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Kalte klare Nacht

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"Kalte klare Nacht"
Veröffentlicht am 20. Oktober 2011, 4 Seiten
Kategorie Sonstiges
© Umschlag Bildmaterial: Katja Xenikis - Fotolia.com
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Ich soll was über mich sagen? Hm, na gut. Ich bin jemand der das Morbide und Düstere mag, sich gerne im Grusel wälzt - aber es auch schön findet dieses Gefühl wieder zu verlassen. Jemand, der so ganz zufällig zum schreiben gekommen ist. Vielleicht ist noch zu erwähnen, das ich meistens das Gefühl habe das "etwas" durch mich hindurch schreibt. Anders kann ich es nicht erklären. Ich halte mich nicht für einen der wirklich begnadet schreibt, ...
Kalte klare Nacht

Kalte klare Nacht

Einleitung

So wie es mir jetzt erscheint, wird es für immer Nacht sein, in meinem Kopf, in meinem Herz...

?!

Kalte klare Nacht

 

Ich öffne das Fenster, wohl mit Bedacht,

und draussen ist die kalte klare Nacht,

der Himmel schwarz, die Sterne strahlen,

versuchen zu glitzern, zu überdecken,

die Qualen.

Schon oft, saß ich am Fenster da,

schon oft, wars so, wie es heute war,

die Sehnsucht nach etwas,

das ich kann nicht fassen, nicht kann verhindern,

und nicht kann lassen.

Entsetzlich allein, höre ich der Nacht zu,

ich fühle es anders, nicht so wie du,

nicht so, wie es, er oder ihr,

diese kalte klare Nacht,

sie gehört einfach nur mir.

Seltsam verwirrende Stimmen,

sie erreichen mein Ohr,

verstehe nicht was sie flüstern,

was sie tragen mir vor.

Doch nur ich weiß, die Nacht sie versteht,

was ich in mir fühle, was in mir vorgeht,

das was ich mir erträume,

und mein Herz mir rät.

Ich will es ja schon, aber dafür ist es zu spät.

Doch will ich es eigentlich nicht mehr wissen,

leise nur sein, weinen, in schwarze Kissen,

das Herz ausgeblutet, unheilbar zerrissen.

Wie werd ich die Nacht, morgen schon missen.

Und das was ich denke, mir selber ja fremd,

es ist wie ein gehauchtes letztes Hemd,

der Nacht, der ich gerade, meine Seele geschenkt,

in der niemand mehr ist, der liebevoll denkt.

Dann schließ ich das Fenster, doch die Nacht ist in mir,

ein Schatten, ein Dunkel, ein unruhiges Tier,

ich denke an dich, so wie jede Nacht,

ich weiß, du bist der Fluch meines Lebens,

hab versucht dich zu vergessen,

doch leider vergebens.

Trost hab ich erhofft, als ich in die Nacht hinaus sah,

aber statt Trost zu bekommen, wurde mir etwas klar,

als ich die Schwärze der Nacht so ansah.

Das Leben, ist wie, eine kalte klare Nacht,

die dir nicht hilft, mit ihrer Macht.

 

Schon gar nicht einem, der nicht mehr lacht.

 

 

 

 

(c) DGL 2011

 

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Hörbuch

Über den Autor

Doctor
Ich soll was über mich sagen?
Hm, na gut.

Ich bin jemand der das Morbide und Düstere mag, sich gerne im Grusel wälzt - aber es auch schön findet dieses Gefühl wieder zu verlassen. Jemand, der so ganz zufällig zum schreiben gekommen ist.
Vielleicht ist noch zu erwähnen, das ich meistens das Gefühl habe das "etwas" durch mich hindurch schreibt. Anders kann ich es nicht erklären. Ich halte mich nicht für einen der wirklich begnadet schreibt, aber wenn ich Bilder durch meine Worte in Köpfe projezieren konnte, dann habe ich meinen Zweck erfüllt.

