Das die Götter ziemlich eigennützig sind weiß Mercredy schon lang, immerhin ist sie für die "höheren" Wesen, das Mädchen für alles. Ob Monsterjagd, Lieferbotin oder jegliche andere Aktivität die einem das Leben kosten konnte. Da hatt man nicht auch noch zeit einen Streit zwischen zwei Liebesgöttinen zu schlichten. Besonderst nicht wenn man die Welt retten muss und- was noch viel schlimmer ist-das eigene Liebesleben auf dem spiel steht. (bitte über die schlechte Rechtschreibung hinweg sehen XD)
Heiße Schokolade und ein Donut auf dem Tisch und Kopfhörer in meinen Ohren, konnte das Leben schöner sein. So ruhig sollten alle meine Tage beginnen.
Ich schien an diesem Tag einfach Glück zu haben. Kein Frühdienst für mich, was soviel hieß wie, keine Dämonen, Geister oder Wendigos, die ich ins Jenseits zurück schicken musste.
Ich gähnte und machte einen Schluck von meiner Schokolade. Man sollte meinen mit 17 ist man zu Kaffee umgestiegen, doch ich hatte mich nie für, das bittere Getränk erwärmen können.
Mit einem Blick auf die Uhr wurde mir, klar das ich noch mindestens eine Stunde Zeit hatte bis mein Unterricht begann, ich konnte also noch beruhigt einen Abstecher zu Freddie`s machen,-meinem liblings Cafe- um mir mein Frühstück ab zu holen.
Ich leerte meine Tasse mit einem Zug und erwog den Donut zurück in die Verpackung zu legen, entschied mich jedoch anders und packte ihn, zusammen mit einem Dolch und einem Beutel in dem sich einige wenige Gegenstände befanden, die mir schon mehr als ein mal das Leben gerettet hatten-eine Kerze, ein mit Magie geladener Stein,bestimmte heilende Kräuter,ein Glücksbringer, ein Filzherz, gefüllt mit natührlichem Öl und einem kleinem Fläschchen Weihwasser- Sicher war nun mal sicher.Man konnte ja nie wissen wer-oder was- einem im laufedes Tages über den Weg lief.
Ich wohnte im dritten Stock, in einer zwei Zimmerwohnung, in Mitten New Yorks. Ich wohnte, seit ich 15 bin, mit meiner Schwester Lisa,zusammen. Meine Eltern haben mich hinausgeworfen, als ich verhaftet worden war, weil ich ein Artefakt gestohlen habe, das dem Virginia Museum of Fine Arts gehörte und für eine Sonderausstellung in New York gelandet war.Es war eigentlich nur Pech gewesen, dass das dumme Fabergé-Ei nicht in meinen Rucksack gepasst hatte. Ich wollte es ja eigentlich nur ausleihen, damit ein gewisser Hermes,-danke nochmal-es auf magische Einflüsse untersuchen konnte.Aber das wollten mir die Polizisten dann doch nicht abkaufen.Â
Oh, ich habe mich noch gar nicht vorgestellt, ich heiße Mecredy Fowla und bin,-wie Loki immer so schön zu sagen pflegt- , für die Götter, das Mädchen für alles. Kurz: ich bin eine Jägerin. Ich jage alles, was die Götter mir in Auftrag geben. Meist schreiben sie mir per Sms,- Ja die Götter wissen wie man Handys benutzt, sie haben sogar W-LAN - ,was ich als nächstes tun sollte.Natürlich gab es da einige ungewünschte Ausnahmen-
Ich habe schon mit vielen Göttern zu tun gehabt. Griechisch, römisch- Nein die Zwei sind nicht die selben, verliere nur ein wort über diese Annahme und du fliegst im hohen Bogen vom Olymp- nordisch, sogar indisch und obwohl ch seit,nun schon 3 jahren für sie arbeitete, hattte ich mich immer noch nicht für ihre Hochmut und Arroganz erweichen können . Der größte Spaß in ihrem, viel zu langem, Leben ist , mein miserabel kurzes zu zerstören.
Mann nehme zum Beispiel Freya:Nordische Göttin der liebe und des Krieges.Mutter aller Valkyren.
Für gewöhnlich, überraschte sie mich mit einem Besuch, der mir meistens fast das Leben kostete.Letztes Jahr hatte sie mir aufgetragen eine Valkyre zu suchen, die von Kitzune -japanische Formwandler die der Göttin Inari huldigen -, in Transsylvanien, entführt worden war.
Ich wäre dabei fast drauf gegangen, als sie in einem Kampf plötzlich aufgetaucht war und fröhlich verkündet hatte, das die vermeintlich entführte Valkyre, sich nur mit einem Vampir, für eine Woche in sein Bett verkrochen hatte.
