Beschreibung
Keines meiner Gedichte reimt sich, dieser Kunst bin ich leider nicht gewand. Doch bei den Gedichten geht es nicht um Reime, sondern um kuzre Texe. Dieses Gedicht habe ich vor drei Jahren geschrieben.
Im Walde lag ein junges Kitzlein im hohen Gras. Es reckt das Köpfchen hoch und beschnuppert die kalte Morgenluft. Dann schaut es mit seinen schwarzen Äuglein umher. Im Gebüsch raschelt es und Vater mit der Mutter brechen langsam durch einen Holunderstrauch hervor. Sie zeigen dem Kitz das geliebte Futter. Der große Hirsch steht neben einer hohen Tanne und bewacht die beiden anderen. Während das Kitzlein frisst, schleckt das Reh dem kleinem übers braune Fell. Doch da, ein lauter Knall ist auf einmal zu hören. Ein Vogelschwarm fliegt aufgeschreckt in den Himmel davon. Der Hirsch und seine Familie fliehen in den dunklen Forst.