Fantasy & Horror
Honeymoon - Rache ist Süß!

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"Honeymoon - Rache ist Süß!"
Veröffentlicht am 26. Oktober 2011, 26 Seiten
Kategorie Fantasy & Horror
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Ich bin 13, Leidenschaftliche Hobby-Autorin und schreibe haupsächlich Fantasy Romane und Kurzgeschichten. Ich übe mich erst an Fan Fictions aber ich habe auch schon etliche selbst geschriebene Geschichten bei mir rumliegen. Seit ich 5 oder 6 bin, schreibe ich Geschichten und habe es bis heute nicht aufgegeben. Außerdem bin ich eine leidenschaftliche Zeichnerin ;D Mich fazienieren im Moment Vampire und Katzen und ich schreibe gerade an einigen ...
Honeymoon - Rache ist Süß!

Honeymoon - Rache ist Süß!

Beschreibung

Victoria McTíre kommt aus einer Irischen Familie und birgt ein dunkles Geheimnis.... Seit Jahrhunderten war dieses Geheimniss wohl geschützt, doch dann passiert etwas dass sie dazu bringt es verraten zu müssen. Wird sie es tun?

Prolog

Sie sah das blanke nichts in seinen Augen. Das Licht des Lebens war aus seinem Blick gewichen, war erloschen im Kampf. Dort wo einst Feuer loderte wo einst Lebensfreude glänzte, war jetzt rein gar nichts. Quill war tot. Sein Körper lag schlaff in ihren Armen und seine leeren Augen waren noch weit geöffnet.

Sein Tod kam plötzlich. Aus dem Hinterhalt, wurde er von seinen eigenen Leuten erschossen. Der mörderische Pfeil ragte noch aus seiner Brust. Sie, die schon soviel von der Welt gesehen hatte, die einiges hatte durch machen müssen. Sie, die die Kraft, Anmut und Stärke von Generationen in sich vereinigte spürte plötzlich eine riesige leere in sich. Ihr Gefährte lag tot in ihren Armen. Blut verschmiert, mit tiefen Wunden übersäht.

Um sie herum, ein Schlachtfeld. Überall Leichen die von dem vorangegangenem Kampf zeugten. Sie hatte kapitulieren müssen. Gekämpft hätte sie bis zum bitteren Ende, aber als das tiefe Band riss, welches sie und Quill verband, konnte sie nicht mehr. Sie wusste, dass das eines Tages geschehen musste, aber sie hatte nicht geahnt dass dieser Tag so früh kommen würde. Ihr war bewusst dass der ewig währende Kampf zwischen Lykanern und Vampiren viele Opfer fordern würde, und sie stellte sich jedem Tag dem Risiko zu sterben. Jeder Tag lief auf die gleiche Gefahr hinaus, nämlich von den Vampiren erfasst und getötet zu werden. Doch genau das liebte sie, den Nervenkitzel. Er zeigte ihr, dass sie noch am Leben war.

Doch ohne Quill? Ein Leben, trostloser und freudloser wie es nicht sein könnte? Wäre sie bereit so eines zu führen? Nein. Ohne Quill war alles was sie wollte Vergeltung! Sie, die das Wissen von Jahrtausenden in sich trug, sie, die dachte alle Qualen dieses Lebens schon durchlebt zu haben, wollte Vergeltung für all dieses Leid! Sie spürte wie tiefster Hass in ihr Aufloderte und wieder erlosch als sie auf Quills toten Körper hinab blickte. Plötzlich wurde ihr bewusst, wer ihren Gefährten getötet hatte. Sie hob den Kopf und blickte sich um. Die ganzen Lykaner, die zu ihrem Rudel gehörten hatten sich um sie beide versammelt. Ihre Befürchtung bestätigte sich, als sie das vertraute Gesicht des vermeintlichen Mörders nicht entdecken konnte. Ein wütendes Knurren entfuhr ihr und ließ die Lykaner zurück weichen.