Ich hätte sie dafür töten können,... wäre sie nicht unsterblich gewesen.
Das beste an der Ganzen Aktion war jedoch gewesen, das mich Inari auch noch verflucht hatte. Nicht das ich verstanden hätte was sie gesagt hat, ich konnte zwar acht verschiedene Sprachen, aber Japanisch war nicht darunter, jedoch bin ich mir ziemlich sicher, dass das dunkle  Mal an meiner Hüfte,das die form einer Kirschblühte hatte, vorher noch nicht da gewesen war.
Doch um solche Dinge musste ich mir zur Zeit keine sorgen machen, die Götter bildeten gerade einen Neuling aus, was bedeutete, dass ich für einige Zeit aus dem Schneider war. Mit diesen erfreulichen Gedanken Setzte ich mich in mein Auto und drehte den Slüssel im Schloss.Leise summend sprang der Motor an. Plötzlich, wie aus dem nichtst, tauchte eine weibliche Gestalt, am Beifahrersitz des verbeulten Opel-Corsa, auf. Vor Schreck war meine Hand auf die Hupe gerutscht, womit ich einige Fußgänger erschreckte, die neben meinem Auto vorbei gingen.
Die Frau war, zu meiner Überraschung, brünett und trug einen pink-karierten Minirock, kniehohe Strümpfe und ein weißes Hemd, das viel zu viel von ihrer perfekten Oberweite, preisgab. Sie war stark geschminkt, aber trotzdem wunderschön und ihre grünen Augen durchbohrten mich wie Dolche. Ich seuftzte.
Dabei hatte mein Tag doch so gut angefangen.
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Freddi schob mir zwei Pappbecher und eine Papiertüte entgegen.
"Wie komm ich zu der Ehre dich heute bedienen zu dürfen?", fragte der Satyr und schob das Geld das ich zu ihm hinüber gleiten ließ zu mir zurück.
Ich deutete auf die hinterste Ecke des Cafes, wo sich eine Ansammlung Männer um einen Tisch drängten und schob das Geld ein weiteres mal in Freddis Richtung.
"Ah, die gute alte Venus! Hab sie schon lange nich´ mehr gesehen. Und jetzt pack dein Geld weg, sonst muss ich dich samt deinem Gast hinauswerfen.", mit einem dieser viel sagenden Blicke die er so gut drauf hatte schob er das Geld ein lätztes mal zu mir hinüber .
"Komm schon Freddi, lass mich doch ein Mal bezahlen!" Ich blickte ihn durch flehende Augen an.
"Netter versuch kleine,aber erst wenn ie hölle zufriert und das ist noch ´ne ganze Weile nich´. Jetzt geh, Götter warten nicht gerne wie du weißt.Ich hab Hades mal warten lassen..", er schauderte. "Das war echt unschön.."
Ich bedankte mich noch einige male, steckte das Geld wieder n die Tasche, Trug die Zwei Becher und die Tüte zu dem viel besetzten Tisch hinüber und stellte sie auf die Tischplatte.
Es waren nicht nur Menschen die Venus an den Lippen hingen, sondern auch einige Geister und Vampire, die sich jedoch sofort verzogen, als ich mich näherte.
Ich scheuchte die menschlichen “Männchen“ vom Tisch weg und setzte mich, einige kalte Blicke kassierend, Venus gegenüber an den Tisch.
„Was verschafft mir die Ehre?", fragte ich, als Venus an ihrem Doppelten Karamell-Moccacino nippte. „Wohl nicht, weil ich endlich in Ruhestand gehen darf, oder?“
Ich hatte keine große Lust mich mit ihr zu unterhalten. Ich hatte nicht viel übrig für die Götter.
„Ich muss doch bitten!“, sagte sie in einem herrischem Ton, den alle Götter, so schien es, perfektioniert hatten. „Zeig ein wenig mehr Respekt! Ich bin schließlich eine Göttin.“
Eingebildet war sie auch noch. Das wurde ja immer besser. Ich bin ihr bis her nur ein einziges mal, in Rom, begegnet. Als alle Götter bei meiner Patronen-Feier, bei der Sommersonnen Wende, dabei sein mussten. Dort war ich Freya zu geteilt worden.-Wir waren beide nicht sonderlich begeistert gewesen, als es verkündet worden war, aber Gesetz, ist nun mal Gesetz.-
„Ihr wollt etwas von mir, oder etwa nicht?“, erwiderte ich trotzig.
Sie schnaubte und warf ihre dunkle Mähne, über ihre Schulter.
„Du nimmst dir deinen Mund zu voll, kleine Ms Fowla! Das könnte dir eines Tages deine Ehe kosten.“
Ich zog eine Braue hoch. Wollte sie mir wirklich damit drohen?
