Romane & Erzählungen
Weihnachtskerzen

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"Weihnachtskerzen"
Veröffentlicht am 18. Dezember 2012, 6 Seiten
Kategorie Romane & Erzählungen
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Weihnachtskerzen

Weihnachtskerzen

Beschreibung

Eine Geschichte, welche sich auf lebende Gegenstände bezieht...

Zwei Kerzen

Hallo. Das ist mein erstes Wort.Bestimmt denkt ihr jetzt, dass ich irgendein Mensch bin, der hier sein Leben niederschreiben will. Aber ich bin eine Kerze von dunkelroter Farbe, welche mit feinen Goldlinien verziert ist und auf einem weihnachtlich geschmückten Tisch rumsteht. Es ist wahrscheinlicher, dass ich vollständig niederbrenne, als das irgendein begabter Autor auf die Idee kommt,mein von der Aufregung abgewandtes Dasein zu Papier bringen zu wollen.Eines Tages bemerkte ich, dass eine weitere, neue Kerze neben mir stand.Sie war von weißer Farbe und mit dunkelroten Linien verziert. „Wie heißt du?”, fragte sie mich. „Ich heiße Martin”, antwortete ich. Dann fragte ich sie nach ihrem Namen. „Mein Name ist Leopoldine”, antwortete die weiße Kerze mit verruchter Stimme, als ob sie mit mir gleich etwas unvernünftiges tun würde, doch sehen wir mal der Realität ins Gesicht:„Seit wann können Kerzen Sex haben?”Die Antwort ist offensichtlich:„Sie konnten es nie”. Und deshalb ging mein Gespräch mit Leopoldine ganz normal weiter. „Darf ich dir einen Witz erzählen”, fragte ich sie. Nach kurzer Überlegung stimmte sie zu und ich begann:„Treffen sich zwei, der eine kommt nicht!”Eine Weile war es still. Dann sagte sie mit Ironie:„Der war ja zum abbrennen komisch!”Ja, ich verliebte mich in Leopoldine, und wollte mein restliches Kerzendasein bis zum abbrennen mit ihr verbringen. Doch eines Tages passierte etwas schlimmes. Sie wurde weggeworfen, weil ihr Besitzer sie zu hässlich fand. Aber ich konnte mich nicht wehren gegen das, was mit ihr passierte, ich wollte weinen, nach ihr schreien und mit ihr in den Müll wandern, doch ich konnte nichts tun, weil ich nur eine dunkelrote, mit goldenen Linien verzierte Weihnachtskerze war, welche laufen konnte wie ein Stein, nämlich gar nicht. Deshalb verlor ich meine große Liebe, ich sah Leopoldine nie wieder. Aber wenigstens konnte ich behaupten, sie nicht im Streit verloren zu haben, im Gegensatz zu dem Autor, welcher diese Zeilen geschrieben hat, der hat nämlich alles verloren, nur wegen einem Streit.

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Hörbuch

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Shadowking16

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Shadowking16 Re: - Danke :)
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Montag Willkommen auf myStory und viel Freude beim Schreiben und Lesen.

Viele Grüße
Montag
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