Doch dann erhob sich ein Chor aus markerschütterndem Geheul während sich Quills Körper langsam auflöste. Sie stimmte in das Geheul mit ein und starker Schmerz durchfuhr ihren kalten Körper. Krämpfe überkamen sie wieder und wieder. Sie zitterte während sie sich langsam veränderte. Sie hob den Kopf gen Himmel und blickte in die bewölkte Nacht hinaus.

Ihr Körper veränderte sich und tiefe Schmerzen fuhren durch sie hindurch. Schmerzen, die sich in etlichen Jahrtausenden angesammelt hatten und über hunderte von Generationen gingen. Schmerz, der Tiefe Furchen in das Leben ihrer Vorgänger geschlagen hatte, und ihr frischer, bittersüßer Schmerz. Sie ließ sich auf die Hände fallen und richtete sich auf allen vieren auf. Ein letztes Mal heulte sie auf, bevor sie durch das Meer von Blut watete, welches der kalte Krieg hinterlassen hatte. Dann schließlich, verschwand sie in der Dunkelheit.    

Kapitel 1

Es war schon lange her, das sie Quill lebend gesehen hatte. Das er sie in den Arm genommen hatte, ihr gesagt hatte das er sie liebt und sie dann zärtlich geküsst hatte. Bittersüßer Schmerz glühte in ihrer Brust auf. „Quill“, flüsterte sie, in lieblichen Erinnerungen schwelgend. Sie setzte sich auf einen feuchten Baumstamm, der in der nähe stand und blickte sich um. Um sie herum, ihr gesamtes Rudel verteilt. Das konnte sie riechen. Das Rudel gehörte jetzt ihr, der stärksten Lykanerin mit dem reinsten Blut. Eine ewig währende Geschichte, viele Generationen, jahrelanges Blutvergießen hatte sie zu dem gemacht was sie jetzt war. Sie war eine starke, unabhängige, kaltherzige Kriegerin, die sich seit einer langen Zeit nichts sehnlicher wünschte als Vergeltung und Rache für den Tod ihres geliebten Gefährten. „Du einst so wunderhübsche Königin.“, hörte sie eine dunkle Stimme hinter sich säuseln, „Nun verbittert mit einem Herz aus Eis. Lang ist’s her meine einzige Liebe.“ Sie fuhr herum. „Immer noch so schön wie vor all den Jahren. Victoria…“, wisperte die Stimme. „Hör auf damit!“, rief sie, sprang auf und warf sich auf die Gestallt die sich schwarz im Nebel abzeichnete. „Tyr. Ich bin nicht deine Geliebte! Meine einzige Liebe war Quill.“, schrie Victoria und fuhr Tyr mit den Fingernägel über das Gesicht. Doch dieser Lachte nur und stieß sie von sich. „Immer noch so temperamentvoll wie damals meine Liebste.“, lächelte er und hielt sie fest. „TYR!“, schrie sie und ihr Echo hallte durch den gesamten Wald in dem sie sich befanden. „Du gehörst mir, meine Königin.“, flüsterte er eindringlich und fuhr ihr durch das kurze, schwarze Haar. „Nein.“, fauchte Victoria, „Niemals!“ „Quill ist tot Liebes!“, knurrte Tyr und stieß sie gegen den feuchten Baumstamm. Er erhob sich und strich sich das nasse Laub von dem schwarzen Ledermantel. „Ja, das ist er.“, wisperte Victoria und erhob sich wankend. Sie spukte Tyr vor die Füße und starrte ihn finster an. Sie, die starke Rudelführerin, sie, die unnahbare Kämpferin musste sich so etwas nicht bieten lassen. „Doch das gibt dir nicht das Recht zu denken, dass ich wie ein Schoßhündchen hinterher renne nur weil es vor all den Jahren zwischen uns gefunkt hat. Verdammt Tyr! Ich war Sturz betrunken!“, rief sie und hob den Kopf, „Ich glaub ohne einen kräftigen Gin hätte es niemals etwas zwischen uns beiden gegeben!“ Der Mann lachte. „Auch ohne den Alkohol wärst du meinem Charme erlegen meine liebste Victoria, gib es zu.“, grinste er. Victoria lächelte, bevor sie sich umdrehte und nichts mehr sagte. Doch augenblicklich durchfuhr Tyr ein dumpfer Schmerz im Gesicht. Victoria hatte nur ausgeholt um ihn ins Gesicht zu schlagen. All ihre Wut fiel von ihr ab, als sie diesen erlösenden Schlag tat. Tyr fiel zu Boden, mitten in einen Haufen aus nassem Laub. Schnell verschwand sie mit großen Sprüngen im Nebel der den ganzen Wald in seinen kalten Klauen hielt.

