Der Weg am See.
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 Irgendwie erscheint der gedankliche Ablauf
dieser Geschichte, die hier ihren Anbeginn hat und zunächst im geistig,
sinnlichen Hintergrund einer menschlichen Phantasie im Hinterkopf ihren Verlauf
nimmt, zumindest aus dem Bauch heraus so, als wäre die Umschreibung dieser
Geschichte etwas weit von der Realität des Seins entfernt, den die Bühne dieser
Geschichte mutet zu ihren Anbeginn zunächst in der Tat so an, als sei das Alles
vollkommen abwegig und ein Utopia in einen Irgendwo im Nirgendwo.
Man kann diese
Geschichte deuten, hinlegen und umschreiben wie man es haben will, in der
geistig, sinnlichen Auffassung und deren Empfinden ist die Bühne dieser
vermeintlich utopischen Geschichte jedenfalls eine traumhaft schöne Umgebung.
Jeder Mensch
hat seine eigene geistig, sinnliche Vorstellung, Phantasie und Auffassung über
sein persönliches Leben in dem Umfeld gegenüber, in den man sich als Mensch
Tagein und Tagaus bewegt und auch der Bühne gegenüber, wo man sich zuweilen ganz
gerne befände im Kopf, es beflügelt die Sinne der eigenen Phantasie im
kompletten Tagesgeschehen bis hin zum Traum der Finsternis, ob man sich
persönlich das nun zugestehen will und dessen bewusst ist oder auch nicht.
Vielleicht ist die eine oder andere glaubhafte Realität oder Phantasie im Leben
doch nur ein vermeintlicher Tagtraum, so als sei es eine Fata Morgana oder ist
es vielleicht doch nur ein übler Spuk der Nacht, der im Traum der Finsternis
sein Unwesen treibt und dabei die zeitlichen und realistischen Grenzen des
wirklichen Lebens um uns herum zeitweilig doch etwas verschleiert und
verwischt.
Man träumt
sich bei aller Ernsthaftigkeit der täglichen Existenz gegenüber hin und wieder
in eine fremde Welt hinein die man nicht wirklich kennt, aber in der man sich
zuweilen dennoch ganz gerne befände und malt sich irgendwie dieses Umfeld zu
seinen eigenen Vorstellungen zurecht, so wie man es nun eigentlich früher oder
später einmal gerne haben möchte. Jedenfalls ist zu Anbeginn eines neuen Weges
zumindest im gesetzten Alter immer erst der gute Wille und dann die Angst sowie
deren Skepsis vor den Überschreitungen von neuen noch fremden Grenzen gegenüber
im Kopf vorhanden, das im geistig, sinnlichen Verlauf erst einmal eine gewisse
Zeit verarbeitet und verdaut werden muss.
Es ist eine
Skepsis und eine Angst den neuen, fremden Umständen und Dingen gegenüber, die
in der Jugendzeit einer menschlichen Existenz zum größten Teil vermutlich wohl
noch keine sehr große Rolle spielt.
 Wie viel Wahrheit dieser Geschichte, die hier
ihren Anbeginn nimmt letztendlich tatsächlich zugeordnet werden kann, muss
jeder, der diese Geschichte liest oder lesen will für sich selber ermitteln,
denn die Ansichten und die Einstellungen zwischen der vermeintlich realen
Existenz und irgendwelchen verschleierten und verwischten Träumereien der
Finsternis sind ja von Mensch zu Mensch vermutlich doch etwas verschieden, wenn
alle Menschen die gleiche reale Auffassung, Träumereien oder Phantasie hätten,
dann hätte es sich mit der Umschreibung dieser vermeintlich utopischen
Geschichte schlussendlichendlich Wohl oder Übel schon erledigt.
Jedenfalls
schreibt letztendlich das reale Leben mit dem Umfeld, in der man sich
tatsächlich bewegt und andererseits auch von der man gelegentlich auch ganz gerne
träumt, in der Regel auch die schönsten Geschichten und es eröffnen sich im
geistig, sinnlichen Verlauf vielleicht auch neue Emotionen und Innovationen.
Letztendlich
sind die verschiedenen Meinungen und Ansichten das Salz in der Suppe des
Lebens, sie bieten im geistig, sinnlichen Verlauf den verschiedenen Standpunkten und
Betrachtungsweisen im Umfeld des Seins immer wieder neue Nahrung und das ist
auch ganz gut so.
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 Und damit öffnet sich der Vorhang dieser
vermeintlichen Geschichte.
Es gibt Zeiten
und Momente in der enggestrickten, zivilen Gesellschaft in der im Grunde
genommen nur Leistung, Umsatz und Profitgier zählt gelegentlich auch solche
Momente, wobei es zuweilen so erscheint, als sei die persönliche Existenz ein
Sein gegen das eigene Ich, denn diese Leistungsgesellschaft fordert der
berufstätigen Gesellschaft zuweilen mehr ab, wie Einem wirklich und tatsächlich
lieb ist. Aber schlussendlich muss man allerdings auch von irgendetwas seinen
Lebensunterhalt und Broterwerb bestreiten und das gibt im Hinterkopf der
Hoffnung auf eine spätere Änderung der persönlichen Existenz in der geistig,
sinnlichen Vorstellung immer wieder neue Nahrung und einen guten Vortrieb, denn
das Leben soll nach Möglichkeit oder Machbarkeit nicht immer so Spröde und
Einerlei seiner Wege einher gehen wie es in dieser eingeengten Zivilisation
scheinbar ersichtlich ist. Denn nur mit der geistig, sinnlichen Hoffnung auf
Besserung und den stoischen Willen dazu gibt es im Verlaufe der Zeit auch eine
Veränderung im Leben, anders wäre es wohl ein denkbar schlechter Wegweiser der
eigenen Existenz und deren Zukunft gegenüber. Und jetzt wo die langen, schier
endlosen Jahre der beruflichen Existenz nun endlich der Vergangenheit
angehören, ist man als Betrachter mehr und mehr dem jahrelangen alltäglichen
Einerlei in seiner gewohnten Umgebung langsam müde, denn es waren in der
sinnbildlichen Vorstellung zuweilen auch Jahre aus Schweiß und Blut. Allerdings
haben die im Verlaufe der vielen Arbeitsjahre eingefahrenen Strukturen in
dieser Arbeitswelt den ansinnenden Aussteiger in gewisser Hinsicht unbewusst
und unbemerkt der eigenen Person gegenüber auch zu einen Gewohnheitsmensch
werden lassen, die zuweilen den einen oder anderen Veränderungen im Leben doch
mit einer gewissen Skepsis gegenüber steht, aber andererseits steckt in jeden
Mensch, einmal abgesehen von seinen Alter, eine kindlich, naive Neigung und
Neugier fremdem Dingen gegenüber und das ist gelegentlich auch ganz gut so.
Und im
reiferen Alter steht man als Betrachter den fremden und neuen Dingen vermutlich
doch etwas besonnener und gelassener gegenüber wie noch in der Kinder und der
Jugendzeit seiner Existenz.
Es geht den
ansinnenden Aussteiger aus dieser großen Gesellschaft in seinen gesetzten Alter
aber auch um mehr, wie nur die vom Land der Henker vorgesetzten Strukturen,
Schablonen und Begriffe zu bedienen und irgendwelche leeren Seifenblasen
hinterher zu eifern, die dem Betrachter zwar nicht immer, aber zumindest
zuweilen irgendwo in kein wirkliches Schema seiner Sinne hinein passen.
In dem Alter
des ansinnenden Aussteigers, der hier eine Veränderung anstrebt ist es so etwas
wie eine komplette Neugestaltung seines Seins, ohne dabei die Gesellschaft
negativ zu bewerten, er versucht seine Karten für sich selbst neu mischen und
auszulegen. Es ist wie die Schwelle zu einer neuen Zeit, die nach einer
Veränderung im Leben der eigenen Existenz gegenüber verlangen und ebnen, der
zeitliche Messpunkt einer Uhr hat zwar auf dieser neuen Bühne in der sinnlichen
Vorstellung ist nicht gänzlich, aber im wesentlichen nun doch seine Bedeutung
verloren, weil der Leistungsdruck dem eigenen Ich gegenüber jetzt nicht mehr
existent ist.
Und mit dieser
Hoffnung auf Besserung der eigenen Existenz, der inneren Einkehr sowie deren
Zukunft gegenüber beginnt eine kleine, bescheidene Rucksackreise in eine
vollkommen unbekannte und fremde Welt mit dem nötigen Allerlei, was man zum
Leben braucht.
Es ist eine
Reise in die Natur eines großen und weiten Landes, weit weck und weit entfernt
von der Heimat des Aussteigers, die Abgeschiedenheit dieser Natur mutet beim
Betrachter zu deren Anbeginn ein als ohne Anfang und ohne Ende an, es ist wohl
wie die Rückkehr der Vergangenheit in die Zukunft und der Reiz dieser fremden
Bühne am See gegenüber wird wohl in den Sinnen des Betrachters vermutlich auch
kein Absturz des Vergessens sein.
