Romane & Erzählungen
Zauberlichtfee - Begegnung mit dem Zauberlicht

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"Zauberlichtfee - Begegnung mit dem Zauberlicht"
Veröffentlicht am 22. März 2012, 24 Seiten
Kategorie Romane & Erzählungen
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Je älter ich werde, umso weniger gibt es über mich zu sagen :-)
Zauberlichtfee - Begegnung mit dem Zauberlicht

Zauberlichtfee - Begegnung mit dem Zauberlicht

Beschreibung

Dies ist die Zusammenfassung. Viel Freude beim Lesen!

Die Zauberlichtfee

 

Der Garten der Zauberlichtfee lag auf der sonnigen Seite der Traumwelt. Wunderschöne Blumen und bizarre Gräser wuchsen hier. Auf den Bäumen hing Obst in allen Farben. Feengleiche Schmetterlinge flatterten durch die Luft. Ein silbrig strahlendes Licht lies alles traumhaft schön und farbenprächtig erscheinen.

Die Zauberlichtfee schwebte durch ihren paradiesischen Garten. Streichelte hier eine der zauberhaften Blüten, berührte dort die Spitze eines der Gräser. Die Blüte bedankte sich mit ihrer Schönheit, der Grashalm mit einem freundlichen Winken. Sie liebte ihren Garten und alles was hier wuchs und lebte.

Um die Mittagszeit war ihr nach einem kleinen Schlummer. Sie machte es sich im Moos unter dem Kirschbaum bequem. Müde schloss sie die Augen. Ein süßer, entspannter Laut kam über ihre Lippen.

Als wäre dies ein Lockruf gewesen, scharten sich nun alle Tiere ihres Gartens um sie, um ihre Ruhe zu beschützen und über ihren Schlaf zu wachen. Die Vögel, die  ihre Lebensfreude durch lautes Zwischern zum Ausdruck brachten wurden still.  Selbst die ständig emsig arbeitenden Ameisen, gesellten sich zusammen und unterbrachen ihre Arbeit, aus Liebe zu der Zauberlichtfee. Es sollte nicht das kleinste Geräusch den erholsamen Schlaf der Fee stören.

So brachten alle Lebewesen des Feengartens der Fee Respekt, Achtung und Liebe entgegen. In gleichem Maße wie es auch ihnen Gute kam.

Die Fee wusste darum. In dieser Geborgenheit fiel sie in einen tiefen Schlaf.

Sie schlief  tief und fest, und wusste nie um ihre Träume, obwohl ihr bewusst war, dass auch sie ihre Träume hatte.

Immer tiefer sank sie in den Schlaf und wusste nichts mehr von den Tieren, ihrem Garten, nichts mehr von sich selbst. Eine Tür in eine andere Bewusstseinswelt öffnete sich und sie trat in eine andere Welt. Einen glückseliger Seufzer vernahmen ihre Traumhüter. Neugierig schauten sie ihre Geliebte an, denn sie waren Stille gewohnt wenn die Fee schlief, gleich einer Toten. Der Schlaf der Fee war üblicherweise verbunden mitvollkommene Ruhe. Die Aufmerksamkeit der Tiere begleitete die Töne und Laute der schlafenden Fee.

Die Fee träumte von einem wundervollen Licht, das sie umhüllte, das sie streichelnd liebte, sie wärmte und ihr ein unvorstellbares Wohlgefühl schenkte. Grenzenloses Vertrauen erlaubte dem Licht sie zu umhüllen und zu durchdringen. Es tat ihr so unbeschreiblich gut. Sie badete förmlich in diesem Licht.

„Du wunderbares Licht, woher kommst Du?“

„Willst Du das wirklich wissen?“, fragte das Licht.

Die Fee bejahte diese Frage voller innerer Ãœberzeugung.

„Dann folge mir!“

„Ja, ich folge Dir, wo immer Du mich hinführen magst.“

Das Zauberlicht bewegte sich spiralförmig vor ihr. Sie sah Farben und Lichtstrahlen in ungekannter Intensität. Sie fühlte jede Farbe und jeden Lichtstrahl, es gab keine Worte für das was sie fühlte.

