| Gunda Re: Re: Na ja ... - Zitat: (Original von Rehmann am 30.11.2011 - 23:49 Uhr) Zitat: (Original von Gunda am 30.11.2011 - 21:52 Uhr) ... das Problem liegt m.E. nicht beim Dichter, sondern beim Leser. Entscheidend ist doch, wie er den Text interpretiert. Und viele Leser setzen immer noch automatisch Autor und LyrIch gleich ... was ja nun mal schon gar nicht geht. Würde man alle Aussagen, die ich jemals in Gedichten gemacht habe, einander gegenüberstellen, würde man rasch feststellen, dass sich manche absolut widersprechen. Dennoch würde ich mich dann nicht als "Lügner" bezeichnen wollen. Das ist ja eben die Kunst der thematischen Vielfalt ... Lieben Gruß Gunda Ob nun das Problem, Wahrheit/Lüge finden, beim Leser oder beim Dichter liegt, ist doch letztendlich Nebensache, Tatsache ist doch, dass keiner, weder Leser noch Dichter, immer nur bei der Wahrheit bleiben. Es wird beschönigt, verherrlicht, verschlechtert, vermiest und ich bin sicher, auch gelogen. Man kann es natürlich auch so hindrehen, dass manche Gedichte, die man geschrieben hat, sich lediglich widersprechen - so umgeht man das Wort Lüge auf elegante Weise, doch damit hört die Ehrlichkeit doch schon auf. LG H. Rehmann Du hast mich missverstanden, Horst. M.E. gibt es in GEDICHTEN überhaupt nicht die Frage von Wahrheit, Lüge oder Ehrlichkeit. NATÜRLICH gibt es diese Gedichte, in denen der Autor angeblich sich selbst darstellt. Und in denen also mächtig geschönt und vielleicht auch gelogen wird. Und ebenso verhält es sich wohl mit Gedichten, die sich an jemanden richten. ABER: Letztendlich geht es doch um Lyrik! Und Lyrik ist doch nichts, das man auf den Wahrheitsgehalt seiner Aussage hin überprüfen kann! Lyrik ist Kunst. Ebenso wie Bilder Kunst sind. Und ich denke nicht, dass du das, was du beispielsweise in deinen wunderbaren Bildern (die, auf denen du Tiere oder Pflanzen so arrangierst, dass sie von Ferne betrachtet eher das Eindruck eines Gesichtes vermitteln) als Lüge bezeichnen würdest, nur weil sich nicht mit fotografischer Detailgenauigkeit die Realität widergeben? Wäre auch in beiden Fällen langweilig, dann könnte ich nämlich statt der Lyrik einfach nur Zeitung lesen und statt mir Gemälde anzuschauen, lieber auf Fotos zurückgreifen. Das alles hat nichts mit deinem Gedicht als solchem zu tun, Horst. Es ist lediglich eine Diskussion zu dem Thema, das du mit diesem Gedicht angestoßen hast :o)) Lieben Gruß Gunda |
| Rehmann Re: Na ja ... - Zitat: (Original von Gunda am 30.11.2011 - 21:52 Uhr) ... das Problem liegt m.E. nicht beim Dichter, sondern beim Leser. Entscheidend ist doch, wie er den Text interpretiert. Und viele Leser setzen immer noch automatisch Autor und LyrIch gleich ... was ja nun mal schon gar nicht geht. Würde man alle Aussagen, die ich jemals in Gedichten gemacht habe, einander gegenüberstellen, würde man rasch feststellen, dass sich manche absolut widersprechen. Dennoch würde ich mich dann nicht als "Lügner" bezeichnen wollen. Das ist ja eben die Kunst der thematischen Vielfalt ... Lieben Gruß Gunda Ob nun das Problem, Wahrheit/Lüge finden, beim Leser oder beim Dichter liegt, ist doch letztendlich Nebensache, Tatsache ist doch, dass keiner, weder Leser noch Dichter, immer nur bei der Wahrheit bleiben. Es wird beschönigt, verherrlicht, verschlechtert, vermiest und ich bin sicher, auch gelogen. Man kann es natürlich auch so hindrehen, dass manche Gedichte, die man geschrieben hat, sich lediglich widersprechen - so umgeht man das Wort Lüge auf elegante Weise, doch damit hört die Ehrlichkeit doch schon auf. LG H. Rehmann |
| Gunda Na ja ... - ... das Problem liegt m.E. nicht beim Dichter, sondern beim Leser. Entscheidend ist doch, wie er den Text interpretiert. Und viele Leser setzen immer noch automatisch Autor und LyrIch gleich ... was ja nun mal schon gar nicht geht. Würde man alle Aussagen, die ich jemals in Gedichten gemacht habe, einander gegenüberstellen, würde man rasch feststellen, dass sich manche absolut widersprechen. Dennoch würde ich mich dann nicht als "Lügner" bezeichnen wollen. Das ist ja eben die Kunst der thematischen Vielfalt ... Lieben Gruß Gunda |
| Rehmann Re: Leider stehen die Ohren - Zitat: (Original von marc50 am 30.11.2011 - 18:53 Uhr) am weitesten geöffnet, wenn die Lügen schon Blasen schlegen, die Wahrheit ist oft unbequem und wird gemieden, Das ist wie mit der Medizin, die bittere ist oft am hilfreichsten, aber die süße schmeckt besser. lieben gruß markus »schöne Worte sind nicht wahr wahre Worte sind nicht schön« Danke für die netten Worte Markus - Dein angeführtes Sprichwort ist 100 % zutreffend ! LG H. Rehmann |
| Markus Leider stehen die Ohren - am weitesten geöffnet, wenn die Lügen schon Blasen schlagen, die Wahrheit ist oft unbequem und wird gemieden, Das ist wie mit der Medizin, die bittere ist oft am hilfreichsten, aber die süße schmeckt besser. lieben gruß markus »schöne Worte sind nicht wahr wahre Worte sind nicht schön« |
| Rehmann Re: - Zitat: (Original von mukk am 30.11.2011 - 15:46 Uhr) ... passt zu den Zeilen,die ich heute ins fotum stellte "Was ist wirklich?" .... Sie sind meine Antwort. Wünsche dir schöne besinnliche und lichtvolle Adventtage und Freude in dein Herz iebe Grüße Ingrid Stimmt, passt zu Deinen Zeilen, hatten wir wohl fast den gleichen Gedankengang ! LG H. Rehmann |
| Rehmann Re: Was auch immer in dem Kopf eines Dichters vorgeht.... - Zitat: (Original von roxanneworks am 30.11.2011 - 15:01 Uhr) wird verwortet... er lässt mit seinen Worten Bilder entstehen... er erschafft Träume... er lässt Abenteuer geschehen... er setzt Gefühle frei... seine Fantasie ist der Schlüssel.... für ihn... liebe Grüße roxanne Und Fantasie kennt keine Grenzen ! LG H. Rehmann |