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abis58 Denke nicht, dass es nur dir so geht oder ging. Du hast keinesfalls das Privileg darauf, denn du sprichst mir mit diesem Gedicht aus dem Herzen.

Grüße Abis
Vergangenes Jahr - Antworten
Doctor Das behaupte ich ja auch nicht, das mit dem Privileg und so - ächem, sind ja so einige Düsterlinge hier die sich mit der Materie schon mal auseinandergesetzt haben: Abt. succeszives Seelenchaos eben.
Merci fürs lesen und den Kommentar.

lg DOC
Dieses Jahr - Antworten
Doctor Re: Deine momentanen Texte sind wieder sehr dunkel, mein Lieber.... -
Zitat: (Original von Damballah am 10.01.2012 - 19:55 Uhr) Traurig, dass es noch immer so dunkel ist, Doc.
Doch deine Texte sind unverändert gut, und dein Spiel mit der Dunkelheit, berrauschend....ich hoffe dennoch mal wieder etwas Humor und Freude bei dir zu finden, mein Freund. Du hast so ein gutes Herz trag dieses mal bitte in die Texte voller Freundschaft und Vertrauen.

Ein wirklich bewegender Text, verstehe ihn gut.

Grüße an dich :D


Du weißt doch auch darum, und warum liebe Dam.
Danke dir fürs verstehen.

Hatten uns ja damals per Mail schon darüber unterhalten.
Danke dir lieb fürs lesen und das kommentieren und für deine Freundschaft.

Dein Schränkchen ;)
Vor langer Zeit - Antworten
Doctor Re: Gänsehaut -
Zitat: (Original von Darkjuls am 29.07.2013 - 20:24 Uhr)
Guten Abend Doc, da bekomme ich ja Gänsehaut beim Lesen. Als stünde ich am Fenster in der Nacht und mich friert. Du hast Deine Gedanken mit einer Intensität niedergeschrieben, die mich erreicht hat.

Alles Gute von mir

LG Marina


Die eine bestimmte Nacht war auch hart für mich, aber die Zeilen flossen irgendwie automatisch aufs Papier. Ich schreibe erstmal alles auf Papier vor, mußt du wissen. ;)

Es entbehrt nicht einer bestimmten Intensität, stimmt.

Lieben Gruss
-DOC-
Vor langer Zeit - Antworten
Darkjuls Gänsehaut -
Guten Abend Doc, da bekomme ich ja Gänsehaut beim Lesen. Als stünde ich am Fenster in der Nacht und mich friert. Du hast Deine Gedanken mit einer Intensität niedergeschrieben, die mich erreicht hat.

Alles Gute von mir

LG Marina
Vor langer Zeit - Antworten
Damballah Deine momentanen Texte sind wieder sehr dunkel, mein Lieber.... - Traurig, dass es noch immer so dunkel ist, Doc.
Doch deine Texte sind unverändert gut, und dein Spiel mit der Dunkelheit, berrauschend....ich hoffe dennoch mal wieder etwas Humor und Freude bei dir zu finden, mein Freund. Du hast so ein gutes Herz trag dieses mal bitte in die Texte voller Freundschaft und Vertrauen.

Ein wirklich bewegender Text, verstehe ihn gut.

Grüße an dich :D
Vor langer Zeit - Antworten
Kenshin Re: Re: -
Zitat: (Original von Doctor am 23.10.2011 - 20:08 Uhr)
Zitat: (Original von Kenshin am 23.10.2011 - 18:28 Uhr) Es gibt Texte die liest man und macht sich dann ein Bier auf und es gibt Texte die liest man und starrte dann eine Sekunde auf den letzten Satz und denkt nach, verarbeitet, versucht es zumindest.

