weiter geht:

 

"Heute durfte Lisa bei Jennifer übernachten. Die beiden amüsierten sich großartig, bis Lisa Jennifer nach Mikes Handynummer fragte. „Was willst du

denn mit dem?“, fragte Jennifer nur. Doch Lisa blieb hartnäckig, bis dass sie die Nummer hatte. Dann begann sie direkt, mit Mike zu texten. Nach nur 2 Stunden waren sich die beiden schon wesentlich näher gekommen, als das zwischen Mike und Jennifer der Fall war.

Zum Ende der Nacht hatten sich Mike und Lisa ein Treffen ausgemacht, was Jennifer natürlich überhaupt nicht gefiel. Jennifer war eifersüchtig und wütend. Wütend auf Lisa, aber noch mehr auf sich selbst, weil sie Lisa Mikes Nummer gegeben hatte."

 

Ich glaube fast, mit diesem Teil der

Geschichte habe ich mir mächtig Ärger eingebrockt. Sabrina hatte doch tatsächlich recht gehabt. Es wird Jennifer verletzten, doch darauf kann ich keine Rücksicht nehmen. Mike ist meine Hauptperson, nicht Jennifer. Das Ziel der Geschichte ist ein Happy-End für ihn. Doch bevor dieser Teil der Geschichte zu Papier gebracht werden kann, muss die Nacht enden und ich meinen Rausch ausgeschlafen haben.

Wie im Rausch

 Spätestens nun wo ich mit einem enormen Kater vor dem Kühlschrank stehe und mir etwas zu Essen heraussuche, wird mir klar, dass es ein großer Fehler war, so viel zu trinken. Und noch ein Fehler wird mir bewusst. Ich bin auf dem besten Weg, Jennifer wirklich schwer zu verletzen. Ich hoffe wirklich, sie kommt darüber gut hinweg. Wobei „gut“ in diesem Fall auch wieder relativ ist.

„Denkst du wirklich, dass sie das gut verkraften wird?“

Mir gegenüber sitzt Sabrina. Ich verstehe nicht, warum ich eine

Halluzination habe, denn ich habe nichts zu mir genommen, was diese ausgelöst haben könnte. Ich schaue nur um mich, um irgendetwas zu finden, das mich aus der kommenden Halluzination rausreißen könnte.

„Was ist los, Michael? Hat es dir die Sprache verschlagen?“, fragt sie mich und schaut stur in meine Richtung. „Du weißt doch ganz genau, dass Jennifer in Mike verliebt ist.“

„Am Ende wird nur eine ihn bekommen. Wer sich zuerst traut, wird ihn bekommen.“

„Du wirst Jennifer schwer verletzen.“

„Wer sagt denn, dass Lisa und Mike zusammenkommen?“

„Du weißt, wie die Geschichte endet. Siehst du nicht, was du zu verdrängen versuchst, Mitch?“

„Nein, das tue ich nicht.“

„Dann schau dir doch einmal an, wie sich Mike und Lisa treffen.“

Und mit diesem Satz bin ich nicht mehr in meiner Küche, sondern stehe vor dem Stadtpark. Sabrina ist verschwunden, aber in der Sekunde, in der ich mich herumdrehe, sehe ich Mike und Lisa. Sie kommen zusammen in den Park. Sie scheinen sich gut zu verstehen. Und nun ist mir klar, dass Jennifer den Kampf um Mike bereits verloren hat. Lisa und Mike passen einfach zusammen. Sie gehen Richtung Norden. Ich folge ihnen, doch

jetzt sehe ich, dass aus eben dieser Richtung Sabrina und Jennifer kommen. Wenn sie jetzt aufeinander stoßen, wird es Ärger geben. Nein, ich werde Mike und Lisa in eine andere Richtung gehen lassen. Damit sie etwas Ruhe haben.