 

„Vic!“, hörte sie eine Stimme plötzlich direkt neben ihrem Ohr. „Jerome.“, erwiderte die Lykanerin kühl. „Was war da eben los? Man hat dein Geschrei im gesamten Gebiet gehört.“, fragte der gut aussehende, muskulöse Mann an ihrer Seite. „Nichts weiter.“, entgegnete Victoria und winkte ab, „Das ist nicht relevant. Geh und such Dean und Miguel. Halte zusammen mit ihnen nach Vampiren Ausschau. Oder nach….“ Sie stockte. „Oder nach Bryan, richtig?“, beendete Jerome ihren Satz. Victoria nickte schwermütig. Jerome, war ein enger Vertrauter von ihr selbst und Quill gewesen. Nach dem Tod ihres Gefährten, hatte sie diesen Mann sofort in Kenntnis gesetzt und ihn mit ihrer Befürchtung konfrontiert. Sie vertraute ihm, dennoch sagte sie ihm nicht alles.

Kalter Wind säuselte umher und umspielte ihr schönes, schwarzes Haar. Er ließ ihren Mantel nach hinten wehen und ließ ein, mit etlichen Schnallen und Gürteln versehenes Kostüm zum Vorschein kommen. Sie trug es seit etlichen Zeiten, fast schon eine Ewigkeit. Immer dasselbe Kostüm, immer den gleichen Mantel. Victoria machte eine gute Figur darin, was ihr einen Vorteil verschaffte. Dass eng anliegende Leder, die Schnallen und Gürtel, all dies Kombiniert ließ gar nicht vermuten, dass sich der Kalte bittere Tod selbst in ihr versteckte. Sie war stark, ihre Waffen noch stärker. Aber ihr scharfer Verstand, ihre Intelligenz und ihr unbändiges Temperament machten sie zu einer Bestie. Ihre Anmutigkeit, Eleganz und Schönheit, glich einer Göttin und ließ die Feinde schwach werden. Sie glich einem Engel, einem Engel des Todes. Sie sah aus wie eine von ihnen. Wie ein Vampir. Doch das war sie nicht, im Gegenteil.

„Vic?“, murmelte Jerome, „Victoria?“ „Was ist?“, erwiderte sie und schaute ihn an. „Geht es dir gut? Du wirkst bedrückt.“, fragte er und legte ihr die warme Hand auf die Schulter. „Mir geht es gut, Jerome. Ich bin lediglich etwas müde, das ist alles. Ich werde zur Hütte zurückkehren und mich etwas ausruhen während du deiner Arbeit nachgehst.“, antwortete Victoria eindringlich und starrte ihn mit einem stechendem Blick an. „Ja.“, entgegnete er knapp und verschwand mit großen Sprüngen im Nebel. „So ist’s gut.“, murmelte sie mit einem kleinen Lächeln auf den Lippen. Auch sie beschleunigte und rannte auf den Umriss einer kleinen Hütte zu. Wind peitschte ihr ins Gesicht, ließ ihren Mantel und ihre Haare nach hinten flattern. Sie spürte das Leben in sich.