Dein Text gehört auf jeden Fall zur zweiten Kategorie. Gerade im zweiten Abschnitt wird er extrem traurig, regt aber auf jeden Fall zum nachdenken an.
Gefällt mir sehr gut!

lg der faule Lieblingsbär


Tja, Kenshin - da hast du mich wohl voll erwischt!
Klar, das was ich schreibe und das was ich bin, muß nicht immer zusammenhängen. Geschickterweise lasse ich immer offen ob es wirklich um mich geht oder um einen von mir erfundenen Charakter.
Soviel sei zumindest verraten, wenn alles still wird und dunkel, dann schleichen sich bei mir immer solch trübseelige Gedanken ein.
Fröhliches, oder lustiges habe ich nur einmal im Leben geschrieben, ansonsten ist eigtl. alles von mir etwas morbide.
Dankeschön fürs vorbeischauen bei mir, und lass dir noch sagen:
"Kannst dir ja trotzdem ein Bier aufmachen, das wäre schon okay."

Liebe Grüße
-DOC-


Mal schauen :=))
Vor langer Zeit - Antworten
Doctor Re: -
Zitat: (Original von Kenshin am 23.10.2011 - 18:28 Uhr) Es gibt Texte die liest man und macht sich dann ein Bier auf und es gibt Texte die liest man und starrte dann eine Sekunde auf den letzten Satz und denkt nach, verarbeitet, versucht es zumindest.

Dein Text gehört auf jeden Fall zur zweiten Kategorie. Gerade im zweiten Abschnitt wird er extrem traurig, regt aber auf jeden Fall zum nachdenken an.
Gefällt mir sehr gut!

lg der faule Lieblingsbär


Tja, Kenshin - da hast du mich wohl voll erwischt!
Klar, das was ich schreibe und das was ich bin, muß nicht immer zusammenhängen. Geschickterweise lasse ich immer offen ob es wirklich um mich geht oder um einen von mir erfundenen Charakter.
Soviel sei zumindest verraten, wenn alles still wird und dunkel, dann schleichen sich bei mir immer solch trübseelige Gedanken ein.
Fröhliches, oder lustiges habe ich nur einmal im Leben geschrieben, ansonsten ist eigtl. alles von mir etwas morbide.
Dankeschön fürs vorbeischauen bei mir, und lass dir noch sagen:
"Kannst dir ja trotzdem ein Bier aufmachen, das wäre schon okay."

Liebe Grüße
-DOC-
Vor langer Zeit - Antworten
Kenshin Es gibt Texte die liest man und macht sich dann ein Bier auf und es gibt Texte die liest man und starrte dann eine Sekunde auf den letzten Satz und denkt nach, verarbeitet, versucht es zumindest.

Dein Text gehört auf jeden Fall zur zweiten Kategorie. Gerade im zweiten Abschnitt wird er extrem traurig, regt aber auf jeden Fall zum nachdenken an.
Gefällt mir sehr gut!

lg der faule Lieblingsbär
Vor langer Zeit - Antworten
Doctor Re: Manchmal -
Zitat: (Original von LadyLy am 22.10.2011 - 17:56 Uhr) ist es mir zu sehr "Reim dich oder ich fress dich." Aber die meiste Zeit ist es bestechend klar, bedrückend, wunderbar kühl. Und verbindet damit eben jene Adjektive, an die ich beim Titel denken musste.

Der Schlusssatz hat mich dann endgültig von der Qualität deines Werkes überzeugen können.

Es grüßt noch aus dem Hellen
Die Rübendame


Hallo Rübchen, ^^
Hmja, du kennst ja meine "Reimkrämpfe", die ich ab und zu auf die Menschheit loslasse. Da geb ich dir auch volkommen recht.
Okay, man hätte vielleicht nur den Schlußsatz veröffentlichen sollen. ^^
Vielen Dank trotzdem fürs lesen und kommentieren an dich.
Schon wieder so eine gramatikalische Ausgeburt, au weiah. -lach-
Und trag mal ein wenig Lippenbalsam auf, du knutscht ja immer noch mit deinem Liebsten rum, das muß doch irgendwann mal wehtun! ;) Hab Dank -
Dein lieber DOC
Vor langer Zeit - Antworten
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