Und genau so kommt es auch. Nun sind die Beiden endlich alleine. Und das ist der Moment, in dem beide realisieren, wie sehr sie sich lieben. Wie Sie als Leser vielleicht merken, ich bin wahrlich nicht gut darin, romantische Momente zu beschreiben. Man muss sie erlebt haben, um sie nachempfinden zu können. Doch was ich ins Buch schreibe, hört sich so an:

 

"Seit dem Tag, an dem sich Mike und Lisa geküsst hatten, war Mike wie ausgewechselt. Er war ein besserer Mensch geworden. Seine zwiegespaltene Art und Weise hatte er genau so abgelegt wie sein ständiges Nachdenken über sein Glück. So konnte er sein Glück zum ersten Mal in seinem Leben voll und ganz genießen.

Auch Lisa war so glücklich wie noch nie in ihrem Leben. Sie und Mike verbrachten viel Zeit zusammen. Auch wenn ihre Beziehung noch jung war, so war sie doch sehr erwachsen und basierte auf den Tugenden, auf denen wahre Liebe aufbaut.

Mikes neues Wesen blieb seinen

Mitmenschen natürlich nicht verborgen. Immer öfter war er in der Gesellschaft der beliebten Schülerinnen, die nur noch über Liebe mit ihm reden wollte. Doch was Mike zu diesem Zeitpunkt nicht wusste, war, dass sein Glück das Leid einer anderen Person weiter vorantrieb."

 

Ja, ich habe Mike zum Guten geführt. Meine Halluzination ist beendet. Zumindest glaube ich das. Ich will aufstehen und mich umziehen, um etwas vor die Tür zu gehen, doch in diesem Moment steht Jennifer in der Küchentür. Mit einem schrecklichen Blick schaut sie mich an und stellt mir nur diese eine Frage:

„Wieso?“

Die Hölle ruft

 „Wieso?“

Das ist die Frage, die ich mir bereits den ganzen Tag stelle. „Wieso hatte ich diese Halluzination ohne irgendwelche Medikamente genommen zu haben?“ „Wieso erfüllt mich Mikes Glück nicht mit Freude?“ „Wieso fühle ich mit Jennifer?“

Wissen Sie, vielleicht habe ich ganz einfach Angst, dass die Geschichte doch noch schlecht endet. Mir ist dabei auch durchaus bewusst, dass ich mich in den letzten Tagen immer weiter von der wahren Welt und den Menschen darin entfernt habe. Aber das ist mir egal. Die

Geschichte zählt. Sie muss vorankommen und gedeihen. In ihrer Tragik liegt der Schlüssel zu meiner inneren Ruhe. Doch es macht mich weiterhin unruhig zu wissen, dass Jennifer so unglücklich ist. Ich muss wissen, wieso das so ist. Das bedeutet aber auch, dass ich wieder Drogen nehmen muss. Die Wahrheit ist es mir wert. Und so greife ich wieder zu dem Gift, das mich den Verstand verlieren lässt...

Nur einige Sekunden später sehe ich Jennifer auch schon vor mir. Sie sieht sehr fertig aus. Weil es meine Art ist, mein ganzes Wissen über Menschen nicht gleich preiszugeben, frage ich erst

höflich, wo denn ihr Problem liegt. Sie will es mir natürlich nicht verraten. Als ob ich es nicht schon wüsste, dass sie Mike selber haben will.

Doch, nach einigen Minuten des Einredens, sagt sie mir es jetzt doch:

„Ich wollte Mike für mich haben.“

„Ich weiß“, antworte ich nur kühl.

„Wieso hast du das getan? Wieso hast du Lisa und ihn zusammenkommen lassen?“

„Wenn du ihn so sehr willst, dann schnapp ihn Lisa weg.“

„Spinnst du? Die Freundschaft zu Lisa ist mir viel zu wichtig um sie durch einen Kerl kaputtmachen zu lassen.“

„Dann komm damit klar, dass du ihn nicht bekommst.“

Auf diesen Satz war sie nicht gefasst und schaut mich nun schockiert an:

„Ich weiß nicht, ob ich das kann.“

Diese Antwort macht mir nun wieder Sorgen. Ich möchte nämlich wirklich nicht, dass es Ärger gibt und ich Schuld daran habe. Es wäre in dieser Situation wohl doch besser, Mike davon zu erzählen, dass Jennifer ihn noch immer will. Das wäre wohl das Logischste um Lisas und Jennifers Freundschaft aufrechtzuerhalten und die Spannungen zu lösen.