Als sie die Hütte erreicht hatte, sprang sie mit einem großen Satz auf die Veranda. Sie schnappte nach Luft. Leicht außer Atem öffnete sie die Tür zur Hütte und trat ins Dunkeln. Vorsichtig tastete sie nach dem Lichtschalter. Sie drückte ihn runter und traute ihren Augen nicht.

Kapitel 2

„Septimus.“, stieß sie entsetzt hervor.„Du erinnerst dich also, Victoria.“, sagte der Mann, mit dem blonden, langen Haaren und den unbeschreiblich blauen Augen der vor ihr stand. „Wie könnte ich das vergessen.“, erwiderte sie und ging einen Schritt vor. „Ein Vampir und eine Lykanerin.“, flüsterte er, „Niemals hätte das sein können.“ „Deswegen, hast du mich verraten und versucht zu töten.“, warf sie bitter ein und starrte ihn eindringlich an. „Meine Teuerste, mir blieb nichts anderes übrig. Außerdem hat es dich doch direkt in die Arme dieses wundervollen jungen Lykaners getrieben. Wie war sein Name? Quill richtig?“, sagte er und drehte sich um. „Er ist tot.“, waren ihre kalten Worte die sie bitter aussprach als sie sich auf ein Bett fallen ließ. „Ich weiß. Man hat es mir mitgeteilt.“, entgegnete Septimus und setzte sich zu ihr. Victoria nickte. „Ja, du hast recht im Prinzip hast du mich zu meinem verschiedenem Gefährten geführt. Aber das änderte zunächst nichts an meinen Gefühlen zu dir.“, sagte sie und stütze ihren Kopf in ihre Hände. „Victoria, versteh doch…“, begann er, doch er wurde von ihrer donnernder Stimme unterbrochen: „Nein! Ich verstehe nicht, Septimus. Ich wollte nie verstehen und ich will es auch jetzt nicht.“ Sie stockte. Empfand sie noch etwas für ihre einstige, verbotene Liebe? Sie fing sich wieder und lehnte sich zurück. „Zwischen mir und Quill entstand ein tiefes Band als er mir das Leben rettete… Er war es, der Neferet niederstreckte als dieser mich töten wollte. Ich sah in seine Augen und wusste, dass er und ich bis ans Ende unserer Tage zusammen sein würden.“, erklärte sie und schaute den Vampir an, „Doch ich empfand immer noch etwas für dich.“ Und ich fürchte das tue ich immer noch, fügte sie in Gedanken hinzu. „Victoria.“, flüsterte Septimus und fuhr ihr durchs Haar. Ein Schauer überkam sie als sie seine kalte Hand spürte. „Du Engelsgleiche Schönheit.“, fuhr er leise und mit einer Spur von Wehmut in der Stimme fort, „Du warst einst die Meine. Wie konnte ich dich nur gehen lassen?“ Das sagte er mehr zu sich als zu ihr. Sie fühlte sich plötzlich von ihm angezogen. Plötzlich kamen in ihr alte Gefühle hoch. Sie lehnte sich gegen seine Schulter und spürte seine Kälte. Doch davon ließ sie sich nicht abschrecken. Was wenn es eine Falle ist?, fragte sie sich selbst, doch eine andere Stimme in ihr säuselte sanft: Ist es nicht! Genieß den Moment. „Septimus.“, flüsterte sie seinen Namen.

