Gedichte
Der Busch

0
"Der Busch"
Veröffentlicht am 10. Oktober 2011, 2 Seiten
Kategorie Gedichte
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

bin im Herzen fröhlich
Der Busch

Der Busch

Der Busch, den ich heut fällte,

war achtzig Jahre alt.

Und was er uns erzählte,

die Vögel machten halt.

 

Sie sangen jeden Morgen

aus seinem Astwerk frei,

Mein Freund und ich wir weinen,

manch Vogel ist dabei.

 

Als einst vor fünfzig Jahren,

der Busch mir war mein Zelt,

hab ich mich hier erfahren,

als Kind und auch als Held.

 

Mein Freund mit sieben Lenzen

er weint jetzt bitterlich.

Den Schmerz ihm zu Begrenzen,

die Ohnmacht fesselt mich.

 

Der Busch, den ich heut fällte,

war uns vielmehr als Baum.

Als Brücke er erwählte,

uns hier, für seinen Traum.


Copyright © mozimi 2011/10

http://www.mscdn.de/ms/karten/v_525501.png
http://www.mscdn.de/ms/karten/v_525502.png
0

Hörbuch

Über den Autor

mozimi
bin im Herzen fröhlich

Leser-Statistik
18

Leser
Quelle
Veröffentlicht am

Kommentare
Kommentar schreiben

Senden
mozimi Re: es ist mehr und so viel in diesen Zeilen... -
Zitat: (Original von bienesskatepin am 16.10.2011 - 22:49 Uhr) als nur das einfache Fällen eines Busches... der Text ist so inhaltsreich mit seinen Zeilen und berührt, auch dann wenn die bisherigen Kommis mit tiefsinn gelesen werden!

Ein Erlebnis in Zeilen wiedergeben und darüber nachdenken - wie wichtig ist das und lenkt den Blick auch auf eine Perspektive, an die im ersten Moment gar nicht bei der Aktion gedacht wurde. Wie empfindet ein Gegenüber eine Tat, eine Handlung, eine Reaktion, hat er eine Erwartung oder verläuft alles nur im Sande!?

Die Bereitschaft sich mit der Reaktion des Kleinen Jungen auseinanderzusetzen, sie ernst zu nehmen - sehr wichtig wohl auch für beide Seiten - wenn das nur auch in anderen Gegebenheiten der Fall sein könnte....
wie oft erwischt sich mein Sein und kommt aus der Ohnmacht nicht heraus, verliert den Blick und findet die Brücke nicht zum Gegenüber

Die wichtigen Zeilen auch im Autors großen Kommi berühren und lassen das Sein nicht los... "Zugang gibt es nur über den Weg der Liebe" - so soll es sein und so ist es wohl

"berührt es uns, wenn wir bereit sind es spüren zu wollen" - ja, die Bereitschaft, ohne diese, kann eine Grenze nicht überwunden oder eine Brücke über einen Fluß gefunden werden ...

"Brücke der Liebe schlagen" - nehme ich in diesen Abend mit ...

Danke für die Zeilen und den großen Kommi!
Gute Nacht
GLG Beate

Hab Dank,
es freut mich sehr,
LG Uwe
Vor langer Zeit - Antworten
bienesskatepin es ist mehr und so viel in diesen Zeilen... - als nur das einfache Fällen eines Busches... der Text ist so inhaltsreich mit seinen Zeilen und berührt, auch dann wenn die bisherigen Kommis mit tiefsinn gelesen werden!

Ein Erlebnis in Zeilen wiedergeben und darüber nachdenken - wie wichtig ist das und lenkt den Blick auch auf eine Perspektive, an die im ersten Moment gar nicht bei der Aktion gedacht wurde. Wie empfindet ein Gegenüber eine Tat, eine Handlung, eine Reaktion, hat er eine Erwartung oder verläuft alles nur im Sande!?