Also erzähle ich nun Mike, was Jennifer für ihn empfindet, und dieser reagiert relativ gelassen. Ob er etwas Dummes vorhabe, frage ich ihn, doch er verneint,

was mich wieder zu der Frage bringt, was er jetzt wohl vorhat. Ich würde es schon bald wissen, denn mein Buch geht so weiter:

 

"Als Mike erfuhr, was Jennifer nach wie vor für ihn empfand, sagte er dies zunächst einmal Lisa. Doch diese reagierte nicht so ruhig wie er. Nein, Lisa war wütend. Wütend auf Jennifer. Sie war sogar so wütend, dass sie Jennifer anrief und sie anbrüllte. Auch Mike wurde von ihr angebrüllt. Sie hatte Angst, dass sie Mike an Jennifer verlieren könne. So beendete sie die Freundschaft zu Jennifer und entschuldigte sich bei Mike für ihren

Ausraster."

 

Was habe ich da gerade geschrieben? Jetzt hat Jennifer die einzige Freundschaft verloren, auf die sie sich noch verlassen konnte. Habe ich die Schuld daran? Beantworten Sie mir diese Frage. Ich glaube, ich habe dieser tragischen Figur alle Freundschaften gekostet.

Aber was rede ich da? Sie ist keine Person. Sie ist eine erfundene Romanfigur. Mit dieser Figur brauche ich kein Mitleid zu haben. Sie ist nicht real. Doch ich habe den Bezug zur Realität schon lange verloren. Ich weiß nicht mehr, was real ist und was nicht.

Aber helfen kann ich Jennifer nicht. Sie ist am Boden. Das weiß ich. Ebenso weiß ich, wieso es ihr schlecht geht. Doch in diesem Fall bringt mir das Wissen nichts. Meine Lebenserfahrung ist auch nutzlos. Ich sollte ihr vielleicht einmal bewusst machen, dass es auch besser laufen kann im Leben und sie so neuen Mut schöpfen lassen. Ja, genau das werde ich tun. Ich werde ihr etwas Glück gönnen.  

Das (vor-)letzte Gericht

Mein Buch bekam folgende Fortsetzung:

"„Wenn du denkst, du liegst am Boden und wirst niemals wieder aufstehen, dann gibt es immer jemanden, der an dich denkt und dir hilft, wieder aufzustehen.“

Mit diesem Satz hatte Mike versucht, Jennifer zu trösten, aber diese hörte kaum zu. Sie weinte fast den ganzen Tag und hatte keine wirkliche Motivation mehr zu leben. Am nächsten Tag lernte sie einen Jungen kennen, der sich scheinbar sehr für sie interessierte. Sie versuchte sich wieder aufzurappeln und sich für ihn von ihrer besten Seite zu zeigen, was auch funktionierte. Schon bald wurden die Beiden ein Paar."

 

Das ist schon eher das, was ich mir unter einer typischen Romanze vorstelle. So könnte die Geschichte enden. Wäre es nicht schön, wenn alle glücklich wären, wenn die Geschichte endet? Leider ist ein solches „Happy Ending“ unrealistisch und sinnlos. Ich würde Ihnen an dieser Stelle auch sagen, wieso das so ist, aber leider kann ich kaum nachdenken. Ich kann rein gar nichts im Moment. Auch der Versuch, zum Bücherregal zu gehen und einen Blick in meine Bibel zu werfen, gelingt nicht. Haben das die Drogen über die Jahre aus mir gemacht? Einen alten, zynischen, einsamen Kerl?

Den gesamten Nachmittag verbringe ich damit, dazuliegen und mich kaum zu bewegen. An eine Weiterführung der Geschichte ist nicht zu denken, da ich auch alle paar Minuten kurze Halluzinationen habe. „Sie machen sich jetzt selbstständig, diese verdammten Wahnvorstellungen“, sage ich leise. Niemand kann mich hören oder mir helfen, so denke ich, doch bereits im nächsten Moment klopft es an der Tür meiner Wohnung. Es muss Garry sein. Niemand anders würde mich besuchen. Aus diesem Grund versuche ich auch gar nicht erst, die Tür zu öffnen, denn er hat einen Schlüssel. Den benutzt er auch dann, um in die Wohnung zu kommen.