Dieses Umfeld
mit diesem Weg am See ist wohl keine Bühne auf der die große Weltgeschichte
geschrieben worden ist und geschrieben wird, es ist vermutlich doch wohl eher
das Gegenteil der Fall. Es ist vermutlich eher eine Bühne in der man als
Wanderer irgendwann in sich kehrt und in der die persönliche Spiritualität
früher oder später zur Hochform auflaufen kann und das ist mitunter auch ganz
gut so.
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Die
enggestrickte, geballte Zivilisation ist für den Großteil der Menschheit die
darin ihr Dasein fristen wie ein übergroßes Haus, es vermittelt allen
Teilnehmern und Betrachtern in den Umfeld dieser Gesellschaft eine gesicherte
Existenz und vermittelt damit auch ein Bollwerk der Sicherheit, in der aber auch
die persönliche Existenz zu Anfang unbewusst und später mehr und mehr bewusst
eingemauert und eingeengt wird und wirkt. Die wohlgesonnene Wiege der
Sicherheit ist für den einen Teilnehmer wohl ein großer Schirm der Sicherheit
wegen und für den anderen Betrachter möglicherweise eher eine Einengung seiner
eigenen Persönlichkeit. Das straffe Korsett, das so manchen Teilnehmer in
diesen Land der Henker anvisiert und zugezogen wurde, wird hier im neuen Umfeld
losgelöst und abgestreift. Vom Kopf her, in der geistigen Auffassung und
Vorstellung wird es wohl eine Reise im Sinne der Sinnlichkeit dem
fortgeschrittenen Alter gegenüber sein, aber andererseits auch einer sinnlichen
Reise, die in den eigenen Erinnerungen des alten Aussteigers zurückgeht beinahe
bis zu den Wurzeln und der Wiege seiner eigenen Existenz. Mit einer Reise
zurück zur Natur und deren Einfachheit eröffnen sich vielleicht auch neue
Blicke oder Einblicke nach vorne, es eröffnet und erschließt zumindest den
persönlichen Charakter und der Kreativität neue Konturen und machen den Weg und
den Blick nach vorne frei. Der alternde Aussteiger hat sich seine eigenen Sinne
im Verlaufe der vielen Jahre, in der er in diesen Umfeld sein Dasein gefristet
hat zu diesen Weg am See theoretisch in seinen Gedanken selber anerzogen und
eingeschärft, er hatte und hat immer noch seine gewissen Vorstellungen von
dieser Bühne am See, ob es allerdings den Vorstellungen des Aussteigers
schlussendlich tatsächlich so entspricht, wird sich im Verlaufe der Zeit, die
er als Wanderer auf dieser Bühne am See verweilt noch zeigen.
Kurz vor der
Sommersonnenwende geht es vom Land der Henker, so wie es der alte Aussteiger
ohne einen negativen Hintergrund zuweilen formuliert in diese abgeschiedene,
wie von Gott und aller Herrlichkeit verlassene Gegend, es war allerdings auch
ein sehr lange und weite Reise in diese unberührte und allen Anschein von der
ganzen Welt vergessene Gegend, die für den alten Mann in der Tat im ersten
Moment den Eindruck erweckt, als stünde dieses Umfeld kurz nach den Anbeginn
der Evolution unter der irdischen Sonne. Aber was macht das schon, was macht
und tut man dem eigenen Ansinnen und der eigenen Ruhe wegen, die man ja im
Grunde genommen die ganzen Jahre eigentlich immer so haben wollte nicht Alles.
Hier wird die Anonymität und der vom Gefühl her mehr oder weniger große
berufliche Leistungsdruck, dem er in dieser zum Überfluss neigenden
Gesellschaft viele Jahre seiner Existenz ausgesetzt war und ertragen hat, nun
endgültig abgestreift wie ein alter, überschwerer Mantel und gegen die
naturelle Abgeschiedenheit eingetauscht und zwar so wie man es sich eigentlich
im Verlaufe der ganzen Jahre im geistig, sinnlichen Verlauf eigentlich immer
gewünscht und vorgestellt hat.
Es ist aber
auch wie ein Ausbrechen aus dieser schnellen und hektischen Geschwindigkeit,
von dieser jahrelangen Alltäglichkeit im Land der Henker in diese
unerschütterliche Gelassenheit der Ruhe des neuen schließlich noch vollkommen
unbekannten Umfeldes am Wege dieses Sees, aber es sind dabei möglicherweise
auch Tage der inneren Einkehr und Einsamkeit nicht vollkommen ausgeschlossen.
Dieses neue
Umfeld mutet dem Aussteiger im geistig, sinnlichen Verlauf als eine ewige
Verlockung, aber auch als ewige Bedrohung zugleich an, aber der Eremit steht ja
noch am Anbeginn seiner Reise. Es ist wohl in geistiger und körperlicher
Hinsicht eine Vorstellung, wie ein Hand in Hand mit dieser neuen Bühne in
dieser Umgebung, sonst wäre es für den Wanderer vermutlich ein schlechter
Anfang.
In der
Einfachheit des Seins in der Abgeschiedenheit dieser Umgebung, auch wenn es
zunächst primitiv anmuten mag, spiegelt sich das ganze Ausmaß des wirklichen
Lebens wider und zwar nur so viel, wie man es in der Tat zum Leben braucht und
für nötig hält. Allerdings ist der Aussteiger hier auf diesen Umfeld am See
auch vollkommen auf sich Alleine gestellt und deshalb auch mental und
körperlich leichter verwundbar wie in einer Gesellschaft, das ist in den Sinnen
des Hinterkopfes auch durchaus bewusst in Erwägung steht, aber die persönliche
Perfektion des Wanderers spielt auf dieser neuen Bühne ja auch eine gewisse
Rolle. Die Bühne in dieser naturellen Umgebung wirkt ungestüm und trutzig,
trotzdem erweckt es dem alten Wanderer gegenüber den Eindruck, als sei das
Umfeld an diesen See die Ruhe seiner selbst, still ist es hier in dieser
Abgeschiedenheit, so als würden sich der Fuchs und der Hase gegenseitig eine
gute Nacht wünschen. Auch einsam erscheint es hier, so als wäre man als
Betrachter in dieser Abgeschiedenheit ab nun ein Eremit, wenn man vom
Großstadtdschungel der Zivilisation in diese von menschlichen Einflüssen
absolute Abgeschiedenheit der Natur verschlagen wird, von absoluter Kargheit
ist hier allerdings nicht viel zu spüren, es ist im Gegensatz zum Land der
Henker nur Alles irgendwie ganz anders. Die Macht der Gewohnheit hat sich
plötzlich in diesen noch neuen vollkommen gegensätzlichen Umfeld zur
Zivilisation plötzlich verändert, alleine schon deshalb weil nun der gewohnte
Leistungsdruck und der Tagesablauf nach den Taktschlag der Uhr hier auf dieser
neuen, noch fremden Bühne fehlt und im weiteren Verlauf nun als vollkommen
unwichtig und unbedeutend erscheint. Der alte Aussteiger wird ab nun in diesen
neuen, noch vollkommen fremden Umfeld auf eine neue, für ihm noch vollkommen unbekannte
Probe gestellt, denn die alten Wurzeln des Lebens mit den kompletten Umfeld,
denen er viele Jahre seiner Existenz vereint, vertraut und verwogen wahr sind
nun verlassen und die neuen Wurzeln in diesen fremden Umfeld muss der alte
Betrachter hier nun neu erkunden und erfahren, sie stecken vermutlich tief und
fest.
 Es spiegelt sich ein Abbruch und ein neuer
Aufbruch zugleich an, ob sich allerdings mit den Öffnen der neuen Tür zu dieser
Bühne am See die Tür zur engen, zivilen Gesellschaft für den Betrachter
gänzlich verschließen wird, ist zum Anbeginn dieses Weges am See noch
keineswegs nicht sicher. Es geht allerdings den in die Jahre gekommenen
Aussteiger auch nicht darum, die alten Wurzeln zu dieser gesellschaftlichen
Konstruktion und diese neuen Wurzeln in diesen noch vollkommen fremden Umfeld
gänzlich auf den Kopf zustellen und zu verdrehen, es ist wohl eher ein Wechsel
vom vorgesetzten Kochtopf in einen vermeintlich von menschlichen Einflüssen
vollkommen freien Raum. Ob es für den Betrachter in diesen neuen und noch
fremden Umfeld irgendwelche körperliche oder geistige Grenzverläufe oder
Scheitelpunkte geben wird, die zu einen Auf oder Ab der realen Existenz
gegenüber führen wird, oder ob es doch nur ein traumhaftes, verwischtes Gestade
der Finsternis ist und bleibt, ist zum Anbeginn in dieser neuen und
gegensätzlichen Umgebung zum Land der Henker noch vollkommen ungewiss, wer weiß
zu Anbeginn von etwas Neuem schon was auf Einem zukommt und wie zum Schluss die
Zielgerade aussieht. Es ist für den alten Mann wie eine seit einigen Jahren
beinahe in Vergessenheit geglaubte Welt, das nun beim Betrachter in den Focus
seiner Gestaltung gekommen ist und die nächste Zukunft gestalten soll und
hoffentlich dabei auch neue Blüten tragen wird. Zwischen den Bäumen in dieses
neue Umfeld spannt der Wanderer als Nachtlager eine Hängematte auf, die dem
Aussteiger als Ruhelager für die kommende Nacht dienen wird. Die langsam
untergehende Sonne, die jetzt glutrot wie Rubin an der seichten Anhöhe des
Bergrücken steht und ganz langsam dahinter versinkt, ist ein sehr schöner und
beeindruckender Anblick, der dem Eremit in den Sinnen des Hinterkopfes stecken
bleibt und den man auch nur sehr schwer und ungern vergessen kann und will.
