Biografien & Erinnerungen
In Love & Respect flüchtet Lukas.... - Lukas erzählt:

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"In Love & Respect flüchtet Lukas.... - Lukas erzählt:"
Veröffentlicht am 22. März 2008, 4 Seiten
Kategorie Biografien & Erinnerungen
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Über den Autor:

16. Oktober 1952 erblickte ich das Licht der Welt in sehr bescheidenen Verhältnissen. Als Nesthäkchen wurde ich von meinen zwei Schwestern, zwei Brüdern und meinen liebevollen Eltern umsorgt. In meinen Erinnerungen ist die alte Hütte noch sehr präsent. Um das elterliche Bett vor Regen und Schnee zu schützen spannte mein Vater eine Plane an die Decke. Meine Schulzeit war alles andere als glücklich. Ungerechtigkeiten konnte und kann ich nur ...
In Love & Respect flüchtet Lukas.... - Lukas erzählt:

In Love & Respect flüchtet Lukas.... - Lukas erzählt:

Einleitung

Der Gedanke an ihn liess mich nicht mehr los und darum gab ich ihm die Möglichkeit und die Sprache...

In der Geschichte Love & Respect flüchtet Lukas mitten in der Nacht...

 

Lukas erzählt:

Schlaftrunken und ganz leise erhebe ich mich aus meinen Bett. Bleibe stehen, verharre im Dunkeln und versuche das Gehörte zu verstehen.

Kein Ton, kein dumpfes Stampfen kein leises stöhnen kann ich jetzt noch hören. Die unerträgliche Stille erzeugt ein klemmen in meiner Brust. Was war geschehen? Ist mein Papa vielleicht keuchend die Treppe hoch gestiegen? Er war gestern Abend griesgrämig im Bastelraum vor dem Computer geblieben und hat uns alle mit seinem Unmut in unsere Zimmer vertrieben. Er ist schon seit einigen Tagen unzufrieden. Die Mama beschäftigt sich immer allein in einem anderen Raum.

Da - es ist wieder da, dieses seltsame Geraschel. Ein Einbrecher? Nein, das kann es nicht sein. Leise Schritte vor meiner Zimmertür, ich vergesse zu atmen, bin mucksmäuschenstill und warte.

Ein sanftes knarren, unverkennbar die Zimmertür von meiner Schwester.

Ich hole tief Luft und lautlos öffne ich ein spaltbreit meine Tür. Im Flur brennt wie immer das kleine Licht. Die Schlafzimmertür meiner Eltern steht halb offen. Werde ruhiger und zugleich mutig. Nein hier, aus dem Zimmer meiner Schwester kommt das inzwischen bekannte Geräusch. Ich bewege mich vorsichtig im Zeitlupentempo und drücke sanft mein Ohr an ihre Tür. Sie ist nur angelehnt und öffnet sich wie durch Geisterhand und ich sehe - was sehe ich?

Mein Vater mit verzerrtem Gesicht, sein Mund steht offen und er atmet schwer!

Ich kann nicht mehr denken, nicht sprechen, nicht hören und will auch nichts mehr sehen!

Ich will nur noch weg!

Ich fliege die Treppe nach unten und höre nur noch wie mein Vater meinen Namen ruft!

Hastig und in Panik drehe ich am Schlüssel der wie gewohnt innen an der Haustür steckt. Ich renne aufgeregt, barfuss und Pyjama zum Nachbarhaus. Betätige die Klingel und lasse sie gar nicht mehr los. Die Nachbarin öffnet. Meine Stimme gehorcht mir und ich höre mich sagen: „Bitte lasst mich rein, mein Papa...“ Sie nimmt mich mit in ihre Küche und sagt: „Setzt dich erst einmal und trinke ein Glas Milch, das beruhigt!“ Es klingelt noch bevor sie die Mich aus dem Kühlschrank nahm. Frau Krause geht zur Tür. Ich höre meinen Vater erneut meinen Namen rufen, ich weiß, es ist seine Stimme und dennoch ist sie fremd und ganz weit weg, kein bekannter Laut der mein Vertrauen weckt! Er will mich unter vier Augen sprechen! Ich zittere wie Espenlaub und folge seinen Anweisungen ins leere Gästezimmer. Frierend stehe ich vor meinem eigenen Vater und habe unbeschreibliche Angst. Plötzlich hat er eine Pistole in der Hand und Peng, ich sinke zu Boden.