Erschrocken sieht er mich auf dem Boden liegen und kommt zu mir gelaufen.

„Oh Gott, Michael, was ist mit dir los?“, fragt er mich mit dieser besorgten Stimme.

„Mir geht’s gut. Ich glaube das ist es, was man letztes Gericht nennt.“

„Es heißt Jüngstes Gericht. Und was meinst du damit?“

„Die Drogen, Garry. Jetzt bezahle ich für jeden Tag, an dem ich sie genommen habe.“

„Das habe ich dir lange schon gesagt, dass dieser Tag kommen wird.“

Dann greift er neben mich nach dem Blatt Papier, welches ebendort liegt.

„Was ist das?“

„Das Ende der Geschichte, an der ich arbeite. Ich habe versucht, meine Gedanken zu sammeln und es zu Ende zu bringen.“

Garry sieht sich das Blatt an und beginnt zu lesen. Er schaut mich zwischendurch immer wieder an, als wolle er mir etwas sagen. Als würde die Lektüre etwas in ihm wecken. Was er zu lesen bekam, war:

 

"Jennifer war glücklicher denn je. Obwohl sie ihre Freunde verloren hatte, war sie mit Jemandem zusammen, der sie liebte. Doch eines Tages hörte sie, dass er über sie gelästert habe. Sie konnte das nicht glauben und fragte bei ihm nach. Das war der Moment, in dem er ihr erklärte, dass es nicht passte zwischen den beiden und Schluss machte."

 

„Michael, das ist doch“, wollte er ansetzten, doch ich unterbrach ihn:

„Lies weiter, Garry. Es endet, wenn es vorbei ist.“

„Wie meinst du das?“

„Lies einfach weiter.“ 

Und so liest er:



"Für die nächsten zwei Tage konnte niemand Jennifer erreichen. Sie hatte sich eingeschlossen und verkrochen. Sie wollte nicht weiter leben. Sie wollte sterben. Doch sie wollte der Person, die ihr aus ihrer Sicht alles zerstört hatte, noch sagen, was sie fühlte. Deshalb rief sie Mike noch einmal an und sagte ihm, wie sehr er sie verletzt habe. Er versuchte die Situation noch zu retten, doch er war machtlos, als sich Jennifer die Pulsader mit einem Messer aus der Küche aufschnitt und langsam am Telefon starb."

 

„Michael, weißt du, was du da geschrieben hast?“

„Die beste Geschichte meines Lebens?“

„Nein, das ist die Geschichte deines Lebens, Mike.“

„Du irrst dich, lies weiter.“

 Das tat er auch:

 

"Dieser Moment hatte Mike innerlich zerstört. Weder Lisa noch Sabrina noch sonst jemand konnten ihn wiederherstellen. Er lag nur noch in seinem Bett und starrte an die Wand vor ihm. Am Tag der Beerdigung wollte er Jennifer die letzte Ehre erweisen. Doch dann musste er an Jennifers letzte Worte am Telefon denken. „Komm lieber nicht zu meiner Beerdigung“, hatte sie gesagt. Und so ging Mike nicht zu der Beerdigung. Er ging nach Hause, wo niemand war. In die Küche, wo der Messerblock stand. Dann nahm er das Messer und schnitt sich den Puls auf. Das Blut floss und er sackte zusammen.

Niemand hat je wieder darüber geredet, doch das ist die Geschichte, die Geschichte vom Verlieren."