„Deine Heimat muss einmalig sein! Ich will Dir folgen.“

In ihrer Vorstellung erschien ein nicht definierbares, gigantisches Ziel. Die Gewissheit von Geborgenheit und unendliches Vertrauen erfüllte sie. Und so folgte sie dem Licht.

Sie sah nur dieses Licht. Alles andere war Nebel. Unwissend, doch voller Vertrauen ging sie den Weg weiter, den das Licht vorgab. Sie bemerkte, dass mit jedem Schritt den sie tat die Schwere wich und immer mehr Leichtigkeit fühlbar wurde. Das Gehen wurde zu einem Schweben. Dieses Schweben löste sich auf, sie war nur noch ein Hauch. Auch dieser Hauch löste sich auf. Sie war ein kaum beschreibbares Etwas geworden, das nur ein Ziel hatte, dem Licht zu folgen, sich ihm ganz hinzugeben. Alles andere hatte keinerlei Bedeutung mehr. Ohne zu wissen, wer sie jetzt war und wohin sie gehen würde glitt sie weiter in das Unbekannte. Willenlos, unwissend, erfüllt von totaler Hingabe und grenzenlosem Vertrauen. Begleitet von einem nie erfahrenen Wohlgefühl. Unterwegs zur Heimat des Lichtes, begegneten ihr Bilder, Gerüche, Empfindungen, Farben. Wesenheiten, die sie in Erstaunen versetzten, sah sie. Ohne das Vertrauen in dieses zauberhafte Licht wäre manch einer der Anblicke Grund für Angst oder Verzweiflung und es wäre ihr nicht möglich gewesen die Reise fortzusetzen. Begleitet von diesem Licht ging die Reise vertrauensvoll weiter und sie ließ alle Eindrücke beobachtend an sich vorüberziehen.

Sie fragte das Licht, warum sie all dies sehen müsse. „Muss das sein?“

Die Antwort des Lichtes war: „Weil es da ist. Könntest Du all das dies nicht tragen, wäre es Dir nicht möglich meinen Ursprung kennenzulernen. Die Fee nahm die Antwort auf, verstand jedoch nicht. Ihr Vertrauen war so felsenfest, dass es auch Unwissenheit nicht erschütterte. Es ging nicht um Verstehen, es ging darum dem Licht zu folgen. Und so bewegte sie sich dem Licht folgend beständig weiter.

Schimmernd blau, lila, rot, silber, gold, orange tat sich vor ihnen ein Meer auf. Das Licht legte sich gleich einem Teppich auf den schwarzen Strand. Die Zauberlichfee nahm wahr wie sie von einem Hauch zum Schweben, vom Schweben wieder in die Schwere ihres leichten Körpers zurückkehrte und sich sanft auf den Lichtteppich legte.

„ Ja, kleine Fee lege dich auf mich. Ich trage dich. Ruhe dich aus für die weitere Reise.“ Hörte Fee die zärtlich, liebenden Worte des Lichtes.

Sie ließ sich in die Geborgenheit des Lichtes fallen. All ihre Müdigkeit und Schwere lösten sich auf, als würden sie ihr einfach weg genommen.

„Bist Du es, das mich so erfrischt, mich so leicht sein lässt?“

„ Es ist Dein Vertrauen in mich“, lächelte das Licht.

Unverständnis blitze durch ihre Gedanken, sie beschloss jedoch die Antwort des Lichtes einfach so hinzunehmen. In die Stille sprach das Licht: „ Wir müssen diesen Ozean überqueren.“

Die Fee schaute sich um. „ Du wunderbares Licht, ich will Dir folgen, doch sehe ich kein Boot, kein Schiff, mit dem wir diesen riesigen Ozean überqueren könnten.“

Die prompte Antwort des Lichtes: „ Du bist Dein eigenes Schiff.“

„Ich bin mein eigenes Schiff?“ Fast zaghaft kam diese Frage über die Lippen der Fee.

„Ja, das bist Du! Gehe nun und überquere das Wasser!“

Das erste Mal, seit Beginn dieser Lichtreise,  fühlte die Fee Zweifel.

