Sonstiges
Kapitän Kaiser - Ohne Furcht, ohne Tadel, ohne Ahnung

0
"Kapitän Kaiser - Ohne Furcht, ohne Tadel, ohne Ahnung"
Veröffentlicht am 24. März 2012, 16 Seiten
Kategorie Sonstiges
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Die Pflicht des Menschen ist seine stetige Vervollkommnung. Ich versuche dies jeden Tag ein klein bisschen, zumindest wenn es durch Bücher geschieht.
Kapitän Kaiser - Ohne Furcht, ohne Tadel, ohne Ahnung

Kapitän Kaiser - Ohne Furcht, ohne Tadel, ohne Ahnung

Beschreibung

Wilhelm Kaiser will eigentlich sein Leben beenden, jedoch spielt ihm das Schicksal eine unerwartete Möglichkeit zu, die ihn an neue Horizonte treibt, von denen er noch nie gehört hat.

Eigentlich würde diese Geschichte mit dem Ende der Geschichte eines Mannes beginnen, wäre da nicht ein merkwürdiger Zufall allem stringenten Streben zu wieder gelaufen.

Wilhelm Kaiser lag auf den Bahnschienen um der erste Deutsche der Geschichte zu werden, welcher von der Novität der Zeit, der Eisenbahn „Adler“ auf der Strecke Nürnberg-Fürth, überfahren werden würde.

In freudiger Erwartung der großen Stunde hatte er sich extra fein gemacht, er musste doch, wie es im benachbarten Vielvölkergefängnis Österreich-Ungarn so schön hieß, eine „schöne Leiche“ abgeben.

Doch während er so das baldige Ende erwartete meldeten sich seine KRAMPFADERN wieder bei ihm. Mit schmerzverzerrtem Gesicht setzte er sich neben die Bahnschienen um die schmerzenden Beine zu massieren, als er ein dumpfes Dröhnen hinter sich vernahm, einen scharfen Windzug und bestialischen Gestank. Das war sie gewesen, die „Adler“, dummer-weise zum falschen Zeitpunkt.

Fluchend bahnte sich Kaiser seinen Weg den kleinen Abhang hinauf, wobei er, was ja an diesem Tag zu seinem Unheil noch hinzu kam, direkt in vermutetes Unkraut griff, welches sich, fröhlich brennend, als Ansammlung von BRENNNESSELN herausstellte. Mit schmerzverzerrtem Gesicht ließ er sich auf die nahe Parkbank fallen.

Dass er jetzt schon diesen verzweifelten Ausweg suchte hatte triftige Gründe. Eigentlich war Wilhelm Kaiser ein sehr wohlhabender junger Mann gewesen, welcher sich eigentlich keine Sorgen machen musste, was die Gefahren des Lebens, mal abgesehen von einer plötzlichen Geldinflation, betraf.

Schon seit Generationen war es der Familie Kaiser ein besonderes Pläsir gewesen ihr Geld immer weiter zu vermehren, entweder durch gute Geschäfte oder günstiges Anlegen auf Konten. Wilhelm hingegen hatte sich dafür nie besonders interessiert, Geld war ja immer in reichlichen Mengen vorhanden gewesen. Dann gab es da noch seine hübsche Cousine, welche in der Tat wie eine vollkommen entwickelte, sehr attraktive, junge Frau aussah, was bedeutete, dass ihr nicht irgendwo irgendetwas fehlte, zu viel vorhanden war oder sie ein körperliches Gebrächen hatte, welches man seit Jahrhunderten in den inzestösen, sogenannten Kreisen der „Besseren Gesellschaft“ fröhlich jeder Nachfolgegeneration als Geschenk mitgab. Und diese hatte unser wackerer Wilhelm geheiratet, ein ebenso verschwendungssüchtiges und finanztechnisch ungeschicktes Kind, wie er es selbst war, jedoch nicht ganz so extrem.

In ihrem Garten waren PFAUEN friedlich umher stolziert und hatten die Gäste mit ihren seltsamen Balzgesängen verschreckt, wobei der Bruder seiner Cousine, also sein Cousin und gleichzeitig Schwager mehrmals in munterem Zick-Zack-Kurs von den Pfauen gejagt worden war, es lag wohl an seinem Parfüm, welches die Pfauen so verärgerte – ebenso wie sein schelmisches Aufstellen vor ihnen, mit den Armen Gewackel und Hühner Imitieren, aber das war spekulativ.

