Gedichte
Novemberwolkenschlösser

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"Novemberwolkenschlösser"
Veröffentlicht am 08. Oktober 2012, 6 Seiten
Kategorie Gedichte
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Novemberwolkenschlösser

Novemberwolkenschlösser

Beschreibung

Ein Herbstgedicht

Novemberwolkenschlösser

Blicke geworfen von hohen Zinnen

Vor den Augen erstrecken sich

Nichts als die milchigen Weiten

Einer flammenlos brennenden Stadt

Unten eine Wolkenverhangene Schlucht

Durch die S-Bahnen tauchen

Wie Lindürmer

Über denen Krähen kreisen

 


Alles scheint still zu stehen

Nichts regt sich

Auf meinem Weg leuchten

Irrlichter den Todgeweihten

Im sonnenlosen Sumpf

 


Die Bäume sind leblose Atrappen

Ohne den Hauch der Bewegung

Und ließe ich meine Zigarette fallen

Stürzte sie wohl in die wogenden Nebel

Und entschwände

Meinem verschleierten Blick

 


Türme und Mauern tauchen

Aus dem Nichts auf

Und verschwinden im Nichts

Unsichtbare Schrecken lauern

In der weißen Dunkelheit

Die man weder sehen noch hören kann

Doch fühlt jeder ihre Präsenz

 


Ein Ungeheuer reißt mich mit sich

Verschlingt mich

Sperrt mich ein

Und spuckt mich wieder aus

In die triste Einsamkeit

Tag und Nacht sind nur Worte in dieser Welt

Ohne Sprache

 


Schatten die mir gleich sind

Wandeln durch die Zeit

Blicklos; Ziellos; Formlos

Sie sind wie ich

Gefangen im nebligen Nichts

Einsamer Novembertage

Die Burgen und Schlösser Formen

Hoch wie Berge

Und weit wie der Ozean

In dem ich ertrinke

An der Einsamkeit

Meiner Gedanken

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Harryx

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