„Ja?“                                                                                                                 

„Du wirst nicht wieder versuchen mich zu töten, oder?“

„Nein. Nicht heute. Nicht jetzt. Vielleicht auch nie mehr.“

„Was heißt das?“

„Das ich dich endlich wieder in den Armen halten darf und das dieser Moment nie vorbei gehen darf. Nicht zerstört werden darf, durch irgendeinen Krieg.“

„Das ist verrückt…“

„Was?“

„Das was wir hier machen. Septimus, dass ist verboten.“

„Das ist mir egal.“

„Wieso hast du mich vor all den Jahren verraten und mich versucht zu töten?“

„Ich musste meine Teuerste. Es blieb mich nichts anderes übrig als eben dies zu tun. Du weißt nicht wie sehr auch mir das weh tat. Ich konnte es mir selbst all die Jahre nicht verzeihen.“

 

Sie richtete sich auf und schaute in an. „Wie kann ich dir das glauben?“, fragte sie. Jetzt wieder misstrauisch und kalt. Auch wenn sie sich in seiner Nähe so unbeschreiblich wohl fühlte, er war der Feind. Vor all den Jahren hatte er sie bereits verraten. Wer sagte, dass er das nicht wieder tun konnte? „Glaubst du, das hier wäre eine Falle?“, fragte er und schaute ihr in die Augen, „Soll ich dir beweisen das dem nicht so ist?“ „Wie?“, fragte sie und schaute sich um. „Schließ die Augen.“, wisperte er und sie sah ihn zu nächst skeptisch an. Was wenn das eine Falle ist?!, die Stimme in ihrem Kopf wurde laute und mit ihr wuchs auch die Angst in ihr heran. „Na los.“, murmelte der Vampir eindringlich.  Sie hatte keine andere Wahl. Ihr Atmen ging schneller und ihr Herz pochte laut. Langsam schloss sie die Augen und gab sich ganz dem hin, was gleich passieren würde. Vorsichtig  und behutsam drückte er sie auf das Bett und beugte sich über sie. „Keine Angst Victoria.“, seine stimme war nun kaum mehr als ein Hauchen. Sie spürte wie er immer näher kam, spürte seinen eisigen Atem auf der Haut. Auch er schloss langsam die Augen und küsste sie. Es war ein langer, inniger Kuss, in dem so viel Liebe wieder zu erkennen war. Etwas, das sie lange Zeit nicht mehr zu spüren bekommen hatte. Sie wusste schon gar nicht mehr, wie sich so etwas anfühlte.

Seine kalten Lippen lösten sich langsam von ihren und der Vampir öffnete die Augen. Auch Victoria machte die Augen auf und sah ihn an. Ihre alte Liebe flammte plötzlich wieder in ihr auf. „Lang ist’s her…“, flüsterte sie. „Fast schon zu lang.“, fügte er hinzu und legte ihr die Hand an die Wange. „Septimus, nie hatte ich dich vergessen können. Nicht mal dann, als Quill mich zu seiner Gefährtin machte. Irgendwo warst immer du in meinem Herzen.“, sagte sie und schloss die Augen. „Kaum zu glauben. Aber o ging es mir auch. Ich verglich dich ständig mit den anderen. Doch keine von den Vampiren war je so schön, so sanft wie du. Du warst schon immer mehr als ein Engel, du warst eine Göttin der niemand gleich kommen konnte.“, sagte er und schloss sie in die Arme. „Ich vermisste dich die Jahre.“, gab er zu und löste sich wieder. „Ich stelle dir noch einmal die Frage: Warum hast du mich verraten? Was hat dich dazu getrieben mich töten zu wollen?“, ihr Stimme war wieder kühl, doch ihr Blick schien fast schon verzweifelt. „Raven hatte Verdacht geschöpft. Er hat mich beeinflusst.“, entgegnete Septimus und seufzte. Victoria nickte. „Beeinflusst?“, fragte sie und schaute ihn an. „Ja. Er hat mich dazu gebracht zu versuchen dich umzubringen.“, gab er zu und lehnte sich zurück. Wieder nickte sie. „Warum bist du eigentlich hier? Wir haben uns seit dem letzten Kampf, bei dem Quill gestorben ist, nicht mehr gesehen wenn ich mich recht entsinne.“, murmelte sie und schaute ihn eindringlich an. „Ich weiß, Teuerste. Ich schwelgte guten in guten Erinnerungen und musste mich an dein unvergleichliches Engelsgesicht erinnern. Also habe ich dich aufgesucht um dich an zu sehen. Ob du denn noch genau so schön bist, wie du es voll Jahren auch warst. Und das bist du.“, antwortete er und lächelte. Se schluckte und sah ihn an. „Schade nur, dass du kein ewiges Leben besitzt. Und als sterblicher vergeht Schönheit wie das zarte Antlitz einer Blume.“, seufzte er und schaute aus dem Fenster. „Ich weiß.“, gab sie zurück und lehnte sich gegen seine Schulter, „Aber noch bin ich jung.“ Still genoss sie diesen Moment, auch wenn er sie daran erinnerte, dass ihr Leben vergänglich war.

