Kurzgeschichte
Mongo der Riese - LESEPROBE

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"Mongo der Riese - LESEPROBE"
Veröffentlicht am 22. Juni 2012, 14 Seiten
Kategorie Kurzgeschichte
© Umschlag Bildmaterial: Simon Käßheimer
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Ich bin Hobbyautor aus Leidenschaft, das Schreiben kam mal wie ein Löwenzahnschirmchen zu mir ins Zimmer und in meine Welt geflogen, Ich hab es aufgefangen und seitdem lässt es mich nicht mehr los. :-) Eigentlich war und bin ich gar kein so großer Leser aber am Schreiben bin ich irgendwie hängen geblieben. Macht mir einfach Spaß; besonders wenn die Geschichte Erfolg hat und anderen Freude bereitet und somit gefällt. :-) Ansonsten gibt`s noch ...
Mongo der Riese - LESEPROBE

Mongo der Riese - LESEPROBE

Info

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Es war ein großer, rollender Metallkäfig, der am Ende einer Kolonne von Schauwagen hing, die durch die grüne Nachkriegslandschaft von Holland fuhren. Es war deutlich zu sehen, weil die Gitterstäbe durch das Planentuch drückten und es am Ende vom Wind aufflatterte, so, als ob es schon vorzeitig zeigen wollte, was darunter war - das die große Attraktion der Moldini-Schau, wie sie sich nannte, bildete.

Moldini, das war ein kleiner schmaler Mann, mit einem roten Bart, der spitz unter seinem Kinn hing, und er hatte auf der ganzen Welt, oder wo er sie

bekommen konnte, Absurditäten, Sonderlichkeiten und - wie er sie nannte - Attraktionen gesammelt. Von Dorf zu Dorf zog er mit seiner Freakshow, der er seinen Namen gegeben hatte. „Kommt her zu Moldinis einzigartiger Schau des Sonderbaren“, so schrieb er - und auf den Bannern der vorderen Wägen stand geschrieben:

 

MOLDINIS SONDERBARE, EINZIGARTIGE SHOW DER LEBENDIGEN WUNDER

 

Moldinis Bescheidenheit spiegelte seine Überzeugung, seinen Anspruch an sich sowie seine Schau und seinen

Selbstgefallen wieder und der war in diesen Buchstaben durch und zwischen den Zeilen zu lesen. Es dauerte nun schon den dritten Tag an, dass er sich, nachdem sie durch einige Dörfer gefahren waren, dazu entschloss, mit seiner Schau in einem dieser zu gastieren, und der Grund war genau seiner Natur entsprechend. Er hatte Bauern und Kinder nach seinem Zug gaffen sehen und in ihnen sein gewünschtes Publikum erkannt. Sie waren schon nahe der deutschen Grenze und lagerten nach Moldinis Entschluss auf einer Wiese vor der Stadt Arnheim. Nachdem sie die Stadt durchfahren hatten, stellten sie sich, wie einst die

Siedler, die durch Amerika zogen, im Kreis auf, so dass alle Wagen von außen umschritten und betrachtet werden konnten. Bis auf den letzten. Dieser wurde von außen mit einer Plane verdeckt, auf der  neben einem geschaffenen Einlass für das zahlende Publikum stand:

 

Tretet ein und seht DAS MONSTER, den GRÖSSTEN MENSCHLICHEN MANN – MONGO, DEN WILDEN

 

Mongo, der Wilde, ja, das war Moldinis größte Attraktion und für sie sollte jeder, gleich welchen Alters, extra zahlen. Seine anderen Attraktionen bestanden

größtenteils aus Täuschungen, wie einem Einhorn, einem Greif, der ein verkrüppelter Riesengeier war, und einem blauen Hasen, dessen Farbe von Blaubeeren herrührte. Doch es reichte, um den Schaulustigen das Wasser in die Mäuler zu treiben und sie einzustimmen auf seine teuer zu bezahlende Weltattraktion.

 

Stephanie war der seltsame verhüllte Wagen dieses merkwürdigen Zirkusses gleich aufgefallen und so hatte es nicht lange gedauert, bis sie, angezogen von den Bannern und durch das Gerede ihrer Freunde, die Wiese, auf der Moldinis Wunderschautreck stand, betrat. Wie

magisch war sie angezogen von diesem verhüllten Käfig, nicht, weil sie die Absurditäten dieser Schau ernsthaft interessierten, sondern, weil sie wissen wollte, was es war, das sich in dem letzten Wagen befand und ihre Neugier geweckt hatte. Sie ging auf den Wagenzug zu und wurde von einem kleinen, dicken Jungen verraten, der, als er sie sah, schrie:

„Publikum, Meister Moldini, Publikum“.

Daraufhin kam Moldini angelaufen, verdeckt von seinen Angestellten, die ihn umringten. Er lief an der bärtigen Frau, dem Mann mit den 1000 Haarfarben und dem Wachhund Kleph vorbei und stand dann direkt vor Stephanie, die, statt sich

um ihn zu kümmern, seine Attraktionen betrachtete, um dann durch den Ruf von Moldini aus ihrer Träumerei geweckt zu werden.

„Herein, herein! Hereinspaziert in Moldinis Wunderschau“, rief er und zog Stephanie dann mit sich vor den ersten Wagen, in dem der weiße Schimmel mit dem geraden Horn einer Kuh ihr als Einhorn präsentiert wurde. „Sieh dir das an und entscheide, ob es dir den Eintrittspreis für meine Schau wert ist“, sagte Moldini.

Stephanie, noch immer mit Gefühlen, die Spannung und Verwirrung über die gesehenen Dinge mischten, behaftet, fragte gedankenverloren, nachdem sie

das Einhorn betrachtet hatte:

„Was kostet Ihre Wunderschau ?“

„Drei Gulden“, antwortete Moldini und fügte hinzu: „und siebeneinhalb, um Mongo, den Riesen zu sehen, der dort im vergitterten Schauwagen unter der dunkelblauen Zeltplane ist.“ ...


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Copyright

Text & Bild:


© Simon Käßheimer


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Hörbuch

Über den Autor

Buhuuuh
Ich bin Hobbyautor aus Leidenschaft, das Schreiben kam mal wie ein Löwenzahnschirmchen zu mir ins Zimmer und in meine Welt geflogen, Ich hab es aufgefangen und seitdem lässt es mich nicht mehr los. :-)
Eigentlich war und bin ich gar kein so großer Leser aber am Schreiben bin ich irgendwie hängen geblieben. Macht mir einfach Spaß; besonders wenn die Geschichte Erfolg hat und anderen Freude bereitet und somit gefällt. :-)

Ansonsten gibt`s noch zu sagen über mich das ich einfach gerne kreativ bin und was versuch aus der mir gegebenen Lebenszeit zu machen. Sei es nun Kunst, Musik, Schreiben ( in vielfältiger Weise ) o.w.a.i.. Ich schau aber auch gern einfach mal `nen Film an oder hör bis zum abwinken Musik wenn ich nicht grad mit Freunden und Bekannten was mach oder unternehm.

Mehr noch über mich und meine Person - siehe: http://simonkaessheimer.online

Achso: ,,Meine Texte hier sind größtenteils unlektortiert eingestellt also bitte habt Nachsicht mit mir diesbezüglich!" Rechtschreibtips und konstruktive Kritik dieser Art aber immer erwünscht bis gewollt.

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