„ Du wundervollstes Licht, ich kann zwar schwimmen, aber reicht meine Kraft aus die Weite dieses Meeres zu überwinden? Schaffe ich es an einem anderen Ufer anzukommen?“

„Du hast die Freiheit unsere gemeinsame Reise jederzeit zu beenden. So stelle ich Dir erneut die Frage, möchtest Du meine Heimat kennenlernen oder soll ich Dich zurück begleiten? Beides ist möglich und beides ist richtig. Du entscheidest.“

Eine Entscheidung steht an, wurde der Fee bewusst.

„ Geliebtes Licht, das erste mal seit langem weiß ich nicht, was ich will. Ich habe einen wunderschönen Garten. Alle meine Pflanzen, meine Tiere liebe ich und sie lieben mich. Du mein Licht gabst mir ein Wohlgefühl, das dies alles übertrifft. Ja, ich kann gar nicht anders als dir in deine Heimat zu folgen. Bitte führe mich weiter.“

„Gut, so sei es!“

War die Antwort des Lichtes und was erstaunlich war, es strahlte noch mehr.

„Komm geliebte Fee, machen wir uns auf den Weg.“

Die Fee erhob sich und folgte dem spiralförmig sich bewegenden Licht in die Wellen. Das Licht vor sich, begann sie zu schwimmen, sobald ihre Füße den Kontakt mit dem Grund verloren hatten. So schwamm sie und schwamm dem Licht folgend. Jedes Zeitempfinden verlor sich. Sie hatte keine Ahnung wie lange sie sich schon schwimmend im Wasser bewegte. Die körperlichen Kräfte fühlte sie schwinden, schwamm dennoch weiter.

„Geliebtes Licht! Ich werde Dir nicht weiter folgen können, so sehr ich auch will. Meine Kraft verlässt mich.“

„Wer sagt, dass Du Kraft haben musst?“

„ Zum Schwimmen brauche ich die Kraft meines Körpers. Wie sonst sollte ich diesen Ozean überqueren können?“

„Ich sagte Dir doch, Du bist Dein eigenes Schiff!“

Das Licht strahlte die Fee an und fragte: „ Liebe Fee, was macht ein Schiff?“

Die Fee ärgerte sich über diese Frage.

Unerbittlich wiederholte das Licht die Frage:“Liebe Fee, was macht ein Schiff? Beantworte bitte meine Frage“, bat das Licht mit unendlicher Geduld.

„Das Schiff schwimmt auf dem Wasser, aber ich kann nicht mehr schwimmen!“

„Muss ein Schiff um auf dem Wasser zu schwimmen Schwimmbewegungen machen?“

„Nein!“ rief die Fee. „Es kommt allerdings ohne Kraftaufwendung auch nicht da an, wo es ankommen möchte.“

„Vergiss Dein Ziel“, bat das Licht.

Die Fee beendete ihr Tun. Sie legte sich auf den Rücken, übergab ihren Körper den Wellen des Meeres, lies alles Wollen los. Im Bewusstsein, dass unzählige Wasserhände sie tragen lag sie schwerelos auf dem Wasser. Erfüllt von erneutem Vertrauen erfuhr sie das liebende Getragensein. Sie war glücklich. Ihr Körper war eins geworden mit dem Wasser. Die Bewegungen des Wassers, die Wellen, waren die Bewegungen ihres Körpers. Mit geschlossenen Augen sah sie die Lichtreflexe und Linien des Wassers. Ihr Körper nahm die Temperatur des Wassers an. Momente der Einheit. Augenblicke bewussten Erlebens. Glücksgefühl, Geborgenheit, Liebe.

Völlige Einheit mit dem Augenblick, mit dem was ist.

Sie ließ sich fallen und wurde leicht. „Für alles ist gesorgt“, dachte sie. „Auch dafür, dass der, der nicht mehr kann, getragen wird.“ Das Licht schwebte über ihr und zog sie, wie mit einer unsichtbaren Schnur über das Wasser.

Zauberlichtfee wusste sich geborgen, ruhte sich aus und fragte sich: „Wohin treibt das Schiff das ich bin?“

Kurze Momente öffnete sie die Augen, sah über sich das Zauberlicht, sie lächelte, schloss wieder die Augen und wusste, es ist alles gut. Fragen tauchten auf: „Was ist Zeit? Ich weiß nichts von Zeit, bin einfach da, lasse geschehen, fühle mich wohl. In den Fluss ihrer Gedanken flüsterte das Licht: „Kleine Fee, mache Dich bereit für unsere Ankunft.“

„Ankunft?“

„Ja!“ Das Licht antwortete mit einem warmen Strahlen.