Doch all dieses Luxusleben war wie ein KARTENHAUS zusammengebrochen, als die lieben Verwandten plötzlich den Geldhahn zudrehten und forderten, dass Wilhelm endlich auch mal was für sein Geld tun sollte und dass es eben nicht reiche seinen Konten dabei zuzusehen, wie sie am Ende des Jahres Zinsen abwarfen.  

Da Wilhelm eine gute Bildung erhalten hatte, diese aber nicht gewinnbringend in irgend-welche Talente investieren konnte, außer dass er fließend Griechisch, Latein, Französisch, Spanisch, Englisch, Deutsch und Bayerisch sprach tat er das, was er für vernünftig hielt – sein, ohne je einen Handschlag dafür getan zu haben, verdientes Geld beim PFERDE-RENNEN einzusetzen. Außerhalb des Fremdsprachenbereichs war Wilhelm ein wenig aufge-schmissen. Dafür belustigte er die anderen Besucher auf der Rennbahn, wenn er, in verschiedenen Sprachen, meist fluchend, durch die Zuschauerreihen hastete.

Dass er damit auf keinen grünen Zweig kam war folgerichtig und so verarmte der junge Mann zusehends, stellte seine Aktivitäten irgendwann ein und hielt die Füße still. Dummerweise hatte seine Angetraute wohl doch ein innerliches Gebrechen von ihren degenerierten Erben abbekom-men, denn sie verstand einfach nicht, dass es ihr eigentlich nicht mehr möglich war weiterhin wie eine wildgewordene Millionärin, das Geld mit vollen Händen zum Fenster hinaus zu werfen. Sie tat es trotzdem, sie hatte ja keine anderen Hobbies, außer gelegentlichem Ausreiten  und Geschlechtsverkehr mit dem Stallburschen, ihr Mann war ja nie zu Hause, wobei sie diese Angewohnheit nicht fallen ließ, als dieser schon lange nicht mehr jeden Tag zur Pferdebahn ging. Einmal hatte der gute Gatte gar beide bei ihren nachmittäglichen Sport erwischt, höflich seinen Zylinder gelüftet und noch gutes Gelingen gewünscht. Und es musste gut gewesen sein, denn vor wenigen Tagen konfrontierte ihn seine Frau mit der schönen Neuigkeit, dass sie in anderen Umständen sei – Wilhelm hoffte, dass das Kind die Arbeitsmoral seines Vaters hatte und somit ein strebsamer Stammhalter sei.   

Mit dieser, zugegeben, dummen Situation konfrontiert wollte Wilhelm lieber den finalen Schlussstrich ziehen, als sich weiter zu quälen.

Er wollte sich gerade wieder in Richtung der verheißungsvollen Gleise bewegen, da setzte sich ein junges Fräulein neben ihn, welches ihn freundlich ansah, als hätte auch sie gerade ihre Reitstunde hinter sich, wenn Sie verstehen was ich meine…

Mit einem unerwarteten Wortschwall belegte sie Wilhelm, der sehnsüchtig dem erneut vorbeibrausenden Zug hinterher sah. Tagträumend blickte er dem hübschen Kind ins Gesicht, wobei sein Kopf schon lange auf Durchzug geschaltet hatte. Antworten musste er ihr nicht, also so gut wie nicht. Und wenn er es dann tat versuchte er sie damit zu vertreiben indem er seine weitreichenden Sprachkenntnisse einsetzte, welche die weibliche Wortmaschine nur noch mehr dazu antrieb weiterhin ohne Unterbrechung zu sprechen.

„Ihr seid aber ein ganz netter Gentleman, so was trifft man heute selten, sind ja alle so schrecklich hektisch geworden, niemand nimmt sich mehr Zeit dafür, mal ein richtiges Gespräch zu führen!“

Sehnlichst wünschte sich Kaiser ein SPINNRAD, an dem sich die schnatternde Ente doch bitte stechen und dann in einen hundertjährigen Schlaf fallen sollte.

