Fantasy & Horror
Die Bestie in uns ?!?! - Sein oder Schein

0
"Die Bestie in uns ?!?! - Sein oder Schein "
Veröffentlicht am 18. November 2011, 12 Seiten
Kategorie Fantasy & Horror
http://www.mystorys.de
Die Bestie in uns ?!?! - Sein oder Schein

Die Bestie in uns ?!?! - Sein oder Schein

Beschreibung

Ein ewigwährender Konflikt der in Träumen sichtbar zu werden scheint

Der Beginn

Es war eine dieser typischen Nächte als Halfgar sich nach der Arbeit auf den Feldern zum Ruhen niederlegte.
Von dem herannahenden Sturm gänzlich unbeeindruckt schloss er seine Augen und verschwand ins leere Reich der Träume. Er sah sich dort stehen in jüngeren Jahren an den Klippen der Küste. Seine alte Axt am Rücken geschnallt, spürte er einen heissen Hauch hinter sich, jedoch als er sich drehte vernahm er nur die Schemen einer riesigen Gestalt.

Er wandte sich erneut zu den Klippen um auf den Horizont zu blicken. Sekunden später vernahm er erneut diesen Hauch im Nacken und fühlte, dass er nicht allein war. Ein Kriegergebet auf den Lippen drehte er sich erneut und blickte in die Augen eines riesenhaften schwarzen Drachen, aber anstatt, wie er es lernte, direkt auf die Bestie loszustürmen und seine Axt in ihrem Fleische zu versenken, starrte er sie nur an und die Bestie starrte zurück. Als sie ihr Haupt niedergleiten ließ, deutete sie ihm damit an auf ihr seinen Platze einzunehmen. Er  horchte ihrem Schnauben und vernahm der Bestie Herzschlag und ging vorsichtig auf sie zu. Rasch nahm er seinen Platz auf den Schultern des Ungetümes ein. Durch einen lauten Knall erwachte Halfgar schliesslich und sah sich erschrocken um. Er rief nach seiner Frau Helga und seinen Söhnen Bjohnhir und Mjanin, doch niemand reagierte auf sein Rufen. Nach Minuten der Stille wurde es ihm wieder bewusst. Bjonhir fiel in der Schlacht am Fjord gegen die Riesen. Mjanir verstarb beim Überfall der Werwölfe. Und seine frau Helga, sie vermisste er am meisten, verstarb vor gut 8 Jahren als sie von einem wilden Keiler erfasst wurde .

Halfgar weinte leise und legte sich erneut zur Ruhe . Er betrat erneut das Reich der Träume und durchlebte die Szene erneut, wie er dort auf den Klippen gen Horizont blickend stand. Nur diesesmal vernahm er Niemanden in seiner Gegenwart und so begann er einfach den Ausblick zu geniessen und erwachte.

Das Flehen

Am nächsten Morgen begab er sich wie alltäglich zum Tempel seines kleinen Dorfes und erflehte bei den Göttern einen ertragreichen Tag. Er befragte die Runenprophetin nach seinem Traume und Sie legte die Runen für Ihn aus. Dabei deutete sie ihm seine Augen zu schliessen. Er tat es und sah wieder den Drachen vor sich, welcher vor den Klippen gleitend sich direkt auf ihn zu bewegte. Auch er wandte sich dem Drachen zu und reckte seine Hand nach ihm. Der Drache senkte erneut sein Haupt, sodass Halfgar sich wieder auf den Schultern niederlassen konnte. Beide flogen gen Horizont.

Sie überflogen riesige Felder voller gefallener Soldaten und landeten schliesslich auf einem Feld wo Halfgars Sohn Bjonhir auf ihn wartete. Als Halfgar seinen gefallenen Sohn erblickte, schossen ihm eiskalte Tränen in die Augen er umarmte ihn. Doch Bjonhir wich beiseite als würde etwas Finsteres in den Schatten des Nichts lauern. Er blickte sich um und sah wie sich die Gefallenen erneut erhoben und ihre Waffen zückten als  würden Sie auf eine Bedrohung gefasst sein. Er spürte wie sein riesenhafter Begleiter unruhig wurde und ihm deutete wieder Platz zu nehmen.

Als beide sich wieder erhoben, begann Halfgar zu verstehen. Nicht die Riesen waren der Feind auf den sich die Soldaten vorbereiteten sondern ein weitaus mächtigerer Feind lauerte in jedem von ihnen und er begann erneut an dem Willen der Götter zu zweifeln. Sie flogen weiter übers Land und landeten auf einem Felsen um zu rasten. Halfgar wunderte sich über die Klarheit und die Handlungsfreiheit in diesem Traum. Als beide wieder emporstiegen wurde Halfgar von Visionen gepeinigt. Es schien gar so als wolle der Drache ihm irgendetwas sagen. Er sah Bilder eines riesigen Heeres und er fühlte wie der Boden bebte unter dem Marsch.