„Gut! Ich bin bereit anzukommen.“ An ihrem Rücken fühlte sie ein Streicheln, drehte sich um und erblickte unter sich Farne, die glitzerten wie Sterne in einer klaren Nacht. Ein Glitzern vergleichbar mit dem Funkeln unzähliger Diamanten. Wie hell hier alles war, strahlend, leuchtend, ohne zu blenden. Sie sah suchend nach oben zum Licht und wusste sich nahe der Heimat dieses Zauberlichtes.

„Mache dich bereit die Leichtigkeit zu verlassen, trage deinen Körper ans Ufer“, wies das Licht sie an. Die Lichtfee ließ sanft ihre Beine sinken, bis ihre Füße den Grund berührten. Auf Glitzerfarnen bewegte sie sich behutsam aus dem liebenden Ozean.

Ein bisschen wehmütig, denn sie hatte ihn liebgewonnen. „Danke, du Leichtigkeit schenkendes Element, danke!“ Erstaunt lauschte sie der Antwort:“ Ich werde es immer sein.“

Hatte tatsächlich dieses unendliche Meer zu ihr gesprochen? Ein wohliger Schauer durchzog ihren Körper. Ein paar wenige Schritte und sie stand auf dem silberglänzenden Sand des Strands. Nun fühlte sie sich unendlich schwer. Sie sah zum Boden und sagte zu dem Grund auf dem sie stand: „Ich weiß nun, ich bin wie du.“ Der Grund öffnete sich und ließ sie eingehen in sich. „Einssein mit allem“, mit der Leichtigkeit, wie mit der Schwere“, huschte als Erkenntnis durch ihre innere Welt.

Mit warmem Strahlen sprach das Licht zu ihr: „ Ja, geliebte Fee, du beginnst zu erkennen.“

„Du wundervolles Licht, ist das hier Deine Heimat“, neugierig fragte sie.

„Sei geduldig.“

„Liebes Licht, diese Schwere macht mich müde, lasse mich bitte in dir ausruhen. Augenblicklich breitete sich das Licht als Teppich vor ihr aus, auf den sich die Lichtfee dankbar legte. Ein lichtvolles Streicheln, eingehüllt in eine Lichtdecke schlummerte sie in einem sanften Fühlen. Als sie wieder die Augen öffnete war wieder Leichtigkeit in ihr, sie fühlte, dass sich etwas verwandelte.

Ja, sie veränderte ihren Seinszustand wieder in ein Schweben und vom Schweben hin zu ein Hauch.

„Wohin trägst Du mich?“

„Dahin, wohin Du willst“, war die Antwort.

Das wundervolle Licht verwandelte sich in einen strahlenden Punkt.

„Folge mir“, sprach dieser Punkt kraftvoll zu ihr. „Ich bin dein Wegweiser, Folge mir, vertraue mir. Ich bin die Kraft, die für deine Sicherheit verantwortlich ist. Ich übernehme die Verantwortung für deine Sicherheit. Wenn du mit mir bist, bist du jederzeit in Sicherheit. Nichts und niemand kann dich verletzen. Folge mir, wohin ich dich führe. Vertraue. „

„Ja, ich vertraue dir und folge dir wohin du mich auch führen magst.“

Es folgte eine unerwartete Unterrichtung des leuchtenden Punktes.

„ Ich bin  eins mit allem. Du musst nun lernen mich so zu verstehen, wie ich mich dir von nun an mitteile. Nämlich durch dich selbst.“

„Durch mich selbst?“

„Ja, denn nun möchte ich eingehen in dich. Denn ich bin du und du bist ich.“

„Du bist ich, ich bin du?“

„Ja, so ist es“, beteuerte der strahlende Punkt.

„Ich verstehe nicht“, erwiderte die verwirrte Fee.

„Du wirst verstehen.“ Die Antwort des leuchtenden Punktes erlaubte keinen Widerspruch, zu kraftvoll war sie.