„Übrigens, mein Vater hat ein paar Schiffe im fernen Hamburg, von dort soll eine Expedition zum fernen Horn von Afrika aufbrechen, er will gute Geschäfte mit den Negern dort machen, Sie scheinen mir dafür der Richtige.“  

Eine SCHIFFFAHRT zu einem fernen Kontinent, weg von allen Geldsorgen, weg vom untreuen und geldverschwendenden Weib, mal was ganz anders machen und vielleicht sogar dabei drauf gehen, denn wer wusste denn schon, ob einen die Neger nicht gleich verspeisten? In der Ferne ein neues Leben beginnen war natürlich auch noch eine Option.

So machte sich Wilhelm Kaiser, vollkommen ohne nautisches Wissen auf nach Hamburg, ausgestattet mit einigem Geld, Briefen für wichtige Kontaktleute in der Stadt und ganz viel Hoffnung.

So konnte er nicht nur in kürzester Zeit einen starken Konvoi zusammenstellen, sondern auch eine schlagkräftige Truppe von nicht minder abenteuerlustigen Gesellen, die aber auch nicht gerade die Krönung der christlichen Seefahrt war.

„Meine Herren!“, begann er seine kleine ANSPRACHE mit viel Pathos in der Stimme, „Ich freue mich überaus, dass wir nun für die kommenden Tage, Wochen, Monate, Jahre…weiß jemand wie lange wir eigentlich reisen werden?“ Die Mannschaft blickte sich fragend an. „Da gibt es gewisse Dinge, die passieren können. Stürme brausen und die Mannschaft hinwegspülen, Seeungeheuer könnten uns angreifen, der Proviant kann jederzeit ausgehen, wir könnten aber auch einfach am Ziel vorbeisegeln,…“ „Ihr habt keine Ahnung?“ Erleichtert nickte die Mannschaft. „Jedenfalls freue ich mich mit ihnen reisen zu dürfen, gutes Gelingen und immer eine steife Brise, oder wie man so sagt, jarr!“

Mit viel Enthusiasmus, großem Willen und wenig Ahnung segelte man gen Süden, nachdem man versehentlich an der Ostküste Englands nach Norden geschippert und in Liverpool gelandet war, wo man den verwirrten Männern den rechten Weg wies, welchen sie dieses Mal auch auf Anhieb fanden.

Nachdem man die Straße von Gibraltar hatte links liegen gelassen, mit Backbord und Steuerbord arbeitete man gar nicht, denn das sorgte nur unnötig für Verwirrung, erspähte man eine spanische Galeone, die gemütlich neben ihnen her schipperte.

„Lasst einen Begrüßungsschuss erklingen!“, hatte Kapitän Kaiser ausgerufen. Die Kanonen donnerten, doch die Kanoniere hatten zu gut gezielt, denn die Breitseite donnerte krachend in den Rumpf des mächtigen spanischen Schiffes. Wütend eröffneten auch diese das Feuer, welches natürlich um ein Vielfaches mächtiger war als das des vermeintlichen Gegners.

Die Spanier kamen bedrohlich nahe und machten sich zum Entern bereit. Doch in einem geschickten Manöver enterten die Deutschen ebenso die spanische Galeone, so dass beide Mannschaften urplötzlich auf des Gegners Schiff waren, ohne einen Tropfen Blut vergossen zu haben.

Dabei machte Wilhelm eine etwas unglückliche Figur, dessen Fuß sich in der Schlinge des Entertaus verfangen hatte und der nun, wie ein Uhrenpendel, am Schiff baumelte und den Spaniern ihre eigentliche Absicht zu vermitteln ersuchte. Doch die Iberer ließen sich auf dieses angebliche Manöver nicht ein und versuchten nun ihrerseits wieder auf ihr Schiff zu gelangen, wobei sie verkannten, dass die Deutschen bereits beidrehten und somit ein Spanier nach dem anderen die Reling verfehlte, stattdessen klatschten diese, wie die Fliegen, gegen den beschädigten Rumpf.

Nachdem man die Schäden notdürftig geflickt hatte, wenigstens einen erfahrenen Zimmer-mann hatte man an Bord, der sich für Jesus von Nazareth hielt, segelte man weiter den in Richtung Süden, oder was man dafür hielt.