„Lykanerin und Vampir,

Gemeinsam sitzen sie hier.

Zu dieser Nächtlich Stund’

Ein schönes Mädchen und ein dummer Jagdhund.“, begann er und musste lächeln. „Hast du das gerade eben gedichtet?“, fragte sie und schaute in seine blauen Augen.

„Sie glich einem Engel, so schön wie sie war,

ihre Schönheit war kaum vorstellbar.

Ein Vampir das Herz an sie verlor,

und ihr mit einem Kuss die Treue schwor.

Ein Paar verschieden ganz und gar.“, wieder lächelte er und schaute sie an. „Ja, dass habe ich Victoria.“, sagte er und seufzte. „Jahrelang war dichten meine einzige Beschäftigung musst du wissen.“, sagte er und legte den Arm um sie.  

Plötzlich schlug etwas heftig gegen die Tür.

Kapitel 3

Das Holz zersplitterte und den starken Schlägen und fiel schließlich aus den Angeln. Aus der Mischung aus Dunkelheit, Nebel und Regen ließ sich nur eine schwarze Gestallt erkennen. „Du hast mich belogen!“, donnerte eine dunkle Stimme. „Tyr…“, entsetzt starrte sie die Gestallt an. „Du hast gesagt deine einzige Liebe wäre Quill gewesen. Aber was ist mit diesem…. Mit diesem Vampir, hä?“, schrie er. „Tyr! Das war vor Quill. Das war fast schon in einem vorherigen Leben!“, brülle sie ihn an und sprang auf. Auch Septimus war aufgestanden. „Lass mich das machen.“, knurrte Victoria und wieder durch fuhren sie schreckliche Krämpfe. Wieder jagten die höllischen Schmerzen der vorangegangenen Generationen durch sie hindurch. „Geh!“, jaulte sie, „Septimus, geh!“ Der Vampir nickte und sprang durch ein offenes Fenster hinaus ins Freie. 

Victoria fiel auf die Hände und ihr Körper veränderte sich. Auch Tyr hatte sich bereits verändert. Sein Hemd war aufgerissen, und sein Gesicht zog sich in die länge. Er hob den Kopf und jaulte in die Nacht hinaus. Victoria hob ebenfalls den Kopf und knurrte Tyr an. Sie richtete sich auf allen Vieren auf und blickte ihrem Gegenüber in die Augen. Dort, wo vorher Leder und Haut war, war jetzt Fell. Schönes, blauschwarzes Fell. Dort, wo Hände und Füße waren, waren jetzt Pfoten mit langen Krallen. Sie war kein Mensch mehr, sie war etwas anderes. Etwas das die Menschen Fabelgestalt nannten. Sie war ein Wolf. Ein Werwolf. Eine verwandelte Lykanerin.

