Bananenwahn
Als ich einst ein Kleinkind war
In Zahlen hatt ich 3-4 Jahr
Wuchs ich in Neu Guinea auf
Nun meiner Story weiterer Verlauf
So wars, dass ich oft draussen spielte
Egal wie sich das Wetter auch verhielte
Wie ich vertieft in meine Spielerei
Merkte: das schöne Wetter war vorbei
Plötzlich goss es wie aus Kübeln
Ich suchte den Heimweg, kam ins Grübeln
Wo zuvor mein Elternhaus stand
Sah ich nur noch eine graue Wand
Diese Wolken hüllten alles ein
Ich fühlt` mich plötzlich so allein
In der Angst fing ich an zu laufen
Um nicht noch im Regen zu ersaufen
Bald wurde ich müde, liess mich nieder
Weh taten alle meine Glieder
Erschöpft und dreckig schlief ich ein
In Regen, Schlamm und Krötenschleim
Als ich wieder zu mir war gekommen
Schaut ich mich um noch ganz benommen
Im Halbdunkel sah ich eine Feuerstelle
Und nur dort war es ein Bisschen helle
Fünf braune Männer sassen dort
Sprachen jedoch kaum ein Wort
Die Wilden hatten mich gefunden
Und nahmen mich auf in ihre Runden
Durch Zufall wurde ich entdeckt
Am Boden liegend, ganz verdreckt
Da, jetzt kam einer auf mich zu
Und brachte mich aus meiner Ruh
Es handelte sich um den Schamanen
Der bracht mir einen Bund Bananen
Gierig verschlang ich diese Frucht
Sie wurde mir fast zu einer Sucht
Diese Leute schienen ziemlich nett
Zum Schlafen hatt` ich mein eignes Bett
Zu essen kriegt ich aber nur Bananen
Gefüttert durch den stämmigen Schamanen
Etwa zehn mal am Tag musst ich davon essen
Längst hatte ich die Zeit vergessen
Wie lange war ich denn schon hier
Warens wohl zwei Wochen oder vier
Plötzlich hört ich laute Stimmen
Die sangen irgend welche Hymnen
Und dort in der Ferne sah ich sie
Dieses Wiedersehen vergess ich nie
Meine Eltern hatten mich gefunden
Sie suchten wohl seit Tagen,… Stunden
Noch einmal gab mir der Schamane
In seiner grossen Güte ne Banane
Ich wollte diese nicht mehr sehen
Versuchte mich schnell umzudrehen
Da nahm mich Vater bei der Hand
Und ab ging es durch hügeliges Land
Minuten später waren wir zuhause
Ich war nun froh um eine Pause
Frisch geduscht im Bette wieder
Schloss ich meine Augenlider
Bananen mochte ich nie mehr essen
Das ist mir geblieben, unvergessen!