„Wenn du erlaubst liebe Fee, vereine ich mich nun mit dir.“

„Du dich mit mir vereinen?“

„Ja, das ist Voraussetzung, damit du weitergehen kannst.“

„Voraussetzung um weitergehen zu können? Dafür muss ich mich mit dir vereinen?“

Der Punkt strahlte warm und liebevoll.

„Liebe Fee, nichts musst du, Du kannst es, wenn du es willst. Du hast immer die Wahl.“

„Du liebender strahlender Punkt, wie ist es , wenn du in mir bist? Dann sehe ich dich doch nicht mehr und du bist doch das Schönste was meine Augen je erblickten. Ich möchte diesen Anblick nicht verlieren!“

„Du wirst mich immer sehen können, wenn Du in dich hineinschaust“, strahlte der Punkt.

„Dich in mir sehen können....?“

„Ja, in dir liebste Fee.“

„Meine Augen sehen nach außen, nach innen habe ich keine Augen!“

„Es ist wie es ist. Meine Liebe lasse los, halte an nichts fest, vertraue auf alles was geschieht, das ist alles was ich dir sagen kann. Du bist frei und deine Entscheidung, dein Wollen oder Nichtwollen ist richtig.“

„Liebstes Strahlen in mir ist zweierlei. Einmal der Wunsch, deinen Anblick nicht zu verlieren, auf der anderen Seite der Wunsch, mit dir weiterzugehen.“

„Ich habe dir alles gesagt“, war die kurze Antwort des Punktes.

In diesem Augenblick überflutete die Fee eine Gefühlsschwall, Gefühle aller couleur überfluteten sie. Freude, Trauer, Liebe, Hass, Wut, Zorn, Gelassenheit, Ruhe, Unruhe, Unverständnis, Verständnis und und und. „Ich bin verwirrt.“

„Du wirst Klarheit finden, wenn du weißt, was du willst.“

„Ich will mit dir weitergehen“, verkündete sie ihren Entschluss.

„Nimm mich in dir auf“, sprach der Punkt.

„Ja, ich nehme dich auf, ich bin bereit.“

Das Licht und die Zauberlichtfee verschmolzen.

Sie waren eins.

Es fühlte sich an, als sei sie ein Geschenk, das in diesem Moment mit äußerster Behutsamkeit vom Geschenkpapier befreit wurde. So, als würde sie jemand mit vorsichtigen, zarten Fingern öffnen, um einen Weg zu bereiten in ihr Innerstes. In ihrem grenzenlosen Vertrauen in das Zauberlicht war  nun ihr Innerstes offen, ungeschützt, freigelegt . Angstfrei ließ sie alle diese außergewöhnlichen Gefühle und Empfindungen zu. Mit einer ihr seither ungewohnt kraftvollen und zugleich liebevollen Stimme rief sie: „Komme!“

Der strahlende Punkt näherte sich ihr mehr und mehr. Sie fühlte seine Wärme, erstrahlte in seinem Licht, fühlte alles in ihm.

„Ja, ich bin alles.

Nun bin ich dir ganz nahe, willst Du mich aufnehmen?“

„Ja, ich will!“

„Dann gehe ich nun ein in dich. Zuvor spreche ich ein letztes Mal von außen zu dir. Danach erfährst du mich ausschließlich in dir selbst.“

Mit äußerster Achtsamkeit lauschte sie, denn sie wollte sicher gehen kein Wort zu versäumen.

Die letzten Worte des strahlenden Punktes waren:

„ ICH LIEBE DICH“

Fee fühlte das Einfließen des Lichtes, fühlte das Einströmen, fühlte, wie es sich in ihr ausbreitete, sie erfüllte und sie völlig ausstrahlte. Tief berührt von diesem unbeschreiblichen Geschehen lachte und weinte sie zugleich. Eine vollkommene Klarheit, die keinerlei Fragen zuließ erfüllte sie augenblicklich.

Das Wissen, bedingungslos geliebt zu sein, einfach zu sein, ohne Wünsche , ohne Vorstellungen, grenzenlose Freiheit und ein himmlischer Frieden gleichzeitig.

Die Aufmerksamkeit ausschließlich nach innen gerichtet, fühlte sie, weinte sie, lachte sie.