Victoria stürzte sich auf den anderen und drückte ihn  mit Leichtigkeit zu Boden. Doch Tyr wusste, wie er sich wehren konnte, schmiss sie von sich und donnerte ihr die Krallen in die Schulter. „Wieso bist du so wütend?“, zischte sie und starrte ihn an. „Wenn ich dich jetzt nicht haben kann, “ begann er und machte sich zum Sprung bereit, „dann soll das auch kein anderer!“ Mit diesen Worten sprang er auf sie los und riss ihr ein paar Fellfetzen aus. „So redet man nicht mit seiner Alphawölfin du Idiot!“, knurrte sie und biss ihm in die Kehle. Tyr jaulte auf und ließ von ihr ab. „Dunkle Schatten haben sich über dem Wald ausgebreitet. Du bist nicht mehr meine Alphawölfin! Du hast mit deiner Vampirliebelei unsere ganze Sippe verraten! Und nicht nur deswegen möchte ich dein Blut auf dem Waldboden sehen. Wenn ich dich vor Quill nicht haben konnte, und nicht nach seinem Tod, dann darf dich keiner haben!“, rief er und sein Rufen hallte durch die regnerische Nacht. Entsetzten breitete sich in ihren Augen aus. „Du bist verrückt geworden!“,  knurrte sie ihn an und schlug ihn mit den Krallen ins Gesicht. „Geh! Und komm erst wieder wenn du wieder normal bist.“, sagte sie und kehrte ihm den Rücken zu. Diese Gelegenheit nutzte der andere Wolf aus und sprang auf sie los. Victoria jaulte auf und schüttelte sich um ihn abzuwerfen. Doch es gelang ihr nicht. Tyr drückte sie runter und biss ihr in den Nacken. Wütend und voller Schmerz jaulte sie auf und schmiss sich instinktiv auf den Rücken. Dabei landete sie auf ihrem Widersacher und drückte ihn zu Boden. „Komm zur Vernunft!“, meinte sie und stand auf, „Und jetzt verschwinde und mach dich nützlich!“ „Nie!“, wisperte er und biss ihr in das Hinterbein. Victoria jaulte auf und stieß ihm die Pfote in die Flanke. Tyr richtete sich auf und rammte ihr die Zähne vollet Hass in die Seite. „Miststück.“, knurrte er. „Immer noch Alphawölfin und dir überlegen, Schwachkopf.“, erwiderte sie und biss die Zähne zusammen, „Nicht nur vom Rang, du Einfallspinsel.“ Nun nahm sie all ihre Kraft zusammen und schmiss sich auf den anderen Wolf. Sie schlug auf ihn ein, Schlug tiefe blutige Wunden in seine Haut und riss ihm Fell aus. Sie vereinte die Kraft von vielen Generationen, die Macht von vielen Völkern, das Wissen vieler Vorgänger und den Mut vieler Lykaner in sich. Genau mit all diesen Gaben, schlug sie auf den verrück gewordenen Tyr ein. Sie drückte ihn zu Boden, schlag m Krallen und Zähnen auf ihn ein. Machte ihm Gegenangriffe nicht leicht.

„Warum ist dir das so verdammt wichtig?“, knurrte sie, doch erwartete insgemeim auch keine Antwort. Immer wieder schlug sie auf seine Schultern, seinen Bauch und auf sein Gesicht ein. Dachte nicht daran aufzuhören ehe er sich ergeben hatte. Schließlich, nach einer ganzen Weile, rappelte Tyr sich mit einem lauten Jaulen auf und lief in den dunkeln Wald hinein. Sie sah ihm nach, bis die Finsternis der Nacht ihn verschluckten.

Victoria nahm wieder die Gestallt eines Menschen an und ließ sich erschöpft aufs Bett sinken. Eine Weile lang, rang sie nach Atem und lauschte ihrem Herzschlag.  Sie spürte ihre Wunden. Sie brannten wie Feuer. Mit jedem Atemzug mehr. Erschöpft schloss sie die Augen und es dauerte eine Weile, bis sie einschlief und begann wirres Zeug zu träumen:

 