Die Bereitschaft sich mit der Reaktion des Kleinen Jungen auseinanderzusetzen, sie ernst zu nehmen - sehr wichtig wohl auch für beide Seiten - wenn das nur auch in anderen Gegebenheiten der Fall sein könnte....
wie oft erwischt sich mein Sein und kommt aus der Ohnmacht nicht heraus, verliert den Blick und findet die Brücke nicht zum Gegenüber

Die wichtigen Zeilen auch im Autors großen Kommi berühren und lassen das Sein nicht los... "Zugang gibt es nur über den Weg der Liebe" - so soll es sein und so ist es wohl

"berührt es uns, wenn wir bereit sind es spüren zu wollen" - ja, die Bereitschaft, ohne diese, kann eine Grenze nicht überwunden oder eine Brücke über einen Fluß gefunden werden ...

"Brücke der Liebe schlagen" - nehme ich in diesen Abend mit ...

Danke für die Zeilen und den großen Kommi!
Gute Nacht
GLG Beate
Vor langer Zeit - Antworten
mozimi Re: Re: Re: ***** -
Zitat: (Original von roxanneworks am 16.10.2011 - 18:18 Uhr)
Zitat: (Original von mozimi am 16.10.2011 - 13:51 Uhr)
Zitat: (Original von erato am 16.10.2011 - 12:34 Uhr) Lieber UWE,
stimme Roxanne voll zu,
frage als "Grüner Finger" aber natürlich
nach der Notwendigkeit eines "Pflanzenmordes" ( :-)) )
zumal auch innere Bindungen letztlich gekappt wurden.....
GhG Thomas

Lieber Thomas,
hab Dank. Ich denke eben dass der Schmerz für den Jungen unermesslich größer ist, den wir nicht erfassen können und "es bleibt ein kleiner Schmerz" mir nicht passend erscheint...
LG Uwe



Lieber Uwe,
der aktuelle Schmerz im Erleben wird unermeßlich sein;- aber es wird eine Zeit kommen, - und das ist mit dem *was bleibt* gemeint...in dem ein kleiner Schmerz, -der latent da ist,- erinnert und bewußt macht....bis wir loslassen können...

LG
roxanne

ja und nein...
beides gehört zusammen...
Vor langer Zeit - Antworten
roxanneworks Re: Re: ***** -
Zitat: (Original von mozimi am 16.10.2011 - 13:51 Uhr)
Zitat: (Original von erato am 16.10.2011 - 12:34 Uhr) Lieber UWE,
stimme Roxanne voll zu,
frage als "Grüner Finger" aber natürlich
nach der Notwendigkeit eines "Pflanzenmordes" ( :-)) )
zumal auch innere Bindungen letztlich gekappt wurden.....
GhG Thomas

Lieber Thomas,
hab Dank. Ich denke eben dass der Schmerz für den Jungen unermesslich größer ist, den wir nicht erfassen können und "es bleibt ein kleiner Schmerz" mir nicht passend erscheint...
LG Uwe



Lieber Uwe,
der aktuelle Schmerz im Erleben wird unermeßlich sein;- aber es wird eine Zeit kommen, - und das ist mit dem *was bleibt* gemeint...in dem ein kleiner Schmerz, -der latent da ist,- erinnert und bewußt macht....bis wir loslassen können...

LG
roxanne
Vor langer Zeit - Antworten
mozimi Re: ***** -
Zitat: (Original von erato am 16.10.2011 - 12:34 Uhr) Lieber UWE,
stimme Roxanne voll zu,
frage als "Grüner Finger" aber natürlich
nach der Notwendigkeit eines "Pflanzenmordes" ( :-)) )
zumal auch innere Bindungen letztlich gekappt wurden.....
GhG Thomas