Sehnsucht nach dem Licht kam plötzlich auf. „Geliebtes Licht, sprich bitte zu mir!“

Sie erhielt keine Antwort. Stille umgab sie.

„Dunkelheit und Stille ist nun um mich“, dachte sie. „Ich bin nun alleine. Was habe ich davon, dieses Licht in mir zu haben, wenn ich es nicht mehr sehen, hören, fühlen kann? Habe ich mich falsch entschieden?“

Ihre Zweifel waren nur kurz, denn sie erinnerte sich an die Worte des Lichtes: „ Wenn Du weitergehen willst, ist es Voraussetzung, dass Du mich in dir aufnimmst. Du wirst verstehen.“

Sie wollte weitergehen. Aber wohin?

Ich will gehen, also gehe ich. „Vergiss Dein Ziel“, erinnerte sie sich weiterer Worte des Lichtes.

Sie stand entschlossen auf, die Dunkelheit wandelte sich in eine Dämmerung. Traumlos war die Nacht.

Ein neuer Tag begann mit der Morgendämmerung.

Jaaaaaaaaa! Am Horizont ging eine warm leuchtende Sonne auf. „Ihr gehe ich entgegen“, beschloss sie und tat den ersten Schritt. „Ich bin auf dem Weg. Auf meinem Weg.“

Woher kamen diese Gedanken?

Ein neuer Horizont?

Neue Gedanken?

Wieviele Schritte war sie schon gegangen?

Ach, wie unwichtig das war.

Sie ging ihren Weg und wusste, dass sie genau diesen Weg gehen wollte.

Es wurde heller, die Sonne strahlte.

Es wurde wärmer.

Angenehm warm. Sie ging weiter mit der unumstößlichen Gewissheit, dass es und sie eins waren.

Wissend durch die Erfahrung der Verschmelzung mit ihm. Doch wo war dieses Gefühl, sie fühlte es nicht mehr. War das angenehme Strahlen, das Licht verschwunden im Dunkel ihres Inneren?

„Um weitergehen zu können, musst du dich mit mir vereinen.“

„Ich gehe weiter mit dir.“

„Ich habe die Voraussetzung zum Weitergehen in mir“, erkannte sie. „Es ist mir möglich die Heimat des Lichts zu finden, da ich alles dafür Notwendige in mir habe.“

Es wurde klarer in ihr und Dankbarkeit nahm den Platz der Zweifel und Wünsche ein.

„Ich bin mir des Einsseins mit dem Licht bewusst, doch fühle ich mich allein, fühle Einsamkeit.“

Sie hörte die hilfreichen Worte in sich: „Weil ich meine Aufmerksamkeit nach außen lenke.“

„Von nun an erfährst du mich in dir“, erinnerte sie sich der Worte des Punktes.

„Ich sollte meinen Blick in mich selbst lenken.“

Die Sonne stand nun hoch am Himmel und strahlte intensiv. Die Fee suchte den Schatten eines Baumes um sich auszuruhen und in sich zu schauen. Sie schloss die Augen, fühlte Ruhe und Traurigkeit. Es dauerte nicht lange und ihren geschlossenen Augen offenbarte sich eine wahrhaftige Lichtschau. Wunderschöne Lichtmuster sah sie und dieses Sehen aktivierte ein Gefühl in ihr, das sie erkennen liess, dass sie selbst das Licht ist. Sie war in der Heimat des Lichtes angekommen.

Bei sich selbst.

„Ich bin du. Wir sind eins.“

 

 

 

 

 

 

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Mitmensch
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Rattenfaenger Einzeln bereits gerne gelesen ... - ... und kommentiert, liebe Johanna*****
LG Karl-Heinz
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SaenaPJ Sei du selbst - Vertrau dir bitte stets individuell
das deine Schritte dich lenken
dir deine Erkenntnisse schenken
gebe deine Gefühle kein Duell

So wirst du Zufriedenheit in dir finden
Von der Liebe geküsst, sanft bedeckt
Weill all dein Verlangen in dir steckt
Wohlwollen umlagert dein Befinden


*Eine wundervolle Geschichte
in der sehr viel verborgen liegt
die es lohnen - gelebt zu werden*

Liebe grüße petra-josie
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