Die Umrandung
dieser langsam untergehenden und rubinroten Sonne erscheint dem Betrachter
gegenüber so, als sei es ein tiefrotes, vierblättriges Kleeblatt und der
rubinrote Sonnenkegel wirft sein tiefrotes Licht mit dieser vierblättrigen
Umrandung auf das Wasser dieses Sees und spiegelt sich darin langgezogen von
den einen Ufergestade bis zum anderen Ufergestade gegenüber wider. Es ist auch für einen
asketischen, der Natur zugewanden Betrachter, wenn er von der enggestrickten
Zivilisation in die ungestüme Wildnis kommt, immer wieder ein sehr schöner und
unvergessener Anblick.
Und mit den
leichten Abendwind der jetzt einsetzt, kommt ein seichtes Rauschen in den
Baumkronen der hölzernen Gestade in diesen Umfeld am See und zwar so als wollte
dieser Wind mit den Bäumen jetzt dem alten Aussteiger eine Geschichte aus
diesen vermeintlichen Utopia in diesem Irgendwo im Nirgendwo erzählen. Mit der
einsetzenden Dunkelheit der ersten Nacht und den rubinroten Sonnenuntergang
dieses Tages, sowie den Abendwind, das mit den Rauschen der Bäume in der Tat so
anmutet, als würden sie den Betrachter jetzt eine Geschichte erzählen, ist es
dennoch eine sehr seltsame Ruhe und eigenartige Stille am Ende dieses ersten
Tages. Dabei ist im Klang dieser vermeintlich ungewohnten Stille der erste
Abend wohl irgendwann, unbemerkt vom Wanderer doch zum Traumgespinst der
Finsternis geworden und hat wohl irgendwann wohl beim Betrachter seine
verwischten und nicht greifbaren Pforten zum Traum eröffnet.
Mit den
schemenhaften, verwischten Traum der ersten Nacht zeigt sich dieser Übergang vom
Land der Henker, der im geistig, sinnlichen Verlauf beim Aussteiger schließlich immer noch seine
Präsenz hat, in dieses neue, immer noch vollkommen unbekannte Umfeld zum Teil
irgendwie noch im Überschwang der Sinne seine Präsenz.
Es ist beinahe
so, als wäre im Traum der Finsternis die enggestrickte, geballte Zivilisation
immer noch allgegenwärtig und trotz alledem nicht greifbar und dieser Traum ist
wie ein verschwommenes, verwischtes Gestade der Finsternis, das den alten
Eremit im Traum dieser Nacht zuweilen schweißgebadet den Schlaf zu Rauben
scheint.
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Das stille
Schweigen in dieser Waldlichtung am See, wenn man als Aussteiger aus dieser
engen, zivilen Gesellschaft in diese vermutlich menschenleere, verschwiegene
Umfeld verschlagen wird, dann ist es nun erst einmal reines Schweigen und mit
dem Schweigen der Natur in dieser nur vermeintlichen Stille kommen Gedanken,
die eine Brücke vom Land der Henker in diese nur vermeintliche Stille schlägt,
erst dann können beim Wanderer in der Tat in dieser zu Anfangs vermeintlich
gähnenden Leere nach und nach die ersten Taten folgen. Diese Ruhe in der Stille
diesem Umfeld gegenüber ist den Ansinnen des Betrachters durchaus zweideutig zu
werten.
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Beim Erwachen
am neuen Morgen von den wässrig, verschwommenen und traumhaften Gespinsten der
vergangenen Nacht blinzeln bereits die ersten Sonnenstrahlen über den Bergrücken
der anderen Seite, einige Fetzen von Nebelschwaden wabern am Boden hier und da
noch vor sich hin und versperren noch den realistischen Blick auf dieses noch
fremde Umfeld, das dem Betrachter hier zu Füßen liegt.
Die Magie des
Unsichtbaren liegt für den Aussteiger wie ein riesiger Schleier über das
gesamte Umfeld dieser neuen, fremden Umgebung.
Ein kleines
Feuer aus dürren, trockenen Holz das dem Betrachter hier direkt zu Füßen liegt
ist jetzt das richtige um der Kälte des neuen Morgens etwas entgegen zu wirken
und auch für das Kaffeewasser in dieser von Menschenhand scheinbar weitgehend
unberührten Umfeld. Es ist hier in diesen Umfeld eine scheinbar vielfältige
Sinnphonie aus Formen und Gerüchen, die gestern Abend nach der langen und
beschwerlichen Anreise aus dem Land der Henker zu dieser Lichtung am See dem
Betrachter eigentlich nicht mehr so sehr in den Sinnen fiel, aber mit den
Anbeginn dieses neuen Tages ist nun doch Alles irgendwie ganz anders. Der
Anreiz des noch Ungewissen in dieser Fremde ist die Neugier auf das Ungewisse
schlechthin, ob es auch beruhigender ist, wird sich vermutlich im Verlaufe der
Zeit eröffnen, wenn der in die Jahre gekommene Wanderer auf dieser noch neuen
und fremden Bühne seiner Wege geht.
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Das Leben und
Arbeiten im Land der Henker vermittelt der eigenen Existenz und dem eigenen
Ansinnen oft das Gefühl nie wirklich Zeit für das Leben an sich zu haben, weil
der Zeittakt der Uhr und die Leistungsbereitschaft in diesen Umfeld zuweilen
vom persönlichen Gefühl her wohl eine übergroße Priorität genießt, nur das
tatsächliche und wahre Eingeständnis fehlt zuweilen irgendwie dafür.
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Einige
Frösche quacken lautstark vermutlich
unweit in einen Tümpel und ein Igel raschelt im feuchten Laub nach fressbaren
herum.
Eine Spitzmaus
stolpert wie aus Nichts heraus dem Betrachter über die Füße und ist auch
genauso rasch und schnell wieder weck.
Das lautstarke
hämmern auf Holz irgendwo in diesen hölzernen Dschungel deutet wohl auf einen
Specht hin, ein Uhu schreit seinen Ruf dazu, das Echo der beiden Vögel hallt
noch mehrmals durch diesen dichten Wald und gibt den alten Aussteiger, bedingt
durch die Nebelschwaden einen etwas gespenstigen Anstrich. Ein Paar von
Stockenten mit ihrer Brut watscheln vollkommen unbeeindruckt und ungeniert vor
den Augen des Betrachters ihrer Wege und zwar so, als wäre es schon immer so
gewesen und das Zirpen von Grillen fällt nun auch noch ins Gehör. Und mit dem
verschwinden der letzten Nebelschwaden durch das aufsteigende, warme
Sonnenlicht des neuen Tages, erwacht nun auch beim Aussteiger aus der
Gesellschaft in der Tat die Vermutung, das die traumhaften und nicht greifbaren
Gestade der Nacht nun doch der Realität des neuen Tages in dieses Umfeld am See
gewichen sind. Damit eröffnet sich dem Betrachter so nach und nach das
tatsächliche und wirkliche Ausmaß dieser noch fremden Umgebung. Ruhig, unberührt
und als sei er wie von der ganzen Menschheit in Vergessenheit geraten und im
Stich gelassen liegt dieser See vollkommen unbeschadet weitab jeglicher
Zivilisation in einer Lichtung eines Waldes versteckt. Diese Lichtung im Wald
mit dem See in dieser Umgebung mutet dem Betrachter zunächst als wie eine von
Gott und aller Herrlichkeit verlassene Gegend an und dennoch steckt dieses
Umfeld dieser vermeintlich unberührten Umgebung allen Anschein nach voller
Leben. In dieser unberührten, von Gott und aller Herrlichkeit verlassenen
Gegend spiegelt sich in ihren versteckten Nischen und Ecken, das Werden und
Vergehen von Leben in all ihren Fassetten wider und der Reiz des im unbekannten
Verborgenen und zunächst nicht Sichtbaren in dieser Fremde verleitet den alten Aussteiger
irgendwie zum Ansporn und ein gewisses Quantum an Neugier ist schließlich dem
jeden menschlichen Wesen immer zu zuschreiben. Diese von der Zivilisation weit
entlegene und für den Betrachter noch vollkommen fremde, naturelle Umgebung hat
diese Bühne wohl ihre eigenen Regeln und Gesetze, die vermutlich mit den Land
der Henker und den daraus schließenden menschlichen Maßstäben nicht gleich
zusetzen sind und auf nicht einer Ebene stehen, entweder man lebt mit den
Einklang der Natur oder man geht irgendwann ohne den Einklang der Natur auf
dieser neuen Bühne zu Grunde. Am nördlichen bewaldeten Berg dieser Lichtung am
See, an deren Steilhang zum großen Teil dichte Nadelhölzer ihr Dasein fristen,
liegen noch einige Fetzen von Schnee, denen auch die wärmenden Strahlen der
Sommersonne vermutlich nicht sehr viel entgegen zu setzen haben. Ein schmaler
Rinnsal plätschert von diesen hohen Berg über einen Wasserfall in eine kleine
und seichte Bucht über der jetzt in diesen Moment ein Regenbogen in all seiner
Farbenpracht steht und zwar so, als sei dieser Regenbogen die Wiege der Sonne.
