Mein Baum
Groß und mächtig, so stehst du vor mir
Das Rauschen der Blätter, beruhigt mich gleich
Ich frage mich, was wollen die Arbeiter hier?
Das Brüllen und Kreischen verrät es sogleich.
Vorbei ist die Stille, die Ruhe verdrängt
Durch Hektik, durch Lärm und Stimmengewirr
Der Geruch von Benzin, mit Holzrauch vermengt
Ich weiß, Gefahr droht nun leider auch dir
Dir, meinem Baum, an dem ich vor Jahren
Uns´re Namen hinterließ, mit dem Messer geschnitzt
Wo mein Mädchen und ich gern zusammen waren
Erinnerung, die auch jetzt noch ganz tief in mir sitzt.
Doch nun ist´s geschehen, auch du musstest fallen
Für den Neubau der Straße, es tut mir so weh
Ein Teil meines Lebens ist mit dir gegangen
Meine Tränen fall´n herab in den duftenden Klee.
Ich konnt´s nicht verhindern, keine Chance was zu tun
Es wurde beschlossen, der Baum, er muss geh´n
Mögest du ewig in Frieden ruh´n
Die Erinnerung an dich bleibt immer besteh´n.