Das Land brannte und er sah Bilder wie er sie nur aus Dorflegenden und Sagen kannte. Er sah den riesiegen Drachen in voller Pracht auf einem Berge thronen. Im gleichen Moment war die Vision beendet, denn ein weiteres Ziel ihrer Traumreise wurde erreicht. Sie überflogen Halfgars Dorf und er sah wie sein jüngster Sohn Mjanin von den Werwölfen gerissen wurde. Er hörte seine Schreie als würde es in diesem Momente geschehen und er flehte den Drachen an zu landen um seinem Sohn zu helfen, jedoch flog der Drache weiter.

Das Verstehen

Nachdem Halfgar erwachte, besuchte er das Grab seiner Frau. Die Steinhügel sahen noch genauso aus wie bei seinem letzten Besuch, jedoch fühlte er dass irgendetwas anders war als das Letztemal. Er betrat den Grabhügel und durchsuchte ihn. Nach Stunden der Suche fand er eine merkwürdige Rune auf dem Boden der Kammer wo seine Frau zur Ruhe gebettet lag. Er hob sie auf und vernahm einen schrillen Schrei. Irgendetwas in ihm schien zu rufen: "Lauf! Lauf zurück ins Dorf!"

Er befolgte diesen Befehl seines Inneren und lief zum Tempel um der dort ansässigen Prophetin die seltsame Rune vorzulegen. Als diese jedoch die Rune sah, schlug sie im Allmanach der Weisheit nach und brach abrupt zusammen. Halfgar wagte einen Blick in das ihm verbotene Buch und erschrak als er die Bedeutung dieser Rune vorfand.

*Skjandör* stand dort in blutiger Schrift. Die Rune des Untodes.
Wie er es befürchtete etwas weitaus schlimmeres als die Riesen die im Norden lauerten, im Schatten und nur darauf warteten zuschlagen zu können. Was sich jedoch seinem Verständnis entzog, waren die Visionen die der Drache mit ihm teilte. Waren es Bilder aus vergangenen Tagen oder zeigten diese ihm die Zukunft? Er verstand es nicht, jedoch sah er noch klar den Berg vor sich auf dem der Drache thronte.

Er betete ein Letztesmal in Vorahnung seiner Reise im Tempel und eilte dann zu seiner Hütte. Packte Vorräte und Axt ein und begann mit seiner langen Reise, bei der er an Feldern vorbeikam an denen er einst Seite an Seite mit seinem Bruder Mjonhar kämpfte bis sie siegreich heimkehrten. Er erinnerte sich an diese Tage und Schlachten und ein leichtes Grinsen zog ihm übers Gesicht.

Schneller als es ihm vermochte zog die Nacht herein, doch diesesmal fühlte er den eiskalten Wind auf seiner Haut. Er schlug sein Lager auf und bettete sich zur Rast, jedoch wurde er des Nächtens von Visionen geplagt die wie wirklich erschienen. Er schreckte auf, griff sich seine Axt, doch nach gefühlten Stunden erblickte er nichts weiter als die Schwärze des Waldes bei Nacht. So legte er sich wieder zu Rast, jedoch fand er in dieser Nacht keine Ruhe und erwachte auf ein Neues, geweckt von einem tiefen Knurren. Er sprang auf, schwung seine Axt traf aber jedoch nur einen Baum.

 

ENDE Band 1

http://www.mscdn.de/ms/karten/beschreibung_62610-0.png
http://www.mscdn.de/ms/karten/beschreibung_62610-1.png
http://www.mscdn.de/ms/karten/v_553205.png
http://www.mscdn.de/ms/karten/v_553206.png
http://www.mscdn.de/ms/karten/v_553207.png
http://www.mscdn.de/ms/karten/v_553208.png
http://www.mscdn.de/ms/karten/v_553209.png
http://www.mscdn.de/ms/karten/v_553210.png
http://www.mscdn.de/ms/karten/v_553211.png
http://www.mscdn.de/ms/karten/v_553212.png
http://www.mscdn.de/ms/karten/v_553213.png
0

Hörbuch

Über den Autor

ElDraconikum

Leser-Statistik
48

Leser
Quelle
Veröffentlicht am

Kommentare
Kommentar schreiben

Senden
Gast gibt es nicht viel zu zu sagen sondern nur EINFACH KLASSE
Vor langer Zeit - Antworten
punkpoet Jetzt... - ...wo es überarbeitet ist, kommt deine Geschichte noch mehr zur Geltung, da man den Weg gemeinsam mit Halfgar zurücklegen will. Man möchte wissen wie es weitergeht und wohin ihn sein Weg noch führen wird. Und natürlich weiter die Hintergründe kennenlernen.

Insgesamt also ein recht spannender Plot, der zu fesseln weiß.
Ich muss aber auch gestehen, dass ich mit dem Fantasygenre nicht so viel zu tun habe und daher nicht immer so recht Begeisterung für sowas finden kann. :) Umso schöner, dass es hier gelang. ;)

Grüß dich,
Daniel
Vor langer Zeit - Antworten
grabgestein Willkommen my dear,
ein bissel überarbeiten und tadaaa da ist was was wachsen kann,
muhahaha

lg Jess
Vor langer Zeit - Antworten
Gruftkitty Super - Super geschrieben dein schreibstil gefällt mir sehr ich bin gespannt auf band 2
Vor langer Zeit - Antworten
Zeige mehr Kommentare
10
4
0
Senden

62610
Impressum / Nutzungsbedingungen / Datenschutzerklärung