Mit der Zeit wurden die Vorräte immer knapper, die Stimmung gedrückter und das Klima, seltsamerweise, kälter. Immer länger dauerte die Fahrt und langsam bekam man erste Zweifel an der Richtigkeit des Kurses, welchen der erste Steuermann eingeschlagen hatte.

„Ich sehe Land!“, schrie eines eisigen Morgens der Mann im Krähennest. „Da ist aber ziemlich viel Eis und SCHNEEGESTÖBER und die einzigen DÜNEN sind Eis- und keine Sanddünen, ich glaube wir sind irgendwo falsch abgebogen!“, äußerte Kapitän Kaiser mit leichtem Zweifel.  „Und die Einheimischen sehen auch ganz anders aus!“, ergänzte sein erster Maat. „Das sind keine Neger, das sind kleinwüchsige, verkleidete Weiße mit Fracks.“ „Du Hornochse, das sind Pinguine!“, brüllte der Smutje. „Das bedeutet, dass wir hier nicht in Afrika sind?“, fragte der Kapitän resignierend. „Nein, das ist höchstwahrscheinlich die Antarktis, wir sind an Afrika vorbeigesegelt.“ „Diese sogenannte Antarktis ist auf meine n Karten gar nicht drauf!“, schrie der Navigator erregt. „Von wann sind die Karten?“ „1770, warum?“ Der etwas erfahrenere Teil der Mannschaft verlor langsam die Nerven. „Da war dieses Gebiet auch noch nicht entdeckt!“

Der Kapitän wandte sich, abseits der kartographischen Debatte, eher pragmatischeren Themen zu. „Kann man diese Pinguine wenigsten essen? Sehen aus wie unförmige Hühner.“

Flink machten sich einige der Mannschaft auf die Socken und versuchten ein paar Pinguine zu fangen, was erstaunlich leicht klappte, denn die wütenden Vögel attackierten mit Vorliebe einen der Männer, welcher exakt das gleiche Parfüm auftrug wie Wilhelms Cousin.

Wenig später stieß man wieder in See, diesmal mit dem Ziel Afrika und beladen mit einem ordentlichen Vorrat an Pinguinfleisch, welches jedoch niemandem schmeckte.

Ein paar Wochen vergingen, als man neuerlich Land sichtete, diesmal jedoch von spanisch sprechenden Herrschaften empfangen wurde.

„Willkommen in La Plata!“, jubelten ihnen die Männer zu. „La Plata!“, schrie der Navigator entsetzt. „Verflucht, wir sind in Argentinien gelandet!“ „Egal, ich werde bestimmt nicht noch einmal irgendwo hinsegeln, wer weiß wo wir dann rauskommen, vielleicht in China!“, schrie Kaiser und sprang von Bord.

Und so verblieben die tapferen deutschen Abenteurer in Lateinamerika und wurden dadurch berühmt, dass sie die ersten waren, welche Rezepte zur Zubereitung von Pinguinen in die bekannte Welt brachten und lediglich mit 2 Stopps von Hamburg nach La Plata gelangt waren, was einige Kreuzfahrlinien einige Jahrzehnte später fast in ihre Kataloge aufgenommen hätten.

Logiert von der argentinischen Regierung erhielten die Wagemutigen ordentliche Pensionen und heirateten wohlhabende Töchter nicht minder wohlhabender Rinderzüchter.

So nahm das Abenteuer, welches eigentlich mit dem ersten Suizid in der deutschen Eisenbahngeschichte beginnen sollte doch noch ein glückliches Ende.  

http://www.mscdn.de/ms/karten/beschreibung_69068-0.png
http://www.mscdn.de/ms/karten/beschreibung_69068-1.png
http://www.mscdn.de/ms/karten/v_667159.png
http://www.mscdn.de/ms/karten/v_667160.png
http://www.mscdn.de/ms/karten/v_667161.png
http://www.mscdn.de/ms/karten/v_667162.png
http://www.mscdn.de/ms/karten/v_667163.png
http://www.mscdn.de/ms/karten/v_667164.png
http://www.mscdn.de/ms/karten/v_667165.png
http://www.mscdn.de/ms/karten/v_667166.png
http://www.mscdn.de/ms/karten/v_667167.png
http://www.mscdn.de/ms/karten/v_667168.png
http://www.mscdn.de/ms/karten/v_667169.png
http://www.mscdn.de/ms/karten/v_667170.png
http://www.mscdn.de/ms/karten/v_667171.png
http://www.mscdn.de/ms/karten/v_667172.png
0

Hörbuch

Über den Autor

RogerWright
Die Pflicht des Menschen ist seine stetige Vervollkommnung. Ich versuche dies jeden Tag ein klein bisschen, zumindest wenn es durch Bücher geschieht.