Die unter diesen Wasserfall ausgespülte, kleine und seichte Bucht wird dieser,
in dieser unberührten Natur liegende See über mehrere kleine Rinnsäle mit neuen
Wassern versorgt, so als seien diese Rinnsäle in diesen Umfeld wie die Mutter
mit mehreren Nabelschnüre allen Werdens und Seins in dieser vermutlich von
fremden Einflüssen vollkommen unberührten Natur.
Eine kleine
Dusche in diesen Bereich ist für den Aussteiger im Moment wohl noch etwas
frisch, aber nach der langen Reise und den neuen Morgen ist die kalte Dusche
trotz alle dem durchaus wohltuend.
Die anderen
umliegenden kleineren Höhenzüge sind zum größten Teil von Mischwäldern
durchzogen, deren Farbgestaltung gibt diesem Umfeld irgendwie einen
einzigartigen und sehr seltsamen Anstrich zugleich. Dieser einzigartige und
seltsame Anstrich dieses Umfeldes mutet bei genauerer Betrachtung so an, als
wäre deren Ursprung aus Feuer und Eis erwachsen und als würden sich hinter
diesen kunterbunten Allerlei der Farben alle vier Jahreszeiten gleichzeitig
widerspiegeln. Je nach den Stand der Sonne und den Blickwinkel zum See erwirkt
das Umfeld mit ihrer Gestaltung und deren Farbgebung eine sehr seltsame
Spiegelung auf das klare Wasser des Sees und wirft dieses Spiegelbild zurück
auf das Blickfeld des Betrachters.
Ein schmaler,
unscheinbarer Pfad, den man mehr schlecht, wie recht als Weg umschreiben kann, windet sich in
dieser Lichtung des Waldes entlang, jedenfalls soweit es sich zu deren Anbeginn
überschauen lässt. Dieser schmale und unscheinbare Weg mutet dem alten
Aussteiger aus der Gesellschaft so an, als wäre dieser Weg wie ein Labyrinth,
denn er führt einmal mehr und mal weniger weit und in verschiedenen Höhenzügen
am Ufergestade dieses Sees entlang.
 Einige Baumstümpfe alter Bäume, sowie deren
Geäst, die wohl im Verlaufe der Zeit den Widrigkeiten der Witterung in dieser
Gegend zum Opfer gefallen sind, zeigen auch hier auf dieser Bühne die
Vergänglichkeit des Lebens, die durch den zeitlichen Ablauf zum Opfer gefallen
sind, sie bieten auf dieser Bühne aber auch dem Anschein nach wohl auch eine
gute Sitz und Ruhegelegenheit, diese Vergänglichkeit des Lebens bietet sich
aber auch ein Neubeginn und eine Neugestaltung von Leben.
Diese dem
Anschein nach verlassene Ruhe von irgendwelchen menschlichen Einflüssen erweckt
dem Aussteiger gegenüber den Eindruck, als sei es ein vollkommen andere, fremde
Welt, die von der realen Existenz des tatsächlichen Seins irgendwie weit
entschwunden ist und dieses Umfeld lässt in der Tat vermuten, das es in der Tat
auch seine eigene Regeln und Gesetze hat. Dieser abgelegene See in dieser
entlegenen Lichtung dieses Waldes ist nicht wirklich rundlich, eckig oder
irgendwie in die Länge gezogen, es erscheint dem Aussteiger von diesen
schmalen, unscheinbaren Weg, der sich an diesen See wie ein Labyrinth rankt und
windet vielmehr so, als würden sich an diesen Gewässer hier, da und dort
zwischen verschiedenen Bäumen, Sträuchern oder kleinen Anhöhen versteckte
Nischen und Katakomben verbergen und zwar so, als würden sich in diesen von
Gott und aller Herrlichkeit verlassenen Irrgarten dieser naturellen Umgebung
für den Betrachter irgendwelche nicht sichtbare oder greifbare Geheimnisse
verbergen. Die Landschaft in dieser scheinbar von menschlichen Einflüssen
verlassenen, stillen Umgebung mutet in den Sinnen des alten Mannes so an, als
sei sie das Herz, die Seele und auch die Lunge und damit die Mutter aller
kompletten Existenzen des Seins schlechthin. Diese versteckten, im ersten
Moment nicht sichtbaren Nischen und Katakomben sind vermutlich die
verschiedenen Charaktere des Lebens, das jedes existenzielle Wesen des Seins
auf dieser Mutter Erde, die darin ihr Dasein fristen als ihr persönliches Eigen
nennt und in sich zu tragen scheint.
Die
Ausstrahlung dieser Ruhe, die von diesen Ort herrührt, mutet dem Wanderer
einerseits durch dieses weitgehende Nichts im Gegensatz zum Land der Henker, so
wie es den Betrachter erst einmal anmutet wohl eher als beklemmend an und
anderseits ist es wiederum wie ein vollkommen losgelöstes und befreiendes
Gefühl, das zum großen sinnigen Schwelgen beim Aussteiger selbst Anlass gibt
und dennoch ist dieser Ausstrahlung in diesen unüberschaubaren Umfeld wohl doch
eher großer Respekt geboten. Das fast ständige auf und ab des Windes mit den
Rauschen der Bäume auf dieser Bühne mutet dem Betrachter zuweilen so an, als
sei es wie der Gesang der Stille in der Ruhe dieser Umgebung, es ist in den
Sinnen des Eremiten beinahe so wie die Suche nach seinen verloren geglaubten
Zuhause. Es erscheint aber auch je nach den Standpunkt und den Blickwinkel den
man hier einnimmt beinahe so, als sei dieser Ort wie eine Fata Morgana in einer
Wüste, die ja im Grunde genommen nur aus heißer, flirrender Luft besteht, oder
ist diese Bühne vielleicht doch ein Schlaraffenland aus dem Milch und Honig wie
aus einem Nichts heraus zu sprießen beginnt, wehr weiß.
Das Schwelgen
in diesen seltsam ruhigen und stillen Umfeld drückt den Sinnen des alten
Aussteigers aus der zivilen Gemeinschaft einerseits einen seltsamen Geschmack
auf die Zunge und den Gaumen, der irgendwie einen bittersüßen Beigeschmack an
sich hat und andererseits ist ein Gefühl voller Überschwang dem man, zumindest
im ersten Eindruck irgendwie nicht so wirklich einzuordnen weiß. Es ist für den
Betrachter hier auf dieser Bühne wie die verloren geglaubte
Selbstverständlichkeit des Lebens. Die Stille und die Ruhe dieser
Abgeschiedenheit gegenüber gebietet den Wanderer eine kleine Rast auf einen
alten, gebrochenen Baumstamm, dem die Witterung im Lauf der vielen Jahre seines
Seins, die er hier festverwurzelt zugetragen hat, doch wohl arg zugesetzt haben
muss.
Mit dem Blick
auf den See in dieser menschenleeren, scheinbaren Einöde und der
Nachmittagssonne im Rücken fällt der Schatten des Betrachters langgezogen auf
das Wasser dieses Sees, der ihm in diesen Moment glatt wie ein riesiger Spiegel
zu Füßen liegt. Von dieser stillen und ruhigen Umgebung mit den Blick auf das
eigene Spiegelbild des Aussteigers in diesen Wassern des Sees kehren dem
Betrachter die eigenen Sinne in sich, so als sei alles Leben und jede Existenz
irgendwie ein Sein zwischen einen realen Tag und den verschwommenen, nicht
greifbaren Schlieren eines Tagtraumes oder einem verwischten Spuk in der
Finsternis der Nacht.
Und mit der
leichten Brise an Wind, der jetzt über den hohen Berg mit den Resten von Schnee
diesen weichen Spiegel des Wassers in ein seichtes Runzeln versetzt, ist es in
den Sinnen des Betrachters selbst vermeintlich in der Tat so, als sei das Leben
und die ganze Existenz wie eine Fata Morgana seiner selbst und zwar so, als
würde das ganze Leben auf dieser Bühne in der Tat nur aus heißer, flirrender
Luft in einer staubigen Wüste bestehen.
