Die Gasse in der unser Haus stand, war um die Uhrzeit zu der
ich in der Woche das Haus verlassen musste, wie ausgestorben.
In keinem der umliegenden Häuser brannte Licht und es war wie immer Mucksmäuschenstill.
Die eigene Hand war nur schwer vor den Augen zu erkennen,
da die Beleuchtung in unserer Straße von den heutigen Jugendlichen wie damals
schon von uns ausgetreten wurde.
An diesem Morgen als ich vor die Tür trat hörte ich eine Stimme,
ein Gesäusel, welches ich nicht einordnen konnte, aber es schien langsam lauter zu werden,
so als würde es sich auf mich zu bewegen.
Ich hielt meine Aktentasche etwas fester unterm Arm und drehte mich in alle Richtungen
Hallo ist da wer fragte ich vorsichtig, aber bekam keine Antwort.
Ich wollte einfach weiter gehen schließlich hatte ich für so einen Mist erst recht keine Zeit,
aber diese Stimme hörte nicht auf vor sich hin zu reden und ich traute mich einfach nicht ihr entgegen zu gehen.
Es war kein Wort zu verstehen und auch das Geschlecht konnte ich an der Stimmlage nicht ausmachen.
Ich ging von keiner Gefahr aus, doch wollte lieber vorsichtig sein.
Bedrohlich klang es nicht war aber laut und deutlich zu hören und ich begann mir die Gasse bei Tag vorzustellen
Wer wohnte hier in den nächsten Gebäuden und wem traute ich nächtliche, geräuschvolle Spaziergänge zu.
Mir fiel niemand ein.
Hallo sagte ich erneut und kramte in meiner Tasche.
Ich fingerte mein Handy heraus und öffnete meine Taschenlampe.
Endlich hatte ich mal die Gelegenheit mein App zu benutzen.
Ich war kein Freund neumodischer Dinge, aber gerade jetzt freute ich mich über diese Entwicklung.
Damals hätte ich in so einer Situation nicht mal ein Telefon gehabt.
Ich drückte auf die Taste und leuchtete auf die Straße.