‚Verrat! Falle! Betrug! Nichts! Hass! Tod!’, diese Worte tauchten ständig vor ihren Augen auf, ‚ Verrat! Falle! Betrug! Nichts! Hass! Tod!’  Immer und immer wieder die gleichen Worte. Dann erschien eine Silhouette in der Dunkelheit. Es war Quill. „Glaube die Lügen nicht.“, sagte er, „Glaube sie nicht. Du allein musst entscheiden welcher der richtige Weg ist. Einer besteht aus Lügen. Einer aus Hass. Aber nur einer führt zur wahren Liebe.“ „Aber ich hatte sie doch schon.“, erklang ihre verzweifelte Stimme, „Quill ich hatte dich!“ „Es ist Zeit für die richtige Liebe.“, murmelte er. Sie rollte mit den Augen und schüttelte ihn. „Quill, du warst die richtige Liebe!“, rief sie und sah ihn entrüstet an. „Es gibt jemand anderen in deinem Leben, der für dich Bestimmt ist. Gebe nicht auf deine Zeit wird kommen.“, erklangen seine letzten Worte bevor er sich auflöste und die gleichen Worte wieder vor ihr auftauchten:  ‚Verrat! Falle! Betrug! Nichts! Hass! Tod!’

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Über den Autor

xXCamySwanXX
Ich bin 13, Leidenschaftliche Hobby-Autorin und schreibe haupsächlich Fantasy Romane und Kurzgeschichten. Ich übe mich erst an Fan Fictions aber ich habe auch schon etliche selbst geschriebene Geschichten bei mir rumliegen. Seit ich 5 oder 6 bin, schreibe ich Geschichten und habe es bis heute nicht aufgegeben. Außerdem bin ich eine leidenschaftliche Zeichnerin ;D Mich fazienieren im Moment Vampire und Katzen und ich schreibe gerade an einigen Vampir Kurzgeschichten, die ihr hier wahrscheinlich auch zu lesen bekommt. Wenn ihr Fragen habt, fragt. Ich beiße auch nicht ;3

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xXCamySwanXX Re: Re: Re: -
Zitat: (Original von Music93 am 01.11.2011 - 18:33 Uhr)
Zitat: (Original von xXCamySwanXX am 01.11.2011 - 15:48 Uhr)
Zitat: (Original von Music93 am 31.10.2011 - 19:53 Uhr) echt gut respekt :)

schön das es dir gefällt :)

freut mich wenn ich die leser begeistern kann :3

mfg,
Camy


jap sowas ist immer gut :)
aber echt hammer

dankeschöön :33
Vor langer Zeit - Antworten
Music93 Re: Re: -
Zitat: (Original von xXCamySwanXX am 01.11.2011 - 15:48 Uhr)
Zitat: (Original von Music93 am 31.10.2011 - 19:53 Uhr) echt gut respekt :)

schön das es dir gefällt :)

freut mich wenn ich die leser begeistern kann :3

mfg,
Camy


jap sowas ist immer gut :)
aber echt hammer
Vor langer Zeit - Antworten
xXCamySwanXX Re: -
Zitat: (Original von Music93 am 31.10.2011 - 19:53 Uhr) echt gut respekt :)

schön das es dir gefällt :)

freut mich wenn ich die leser begeistern kann :3

mfg,
Camy
Vor langer Zeit - Antworten
Music93 echt gut respekt :)
Vor langer Zeit - Antworten
xXCamySwanXX Re: -
Zitat: (Original von BlueSyro am 27.10.2011 - 01:21 Uhr) Wow also mir gefällts auch :)


Schon das es dir auch gefällt :3
Ich hoffe das dir (euch) das 3. Kapitel gefällt.!
:)
mfg,
Camy
Vor langer Zeit - Antworten
BlueSyro Wow also mir gefällts auch :)
Vor langer Zeit - Antworten
xXCamySwanXX Re: -
Zitat: (Original von Darleenx am 26.10.2011 - 11:28 Uhr) Das hast du nach meiner meinung gut geschrieben :)

Lg Darleenx


Schön das es dir gefällt :D

mfg,
Camy
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