Leser-Statistik
57

Leser
Quelle
Veröffentlicht am

Kommentare
Kommentar schreiben

Senden
PhanThomas Re: Re: Durchweg amüsant ... -
Zitat: (Original von RogerWright am 31.03.2012 - 20:13 Uhr)
Zitat: (Original von PhanThomas am 31.03.2012 - 20:06 Uhr) ... zu lesen. Beachtlich, was du aus den vorgegebenen Wörtern gezaubert hast. :-) Sieht man mal von einer kleinen Logiklücke ab (Die Seefahrer hätten die minus achtzig Grad in der Antarktis ja eigentlich schon früher spüren müssen. *hust*), ist deine Geschichte sehr rund geworden. Und witzig obendrein. Hat mir sehr gefallen.

Viele Grüße
Thomas


Oh, habe ich gar nicht beachtet, sind eben kernige Herren, die halten das durch...
Schön, dass es dir gefallen hat!

Die scheinen eh ein dickes Fell zu haben, wenn sie die armen Pinguine zu Filets verarbeiten. ;-)
Vor langer Zeit - Antworten
RogerWright Re: Durchweg amüsant ... -
Zitat: (Original von PhanThomas am 31.03.2012 - 20:06 Uhr) ... zu lesen. Beachtlich, was du aus den vorgegebenen Wörtern gezaubert hast. :-) Sieht man mal von einer kleinen Logiklücke ab (Die Seefahrer hätten die minus achtzig Grad in der Antarktis ja eigentlich schon früher spüren müssen. *hust*), ist deine Geschichte sehr rund geworden. Und witzig obendrein. Hat mir sehr gefallen.

Viele Grüße
Thomas


Oh, habe ich gar nicht beachtet, sind eben kernige Herren, die halten das durch...
Schön, dass es dir gefallen hat!
Vor langer Zeit - Antworten
PhanThomas Durchweg amüsant ... - ... zu lesen. Beachtlich, was du aus den vorgegebenen Wörtern gezaubert hast. :-) Sieht man mal von einer kleinen Logiklücke ab (Die Seefahrer hätten die minus achtzig Grad in der Antarktis ja eigentlich schon früher spüren müssen. *hust*), ist deine Geschichte sehr rund geworden. Und witzig obendrein. Hat mir sehr gefallen.

Viele Grüße
Thomas
Vor langer Zeit - Antworten
RogerWright Re: Re: Re: So machen Abenteuer Spaß!!! -
Zitat: (Original von Fianna am 25.03.2012 - 14:07 Uhr)
Zitat: (Original von RogerWright am 24.03.2012 - 21:02 Uhr)
Zitat: (Original von Fianna am 24.03.2012 - 18:35 Uhr) Deine Art zu schreiben ist wirklich unterhaltsam und der Charakter, den du geschaffen hast, ist wohl ein Held wider Willen.
Diese Geschichte ist wirklich gut geworden (liegt sicher nicht nur an den Pinguinen :-)
Allerdings bin ich ein paar Mal über seltsame Satzkonstruktionen gestolpert, was den Lesefluss ein wenig gestört hat. Vielleicht liest du ja noch einmal drüber.

Liebe Grüße
Fianna


Ich wusste, dass dich die Pinguine ansprechen würden.
Wegen der Satzkonstruktionen wäre es gut, wenn du mir solche nennen würdest, denn ich selbst überlese so etwas oder erkenne sie nicht als seltsam, das wäre ganz nett.


Das sind jetzt nicht nur Satzkonstruktionen, aber beim nochmaligen Durchlesen habe ich auch noch ein paar kleinere Fehler entdeckt.

