Gedichte
Wintersolidarität

0
"Wintersolidarität"
Veröffentlicht am 05. Februar 2012, 2 Seiten
Kategorie Gedichte
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Die Ahnung, das Gefühl, der Reiz eines Augenblicks sickert in mein Herz und bildet aus tränenreichen Worten einen See, der, wenn er überläuft, in Kaskaden, Verse schmiedet, die zum Verstand fließen wie ein weiser Strom und sich ins Meer ergießen. Die Hand ist sein Delta, Schreibt auf, was der Fluss von seiner Reise erzählt. (Roland Pöllnitz)
Wintersolidarität

Wintersolidarität

Wintersolidarität

Die Menschheit stammt aus Afrika,

Dort ist es tropisch heiß,

Dann ging sie nach Germania

Und traf auf blankes Eis.

 

Hier war es kalt wie nie zuvor,

Es wärmte nur ein Fell,

Man nahm die Sache mit Humor,

Das Mammut stand Modell.

 

Die großen Tiere sind längst tot,

Der Winter blieb daheim,

Der Frost pflanzt manche Kältenot

In einen armen Keim.

 

Den Mittellosen auf der Bank

Greift Eiswind untern Rock,

Nicht lang, dann ist er fieberkrank,

Von einem Kälteschock.

 

So manches kleine Vögelein

Sucht zitternd nach dem Korn,

Das Leben kann so elend sein,

Da wächst in uns der Zorn.

 

Wer mehr hat, gibt dem Armen ab,

Lädt ihn zu sich nach Haus,

Ist Solidarität nicht knapp,

Friert keine Kirchenmaus.

 

© Rajymbek 02/2012

http://www.mscdn.de/ms/karten/v_610708.png
http://www.mscdn.de/ms/karten/v_610709.png
0

Hörbuch

Über den Autor

Rajymbek
Die Ahnung, das Gefühl, der Reiz eines Augenblicks sickert in mein Herz und bildet aus tränenreichen Worten einen See, der, wenn er überläuft, in Kaskaden, Verse schmiedet, die zum Verstand fließen wie ein weiser Strom und sich ins Meer ergießen. Die Hand ist sein Delta, Schreibt auf, was der Fluss von seiner Reise erzählt. (Roland Pöllnitz)

Leser-Statistik
51

Leser
Quelle
Veröffentlicht am

Kommentare
Kommentar schreiben

Senden
Rajymbek Re: Ein schöner nachdenklicher Text! -
Zitat: (Original von Fuchs1957 am 06.02.2012 - 19:31 Uhr) Steffen


Danke Steffen, wir wissen, dass jeder einmal in Not geraten kann. Dann ist es gut, wenn sich ein anderer solidarisch zeigt.

VLG Roland
Vor langer Zeit - Antworten
Rajymbek Re: Re: Re: -
Zitat: (Original von shirley am 06.02.2012 - 05:34 Uhr)
Zitat: (Original von Rajymbek am 05.02.2012 - 19:46 Uhr)
Zitat: (Original von shirley am 05.02.2012 - 11:33 Uhr) An dieser Stelle ein 'Hoch' an alle, die sich ehrenamtlich um die kümmern, die es in diesen Tagen besonders nötig haben.


Da schließe ich mich gern an, Shirley. Und auch die, die die Frierenden und Hungernden in jeglicher Art unterstützen.

VLG Roland

Ich lebe ja auf einem Dorf. Obdachlose gibt es her nicht. aber unser Hauptmerk liegt natürlich bei den Tieren, die es in diesen Tagen auch nicht leicht haben....


Bei uns ist auch niemand Obdachlos. Aber wir geben die Teiren immer etwas ab.

VLG Roland
Vor langer Zeit - Antworten
Fuchs1957 Ein schöner nachdenklicher Text! - Steffen
Vor langer Zeit - Antworten
shirley Re: Re: -
Zitat: (Original von Rajymbek am 05.02.2012 - 19:46 Uhr)
Zitat: (Original von shirley am 05.02.2012 - 11:33 Uhr) An dieser Stelle ein 'Hoch' an alle, die sich ehrenamtlich um die kümmern, die es in diesen Tagen besonders nötig haben.


Da schließe ich mich gern an, Shirley. Und auch die, die die Frierenden und Hungernden in jeglicher Art unterstützen.

