Fantasy & Horror
Patchouled - I

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"Patchouled - I"
Veröffentlicht am 02. März 2012, 10 Seiten
Kategorie Fantasy & Horror
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Patchouled - I

Patchouled - I

Beschreibung

Nach Yumas Tod erwacht sie im Himmel wieder. Der junge Engelsritter Yuu macht sie mit ihrem neuen "Leben" bekannt, und langsam freunden sie sich an, und Yumas neues Leben im Himmel beginnt. Doch schon bald ziehen dunkle Schatten auf - und die Göttin Hymna Sanctus scheint ein Geheimnis zu bergen, von der der Frieden der drei Welten abhängt...

1.

"Es ist so dunkel und kalt hier. Warum sehe ich nichts ?", murmelte ich zu mir selbst. Sonst war niemand in diesem Raum, soviel wusste ich. Aber nicht, was mit mir geschah. Nein, ich wusste es: ich war am sterben. Aber es war gut so. Was hatte ich schon noch auf dieser Welt... mein Bruder ist seit Jahren tot, meine Mutter hat mich verlassen, und mein Vater... über ihn möchte ich nicht wirklich reden. "A-autsch..." Das Blut floss mir nun auch aus Mund und Augen, vermischte sich mit meinen Tränen. Und dann war alles still. Mein Schluchzen, das Hupen der Autos draußen... verstummt. Ich sah einen Lichtstreifen am anderen Ende des Ortes an dem ich nun war. Ich ging auf ihn zu, und plötzlich bewegte sich das Licht auf mich zu und hüllte mich ein, bis ich schließlich den erlösenden Schlaf gefunden hatte...