 

Garry legt nun das Blatt Papier hin und sieht zu mir. Kalt sage ich:

„Na, du siehst, es ist nicht meine Geschichte, denn ich lebe noch.“

„Ja, und du kannst stolz drauf sein, wie du dort liegst im Drogenkrampf.“

Genervt verlässt er meine Wohnung. Ich hoffe jetzt wirklich, dass er nicht mehr wiederkommt, denn dann würde er mich nur wieder belehren wollen und zeigen, dass er diesen Abgang gerade nicht ernst meinte. Mittlerweile habe ich wirklich üble Kopfschmerzen. Normalerweise nehme ich etwas von dem LSD, wenn ich diese Kopfschmerzen habe, aber wäre das nicht richtig, so schlecht, wie es mir geht. Andererseits... Was soll mir jetzt noch widerfahren, wenn ich ein paar Pillen nehme?

Die Geschichte vom Verlieren

 „Hey. Eine nette kleine Geschichte, die du dir da ausgedacht hast. Und so traurig. Als wäre sie echt passiert.“

Das kann nicht sein. Vor mir steht Jennifer. Ich weiß, dass dies eine Halluzination ist. Sie existiert nicht. Sie existiert nicht mehr.

„Du bist tot.“

„Bin ich das? Oder bin ich all die Jahre in deinem Kopf lebendig geblieben?“

„Nein. Es war vorbei. Ich habe das, was passiert ist hinter mir gelassen.“

„Es ist niemals vorbei.“

Ich muss hier weg. Raus aus der Küche. Ich laufe in mein Büro und verschließe die Tür hinter mir. Doch auch hier bin ich vor den Wahnvorstellungen nicht sicher. Ich drehe mich herum und jetzt sitzt Jennifer an meinem Büro.

„So so. Die Wahrheit in einer Schublade zu verschließen ist also deine Art und Weise mich hinter dir zu lassen? Ich hätte mehr von dem Kerl erwartet, der Freundschaften wie Streichhölzer zerbrechen lässt.“

„Ich habe niemals etwas Falsches getan“, versuche ich zu erklären, „Ich habe es ihr nur deshalb erzählt, weil sie die Wahrheit verdient. Jeder Mensch hat ein Recht auf die Wahrheit.“

„Jeder Mensch hat ein Recht auf Wahrheit. Ist das alles, was du zu sagen hast? Hoffentlich hast du die Zeit genossen mit Lisa, bevor sie damals starb.“

„Sprich mich bitte nicht darauf an.“

„Oh, tut dir das weh, zu hören, dass jemand gestorben ist? Du schienst es doch so toll verkraftet zu haben, als ich tot war.“

„Du hast dich umgebracht, weil du die Wahrheit nicht ertragen konntest. Ich bin am Leben geblieben, weil Lisa mich tröstete.“

Eine weitere Antwort bekomme ich aber nicht mehr, denn in dieser Sekunde ist Jennifer schon verschwunden. Ich stehe vor meinem Büro und öffne diese Schublade. Für viele Jahre war diese Schublade verschlossen geblieben, doch jetzt sehe ich hinein. Ich sehe die Zeitungsausschnitte. Ich nehme mir sie hinaus und schaue auf die Ãœberschriften und die Bilder. „Tragischer Selbstmord – 16 Jährige bringt sich um“, lese ich und spüre, wie mir eine Träne die Backe herunterläuft. Jetzt verstehe ich, was Sabrina mit dem Satz „Merkst du nicht, was du hier projizierst?“ meinte. Ich habe alles wieder aufleben lassen. All das ist passiert, als ich 17 war. Ich bin Mike. Ich habe versucht, alles zu begreifen, in dem ich das ganze als Roman ausgebe. Nichts habe ich jedoch begriffen. Ich bin alleine, einsam und habe all meine Freunde verloren.

Vielleicht ist jetzt der Moment gekommen, Ihnen die ganze Wahrheit zu sagen. Diese Geschichte ist wirklich passiert, ich habe sie erlebt. Das Alles war vor vielen, vielen Jahren. Nachdem es passierte, waren Lisa und ich enger zusammen als je zuvor. Alles lief gut und ich wurde langsam wieder „normal“. Ich studierte Psychologe und wurde Schulpsychologe. Sie wurde Lehrerin an derselben Schule. Ich war berüchtigt für meine Art und Weise. Dann kam ein Schuljahr, in dem alles anders wurde. Zuerst einmal war da Elena, die ich kennenlernte. Sie war eine ganz besonders schlaue Schülerin, die sich, wie ich, für die Psyche des Menschen interessierte. Wir waren gute Freunde, bis zu dem Tag, an dem der Vorfall stattfand. An diesem Tag änderte sich alles. Ich hatte so viel Zeit mit Elena verbracht, dass ich meine Arbeit vernachlässigte und Auffälligkeiten bei einem Schüler, der mehr als nur ein Mal in meinem Büro war, nicht bemerkte.