Die Gedanken
des Eremiten kehren unter diesen weichen, sinnigen Umständen die diese
naturelle Bühne jetzt aufbietet zurück, beinahe bis zur Frucht seiner eigenen
Existenz und zwar bis in die Jahre der Kindheit und die der Jugendzeit, so gut
er sich jetzt in diesen Moment daran Erinnern kann, wo noch alles weitgehend
unbeschwert und weit davon entfernt gewesen ist von den tatsächlich
beschwerlichen Leben, das dass ganze Erwachsen werden und dem Erwachsen sein
irgendwann noch mit sich bringen wird.Â
Aber zuweilen ist die Vergänglichkeit des Daseins in der Tat wie ein
immerwährendes Übel, aber eine irdische Ewigkeit gibt es nicht. Es sind
vermutlich immer wiederkehrende menschliche Erinnerungen, die ein Leben lang in
den Sinnen des Hinterkopfes hängen bleiben. Die enggestrickte und geballte
Gesellschaft gehört zumindest für diesen Moment beim Betrachter wohl der
Vergangenheit an, auch wenn er vermutlich irgendwann wieder zurückkehren wird,
aber die eine und andere Erinnerung lässt sich aus den Gedächtnis nicht
verdrängen.
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Der Wanderer,
der hier diese Bühne mit dem Weg am See beschreitet sieht sich beileibe nicht
als Moralapostel oder gar als Zeigefinger anderen Menschen oder anderen
Gemeinschaften gegenüber, er philosophiert vielmehr seine eigene, persönliche
Idealvorstellung und Nichts weiter, in der stillen Hoffnung das ihm das auch
gelingen wird.
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Die Strukturen
auf dieser Bühne am See sind weit sehr entfernt und vollkommen losgelöst von
den alltäglichen Einerlei der normalen, zivilen Existenz, wo im Grunde genommen
nur die wirtschaftliche Leistung nach immer mehr und das persönliche Streben
nach vorne zählt und nichts weiter. Hier in dieser abgeschiedenen Bühne der
Natur dieses Sees gelten andere Regeln und Gesetze, die doch wohl deutlich von
der normalen, zivilen Existenz abweichen, so wie man sie von der
enggestrickten, geballten Zivilisation aus dem Land der Henker her im
Allgemeinen kennt und vor seinen Augen hat.
Allerdings
liegt die Vermutung nahe, auch wenn der alte Aussteiger an diesen Weg am See
keinen Leistungsdruck und keinen Zeitdruck unterliegt, es wachsen auch hier
keine Bäume endlos in den Himmel.
In dieser
stillen und ruhigen Anschauung und Ansicht erwachen in den Sinnen des
Aussteigers durch das Alleine sein in diesen Umfeld selbst Gedanken über das
Sein des Lebens und lassen Erinnerungen erwachen, die von Zeit zu Zeit immer
wieder weit zurückschwelgen bis beinahe zu den Wurzeln seiner eigenen Existenz,
so gut er sich daran Erinnern kann. Es sind Erinnerungen daran wie schön,
leicht und unbeschwert doch die Jahre der Kindheit und der Jugendzeit gewesen
ist, als mit den Jahren die Schule und die Lehrzeit begann und als so langsam
mit den Berufsleben mehr und mehr der Ernst des Lebens wuchs, denn nach der
Lehrzeit folgte eine kalte Ernüchterung in der realistischen Arbeitswelt im
Land der Henker in der man in der Tat für sein Geld hart und lange zu Arbeiten
hatte.
Die Umstände
des Umfeldes in dem man sich im Leben befindet, drücken allen Menschen immer
ihren Stempel auf das gesamte Handeln und deren Gewissen, so als befände man
sich einerseits im Freudentaumel der Sinne und manchmal auch so, als säße man
wie in einen heißen Kessel über den Fegefeuer im Reich des Satans.
Der Anbeginn
von Leben und das Leben, sowie das Vergehen von Leben liegt dem Einzelgänger in
dieser abgeschiedenen Lichtung des Sees auf eine ganz andere Art und Weise zu
Füßen, wie im Land der Henker, denn der Kreislauf und der Charakter auf dieser
Bühne der Natur ist wie das Werden und Vergehen von Leben schlechthin.
Das Gefühl
erweckt bei dem alten Mann zuweilen den Eindruck, als würde die große
Gesellschaft in der engmaschigen Zivilisation das Werden und Vergehen jeglicher
Existenz zuweilen schlicht und einfach nur allzu gerne verdrängen.
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Der kleine,
schmale Rinnsal, der diesen See vom großen Berg mit den Nadelhölzern über
diesen Wasserfall mit neuen Wassern versorgt, mutet dem Eremit so an, als sei
sie mit den Rinnsälen die ihr folgen, die Nabelschnur des Lebens, es ist wie
die Mutter allen Werdens.
Und als sei es
so bestimmt, steht just in diesen Moment dieser hohe Berg mit den Schneeresten,
die irgendwie den ganzen Sommer hoch oben am Berg verharren in einen dichten,
grauweißen und undurchsichtigen Hauch an Nebelschwaden, den die Wetterküche
wohl sehr rasch zusammengebraut haben muss.
Die ruhige,
unbekümmerte und gelassene Schönheit dieser Umgebung ist wohl eine traumhafte
Welt für sich, die sich im ersten Moment nur schwer mit der Einstellung zum
wirklichen, realen Umfeld in den Sinnen des Betrachters decken lässt und das
mit der Existenz im Land der Henker absolut keinerlei große Gemeinsamkeiten in
irgendwelcher nur erdenklicher Form erkennen lässt.
Etliche
Schritte weiter fällt ihm hinter einigen hohen Bäumen und ein paar Sträuchern
ein kleiner Tümpel in das Blickfeld seiner Betrachtung, so als sei es Ableger
dieses Sees, diese kleine Nische dieses Sees erweist sich das Leben von
Kaulquappen, die hier zumindest dem ersten Anschein nach wohl vollkommen
unberührt von irgendwelchen widrigen Einflüssen ihren Erwachsenwerden
entgegensehen. Drei kleinere Inseln stehen in einiger Entfernung, plötzlich wie
aus dem Nichts heraus im Blickfeld des Betrachters, sie stehen wohl in der
Obhut von Graugänsen und anderen, kleineren Vögeln, die darauf ihr Gelege
ausbrüten und mit ihren ausgebrüteten Jungen ziehen Sie vollkommen ungestört
von irgendwelchen fremden Einflüssen ihrer Wege und suchen in deren Umfeld nach
Nahrung.
Im weiteren
Verlauf des Weges fällt ein dem Anschein nach ein großer, vermoderter Haufen,
vermutlich Laub und lockere Erde in den Augenschein des Aussteigers, so als
hätte irgendjemand versucht hier aufzuräumen und beim Innehalten vor diesen
Haufen, kommt die Feststellung, auch dieser lockere Haufen steckt voller Leben,
denn es ist ein Termitenhaufen und diese Termiten sind dem Anschein nach wohl
auch sehr gute Futterverwerter.
Ein Seeadler
fliegt vollkommen ruhig und gelassen, so als wäre er vollkommen losgelöst und
frei von Zeit und Raum mit seinen weit aufgespannten Schwingen über diesen See
seine Kreise und sein Flug über diesen See mutet dabei so an, als sei er der
König der Lüfte und er ist dabei zumindest für den Betrachter die Ruhe seiner
selbst, es ist eine vollkommen lautlose und stille Jagd. Dieser Vogel ist auf
seine eigene Art und Weise ein vollkommen perfekter Jäger, die Treffsicherheit
seiner Greife nach der Beute in diesen See liegt beinahe bei hundert Prozent.
vermutlich hat er irgendwo an diesen hohen Berg mit den Nadelhölzern den
Adlerhorst mit seiner Brut.
Hinter einen
Hügel, wo der Weg am See in dieser Lichtung von dichten Strauchwerk und einigen
hohen und alten Laubbäumen umsponnen ist, fällt eine Bucht in das Blickfeld der
Betrachtung.
Ein kaum zwei
Meter breiter, knietiefer Wasserstreifen trennt diese Bucht vom See und als
wäre es ein Brückenschlag, liegt über diesen schmalen Wasserstreifen zwischen
den See und der kleinen Bucht der halb vermoderte Stamm einer alten Eiche. Das
Gestade am Ufer dieser kleinen Bucht zieren fünf große, buschige und vom Alter der Jahre, die
sie hier verweilen, zugesetzte Trauerweiden und die Trauerweide in der Mitte
derer Fünf hat das Wetter doch wohl ziemlich arg zugesetzt. Allen Anschein muss
wohl vor einiger Zeit der Blitz eines Gewitters eingeschlagen haben, denn ihr
Stamm ist der Länge nach gespalten und noch relativ frisch, der kleinere Teil
des Stammes steht noch festverwurzelt in der Erde und ein Großteil dieses
Stammes liegt nun mitsamt seinen Geäst der Länge nach im Wasser dieses Sees.