Mit einem Ruck wachte ich wieder auf. Ich lag in einem Kreis aus Licht, in einem weißen Raum mit hohen Wänden und bunten Fenstern wie in einer Kirche. "Ich lebe...?", flüsterte ich verzweifelt. "Nein", entgegnete eine emotionslose Stimme neben mir. Erschroken drehte ich mich zu ihr, und sah einem Jungen mit langen blonden Haaren in weißen Sachen und großen prachtvollen Flügeln. Entgeistert riss ich die Augen auf. "Bin ich im Himmel ?!" "Noch", war die nüchterne Antwort. "Noch...?" "Es ist deine Entscheidung." Fragend sah ich ihn an.
"Willst du im Himmel bleiben, so sage dies, willst du jedoch wiedergeboren werden, so sage dies. Im Himmel kanns du tun was immer du möchtest, es gibt keine Regeln. Bis auf eine. Du darfst niemanden schaden. Sonst stirbt deine Seele ab und fließt in die Hölle. Deine Erinnerung an dein Leben bleibt dir erhalten. Solltest du aber wiedergeboren werden wollen, so hast du die Chance, ein gutes neues Leben zu führen, die Erinnerungen an dein altes Leben werden dabei aber gelöscht. Also ?"
Mein Herz, sollte ich überhaupt noch eines haben, schlug schneller. "Meine Entscheidung ?" Er nickte.
"Wer bist du eigentlich..." "Yuu."
"Ich bin Yuma Lily. Also Lily ist mein Nachname." "Ich weiß."
"Bist du Gott ?" Er schüttelte den Kopf. "Nur ein Engel."
"Ich... würde gerne im Himmel bleiben. Vom Leben habe ich genug. Ich will es auch nicht nocheinmal versuchen." Damit stand mein Entschluss fest. Yuus Augen wurden kleiner, und ihre blaue Farbe stach mir entgegen. Mein Haar wuchs, und meine menschliche Kleidung verschwand.  Anstelle dieser wuchsen mir zwei Flügel und ich trug... nichts. "KYAA!" "Verzeihung." Mit einer Handbewegung erschien ein Kleid an meinem Körper. Es war schneeweiß und weit geschnitten.  "Dies tragen die weiblichen Engel anfangs. Du kannst dir später etwas neues besorgen. Ich führe dich nun zu deinem Haus." Und damit wandte er sich ab und ging aus der Kirch hinaus. "Wa-warte !", rief ich und versuchte ihm hinterherzurennen, doch meine Beine waren noch schwach, und ich fiel hin. Dumpf hallte der Aufprall in der riesigen Halle wider.
Yuu wandte sich mir zur Hälfte zu und meinte kühl: "Du bist kein Kleinkind. Du solltest laufen können."
Diese abweisenden Wörter trieben mit Tränen in die Augen. Im Himmel also auch ! Hier war ich auch nur jemand, den keiner wollte... "Steh schon auf." Als ich den Kopf hob, stand Yuu vor mir und hielt mir die Hand hin. "Und weine nicht."
Ich griff seine Hand und er half mir hoch. Mit dem Handrücken wischte ich mir kurz über die Augen, bis ich mir sicher war, dass die Tränen weg waren. "Ich bin ein wenig schwach...", murmelte ich mit gesenktem Kopf. "Stüz dich an mir", sagte er nur.
Er verwirrte mich. In seiner Stimme waren keinerlei Emotionen, und sein Gesicht blieb ausdruckslos. "Warum bist du so... seltsam ?", fragte ich schüchtern.
"Ich bin ein Krieger. Und habe schon viel Schlimmes erlebt. Die Menschen sind schrecklich... die Göttlichen können es allerdings auch sein. Es gab Zeiten, da herrschte nur Krieg zwischen den Welten. Himmel - Erde - Hölle. Es gibt vieles was du noch wissen musst. Doch dies werde ich dir später erklären."
Er ging weiter und ich stolperte ihm hinterher. Nach ein paar Metern wäre ich fast wieder hingefallen, doch er fing mich auf und hielt meine Hand fest. Ich sagte nichts, wurde aber rot. Selbst im Tod noch so viel Tollpatschigkeit... 
Als wir aus dem Saal traten - welcher sich als eine Kirchenhalle entpuppte - hatte ich eine Welt voller grüner Felder und Blumen, Häuser aus Gold und Silber und Edelsteinen erwartet. Geflügelte Wesen, die Lieder sangen, und sich gegenseitig Blumen ins Haar steckten. Doch die Wirklichkeit sah anders aus.
In wirklichkeit sah der Himmel nicht viel anders aus als die Erde.
Kleine Gebäude säumten einen gepflasterten Weg, mit vereinzelten Bäumen, an denen jeweils ein Mülleimer hing. Die Häuser waren nicht die modernsten; sie hatten rote Dächer und waren aus Ziegelsteinen gebaut, mit Fensterläden und weißen Türen. Sie waren ausserdem nicht sehr groß, doch jeder lebte hier allein, erklärte mir Yuu. Da brauchte man nicht viel Platz.
Der Himmel war unendlich blau und es war keine Wolke zu sehen. DIe Parks waren unendlich grün, und die Blumen blühten in aller Pracht. Ein breiter Fluss floß zwischen den Häusern entlang, einige waren auch auf dem Fluss gebaut.
Es gab alles, was es auch auf der Erde gibt: Supermärkte, Spielhallen, Parks, Spielplätze, und sogar... Schulen.
"Ich muss zur Schule gehen ?!", rief ich erschrocken.
"Wenn du willst. Keiner zwingt dich."
Die Regeln hier oben waren echt seltsam. Doch sie gefielen mir.
Bald waren wir an einem hohen Berg angekommen, auf dessen Spitze ein riesiges silbernes Gebäude stand, welches im Sonnenlicht schimmerte. "Wohnt dort", ich deutete auf das Gebäude, "Gott ?"
"Gott?", fragte Yuu verwundert. "Wir haben eine Göttin. Akzeptiere dies oder stirb noch einmal." Er zuckte mit den Schultern und verbeugte sich wie ein Rtter vor dem Gebäude. "Heillige Hymna Sanctus", murmelte er andächtig.
Ich war so eingeschüchtert von der Pracht des Himmels, und der Liebe, mit der Yuu Hymna Sanctus bedachte, das ich mich auch verbeugen musste.
Als die Sonne unterging, brachte Yuu mich nach hause. Zu meinem neuen zuhause. Es war eine kleine, gemütliche Hütte mit etwas schiefem Dach, doch das machte mir nichts. Sie hatte zwei Zimmer, eine Küche und ein großes helles Bad. Und die Einrichtung... es war alles da, was man sich auf der Erde wünschte, und hart für sparte. Das musste wirklich der Himmel sein.
"Gute Nacht", wünschte ich Yuu, als er vor meiner Haustür stand und gehen wollte.
"Nein, ich bleibe die Nacht noch hier. Es kann sein, dass deine Seele in der ersten Nacht im Himmel noch abstirbt."

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C3Cursed

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EagleWriter Na ja auf jeden Fall schon mal ein spannender BEginn... Bin gespannt wies weitergeht-
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