Dieser Schüler hatte sich eine Waffe besorgt und lief an jenem 28. Januar Amok. Unter den Opfern war auch Lisa. In den Untersuchungen nach dem Vorfall wurde mir die Schuld zugeschoben, da ich nicht auf Hinweise von Lehrern gehört habe. Bei der Trauerfeier hat man mich nicht hineingelassen, da es ein Wunsch der Opfer war, dass ich nicht dabei bin.

Nachdem dies geschah, zog ich mich zurück und redete mit niemandem mehr. Ich begann, die Drogen zu nehmen um alles zu vergessen, was mich noch an die Geschichte mit Sabrina, Jennifer und Lisa erinnerte. Ich wollte abschließen, doch das gelang mir nicht.

Die Frage, welche ich mir seitdem immer wieder gestellt habe, ist die nach der Schuld. Bin wirklich ich der Schuldige? Habe ich den Tod der 23 Schüler und Lehrer verschuldet? Und wenn ja, habe ich mit Lisas Tod nicht schon genug dafür bezahlt?

Ich beginne Sie vielleicht zu langweilen, aber ich wollte es noch gesagt haben, denn das, was ich jetzt gleich tun werde, ist alles andere als heldenhaft. Ich nehme alle Zeitungsberichte aus der Schublade und lege sie auf mein Büro. Ganz oben liegt ein Bericht mit der Aufschrift: „Ist der Schulpsychologe schuld?“ Daneben liegt mein Roman.

Ich nehme mein Feuerzeug und zünde diesen Bericht an. Nachdem ich ihn auf die anderen gelegt habe und sich das Feuer langsam auszubreiten beginnt, gehe ich noch einmal zum Bücherregal, wo ich mir ein letztes Mal meine drei Lieblingsbücher ansehe. Als Nächstes gehe ich in die Küche, wo ich mich erst umsehe und dann zum Messerblock gehe. Mit einem Messer in der Hand gehe ich in das Wohnzimmer und setze mich in meinen Sessel. Ich sage noch leise „Es tut mir leid“ und beende die Geschichte, die Geschichte vom Verlieren.

 

Ende

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Hörbuch

Über den Autor

PunkSTaR
Was kann man über mich sagen, außer dass ich 21 Jahre alt bin und Belgier bin?! Vielleicht, dass ich gerne Gitarre und Klavier spiele, ab und zu Texte und Gedichte schreibe und mich leidenschaftlich gerne mit Komödien aller Art beschäftige. Ich studiere englische und deutsche Literatur in Lüttich.

Ich arbeite gerne an Werken, bei denen ich etwas von mir selbst einbringen kann, aber ich bin auch sehr froh, wenn ich eine Kooperation mit jemandem starten kann, denn zwei Köpfe sind bekanntlich schlauer als einer. So, das sind genug Infos soweit - das ist ja nicht Facebook.
MK

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Ameise Ich mag den Wechsel zwischen, dem Leben des Erzählers und dem Roman. Aber was ist am Schluß passiert?
Lg Ameise
Vor langer Zeit - Antworten
Powerfrau1 Das ist dir echt super gelungen! :) Ich finde das auch eine sehr schöne Idee, alles so genau zu erklären.
Vor langer Zeit - Antworten
trauumerin Wow, ich habe deine Geschichte vom Anfang bis zum (bitteren) Ende gelesen und bin wirklich begeistert! Eigentlich überhaupt nicht die Art von Geschichten, die ich schreibe und lese. Aber wirklich fesselnd. Weiter so!
Vor langer Zeit - Antworten
exguesi Ich sage nur eins: Perfekt ;)
Hoffentlich gewinne ich den Kampf gegen deine 57 Seiten xD
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