Ein Engel streichelt weinend mein Haar und flüstert es wird alles wieder gut!

 

Erna Müller-Rytz

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Hörbuch

Über den Autor

Coeur
16. Oktober 1952 erblickte ich das Licht der Welt in sehr bescheidenen Verhältnissen.
Als Nesthäkchen wurde ich von meinen zwei Schwestern, zwei Brüdern und meinen liebevollen Eltern umsorgt.
In meinen Erinnerungen ist die alte Hütte noch sehr präsent. Um das elterliche Bett vor Regen und Schnee zu schützen spannte mein Vater eine Plane an die Decke. Meine Schulzeit war alles andere als glücklich. Ungerechtigkeiten konnte und kann ich nur schwer ertragen und davon gab es in der Schule und außerhalb mannigfach.
Frauen brauchen keine Bildung, dieser Meinung war damals mein Vater obwohl meine Mutter einem 100% Job nachging.
1970 ziehe ich für einige Zeit zu meiner damals geschiedenen Schwester Irene und in diesem Jahr lernte ich meinen ersten Mann kennen.
1971 wurde unser gemeinsamer Sohn geboren.
Am 26. November 1974 erhängte sich meine Schwester Irene in ihrer Wohnung, am Schlafzimmerfenster. 13 Tage vor ihrem 29. Geburtstag! Mein verzweifelter Versuch eine Logik in den chaotischen Tod von Irene zu bringen, scheiterte. Entsetzen, Wut, Schuld, Enttäuschung und auch Angst der Verantwortung nicht gerecht zu werden.
Plötzlich war ich mit meinen 22 Lenzen die Ersatzmutter vom damals 10-jährigen Jungen, natürlich nicht ohne die Unterstützung meines ehemaligen Mannes, er war in all den schwierigen Zeiten mein fröhlicher und treuer Begleiter, auch wenn sich unsere Wege später getrennt hatten blieben wir jedoch Freunde. Abschied für immer musste ich am 18. Januar 1983 von Bruder Hans nehmen.
Im 33. Lebensjahr wählte er den Freitod. Ein Schnellzug erfasste ihn in Lenzburg.
Im gleichen Jahr starb auch mein Patenkind. Er war im zarten alter von 3 Jahren in ein Desinfektionsbad für Schafe gestürzt.
Der ohnehin schon angeschlagene Gesundheitszustand meines Vaters verschlechterte sich nach dem Todesfall von Hans zusehends, ja sogar schlagartig.
15. Juni 1984 war mein Vater gestorben. Wenigsten blieb ihm die nur ein gutes Jahr später schmerzliche Nachricht von meinem verunglückten Bruder Hugo, die ich meiner Mutter überbringen musste, erspart.
Am 5. Oktober 1985, im 39. Lebensjahr war er bei einem Tauchgang im Zugersee tödlich verunglückt.
Dieser Abschied war sehr, sehr, sehr schwer, dabei hat das Jahr 1985 glücklich angefangen.
Damals lebte ich allein mit meinem Sohn der ein fröhlicher, lieber und sorgloser Teenager war, ja, sicher in der Schule hätte er durchaus mehr leisten können...
Ich war glückliche Kioskleiterin. Durch gute Leistungen sowie Umsatzsteigerungen gewann ich immer wieder traumhafte und einzigartige Motivationsferien im Ausland unter anderem im Piemont, in Florida, Norwegen, Andalusien und vieles mehr. Den Kontakt zu den unterschiedlichsten Menschen war eine Herausforderung die ich gerne annahm. In meinem Team waren Frauen und Männer mit unterschiedlichsten Berufsausbildungen sowohl Hausfrauen, Lehrerinnen, Studenten und Verkäufer auch auf meinen 20jährigen Sohn durfte ich mich eine Zeitlang verlassen. Er war eine super tolle Unterstützung für unser Team. Zu den Kunden gehörte der Designer Luigi Colani oder der bekannte Jan Tinguely ebenso wie Obdachlose und natürlich meine neue große Liebe.
Am 17. Mai 1991 starteten wir mit einem gecharterten Düsenflugzeug im Berner Flughafen Belpmoos um über den Wolken unser Jawort zu besiegeln.
Am 17. Dezember 2003 wurde ich erneut daran erinnert, dass man diese Zeit nicht für immer hat! Mein geliebter Mann erlitt einen Herzinfarkt. Dieses Mal war es glücklicherweise nur eine Warnung. 2004 und 2005 wurde mein Mann erneut am Herzen operiert und konnte so einem erneuten akuten Herzversagen vorbeugen.
Während ich diese Zeilen schreibe genieße ich ein harmonisches und glückliches Leben!