„Naja, ist ja auch egal. Ich hab mich ja sowieso nur mit dir getroffen, weil du deiner Patin etwas von mir Geben sollst.“
Ich wurde hellhörig.“Ich soll Freya etwas von euch überbringen?“
Sie nickte und schob ein kleines Päckchen zu mir hinüber. Bis jetzt war es mir gar nicht aufgefallen. Es war klein, grün, viereckig und mit einer kleinen Schleife versehen. Ich hob es hoch und schauderte. Es war kalt, eiskalt. Als würde etwas tief böses darin wohnen. Ein Bild durchzuckte mich wie ein Blitz. Ein Blutstein. Ich ließ das Paket auf den Tisch zurück fallen.
„Wollt ihr Freya töten!?“, keuchte ich erschrocken. Mein ganzer Körper zitterte.
„Nicht doch, meine junge Sterbliche. Ich kann sie gar nicht töten.Sie ist unsterblich“, sagte sie mit einem listigem Grinsen im Gesicht.“Ich will sie nur in einen tiefen Schlaf versetzen,aus dem sie, für mindestens ein Millennium, nicht mehr erwachen wird!“
Ich war schockiert! Die Götter waren vielleicht, hin und wieder in Uneinigkeiten verwickelt, aber so etwas wollte noch keine Gottheit von mir. Einer anderen Gottheit zu schaden, war ein Tabu, das seit der Alten zeit, nie gebrochen wurde. Das Gleichgewicht der Welt wäre dadurch in Großer Gefahr.
„Ich hätte nicht gedacht das du heraus finden würdest, was sich in dem Paket befindet. Ganz sicher das du nur ein Mensch bist?“ Sie lächelte schief, so als hätte sie gerade, einen unheimlich komischen Witz gemacht.
„Natürlich bin ich ein Mensch!“, fauchte ich sie an, so das sich einige andere Gäste zu uns umdrehten. „Aber jeder Gartentroll könnte diese Negative Energie spühren. Ist ja nicht so als wäre sie besonders schwach!“
Da! Schon wieder dieses Grinsen, als wäre sie etwas besseres!
„Ich will dir nichts vormachen, junge Sterbliche!“,meinte sie und beugte sich zu mir vor. „Wenn ich könnte, hätte ich Freya schon lange den Gar ausgemacht.
Aber wir Götter brauchen ja die Sterblichen, um einander Schaden zu zu fügen und wenn man Pech hat, sind die genauso schlimm wie die Götter, die sie vernichten sollen.So wie du.“
Sie stupste mit ihrem Finger ,auf meine Nase. Ich fegte ihre Hand von meinem Gesicht.
„Ich kann Freya zwar nicht besonders gut leiden, aber das werde ich ihr nicht an tun. Das ist schlimmer als der Tod.“
Jetzt war es an Venus, eine Augenbraue hoch zu ziehen. „Schlimmer als der Tod sagst du?“
Sie studierte mich eine Weile, bevor sie fortfuhr. „Du weißt nicht wie sich der Tod anfühlt, woher willst du wissen, das es schlimmer ist?“
Ich wich ihrem Blick aus,der mich wie Messer zu durchbohren schien.
„Nun,wirst du es tun?“
„Wird sie was tun?“
Ich zuckte zusammen, als eine kühle, ärgerliche Stimme an mein Ohr drang. Sofort war es kühler geworden.  Wieso,... wieso,wieso,wieso? Der Tag hatte doch so gut angefangen!
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Mit zwei herrschsüchtigen Göttinnen an einem Tisch zu sitzen und das Bedürfnis, sich unter dem Tisch zu verstecken, unter drücken zu müssen, war nicht dass was ich mir unter meinem "freien Tag" vorgestellt hatte.
Zuerst Schule, dann vielleicht ein Spaziergang im Park oder aber einfach ein heißes Bad und danach ein gutes Buch. War denn ein ruhiger Tag, nach vier Jahren, zu viel verlangt?
Ehrlich gesagt, hatte ich nichts anderes erwartet,aber die Hoffnung stirbt eben zu letzt.
In diesem Augenblick war sie mause Tot und mit dem Gesicht nach unten begraben.
Freya hatte mir einen ihrer berüchtigten,hasserfüllten Blicke zu geworfen, der mir einen kalten Schauer über den rücken laufen ließ. Ich mochte diese Göttin zwar nicht besonders,nicht dass die anderen besser wären, aber nur weil eine Raubkatze nicht mein Lieblingstier ist, habe ich trotzdem den nötigen Respekt vor ihr.
Hatte Freya einmal ihre rot lackierten Krallen ausgefahren, gab es nur noch eines zu tun. Kapitulieren.