Manchmal
erscheint diese Bühne am See in den Sinnen des alten Aussteigers wie ein
Jahrhundertwerk der Gefühle, nur wo dieses Jahrhundertwerk der Gefühle beginnt
und wann es irgendwo sein Ende finden wird, ist in der Anschauung und den
Sinnen des Betrachters in diesen Moment natürlich noch vollkommen ungewiss.
Der im Wasser
liegende tote Stamm und deren Geäst dieser von den Widrigkeiten des Wetter
gespalteten und zerschundenen Trauerweide dient seither vermutlich als
Kinderstube von allerlei Getier im Wasserbereich dieser kleinen Bucht und
bietet den hier im Wasserbereich lebenden Flossenträgern wohl guten Schutz vor
deren Räubern so gut es geht. Im weiteren Umfeld dieser Trauerweiden geht ein
großer Seerosenteppich von diesen Uferbereich bis weit in den See hinein,
Wasserläufer bewegen sich scheinbar unsinkbar auf dem Wasser des Sees und
Libellen schwirren in der mittlerweile späten Nachmittagssonne darüber hinweg
und einige Weißfische dümpeln gemächlich in dieser Unterwasserwald voller
Seerosen hindurch.
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Die geballte,
eng gestrickte Zivilisation im Land der Henker ist mit ihrer nach Außen hin
vermeintlichen Leichtigkeit des Seins und den angenehmen Seiten des Lebens auf
der einen Seite durchaus verlockend und auf der anderen Seite durch den
ständigen Leistungsdruck auch wiederum doch streng abweisend, je nach den
Standpunkt und der Einstellung die man als Berufstätiger in dieser Gesellschaft
und diesem Umfeld gegenüber steht, pflegt und abgewinnen kann. Die
enggestrickte, geballte Zivilisation verliert aber im Verlaufe der vielen Jahre
in der man darin sein Dasein fristet nach und nach seinen Anreiz, weil durch
diesen gesellschaftlichen Leistungsdruck und der großen Konsumflut nach immer
mehr im Leben irgendwann die ganz normale Einfachheit des Seins zum Leben, so
wie man dies aus der Kinder und der Jugendzeit in Erinnerung hat verloren geht
und aus den Augen und den Sinnen schwindet, aber das Leben ist kein
Wunschkonzert.
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Im Schatten
einer alten Eiche braucht der alte Aussteiger auf dieser weitläufigen Bühne nun
langsam eine kleine Rast und etwas Ruhe, denn es ist mittlerweile nach dem
Stand der Sonne wohl schon irgendwann am Nachmittag. Mit einer Angel wird die
Jagd nach einen Fisch versucht, aber es braucht irgendwie seine Zeit,
vielleicht liegt es am Wetter, denn die Luft ist geschwängert von der im Moment
ziemlich hohen Luftfeuchtigkeit die auch den Wanderer etwas zu schaffen macht,
aber der geschmeidige Duft der wilden Pflanzen im Umfeld dieser Umgebung ist
dafür ein sehr eigenartiger, aber dennoch angenehmer Geruch, der ihm wiederum
ganz gelegen kommt.
Aber dafür
werden die kleinen Stechmücken in diesen Umfeld langsam zur Plage, es sind
unangenehme Zeitgenossen, aber schließlich ist der Erfolg nach einiger Zeit
eine schön gewachsene Regenbogenforelle. Und diese schöne Forelle ist für den
langsam hungernden Wanderer eine gute Portion an schmackhafter Nahrung, die
über ein kleines Feuer mit einigen Kräutern aus diesem Umfeld am See gedünstet
wird. Es war eine lange und ungewohnte Wanderung an diesen Tag und die Müdigkeit
verleitet den Aussteiger zu einem kleinen Schlaf unweit des Seeufers. Es ist
allerdings nur ein kurzer Tagtraum, das dem müden Betrachter das verschleierte
Fenster der Finsternis öffnet und dieser kurze Traum gibt einen etwas
verschwommenen Blick frei vom Übergang aus dem Land der Henker in diese
abgeschiedene Waldlichtung am See. Ganz so einfach ist es nicht, diese
Alternativlösung vom dieser übergroßen Gesellschaft, wo der Tagesablauf seinen
geregelten Weg nach der Uhr nimmt, zu diesen Leben in dieser von Gott und aller
Herrlichkeit verlassenen Gegend alleine schon im Kopf zu verarbeiten, es ist in
der Tat eine nicht ganz leichte körperliche und geistige Herausforderung, die
erst einmal nach und nach verarbeitet und verdaut werden muss. Ein heftiger, dumpfer
Schlag streicht und verwischt den kurzen Tagtraum, etwa hundert Meter entfernt
ist ein großer Ast einer alten Eiche gebrochen und zu Boden gegangen, hier in
der Natur wird die Vergänglichkeit des Lebens von der Zeit sehr bewusst, direkt
und offensichtlich in die Schranken gewiesen.
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Die Wanderung
am Weg dieses Sees ist für den alten Aussteiger aus Gesellschaft der Preis an
sein Leben, das er sich selbst bewusst abverlangt hat und es kann ein langer
Weg werden, denn Nichts im Leben bringt einen Mensch schlussendlich mehr Nutzen
wie die eigene Geduld und die Ruhe dazu. Einige Erinnerungen sind wohl im
Verlaufe der vielen Jahre für den alten Wanderer in der Finsternis der Geschichte
untergegangen und im Verlaufe der langen Zeit irgendwann doch in Vergessenheit
geraten. Allerdings hat das Land der Henker und die Gesellschaft für den
Wanderer auf dieser Bühne am See in der Hinsicht trotzdem einen ziemlich langen
Schatten, denn es gibt viele verschiedene Erlebnisse, die sich in diesen langen
Jahren angehäuft haben und die jetzt als Erinnerungen in kleinen Schritten und
Etappen beinahe in ständiger Präsenz in den Sinnen des alten Mannes vorhanden
sind.
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In einiger
Entfernung fallen dem Eremit eine große Herde von Rehen auf, sie kommen sehr
vorsichtig und scheu aus dem Unterholz des Waldes heraus und weiden auf der
Lichtung zwischen den Wald und den See, einige von ihnen stehen am Ufer des
Sees und stillen ihren Durst. Bei ihnen ist wohl in jeder Hinsicht
grundsätzlich Vorsicht geboten, sie sind sehr scheu und nicht sehr
Vertrauensselig.
Im weiteren
Verlauf des Weges fallen in einer abgeschiedenen Nische dieses Sees eine
Kolonie von Bibern in das Blickfeld seiner Betrachtung, sie sind die großen
Baumeister in diesen Sümpfen am See, sumpfig und morastig ist es hier in der
Tat, aber dennoch ist hier es ein einigermaßen fester Stand unter den Füßen des
Wanderers.
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Dieser erste
Tag seit der Ankunft aus dem Land der Henker, die den alten Aussteiger aus
dieser Gesellschaft die besten Jahren seines Seins mit Arbeit seinen Lohn, sein
Brot und damit seine Existenz gesichert hat geht nun langsam, beinahe so wie
Gestern annähernd mit den gleichen rubinroten Sonnenuntergang seinen Ende
entgegen.
Einige dünne
und hohe Schleierwolken stehen am Horizont, so das dass tiefrote Kleeblatt um
diese rubinrote Sonne nur schemenhaft und undeutlich zu erkennen ist,
allerdings ist der Abendwind mit den Rauschen der Bäume an diesen Abend wieder
genauso da wie am Tag der Ankunft, so als würden sie dem müden Eremit wieder
eine Geschichte aus diesen Irgendwo im Nirgendwo erzählen. Es ist im bewegten
Lichtschein des Lagerfeuers ein Empfinden, das sich in den Sinnen des Wanderers
so einspiegelt, als sei das ganze, noch fremde Umfeld wie die Wiege der Seele.
Wer weiß schon, wie groß der See in dieser Lichtung des Waldes wirklich ist und
wo das Labyrinth dieses Weges am See den alten Aussteiger wohl noch überall
hinführen wird.
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Die
traumhaften und verwischten Gestade der Finsternis während der zweiten Nacht
sind dem schlafenden Wanderer gegenüber nicht mehr so schwerfällig,
schweißtreibend und nachtragend, wie die in der vergangenen Nacht. Der
Charakter des Schlafes in der Finsternis dieser Nacht gesteht dem müden
Wanderer mehr Ruhe ein, so als sei der Schlaf dieser Nacht und der dazugehörige
Traum dazu die Gelassenheit seiner selbst. Ein Traum ist manchmal wie ein
gefühlloses Schattenreich der Finsternis, aber zuweilen erinnert es den Träumer
im nachhinein meistens an die Vergangenheit und manchmal vielleicht auch an die
Zukunft, zuweilen erwacht man aus einen Traum und die Erinnerung an diesen
Traum und nimmt im wachen Zustand hin und wieder in Gedanken seinen weiteren
Verlauf.