Seite 3: ?In ihrem Garten hatten Pfauen friedlich stolziert und die Gäste mit ihren seltsamen Balzgesängen verschreckt? (besser: waren Pfauen friedlich umher stolziert und hatten die Gäste?) Seite 5: ?Das dabei nicht viel herum kam?? (eher: Dass dabei nicht viel herauskam ??

Seite 6: ?Mit einem unerwarteten Wortschwall belegte sie Wilhelm, der sehnsüchtig dem vorbeibrausenden Zug hinterher.? (hinterher sah) Seite7: ?Sehnlichst wünschte sich Kaiser ein Spinnrad, an dem sich die schnatternde Ente doch bitte stechen sollte und dann in einen hundertjährigen Schlaf fallen sollte.? (Ich würde das erste SOLLTE weglassen) ?Sie scheinen mir dafür der Richtige? (Sollte eher heißen: ?Sie scheinen mir dafür der Richtige zu sein.? Wenn du der Frau aber absichtlich diese Worte so in den Mund gelegt hast, ignoriere diese Anmerkung) ?Oder in der Ferne ein neues Leben beginnen war auch noch eine Option.? (Ich würde entweder das ODER weglassen, oder das WAR AUCH NOCH EINE OPTION. Zusammen liest es sich meiner Ansicht nach nicht richtig.) Seite 8: ?Stürme brausen, Seeungeheuer könnten uns angreifen, der Proviant ausgehen, wir einfach am Ziel vorbeisegeln (?Stürme brausen? allein, passt irgendwie nicht. Da fehlt noch etwas. Bei ?wir einfach am Ziel vorbeisegeln? würde ich noch ein -könnten auch- einfügen.) Seite 9: ??nachdem man versehentlich an der Ostküste Englands nach Norden geschippert war und in Liverpool gelandet war?? (erstes WAR könnte man weglassen) Seite 11: ??segelte man weiter den Süden.? (gen Süden oder in den Süden) "...das sind kleinwüchsige verkleidete Weise..." (Weiße) Ich hoffe, das hilft dir weiter.

PS. Bei der Stelle, an der sie die Pinguine zum ersten Mal sehen und für Weiße in Fracks halten, muss ich immer wieder lachen :-) Liebe Grüße
Fianna


Danke für die Arbeit nach den Fehlern zu suchen, alles verbessert!
Vor langer Zeit - Antworten
Fianna Re: Re: So machen Abenteuer Spaß!!! -
Zitat: (Original von RogerWright am 24.03.2012 - 21:02 Uhr)
Zitat: (Original von Fianna am 24.03.2012 - 18:35 Uhr) Deine Art zu schreiben ist wirklich unterhaltsam und der Charakter, den du geschaffen hast, ist wohl ein Held wider Willen.
Diese Geschichte ist wirklich gut geworden (liegt sicher nicht nur an den Pinguinen :-)
Allerdings bin ich ein paar Mal über seltsame Satzkonstruktionen gestolpert, was den Lesefluss ein wenig gestört hat. Vielleicht liest du ja noch einmal drüber.

Liebe Grüße
Fianna


Ich wusste, dass dich die Pinguine ansprechen würden.
Wegen der Satzkonstruktionen wäre es gut, wenn du mir solche nennen würdest, denn ich selbst überlese so etwas oder erkenne sie nicht als seltsam, das wäre ganz nett.


Das sind jetzt nicht nur Satzkonstruktionen, aber beim nochmaligen Durchlesen habe ich auch noch ein paar kleinere Fehler entdeckt.

Seite 3: ?In ihrem Garten hatten Pfauen friedlich stolziert und die Gäste mit ihren seltsamen Balzgesängen verschreckt? (besser: waren Pfauen friedlich umher stolziert und hatten die Gäste?)

Seite 5: ?Das dabei nicht viel herum kam?? (eher: Dass dabei nicht viel herauskam ??

