Novemberwolkenschlösser
Blicke geworfen von hohen Zinnen
Vor den Augen erstrecken sich
Nichts als die milchigen Weiten
Einer flammenlos brennenden Stadt
Unten eine Wolkenverhangene Schlucht
Durch die S-Bahnen tauchen
Wie Lindürmer
Über denen Krähen kreisen
Alles scheint still zu stehen
Nichts regt sich
Auf meinem Weg leuchten
Irrlichter den Todgeweihten
Im sonnenlosen Sumpf
Die Bäume sind leblose Atrappen
Ohne den Hauch der Bewegung
Und ließe ich meine Zigarette fallen
Stürzte sie wohl in die wogenden Nebel
Und entschwände
Meinem verschleierten Blick
Türme und Mauern tauchen
Aus dem Nichts auf
Und verschwinden im Nichts
Unsichtbare Schrecken lauern
In der weißen Dunkelheit
Die man weder sehen noch hören kann
Doch fühlt jeder ihre Präsenz
Ein Ungeheuer reißt mich mit sich
Verschlingt mich
Sperrt mich ein
Und spuckt mich wieder aus
In die triste Einsamkeit
Tag und Nacht sind nur Worte in dieser Welt
Ohne Sprache
Schatten die mir gleich sind
Wandeln durch die Zeit
Blicklos; Ziellos; Formlos
Sie sind wie ich
Gefangen im nebligen Nichts
Einsamer Novembertage
Die Burgen und Schlösser Formen
Hoch wie Berge
Und weit wie der Ozean
In dem ich ertrinke
An der Einsamkeit
Meiner Gedanken