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Coeur Re: Die Geschichte... -
Zitat: (Original von evchen am 23.05.2008 - 12:17 Uhr) ...aus der Perspektive des Jungen noch einmal zu lesen ist etwas ganz besonderes und verleiht mir Gänsehaut. Es verdeutlich noch einmal eindringlich was da eigentlich geschehen ist.
Ganz, ganz Großes Lob von meiner Seite. *****
vlg evi


dieses Drama verfolgte mich längere Zeit... ich musste mich noch Mal damit beschäftigen...
Danke für dein Kompliment und ganz liebe Grüsse
Erna
Vor langer Zeit - Antworten
evchen Die Geschichte... - ...aus der Perspektive des Jungen noch einmal zu lesen ist etwas ganz besonderes und verleiht mir Gänsehaut. Es verdeutlich noch einmal eindringlich was da eigentlich geschehen ist.
Ganz, ganz Großes Lob von meiner Seite. *****
vlg evi
Vor langer Zeit - Antworten
Coeur Re: ***** -
Zitat: (Original von franziw2000 am 22.03.2008 - 18:21 Uhr) Wo is n mein Kommi hin?
Also ich hab geschrieben, ich finde die Idee, die Geschichte noch mal aus einer anderen Sicht zu schreiben super! Und das ich es gerne gelesen hab. LG Franzi


Liebe Franzi
ich kenne das, es gibt zwei Knöpfe (Knöpfe sind nicht unsere Stärke, das ist bekannt!)
einer heisst Kommentare lesen und der andere Kommentare senden und wenn du einen Kommentar senden möchtest, musst du auf senden und nicht auf lesen klicken....
Solltest du auf lesen geklickt haben, statt auf senden, war das ein Fehler und dein zuvor liebevoll verfasster Text ist leider auf nimmer Wiedersehen verloren!
Ich freue mich, dass du dich von diesen Problemen nicht abhalten lässt und mir mit viel Mühe, erneut einen Kommentar geschrieben hast.
ganz herzlichen Dank
und schöne Ostern
LG, Erna
Vor langer Zeit - Antworten
Coeur Re: In love -
Zitat: (Original von Rehmann am 22.03.2008 - 18:12 Uhr) Spannend mitreißend und Gott sei Dank keine Realität !
Saugut geschrieben, ***** !
Liebe Ostergrüße
H. Rehmann


von wegen keine Realität...
in meiner unmittelbarer Nachbarschaft passierte tatsächlich ein Familiendrama und dieses inspirierte mich zu Love & Respect
und deshalb habe ich diesen Text unter Biografien und Erinnerung gespeichert.
Solche und ähnliche Dramen ziehe ich an wie die das Licht die Motten...
also mein Tipp halte genügend Abstand.. *grins*
Danke für deinen Kommentar
LG, Erna
Vor langer Zeit - Antworten
franziw2000 ***** - Wo is n mein Kommi hin?
Also ich hab geschrieben, ich finde die Idee, die Geschichte noch mal aus einer anderen Sicht zu schreiben super! Und das ich es gerne gelesen hab. LG Franzi
Vor langer Zeit - Antworten
Rehmann In love - Spannend mitreißend und Gott sei Dank keine Realität !
Saugut geschrieben, ***** !
Liebe Ostergrüße
H. Rehmann
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