VLG Roland

Ich lebe ja auf einem Dorf. Obdachlose gibt es her nicht. aber unser Hauptmerk liegt natürlich bei den Tieren, die es in diesen Tagen auch nicht leicht haben....
Vor langer Zeit - Antworten
GerLINDE Re: Re: Wintersolidarität -
Zitat: (Original von Rajymbek am 05.02.2012 - 19:52 Uhr)
Zitat: (Original von GerLINDE am 05.02.2012 - 16:15 Uhr) Gute Strophen zum Auffordern und weiter nachdenken. Weshalb "müssen" Menschen auf der Straße leben und nicht nur Erwachsene....Woran liegt es?
Warum sterben Menschen in diesem extrem kalten Winter einsam auf der Straße? Furchtbar, grausam, unmenschlich.....

Liebe Grüße
Gerlinde


Gegenfrage: Weshalb gibt es Menschen, die Milliarden auf ihren bankkonten ansammeln, als es hungenden und frierenden Kindern zu geben? Weshalb gibt es Menschen, die Waffen produzieren, um damit andere umzubringen? - Doch nur deshalb, weil es Milliarden von Menschen gibt, die das zulassen.

VLG Roland



Wunderbare Antwort von Dir! Genauso ist es. Leider wird von uns viel zu viel zugelassen, auch der Waffenhandel. Durch Kriege wird NOT auf der Welt aufrechterhalten. Das finde ich grausam.
Wenn schlimme Dinge unterbunden werden müssen, dann kurz und "schmerzlos" und nicht jahrelang oder jahrzehnte lang, um Reichtum zu mehren.

Gerlinde

Vor langer Zeit - Antworten
Rajymbek Re: -
Zitat: (Original von NORIS am 05.02.2012 - 16:58 Uhr) Deine Worte bringen es auf den Punkt.

Lieben Grß
Heidemarie



Vielen Dank, Heidemarie. das war kurz und knackig.

VLG Roland
Vor langer Zeit - Antworten
Rajymbek Re: Wintersolidarität -
Zitat: (Original von GerLINDE am 05.02.2012 - 16:15 Uhr) Gute Strophen zum Auffordern und weiter nachdenken. Weshalb "müssen" Menschen auf der Straße leben und nicht nur Erwachsene....Woran liegt es?
Warum sterben Menschen in diesem extrem kalten Winter einsam auf der Straße? Furchtbar, grausam, unmenschlich.....

Liebe Grüße
Gerlinde


Gegenfrage: Weshalb gibt es Menschen, die Milliarden auf ihren bankkonten ansammeln, als es hungenden und frierenden Kindern zu geben? Weshalb gibt es Menschen, die Waffen produzieren, um damit andere umzubringen? - Doch nur deshalb, weil es Milliarden von Menschen gibt, die das zulassen.

VLG Roland
Vor langer Zeit - Antworten
Rajymbek Re: ****** -
Zitat: (Original von erato am 05.02.2012 - 15:07 Uhr) Nachdenkliche Zeilen, lieber Roland,
wenn man die Messlatte an sich
selbst legt.........
GhG Thomas


Ja, mein Freund, die Solidarität zwischen den Menschen ist drastisch gesunken. In unserer guten alten DDR habe ich es noch als Herzenbedürfnis kennengelernt.

Herzlichst Roland
Vor langer Zeit - Antworten
Rajymbek Re: Jep. -
Zitat: (Original von Schlauchen am 05.02.2012 - 11:38 Uhr) Recht hast du.
Schon doof, oder? Ich kenne Leute, die nehmen die Tiere aus dem Tierheim, weil sie dort alle reihenweise sterben, aber von Menschen hab ich das noch nicht gehört.
In diesem Sinne schicke ich liebe Grüße nach Ghana und Chile... ehrenamtliche Arbeit im Waisenhaus.

Liebe Grüße,
Schlau-chen



So ist es, Schlauchen, in Deutschland, steht das Tier noch über dem Menschen. Kinder sind oft unerwünscht.

VLG Roland
Vor langer Zeit - Antworten
Rajymbek Re: -
Zitat: (Original von shirley am 05.02.2012 - 11:33 Uhr) An dieser Stelle ein 'Hoch' an alle, die sich ehrenamtlich um die kümmern, die es in diesen Tagen besonders nötig haben.


Da schließe ich mich gern an, Shirley. Und auch die, die die Frierenden und Hungernden in jeglicher Art unterstützen.

VLG Roland
Vor langer Zeit - Antworten
Zeige mehr Kommentare
10
17
0
Senden

66424
Impressum / Nutzungsbedingungen / Datenschutzerklärung