Es ist Winter in Deutschland
und Winter in meinem Herzen.
Kalte Sturmböhen zerren das letzte Laub von den Bäumen
und auch durch meine Seele fegt eiskalter Wind.
Es geht Dir nicht gut
und ich bin nicht da.
Wie gerne würde ich Dir jetzt übers Gesicht streicheln,
Dir in die Augen sehen,
Deine Hand halten,
meine Kraft mit Dir teilen,
Dein Fels in der Brandung sein,
doch ich kann nicht.
Ich bin nicht da.
Zweihundertundfünfzig Kilometer trennen Dich von mir -
in diesem Augenblick fühlt es sich an als lägen ganze Welten zwischen uns.
Wie wird das weitergehen?
Wird uns die kommende Zeit zusammenschweißen
oder wird sie uns voneinander entfernen?
Kann Liebe wirklich wachsen,
wenn man nie da ist wenn der Andere einen braucht?
Wenn ein einzelnes Wochenende die einzige Kraftquelle ist
um zwei lange Wochen der Trennung zu überstehen?
Wenn die Sehnsucht nach einem schnappt wie ein hungriges Raubtier?
Wenn man zusammen und trotzdem allein ist?
Im Moment erscheint alles so dunkel.
Nur einzelne, flackernde Lichter erhellen meinen Horizont -
unsere Begegnungen,
unsere Wochenenden,
unsere kostbaren Stunden.
Doch ich trage meine Liebe in mir,
die wie ein helles, leuchtendes Feuer wirkt.
Wenn ich dieses Feuer am Leben halten kann
wird es mich wärmen und mir den Weg zeigen,
durch den Winter in meinem Herzen
und mich letzten Endes zu Dir führen.
In einen neuen Frühling und
zurück nach Hause.