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Etwas windig
ist der Morgen des neuen Tages, der Himmel ist wolkenverhangen und das Umfeld,
so wie das Gewand am Körper des Aussteigers ist feucht und klamm. Nur schwer
ist bei diesen Widrigkeiten des Wetters mit dem dürren Holz wieder ein kleines
Feuer zu entfachen um Wasser zu kochen. Die Ration an Kaffee und gewissen
anderen Dingen des Lebens sind im Rucksack verstaut, es ist wohlweißliche
Errungenschaften aus den Land der Henker und sie werden wohl für einige Tage in
dieser Abgeschiedenheit am dem alten Aussteiger gute Dinge tun. Eine gute
Portion an mentaler Hoffnung und etwas Weitblick ist ja auch noch im
Marschgepäck der Sinne, die zum asketischen Ausharren in der Wildnis eventuell
nötig ist. Man ist hier auch nicht viel mehr wie das kleine Rad im Getriebe so
wie in der geballten Gesellschaft im Land der Henker, aber trotzdem ist man den
Zwängen der täglichen Routine nicht gänzlich angeschlossen, die Gelassenheit
ist auf dieser Bühne am See der Wegbegleiter und Gelassenheit sowie die Ruhe
braucht man als Eremit in diesen Umfeld, aber auch eine gute Portion an
Weitblick.
Nur mühsam
geht die Wanderung nach dem Frühstück bei dem schlechten Wetter seiner Wege, es
ist unwegsam und matschig, die Schritte fallen schwer und die Beine tun weh.
Ein kurzes, aber kräftiges Gewitter mit einen böigen Wind dazu erzwingt eine
Pause unter den Dach einer alten Eiche unweit des Weges am See, kurze Zeit
später scheint die Sonne wieder, so als wäre nichts geschehen und ein
Regenbogen schwingt seine Farbenschleier am Firmament, die Launen der Natur
sind hier in dieser Abgeschiedenheit am See allgegenwärtig, es setzt den alten
Mann zuweilen etwas zu und weißt ihn in seine körperlichen und sinnlichen
Schranken.
Eine kleine
Klapperschlange huscht flink von einem Busch über den schmalen Weg in das
nächste Strauchwerk, für den alten Wanderer ein durchaus ungewohnter und
seltener Anblick.
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Man kann als
Aussteiger, wenn man aus der enggestrickten zivilen Gemeinschaft in diese
scheinbar von Gott und aller Herrlichkeit verlassene Gegend kommt, als Segen
aber auch gleichermaßen als Fluch betrachten, weil nun das Umfeld und das Leben
darin nicht mehr annähernd so angenehm leicht und locker ist wie es noch vorher
einmal gewesen ist. Aber was macht das schon, wenn dieser Leistungsdruck, sowie
der Zeitdruck ab nun nicht mehr existent ist, weil das tägliche Einerlei nicht
mehr nach den Takt der Uhr läuft. Diese Bühne am See und deren Charakter ist im
Gegensatz zur anderen Welt grundlegend anders und man will einfach nur mit der
Gelassenheit des Seins leben, was allerdings realistisch gesehen dann doch
nicht ganz so einfach ist, wie es dem in die Jahre gekommenen Wanderer zu
Anbeginn dieser Reise noch in den Sinnen seiner Vorstellung fiel. Denn es sind
auch in dieser Gelassenheit des Seins, abseits von eingeengten Verpflichtungen
und zeitlichen Eingrenzungen irgendwie Verpflichtungen dem eigenen Leben
gegenüber vorhanden und verbunden, sonst wäre vermutlich auch das Leben in der
Ruhe dieser Gelassenheit keine Existenz von längerer Dauer. Die
zivilisatorische Konstruktion im Land der Henker ist im großen und ganzen nicht
schlecht, aber zum Teil lässt sich zuweilen auch ein aufgebauschtes Spektakel
erkennen, das dem Aussteiger auf dieser Bühne am See bis zu diesen Augenblick
noch in keiner Weise gefehlt hat und wahrscheinlich wird er es auch in Zukunft
in keiner Weise vermissen, aber der alte Wanderer ist ja noch am Anfang seines
Weges an diesen See. Irgendwie ist es in den Sinnen des Eremiten zuweilen so,
als wäre dieses Umfeld am See wie die Geburt und die Wiege der Menschheit.
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Im Verlaufe
der Wanderung an diesen See ist es mittlerweile nach dem Stand der Sonne etwa
gegen Mittag geworden, die Sonne steht am Zenit und die Luft wabert nun
flirrend heiß wie eine Fata Morgana über diesen See und der Lichtung des
Waldes, beinahe so, als könnte man sie mit den Händen greifen und in Scheiben
schneiden.
Es ist
drückend und schwül, das Atmen fällt den alten Aussteiger unter diesen
Umständen ziemlich schwer, jede Bewegung und jeder Schritt mutet dabei so an,
als stünde man vor den Abgrund der Hölle.
In einiger
Entfernung fällt dem Betrachter vom schmalen Weg des Sees eine etwas erhöhte,
bewaldete Landzunge mit einigen Bäumen und Sträuchern in das Sichtfeld seiner
Betrachtung.
Unweit vom
Ufer liegen einige alte, trockene Baumstämme, die mit den dünnen Geäst zu einen
kleinen Floß verbunden werden und eine lange dünne Stange dient ihm dabei als
Floßstange um diese etwas entfernte Landzunge zu erreichen. Schweißtreibend ist
das staken um mit Stange das Floß voran zu bringen, bis das Ufer dieser
Landzunge erreicht ist braucht es seine Zeit und der Lohn der Arbeit ist hier
in diesen Umfeld die Glückseligkeit des Erreichbaren und des Erreichten und
nicht der Umsatz, so wie man es in einigen anderen Situationen des Lebens zu
erkennen vermag. Man kann den Dingen in dieses Umfeld gelassen, unerschrocken
und ohne Leistungsdruck entgegenblicken und jedes im Moment erreichte Ziel ist
wie das Sein im Leben schlechthin. Diese nun erreichte Landzunge entpuppt sich als Eldorado für ein neues
Zuhause, so wie man sich als Aussteiger die pure Existenz auf dieser Bühne am
See eigentlich nicht besser vorstellen kann. Der Landstrich auf dieser
Halbinsel ist allerdings zugewuchert mit Bäumen und kleinen Sträuchern, ein
vorankommen durch diesen dichten Dschungel ist für den Wanderer in der Tat eine
körperliche Herausforderung und im mitten dieses Dschungels fällt ihm eine
Anhöhe auf und an deren Fuß befindet sich, so dem Anschein nach vermutlich der
Eingang einer Höhle.
Beim
Betrachten und Inspirieren dieser Höhle mutet es den Betrachter beinahe so an,
als wäre es ein Tauchgang in eine verlorene geglaubte und versunkene Welt, es
mutet ihm beinahe wie eine Orakelstätte vergangener Existenzen an, so als hätte
sich hier vor Urzeiten schon einmal ein Hauch an Zivilisation befunden, die
mittlerweile wohl im Verlaufe der vielen Jahre im Erdreich der Geschichte
versunken ist und von den Wurzeln der Bäume und Sträucher gesprengt und
zugewuchert wurde. Mehrere kleine Nischen befinden sich in dieser vermutlich
wohl von der Natur geschaffenen Räumlichkeit und einige Wandmalereien fallen
dem Betrachter auf, die er allerdings nicht zu deuten vermag und deshalb auch Nirgendwo zuordnen kann,
denn Schamanen und Trolle sind doch wohl ein anderes Kapitel. Trotzdem erweckt
es für den alten Betrachter dabei den Eindruck, als würden hier zuweilen noch
die Seelen der Vergangenheit ihr Unwesen treiben.
Diese Höhle
gleicht einer Trutzburg auf der Bühne dieser Wildnis,
es ist für den
Aussteiger in diesen Umfeld aber auch ein willkommener Unterschlupf, das ihm
nun auch bei Tage ein Dach über den Kopf anbietet, zudem ist es wohl auch als
Schlafgemach der Nacht ein willkommenes Quartier und es kommt den Wanderer
unter diesen Umständen dabei auch in den Sinn, wie klein und unbedeutend seine
eigene Existenz in diesen Umfeld am See ist. Einer aus kleinen Steinen
errichteter, kreisförmiger Haufen soll in diesen opulenten Gemach als
Feuerstelle sein Dasein fristen, sowohl zum Kochen, als auch als kleine
Wärmequelle und als Lichtspender, ein Platz für die Hängematte als Nachtlager
ist in dieser Höhle auch schnell gefunden.
Das
Auskundschaften dieser kleinen, unscheinbaren Halbinsel gestaltet sich in der
Tat etwas schwierig, sie ist zugewuchert mit allen möglichen Busch und
Strauchwerk, was die Natur nur aufzubieten hat. Bis ein Weg zum See geschlagen
ist, wird dieser Tag wohl zum Abend, das Umfeld ist außer mit Bäumen auch mit
Buschwerk, Sträuchern und Farnen bedeckt, es fallen dabei auch noch
Brombeersträucher mit reifen Früchten in das Blickfeld des Betrachters, auch
Pilzkulturen wuchern unweit vom Weg und der Versuch noch einen Fisch als
Abendessen zu fangen ist nach kurzer Zeit von Erfolg gekrönt.