"Ich wusste ja das du erbärmlich bist Venus, aber das war selbst für dich gefährlich dumm!",meinte Freya mit monotoner Stimme, die eigentlich nur Lehrer und Politikern vorbehalten war. Ihr langes schwarzes Haar, war zu einem strengen Zopf zusammen gebunden und viel lang und glatt über ihren Rücken. Sie trug nicht sonderlich viel Make-up und, obwohl sie ebenfalls eine Liebesgöttin war,schien sie sich nicht viel um ihre Kleidung zu kümmern.
Lederjacke,Sweatshirt und Jean, natürlich sah sie darin trotzdem super sexy aus. Zwischen den beiden Frauen wirkte ich wie eine Mülltüte .
"Das sagst gerade du, möchtegern Liebesgöttin!", sagte Venus, mit einem schwächlichen Versuch, Freya ihre Beleidigung, mit barer Münze zurück zu zahlen, woraufhin Freya nur mit den Augen rollte.
"Ich weiß nicht was ich dieses mal,in deinen Augen, getan haben soll, aber hör endlich auf dich wie ein verzogener Teenager auf zu führen! Es gibt von der Sorte, schon genug auf dieser Welt!" Freya stand auf und deutete mir ihr zu folgen, doch Venus griff nach meinem Arm und hielt mich fest. Reflex artig holte ich, mit der Faust, zum Schlag aus, doch als ich mir bewusst wurde wen ich da vor mir hatte, ließ ich die Hand wieder sinken und versuchte stattdessen, mich verzweifelt aus ihrer Umklammerung zu lösen. Berührungen waren nicht wirklich mein Ding, ich wurde dann immer leicht hysterisch.
"Lass sie los!", hörte ich Freya in herrischem Ton, sagen. Es schien, als ob es ihr mehr miss viel als mir, auch wenn ich davon eher wenig mit bekam.
War ich doch zu sehr damit beschäftigt, mich aus der Umklammerung zu lösen.
Mein Herz begann immer schneller zu schlagen. Ihre Berührung fühlte sich gleichzeitig eiskalt und brennend heiß an.Es tat höllisch weh!
"Ich sagte, lass sie loß!", Freyas Stimme war eiskalt.
Mit einem erzürnten Aufschrei ließ Venus mein Handgelek los. Der intensive Geruch von verbranntem Fleisch erfüllte die Luft.
Freya ließ das Handgelenk ihrer Rewalin los und pustete sich in die geschwärzte Handfläche. Es sah aus als hätte sich eine Kruste aus schwarzer Asche gebildet.
Mein Blick wanderte fassungslos von der Hand meiner Patin zu Venus, an deren Handgelenk sich ein deutliches Abbild einer Hand in der selben Schwärzung abzeichnete.
Ich hatte zwar schon oft gehört, dass sich Götter anderer Religonen nicht berühren durften, es hatte mir aber noch keiner erklären können wieso.
Jetzt wurde mir einiges klar.
"Bist du verrückt!?",kreischte Venus. Entsätzt über die abnormale Färbung ihrer perfekten Haut. "Das wirst du mir büßen, du hässliches Miststück!"
Dann richtete sie ihren rot lackierten Finger auf mich. "Und du!", ihre stimme klang als würde sie mir jeden Moment einen Fluch auf den hals Jagen.Ich ging automatisch einen schritt zurück. "Noch am Ende dieser Woche, wird deine Seele Hades gehören und ich werde alles daran setzen deinen Einzug in Elysium zu verhindern!"
Mein Herz setzte einen Schlag aus.In meinem Magen krampfte sich alles zusammen. Ich hatte das Gefühl mich über geben zu müssen.
Mit verschwitzten Fingern krallte ich mich in die Tischplatte. Ich traute meinen Beinen nicht mehr, mich zu tragen.
"Drohst du meinen Schützling?",fauchte Freya erzürnt.
Venus lächelte ihr furchterregendstes Lächeln. "Merk dir meine Worte, Menschen-brut. In einer Woche ist dein ende und ich werde in der vordersten Reihe stehen und zusehen wie du in den Tartarus steigst um dein ewige strafe ab zu arbeiten."
Dann drehte sie sich noch ein mal zu Freya und nickte ihr zu und verpuffte in einer rosa Rauchwolke die nach überteuertem Parfum und Nagellack roch.
Ich bedeckte Nase und Mund um nicht an dem ätzenden Geruch ersticken zu müssen.
Freya hielt sich ein makelloses,weißes Taschentuch vor die Nase und schnaubte verächtlich.
Sie drehte sich zu mir um und sah mich forschend an.Sie streckte eine Hand nach mir aus, doch ich zuckte zurück. Ich wollte nicht berührt werden und in diesem Moment schon gar nicht. Man bekam schließlich nicht jedentag zu hören das mann in den nächsten tagen sterben wird.