Seite 6: ?Mit einem unerwarteten Wortschwall belegte sie Wilhelm, der sehnsüchtig dem vorbeibrausenden Zug hinterher.? (hinterher sah)

Seite7: ?Sehnlichst wünschte sich Kaiser ein Spinnrad, an dem sich die schnatternde Ente doch bitte stechen sollte und dann in einen hundertjährigen Schlaf fallen sollte.? (Ich würde das erste SOLLTE weglassen)

?Sie scheinen mir dafür der Richtige? (Sollte eher heißen: ?Sie scheinen mir dafür der Richtige zu sein.? Wenn du der Frau aber absichtlich diese Worte so in den Mund gelegt hast, ignoriere diese Anmerkung)

?Oder in der Ferne ein neues Leben beginnen war auch noch eine Option.? (Ich würde entweder das ODER weglassen, oder das WAR AUCH NOCH EINE OPTION. Zusammen liest es sich meiner Ansicht nach nicht richtig.)

Seite 8: ?Stürme brausen, Seeungeheuer könnten uns angreifen, der Proviant ausgehen, wir einfach am Ziel vorbeisegeln (?Stürme brausen? allein, passt irgendwie nicht. Da fehlt noch etwas. Bei ?wir einfach am Ziel vorbeisegeln? würde ich noch ein -könnten auch- einfügen.)

Seite 9: ??nachdem man versehentlich an der Ostküste Englands nach Norden geschippert war und in Liverpool gelandet war?? (erstes WAR könnte man weglassen)

Seite 11: ??segelte man weiter den Süden.? (gen Süden oder in den Süden)

"...das sind kleinwüchsige verkleidete Weise..." (Weiße)

Ich hoffe, das hilft dir weiter.

PS. Bei der Stelle, an der sie die Pinguine zum ersten Mal sehen und für Weiße in Fracks halten, muss ich immer wieder lachen :-)

Liebe Grüße
Fianna
Vor langer Zeit - Antworten
RogerWright Re: -
Zitat: (Original von Marloh am 24.03.2012 - 21:10 Uhr) Du könntest ja unter dem Vorwand "Captain Wilhelm" überlegt es sich noch mal anders.... die Fortsetzungssegelung starten.....


Ja, wenn er es mit seiner Rindszüchtertochter nicht mehr aushält. Die Idee ist im Hinterkopf vermerkt, bleibt aber erst mal in der Schwebe, warte ja erst mal ab was die Anderen so schreiben.
Vor langer Zeit - Antworten
RogerWright Re: -
Zitat: (Original von Marloh am 24.03.2012 - 19:19 Uhr) Ich bin gerne mitgesegelt, wenngleich der Umweg in die Beatles-Heimat nicht hätte sein brauchen und auch die Missverständnisse in Folge der Kollision und Kanonisierung der Spanischen Flotte brenzligst waren.
China und die Mandschurei meinetwegen, man hätte den Mannschaftshelden Wilhelm Kaiser ja an den Hauptmast fesseln können, damit er sein Muffensausen vor einem erneuten In-See-stechen überwindet....

Liebe Grüße
ins RogerWright Lesekabinett
von
MarLoh


"With Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band we hope you had enjoyed the show..."
Den guten Wilhelm in weitere Abenteuer zu stürzen war nicht mein Plan, da ich dachte, ich würde sonst die Seitenzahl sprengen, aber es freut mich, wenn sogar der Drang nach mehr antstanden ist.

Viele Grüße aus meinem verqueren Kopf,
Jan
Vor langer Zeit - Antworten
RogerWright Re: So machen Abenteuer Spaß!!! -
Zitat: (Original von Fianna am 24.03.2012 - 18:35 Uhr) Deine Art zu schreiben ist wirklich unterhaltsam und der Charakter, den du geschaffen hast, ist wohl ein Held wider Willen.
Diese Geschichte ist wirklich gut geworden (liegt sicher nicht nur an den Pinguinen :-)
Allerdings bin ich ein paar Mal über seltsame Satzkonstruktionen gestolpert, was den Lesefluss ein wenig gestört hat. Vielleicht liest du ja noch einmal drüber.

Liebe Grüße
Fianna


Ich wusste, dass dich die Pinguine ansprechen würden.
Wegen der Satzkonstruktionen wäre es gut, wenn du mir solche nennen würdest, denn ich selbst überlese so etwas oder erkenne sie nicht als seltsam, das wäre ganz nett.
Vor langer Zeit - Antworten
Zeige mehr Kommentare
10
12
0
Senden

69068
Impressum / Nutzungsbedingungen / Datenschutzerklärung