Zwei Astgabeln
und ein Stock dienen über die kleine Feuerstelle in der Höhle als Spieß für den
Fisch, beim Abendessen dieses Tages gehen dem Wanderer wieder einmal die
Erinnerungen zurück an das Land der Henker, wo das relative und realistische
Denken der sogenannten modernen Welt eine andere Bedeutung und Priorität
zugeordnet wird, wie jetzt und hier in dieser scheinbar von Gott und aller
Herrlichkeit verlassenen Umgebung am See, bis irgendwann das Schattenreich der
Finsternis den alten Eremiten die Augen vor der Realität verschließen und die
Pforten zum Traum eröffnet.
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Mit den
anerzogenen Leistungsdenken nach immer mehr im Leben, so wie es in der
Leistungsgesellschaft der Menschheit in der Regel angedrängt, vorgegaukelt und
vorgelebt wird, ist nicht zuletzt bei vielen Leuten wohl auch ein
Sicherheitsdenken verknüpft, das zunächst als nicht abwegig erscheint, aber
vielleicht verdrängt und verblendet es auch den klaren Blick für den eigenen,
persönlichen Willen einer jeden Persönlichkeit und deren Wertevorstellung, aber
es gibt ja auch verschiedene Charaktere, denn wären alle Menschen gleich, dann
wäre das ganze Leben im gesamten Umfeld beinahe wie ein unerträgliches,
gleichgültiges Einerlei.
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Der
geographische Stand von diesen steinernen Monument auf dieser Halbinsel ist von
seiner Ansicht so geprägt, das des Morgens der Sonnenaufgang und am Abend der
Sonnenuntergang gleichermaßen in das Blickfeld der Betrachtung fällt. Der
Aussteiger kann dabei das Wettergeschehen gut beobachten und es erleichtert ihm
etwas die Koordination im Umfeld dieser Halbinsel. Die flirrende und drückende
Hitze dieses Tages folgt nun in diesen Abendstunden ein aufkommender starker
Wind mit dem dazu gehörigen, kräftigen Gewitter, die folgende Abkühlung ist
eine große Wohltat und ein Segen für den alten Betrachter und dieser gefundene,
steinerne Unterschlupf in dem er sich befindet auch.
Es ist in
dieser dritten Nacht ein tiefer, ruhender Schlaf, die Träume zeigen den
schlafenden Aussteiger allerdings ein etwas wirsches Durcheinander vom Anbeginn
der Reise aus dem Land der Henker bis hier zu diesen Ruhepol am See. Das nur
gelegentlich von fremden Geräuschen, der sich als Widerhall an den Felswänden
dieser Höhle widerspiegelt wird der Traum der Finsternis nur für kurze Zeit der
Garaus macht, der vergangene Tag war für den Wanderer schließlich anstrengend
und hart genug. Und mit dem Erwachen des neuen Tages ist das schlechte Wetter
des vergangenen Tages durch den dunklen Schleier der Nacht wie vom Winde
verweht und die Sonne wirft ihre langen Strahlen von den einen Ufer, über diese
Halbinsel weiter bis zum nächsten Ufer dieser Lichtung im Wald. Große
Nebelschwaden wabern vereinzelt noch über den See, das Ufer lässt sich hier und
da nur schemenhaft zuordnen, die Morgensonne hat noch nicht alle Schleier der
Nacht gänzlich verdrängt. Die Sitz und Ruhegelegenheit auf einen alten und
trockenen Baumstamm, mit der kleinen, runden Feuerstelle lädt den Aussteiger in
seiner festen Unterkunft noch eine ganze Weile zur Ruhe und zum Verweilen an
diesen neuen Morgen, die Ruhe dieser Bühne und das Vogelgezwitscher dieses
Morgens lädt dem Betrachter zum Schwelgen seiner selbst. Es besteht keinerlei
Grund zur Eile, so wie es vorher im Land der Henker beinahe ständig vermuten
ließ, die Zeit des Tages wird hier nicht vom Schlagtakt der Uhr vorgegeben und
eingegrenzt, es ist für den Eremit hier in dieser Abgeschiedenheit auf der
Halbinsel vollkommen bedeutungslos und nicht weiter von belang. Diese Bühne
gleicht einer Traumwelt, die für den Wanderer beinahe mit der Realität des
tatsächlichen Seins nahezu im Einklang steht. Das Frühstück ist heute Morgen
ein heißer Sud aus Brenneselblätter und einer handvoll Brombeeren als feste
Nahrung, es gibt viele Grundnahrungsmittel die das Umfeld auf dieser Halbinsel
und auch der Natur im Allgemeinen im Grunde genommen zur genüge zu bieten hat,
man muss sich nur damit beschäftigen und die richtige Einsicht, sowie deren
Einstellung dazu gewinnen. Das Rascheln in einer versteckten Ecke dieser Höhle
entpuppt sich als ein Igelnest mit zwei Igeljungen darin, etwas Gesellschaft
kann dem Betrachter nicht wirklich schaden und wo sich Igel aufhalten, halten
sich eigentlich relativ wenig andere Schädlinge auf, Ordnung muss sein. Ein
großer Stein wird vom Betrachter weggerollt und nach seinen Sinnen neu
geordnet, Würmer und Schaben treiben darunter regen Verkehr.
Ein Paar an
Graugänsen mit vier kleinen, kaum behaarten Knäueln watscheln vor den Eingang
der Höhle vorbei, ein kurzer Halt mit den Blick in die Höhle und der Suche nach
Fressbaren am Eingang der Höhle und vor den Füßen des Betrachters muss
natürlich sein, ehe es vermutlich weitergeht zum Ufergestade und dem Wasser des
nahegelegenen Sees. Das Auskundschaften der naturellen Umgebung dieser
Halbinsel gestaltet sich für den alten Aussteiger nach wie vor etwas schwierig,
denn dieses Umfeld ist fast komplett zugewuchert, unwegsam und steinig.
Sträucher und Büsche wuchern zwischen den Steinen und den alten, dichten
Baumbestand. Ein Rascheln irgendwo im Dickicht entpuppt sich als Fuchsbau, zwei
junge Welpen balgen ungeniert davor herum, die Füchsin ist vermutlich auf der
Jagd nach Fressbaren, denn die kleinen Welpen sind eine nimmersatte Brut.
 Irgendwo wirft auf dieser Halbinsel wohl ein
von menschlichen Einflüssen unbeschadeter, naturbelassener Brückenschlag aus
großen Steinen und alten Gehölz eine Verbindung und einen Übergang zum Weg an
diesen See, er bietet den Wanderer einen schnellen und beinahe trockenen
Übergang, von der Einen auf die andere Seite dieses Sees. Auf der Mitte dieses
Überganges verharrt der Eremit mit den Blick auf das Wasser des Sees und dieser
Blick auf das Wasser dieses Sees ist zunächst wie ein Blick des Schweigens,
ruhig und klar ist das Wasser in diesen Moment, so als sei dieser ruhige und
klare Spiegel dieses Wassers in diesen Moment für den Betrachter der
Spiegelbild seiner eigenen Seele und auch seiner Existenz. Es gehen beim
Betrachter die sinnlichen Gedanken zurück in die Vergangenheit, hin zu den
schönen Zeiten die es im Verlaufe der vielen Jahre gegeben hat, aber auch zu
den Einen und Anderen schwierigen Zeiten und Momenten, die es wohl irgendwie
bei jeder menschlichen Existenz gibt und der Fall ist, denn die Lebenslinien
sind manchmal wie ein undurchdringliches Labyrinth, es verläuft nicht immer
alles so geradewegs, aber das Leben geht trotz alledem irgendwie immer wieder
seiner Wege und so muss und soll es letztendlich auch sein.
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Alle Dinge in
diesen Umfeld des Sees muten in den Sinnen des alten Aussteigers im Gegensatz
zur scheinbar nimmersatten Zivilisation, so wie man es im Land der Henker
zuweilen zu erkennen vermag, zunächst als vollkommen Uninteressant und
Ereignislos an, weil zum Anbeginn der Wanderung dem Betrachter dieser Bühne
gegenüber noch die Ruhe und GelassenheitÂ
gefehlt hat. Aber die Ruhe der
Gelassenheit auf dieser Bühne gibt dem Ansinnen im Hinterkopf des Wanderers
immer wieder neuen Vortrieb in dieser nur vermeintlich gähnenden Leere dieser
Umgebung, es bestimmt die persönliche Bewertung der Dinge im Umfeld des Seins,
ob man nun der Sache etwas Gutes abgewinnen kann oder auch nicht.
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MerleSchreiber Hallo und willkommen. Ich kann Dir nur raten, die Geschichte in verträglichen "Portionen" einzustellen. Schöne Sonntagsgrüße Merle |