Lieber Thomas,
hab Dank. Ich denke eben dass der Schmerz für den Jungen unermesslich größer ist, den wir nicht erfassen können und "es bleibt ein kleiner Schmerz" mir nicht passend erscheint...
LG Uwe
Vor langer Zeit - Antworten
erato ***** - Lieber UWE,
stimme Roxanne voll zu,
frage als "Grüner Finger" aber natürlich
nach der Notwendigkeit eines "Pflanzenmordes" ( :-)) )
zumal auch innere Bindungen letztlich gekappt wurden.....
GhG Thomas
Vor langer Zeit - Antworten
mozimi Re: Lieb gewordenes herzugeben.... -
Zitat: (Original von roxanneworks am 15.10.2011 - 20:51 Uhr)
sich zu verabschieden von dem,
was mit den Erinnerungen verbunden....
ist immer eine Reise in die Vergangenheit
und in die Zukunft.....
was bleibt,
weil etwas fehlt
ist ein kleiner Schmerz...

liebe Grüße
roxanne

Hab Dank,
das bitterliche Weinen, die Verzweiflung des Jungen, hat mich tief berührt...
Der Baum, Holunderbusch, als etwas, jemand im Reigen des Geschehens, des tagtäglichen Geschehens...bekommt selbst eine aktive Funktion am Ende...
Ob es ein kleiner Schmerz ist...?
Bei einem gefällten Baum im Walde, an dem ein Fussweg vorbeiführte, schrieb mal jemand auf den Stubben "Mörder"...
Ich kann es verstehen, dass jemand der täglich da langspaziert, eine Beziehung zu dem Baum direkt hat, ja eine mystische lebendige Beziehung entfalten kann, geradeso wie Kinde es noch tun und wie wir es uns archetypisch in uns, wie bei unserer Vorvorvorfahren vorstellen dürfen, wo jeder Baum, jeder Stein und vieles andere lebendig waren...Und wie es uns in den mythischen Lebensformen der Aboridignes so faszinierend sehen dürfen...Der Junge,den es so berührte, für den war es eine schlimme, sehr, sehr schlimme Erfahrung, als so rational in diese seien lebendige mytische Welt zerstörerisch, ja tötend eingegriffen wurde...und das sogar von seinem Freund, der ihm oft die Fragen beantwortet, die er fragt...
Im Kind ist sie noch ganz natürlich vorhanden, zu der wir als Erwachsene dann später mühsam und über unsere Ratio versuchen Kontakt aufzunehmen...Aber der Filter Ration wird uns daran hindern und wir erleben es wie im Kino, für einen Moment werden wir ergriffen...
Schlimm, oder nicht schlimm...?
Es ist ein Teil von uns, der nach Lebendigkeit sehnt...
Und insofern fehlt uns die Ganzheit, fehlt es uns, können wir nicht mitleiden, ...mit dem kleinen Jungen, Mädchen,...
Die Welt in uns ist die ganze Welt,...die über den Weg des Entfremden gewaltig, im wahrsten Sinne des Wortes, verändert ist...und immer wieder wird....Zugang, Zugang gibt es nur über den Weg der Liebe....
Und Ohnmächtig, ohne Worte berührt es uns, wenn wir bereit sind es spüren zu wollen, jedoch es wird Schmerzhaft sein...Und insofern ist dieser Weg die Bereitschaft Schmerzen wahrnehmen zu wollen und mit Ihnen und an Ihnen mit der ganzen Welt zu leiden, aber nicht im Leiden gefesselt werden, sondern die Dinge beim Namen nennen, die abhalten,...das ist der Weg der Liebe,...den wir ja alle gehen wollen,...Ich kennen keinen Menschen, der nicht den Weg der Liebe gehen will....
LG Uwe
Vor langer Zeit - Antworten
roxanneworks Lieb gewordenes herzugeben.... -
sich zu verabschieden von dem,
was mit den Erinnerungen verbunden....
ist immer eine Reise in die Vergangenheit
und in die Zukunft.....
was bleibt,
weil etwas fehlt
ist ein kleiner Schmerz...

liebe Grüße
roxanne
Vor langer Zeit - Antworten
Zeige mehr Kommentare
10
8
0
Senden

60705
Impressum / Nutzungsbedingungen / Datenschutzerklärung